Klausens (ZUSÄTZLICHES DASEINS-WEBLOG)

Beim Landeschorwettbewerb oder Landes-Chorwettbewerb oder Landes-Chor-Wettbewerb war KLAUSENS

Veröffentlicht in Gesang, Kultur, Literatur, Sprachkunst, gedicht, klausens, live-dichtung, musik von klausens am November 10, 2009

klau|s|ens, wie heißt es denn nun?

ich weiß es doch auch nicht. aber „landeschorwettbewerb“ liest sich komisch, weil man dann etwas wie „schor“ lesen kann. das programmheft hat sich für „landes-chorwettbewerb“ entschieden.

und du?

ich finde auch landes-chor-wettbewerb ganz schön.

aha! und was erhoffst du dir?

ich? ich habe nur gelauscht.

du hast das ganze wochenende in bonn gelauscht?

nein, da war zuviel gleichzeitig. aber einige chöre habe ich doch mitbekommen, und zwar im augustinum in bonn und in der aula des clara-schumann-gymnasiums.

hat es dir gefallen?

ja, ich finde es hochinteressant, weil man wirklich die chöre vergleichen kann. (dazu die kategorien: bis 40 mitglieder/mitwirkende und ab 41 mitglieder/mitwirkende. oder „gemischt“ oder „männer“ oder „frauen“. oder A.1 oder G.2. … oder auch „vokalensembles“ oder „kinderchöre“ oder „jazz-vokal et cetera“.)

von all der vielfalt hast du genossen?

ja, sicher: jeder chor hat einen andere aura, eine andere zusammensetzung, einen anderen klang, einen anderen stil.

kannst du das klar machen?

nehmen wir doch nur die kleidung: welche vielfalt man sieht, weil jeder chor doch „einzigartig“ sein will, auch schon von der kleidung.

vielfalt?

nun, es ist eine vielfalt im kleinen. natürlich sind die farben schwarz, weiß und rot der renner.

aber?

das rot kann eine art stola sein, wie bei den frauen von VOX BONA, dem gemischten chor der kreuzkirche in bonn, aber es kann auch ein schal/schälchen (alternativ: eine rote halskette) sein, wie bei den frauen des gemischten chores vom „lüdenscheider vocalensemble“.

und die männer?

aus lüdenscheid? die hatten alle eine rote fliege: das war einmalig.

dann hast du also über die kleidungsfragen und stilfragen sinniert?

nein, auch über den klang und die strahlkraft, über die ganze art des chores. über die stimmung. über die lebenslust oder unlust. es gibt viel zu beobachten. das jugendliche oder das eher gesetzte, ältere.

auch strenge?

ja, das findet man auch. es kann auch damit zusammenhängen, welche musikalische vorbildung die sänger und sängerinnen haben, aus welchem umfeld sie kommen. wo sie ihr soziales feld haben. klasse, schicht, abstammung, elternhaus, alles  dieses. bis hin zu „landsmannschaftlichen“ dingen: niederrhein, westfalen, ruhrgebiet, etc.

du denkst jetzt an die bürgerliche familie in der südstadt von bonn, wo das haus noch gips und stuck kennt, und wo die geige neben dem klavier auf einem parkettboden steht?

das gibt, gewiss. aber es gibt auch vieles anders.

hat es dir also spaß gemacht?

ja, als zuhörrer und beobachter hat mir der landes-chorwettbewerb verdammt viel spaß gemacht.

sehr viel?

zumindest so viel, dass ich zu jedem chor, den ich sah, ein LIVE-gedicht schrieb, immer zum ersten lied.

was ist das denn wieder für eine regel?

das ganze leben ist voller regeln, und künstler neigen dazu, sich dann auch regeln zu geben, und diese auch zu erfüllen. die regel als spiel, wenn man so will. (ein lied ist als lied samt der noten und takte und rhythmen ja auch schon eine regel!)

das hast du getan? nach der regel LIVE gedichtet?

ja, das habe ich getan.

und deine regel war?

ich schreibe immer ein LIVE-gedicht, wenn der chor, den ich sehe, sein erstes (1.) lied singt.

und dann?

dann habe ich diese LIVE-gedichte auf einer homepage versammelt, und dem landes-chorwettbewerb NRW damit gehuldigt.

und der bundeswettbewerb?

der ist im mai 2010 in dortmund, bei mir schon dick und doll vorgemerkt.

http://www.klausens.com/klausens-und-der-landeschorwettbewerb.htm

Achter Landes-Chorwettbewerb NRW Programmmheft Cover Scan Klausens 7.11.2009 8.11.2009 - 950 pix

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Die Mauer wuss weg, fordert KLAUSENS

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von klausens am November 9, 2009

die mauer? muss weg? welche denn?

na: die zwischen unseren köpfen!

klausens-k-werk-die-mauer-muss-weg-9-11-2009

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Nochmals zu PECHA KUCHA in Köln schreibt KLAUSENS

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Sprachkunst, fotokunst, gedicht, klausens-kunstwerk, kunst, live-dichtung von klausens am November 8, 2009

klau|s|ens, das ganze hat dich aber doch beschäftigt: diese 20 folien mal 20 sekunden = 400 sekunden = 6 min. und 40 sek.

ich denke immer darüber nach, worauf man achten soll.

wobei? wofür? wogegen?

soll es mehr der bildung dienen oder mehr der kuriosen belustigung?

dieses PECHA-KUCHA-prinzip?

ja, genau.

wieso?

sollte es der belustigung dienen sollen, dann hätte ich einen viel radikaleren vorschlag.

welchen?

jeder referent oder vortragende bzw. referentin oder vortragende kommt mit einem thema an, z.b. „der mauerfall als erlebte oder nicht-erlebte geschichte in der sächsischen provinz des tals der ahnungslosen“.

das ist aber ein langes thema.

das stimmt. aber dann würde ich es so machen: ich habe einen pool von 1000 powerpoint-folien, die wiederum de facto bilder sind: fotos, grafiken, kunstwerke, etc. (also keine texte als bilder bzw. nur, wenn sie einen künstlerischen rang haben, und wiederum so zu einem bild geworden sind.)

und dann? (die deutschen immer mit ihren ewigen regeln. im geldverkehr ging es ohne regeln doch auch immer ganz gut. oder nicht?)

dann bekommen die referenten aus diesem pool willkürlich folien zugespielt, immer für die berühmten 20 sekunden.

und dann?

dann müssen die ihren vortrag so halten, dass es keine schere von bild und ton gibt. (das alte problem bei nachrichtensendungen.) sie müssen also ihren beitrag auf diese plötzlichen bzw. plötzlich auftauchenden bilder sprechen.

was brächte das?

das brächte genau die lustigkeit, die vielleicht besonders gern gewünscht wird.

dann johlt der saal?

ich glaube: ja, dass würde meistens passieren.

eine tolle idee!

ja, ja, aber vielleicht haben die veranstalter mehr das neue im sinn, also: man lernt neues, bekommt neue inputs, und kann nach so einem abend mit 10 oder 12 oder 14 neuen inputs nach hause gehen, die wiederum das eigene schaffen kreativ beeinflussen.

was würdest du dann machen?

dann würde ich sagen: freunde, bitte keine keine WERBUNG und keine PROMOTION in eigener sache.

die leute sollen also gezwungen sein, über ein THEMA zu sprechen.

ja, das muss vorher klar sein.

und wenn jemand ein theater, ein kino, ein buch oder so etwas betreibt? oder ein label, oder eine combo?

dann könnten die veranstalter um annette pfeffer nach den beiträgen sagen: „XY tritt übrigens nächste woche im AA auf!“ oder „ZZ hat zu diesem thema ein buch geschrieben, dass man beim BB-verlag kaufen kann“ – aber ganz dezent.

du meinst, nicht wie im fernsehen, wo stefan raab und die gäste alles mögliche billig und primitiv hochhalten?

genau das sollte man nicht tun. (raab hatte ja auch lange zeit die einblendung „dauerwerbesendung“, als ironie und ernst zugleich, weil es da ärger wegen unerlaubter werbung gegeben hatte.)

was hat raab damit zu tun? mit PECHA KUCHA?

ich meine nur: die veranstalter müssen etwas mehr die bremse anziehen, die regeln eine spur deutlicher umsetzen, sonst verkommt es zu einer promotion-tour von allerlei leuten, die sich auf billigste und schäbigste art einem publikum andienen.

dann denkst du also jetzt schon über die verluderung von PECHA KUCHA nach?

ich denke, dass die letzte veranstaltung diesen anlass gibt oder geben könnte.

aber du hast nicht das recht …

ich habe gar kein recht, ich gebe ja auch nur zu bedenken: wollt ihr die veranstaltung mehr lustig oder mehr wissenserweiternd? in beiden fällen kann man überlegungen anstellen. und das habe ich gemacht.

schön, schön. hattest du nicht auch noch 2 LIVE-gedichte, die du noch nicht abgeschrieben hattest?

stimmt.

MIKROKONTROLLER

Open Source ist
Die Hardware der
Gedichte mein
Wort das immer
Noch gilt solange
Ich es widerlege

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau&s&ens oder Klau“s“ens, LIVE geschrieben am 5.11.2009, Donnerstag, bei der PECHA KUCHA NIGHT Volume 5 in Köln im Atelier Colonia in der Körnerstr. Es hat gerade Volker Bombien seinen 20×20-Vortrag. Er ist der erste des Abends. Er spricht über Arduino, eine Microcontroller-Programmierung, zu der es über 9000 Videos auf YOU TUBE schon geben soll.

PROTESTFIBEL

Ich lasse mir
Nicht verbieten
Das zu berichten
Was dessen nicht
Wert ist und
Genau dagegen
Sollten wir
Rebellieren
Wie auch gegen
Die hohe Zahl
Der Buchstaben

Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau!s!ens oder Klau§s§ens oder Klau(s)ens, LIVE geschrieben am 5.11.2009, gegen 21.05 Uhr, bei der PECHA KUCHA NIGHT COLOGNE, Vol. 5, beim Vortrag von Liana Thönnes, die eine selbstentwickelte, phantasiereiche und zudem innovativ, also sehr künstlerisch gestaltete Protestfibel vorlegte.

siehe zu PECHA KUCHA auch: http://www.klausens.com/seriello-herr-mayer.htm

klausens-k-werk-pecha-kucha-koeln-atelier-colonia-5-11-2009-vom-8-11-2009

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Von der Pecha Kucha Night in Köln im Atelier Colonia berichtet KLAUSENS

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, fotokunst, kunst von klausens am November 7, 2009

klau|s|ens, was ist PECHA KUCHA?

ein neuer kult.

schon wieder?

die welt braucht einen kult nach dem anderen, weil ihr sonst langweilig wird.

und dieser kult?

er hat mit dem bild zu tun, und mit dem text, und mit der schnelligkeit. oder der kürze.

was ist zu tun?

du hast 20 folien (= bilder) und 20 sekunden pro bild (zum reden).

aha: ich habe also 20 x 20 sekunden.

genau so, aber die bilder wechseln immer nach 20 sekunden, gnadenlos.

und dann?

dann muss ich zu den bildern reden. der klassische powerpoint-vortrag, den wir von 10 millionen kongressen und 20 millionen vorträgen und 30 millionen symposien doch kennen.

die machen einen klassischen vortrag?

nein, eben nicht: durch diese regel: 20 folien = bilder und 20 sekunden pro bild wird alles total anders. (man fängt auch symbolisch um 20.20 uhr immer an, um diese zahlen nochmals aufzugreifen.)

wie wird es denn dann?

also: die menschen, die dann vortragen, die kommen dann in zeitdruck und haspeln oft den bildern hinterher.

und dann?

dann entstehen durchaus komische effekte.

oder?

die menschen reden so schnell und so nervös, dass man ihnen eine jahrespackung beruhigungsmittel schenken wollte.

inwiefern?

weil der vortrag zu stress wird, zu einem riesigen stress. sie eilen der kürze der zeit hinterher, atemlos. sie rennen den folien nach, in der sprache, weil die folien ja alle 20 sekunden wechseln. ein beamer bringt die dinge an die wand. und alle 20 sekunden kommt das nächste bild, welche die vortragenden allerdings aussuchen, zuvor.

sprechen die denn über ernste themen?

eigentlich ja, eigentlich nein.

wie meinst du?

man hat den eindruck, dass die meisten das ding nur zur selbstdarstellung, also zur werbung in eigener sache, also zur promotion benutzen. es geht nicht um bildung, oder wissen, oder neue erfahrungen, sondern um WERBUNG, WERBUNG, WERBUNG.

das war dein eindruck?

leider ja – die veranstalter müssen sich etwas einfallen lassen, um dem entgegenzuwirken.

man redet also nicht über themen wie „die virulenz der katharsischen säuberung“? oder „goethes lebensjahre in frankfurt“? oder „die fortpflanzung der eintagesfliege“? oder „psychologische erkenntnisse zu verwahrlosten kindern“? oder „stadtplanung im ländlichen raum“?

so hatte ich auch gedacht, als ich davon hörte, von PECHA KUCHA. (pecha kucha ist japanisch und meint WIRRES GEPLAUDER oder so … und wurde angeblich in tokio im februar 2003 von architekten erstmals im rahmen einer designveranstaltung als regel verwendet. auch in der wirtschaft wird von dem 20-20-approach gebrauch gemacht. )

was? nix bildung? nix erweiterung des geistes durch neuen input?

ich dachte zuvor auch: da sind dann karriereorientierte, aufstrebende, interessierte und agile menschen, die sich nun gegenseitig mit kurzvorträgen von 6 minuten und 40 sekunden (20 x 20) informieren, über ihre jeweiligen arbeitsfelder oder tätigkeiten, um die horizonte zu erweitern.

und?

es war eher anders. es war mehr happening, mehr promotion in eigener sache … und zugleich selten professionell. also: die vorträge wirkten nicht so, als seien sie für den ärztekongress in venedig oder die betriebswirtschaftlertagung in paris erarbeitet und einstudiert worden.

was heißt das?

die meisten vorträge 20 bilder a 20 sekunden sollten gar nicht akkurat belehren und unser wissen erweitern. außerdem waren sie nicht richtig geprobt, sondern wirkten zumeist improvisatorisch-locker, mit allen vor- und nachteilen.

aha!

also: sie sollten wohl einfach für spaß, belustigung, ablenkung und sonstwas sorgen.

war das interessant?

interessant allemal – aber ich stellte mir nachher die frage, wielange das anhält. das interesse.

inwiefern?

weil man eben weiß: jeder, der jetzt auftritt, hat eigentlich nur eines vor: er will für sich oder seine oder ihre unternehmung werbung machen.

wie ist das dann konkret?

ich bringe jetzt die liste der teilnehmenden … und dann wirst du es besser ermessen können. (ach so: annette pfeffer heißt wohl die gründerin der pecha-kucha-sache in köln. susanne jungglas und steffen bärenfänger sind auch mit im team cologne. scheinen alle aus der DESIGN-szenerie zu kommen.)

Pecha Kucha Cologne Vol. 5 – 5.November, im Atelier Colonia, Körnerstrasse 37 -39, Köln Ehrenfeld

Start: 20.20 Uhr
Einlass: 19:30
Unkostenbeitrag: 5 Euro
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Für die Veranstaltung am Abend im Atelier Colonia hatten
folgende Sprecher zugesagt: (Von KLAUSENS geordnete Reihenfolge)

1. Auftretender: Volker Bombien, Lektor beim O Reilly — Verlag über Arduino (Mikrocontroller-Programmierung) (vortrag, der am ehesten meine ursprünglichen erwartungen an das PECHA-KUCHA-projekt erfüllte: dazulernen, über dinge, die man sonst nicht kennt. hier ging es um kreative und einfache OPEN SOURCE anwendungen zum computern.)

2. Auftretende: Sheila Michelle Rieke (Fotografin) – Wanted Sheila (von oftmaligem selbstlachen unterbochene darstellung eigener projekte und fotos, teils sehr witzig, teils etwas zu „abgedreht“.)

3. Auftretender: Holger Beßlich — Die Inter-Rheinische Verständigung (freundlich und frisch vorgetragenes plädoyer für düsseldorf … bei den kölnern, alles im geiste gegenseitiger toleranz und ähnlichkeit, was dann in dem hinweis endete, man könne ihn als stadtführer in und für düsseldorf buchen.)

4. Auftretende: Jody Korbach – “Was weiss denn ich?! …gute Frage!” – Ein philosophisches TV Format für Kinder (charmant und klug vorgetragener wunsch einer frischabiturientin, ein projekt „philosophie für kinder“ ins fernsehen zu bringen. sie suchte unterstützer und sponsoren, um es wahr zu machen.)

5. Auftretende: Liane Thönnes — Protest – eine Anleitung (großartiges und phantasievolles projekt einer diplom-designerin. sie stellte ein hervorragend gestaltetes und ideenreiches buch vor, eine „PROTESTFIBEL“, wobei ich nicht recht wusste, ob es ein UNIKAT … für ewig … ist oder noch in druck gehen soll.)

6. Auftretender: Herr Mayer – Lust auf Mayer – Ein Kölner Musiker und sein Weg zu seinem ersten Konzert (siehe dazu: BLOG-EINTRAG und SERIELLO von KLAUSENS. „herr mayer“ bereitet sich durch viele kostenlose kurzauftritte tag für tag in kneipen, lokalen, museen et al, auf sein ERSTES konzert am 15.11.2009 vor. ein musiker zieht’s von null an durch, von ganz unten: den langen weg bis hin zum star.)

PAUSE

7. Auftretende (erste nach der Pause): Petra Eickhoff – Und immer wieder die Zeit (darstellung einer zukunftswerkstatt aus aachen, die sich im alternativ-gutbürgerlichen milieu bewegte, und das geordnete miteinander einer „zukunftsträumerei“ … z.b. von alleen, die nicht mehr zugeparkt sind … für solche doch sehr betont braven und besser situierten nachbarschaften fast schon als „insel der glückseligkeit“ rüberbrachte. einzige wirkliche innovation war der hinweis / vorschlag auf/für eine zu bauende SCHREIHALLE, der wohl aus einer zukunftswerkstatt entstammte.)

8. Auftretender: Matthias van den Berg – Schauspieler – Francois Villon. (er spielte als schauspieler einen text von villon, sehr intensiv, sehr schön, sehr kraftvoll, aber: die folien waren keine bildlichen impulse für das rede-spiel, sondern nur textliche beigabe einer schauspielvorführung.)

9. Auftretende: Sabine Schnitzler vom Gleich Magazin (man machte werbung für das magazin, die kölner mode-szene und die events, die aus dem kreis des magazins heraus in köln veranstaltet werden. zusätzlich zu den folien wurden symbole und elemente an holzstäben in die luft gehalten, die sich dann als schatten und somit zusätzliche verzierung der folien auswirkten.)

1o. Auftretender: Dr. Steffen Kepper – Pilot – Crashkurs – Pinchhitting in Aviation (fast schon slapstick-artiger vortrag zu vorkommnissen beim und ums fliegen, durchaus auch aus pilotensicht, bei dem man nicht wusste, was jeweils gewollt komisch und was ungewollt komisch war. schwarzer humor allemal. das publikum applaudierte bei ihm besonders stark. starker lacheffekt.)

11. Auftretende: Kai Mauracher et al. – 9 Jahre offene Bühne Kulturschock Köln – Experimentierfeld, Sprungbrett und Raum zur Selbstverwirklichung (vortrag von insgesamt 3 personen, die in form einer kurz-show samt fotos eines echten auftritts auf eine kölner transen-bühne namens „kulturschock köln“ hinwiesen, die regelmäßig im filmhaus, köln, maybachstr. 111 stattfindet.)

aha, und jetzt?

jetzt hast du schon etwas über PECHA KUCHA gelernt. es war ja immerhin schon die 5. nacht, also NIGHT, in köln. und in berlin gibt es das auch, da sind die schon weiter, also länger dran.

d.h. sie treffen sich, und dann kommen zehn oder zwölf oder vierzehn vortragende, und dann gehen sie wieder.

ja, es gibt keine preise, nur applaus, und nach den vorträgen ist die veranstaltung auch wieder zuende.

wirklich keine preise?

nein, nein, keine talentshow oder so, keine abstimmung, nur der reine applaus.

was heißt das „nur?“

das mögest du selber entscheiden. außerdem warst du ja dabei, weil klau|s|ens und zweitklausens doch stets gemeinsam auflaufen.

ist das so?

ja, ja, aber wer wollte unser weltumspannendes werk jemals in 20 x 20 sekunden hineinpressen, mit 20 folien zur unterstützung? wer?

klausens-collage-pecha-kucha-night-koeln-5-11-2009-atelier-colonia-koernerstr

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Den Sänger „Herr Mayer“ alias herrmayer fördert KLAUSENS

Veröffentlicht in Gesang, Kultur, Literatur, fotokunst, gedicht, klausens, kunst, live-dichtung, musik von klausens am November 6, 2009

klau|s|ens, wer ist herr mayer oder www.myspace.com/herrmayer?

das ist ein derzeit noch unbekannter sänger, oder ein ziemlich unbekannter sänger und songschreiber, der nun nach vorne will.

und du?

ich will diesen mann etwas unterstützen.

warum?

weil er radikal den weg der kunst nun geht (- und das machen wir ja auch.)

und was macht er?

er tritt derzeit überall auf und will aus dem nichts nach oben kommen. er hat eine CD schon … und die HÖRPROBEN-KÖLN-TOUR hat er sich auch ausgedacht.

was ist das?

er spielt kostenlos da und ort, tag für tag – das finde ich toll: betritt kneipen und lokale und restaurants und andere orte bis hin zum REWE-supermarkt an der subbelratherstr. in köln, wo offenbar auch seine CD zu erstehen ist.

06. Nov. 2009 23:00
Köln: Kandinsky am Friesenwall (Hörproben Köln Tour) Köln, Nordrhein-Westfalen
08. Nov. 2009 16:00
Köln: Starbucks (Hörproben Köln Tour) Köln, Nordrhein-Westfalen
09. Nov. 2009 21:00
Köln: Kreuter (Generalprobe für das Konzert am 15.11.) Köln, Nordrhein-Westfalen
10. Nov. 2009 09:00
Proben für Konzert Köln, Nordrhein-Westfalen
11. Nov. 2009 20:00
Proben für Konzert Köln, Nordrhein-Westfalen
12. Nov. 2009 22:00
auf Generalprobe für Konzert am 15.11. Köln, Nordrhein-Westfalen
12. Nov. 2009 22:00
Köln: Museum (Hör..) ABGESAGT ORDNUNGSAMT Köln, Nordrhein-Westfalen
13. Nov. 2009 09:00
Proben… Köln, Nordrhein-Westfalen
14. Nov. 2009 09:00
Proben… Köln, Nordrhein-Westfalen
15. Nov. 2009 20:00
Köln: GAFFEL AM DOM (KONZERT) Köln, Nordrhein-Westfalen.

am 15.11.2009 hat er dann sein großes erstes richtiges tolles konzert. ERSTES KONZERT !!! dafür macht er seine HÖR-PROBEN-TOUR, als vorabwerbung.

er kommt also von ganz unten nun langsam hoch?

das ist sein projekt – und dafür hat er alles andere an den nagel gehängt. – und nun powert er.

woher kennst du ihn?

ich sah ihn gestern bei der „pecha kucha“-veranstaltung in köln, im atelier colonia.

was ist das denn?

oh, das wäre ein extra thema, vielleicht für morgen. da treten menschen auf.

# Kai Mauracher – 9 Jahre offene Bühne Kulturschock Köln – Experimentierfeld, Sprungbrett und Raum zur Selbstverwirklichung
# Petra Eickhoff – Und immer wieder die Zeit
# Jody Korbach – “Was weiss denn ich?! …gute Frage!” – Ein philosophisches TV Format für Kinder
# Holger Beßlich Die Inter-Rheinische Verständigung
# Liane Thönnes Protest – eine Anleitung
# Herr Mayer – Lust auf Mayer – Ein Kölner Musiker und sein Weg zu seinem ersten Konzert
# Sheila Michelle Rieke (Fotografin) – Wanted Sheila
# Volker Bombien, Lektor beim O Reilly Verlag über Arduino (Mikrocontroller-Programmierung)
# Sabine Schnitzler vom Gleich Magazin
# Dr. Steffen Kepper – Pilot – Crashkurs -Pinchhitting in Aviation
# Matthias van den Berg – Schauspieler – Francois Villon

und der sänger-songwriter-gitarrenspieler „herr mayer“?

der kam auch (siehe oben die liste). er schreibt auf seiner myspace-site:

„1. eigenes Konzert finanziert durch Euch und meine Musik

Fakten
- völlig unbekannt
- meine eigene Tour
- keine Castingshow, keine Telefonnummer
- keine Plattenfirma
- kein Vitamin B
- keine Bühne, unplugged und kleiner Verstärker und noch ohne Band
- die Hosen voll, aber ich ziehs durch

Kurz & Knapp – Mein Plan? Mein Unplugged Album (Studioproduktion!) als Konzertticket vorverkaufen. Da die CD erst wert hat, wenn ihr wißt, was ich kann, gebe ich meine Hörprobe (Album mit 11 Werken) als Eintrittskarte raus und singe fünf Wochen lang mit allem was ich hab, ohne Eintritt und ohne Bühne. Die CD, also nicht die Hülle, nicht das Cover und auch nicht der Auszug des „Hörprobe-Booklet“, bringt ihr dann als Eintrittskarte Mitte November mit – die Kohle steck ich mir nicht ein. Die gebe ich für die Bühne, Band und entsprechende Party aus, damit ich selbständig wachsen kann. Na gut ne Kleinigkeit kauf ich mir zu Essen. Danke für Eure Unterstützung. (mehr Infos zur CD unter „Fotos“)

Die Arbeit – Der Konzertkartenvorverkauf – 22.09. bis 14.11. = 51 Hörprobenstationen“

so schreibt er?

ja, ich habe es mir gerade von dort geholt, den text.

und dein gedicht?

es ist ein spontaner gedicht-als-auch-lied-text für diesen herrn mayer = „herr mayer“.

und wie?

SONGSCHREIBER

Ich gebe dir
Ein Lied mit
Auf den Weg
Durch die Noten
Dieser Welt

Dass dir dann
1 (ein) Prozent
Von deinem
Lebensunterhalt
Erhält

Oder direkt die ganze Welt

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau&s&ens oder Klau=s=ens oder Klau?s?ens, www.myspace.com/klausens, LIVE geschrieben, gegen 21.15 Uhr am 5.11.2009 in Köln, bei der 5. Pecha Kucha Night, im Atelier Colonia, in der Körnerstr. 37-39, am Donnerstag. Gewidmet jenem Herrn Mayer.

und dein seriello?

unser SERIELLO, zweitklausens. es ist immer „unser …“ – vergiss das nicht! das kommt noch. ich mache mich jetzt gleich an die arbeit: www.klausens.com/seriello-herr-mayer.htm

und wie singt er so?

klasse! wirklich toll!

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Nichts also nix … wegen OPEL … aus Protest … schreibt KLAUSENS

Veröffentlicht in Gesellschaft, Kapital, Verwahrlosung, arbeitslos, deutsche-sprache, hartz_IV, politik, protestkunst, wirtschaft von klausens am November 5, 2009

nix opel!

nix GM!

nix politik!

nix wirtschaft!

nix kapitalismus!

nix USA!

nix deutschland!

nix arbeiter!

nix gewerkschaft!

nix kapital!

nix manager!

nix vorstand!

nix betriebsrat!

nix zu guttenberg!

nix koch!

nix rüttgers!

nix CDU!

nix beck!

nix SPD!

nix brüderle!

nix FDP!

nix kaiserslautern!

nix eisenach!

nix bochum!

nix rüsselsheim!

nix dichten!

nix schreiben!

nix protest!

nix nix!

ein schöner dialog. wirklich, zweitklausens. wir haben’s richtig drauf!

ja, ja: alles ist nix!

außer unseren nichtssagenden texten!

denn: bei der sachlage sagen die noch am meisten!

klausens-GM-5-11-2009 Kopie

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Zu den Baumfällarbeiten bei oder von oder an OPEL erdenkt sich KLAUSENS etwas

Veröffentlicht in Erfolg, Finanzjongleur, Gesellschaft, Kapital, Kulturtheorie, Literatur, Sprache, gedicht, protestkunst, wirtschaft von klausens am November 4, 2009

klau|s|ens, OPEL wurde gefällt … wie ein baum.

das urteil wurde gefällt.

es wurde neu gefällt.

niemals haben wir uns über wochen und monate mit einem thema, also mit einem konzern, so sehr beschäftigen müssen.

und nun bleibt alles beim alten.

es ist ein scherz.

gewiss, gewiss, man müsste die zahl der pressemeldungen mal zählen, die das alles erbracht hat.

der mögliche verkauf an magna.

dann die tausenden von besuche in den USA.

abend für abend haben wir uns das anhörensehen müssen, im fernsehen, oder im radio. oder wo.

und nun behält GM die firma OPEL selbst.

es ist ein wahnsinn.

ich denke, es war eine arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die medien.

gewiss: heute dürfen sie wieder vor den werkstoren von rüsselsheim oder kaiserslautern oder so berichten. immer stehen die reporter vor einem OPEL-standort … und dann berichten sie von dort.

und das fiese ist: die angst um die standorte und um die arbeitsplätze ist jetzt wieder größer als jemals zuvor.

nicht nur in deutschland – man will ja die standorte permanent alle jeweils gegeneinander ausspielen.

nun kann herr rüttgers wieder in die USA fliegen. und flehen.

ja, das kann er: es ist doch wundervoll. jetzt werden auch die politiker wieder beschäftigt. (die arbeitsplätze, die bei OPEL verlorengehen, entstehen bei den medien und in der politik neu. das ist marktwirtschaft in höchster vollendung!)

alles ist eine große blase – und am ende sind wir wieder am anfang.

GM könnte doch QUELLE übernehmen !!! na, das wäre doch was!

oder MÄRKLIN könnte aus dem konkurs heraus den ganzen GM-konzern übernehmen !!!!

das wäre auch toll.

du siehst, die welt hat keinerlei sinn.

das sagst du immer wieder.

das sagte aber auch claude lévi-strauss, der große anthropologe und philosoph, der jetzt verstorben ist.

du meinst den, dem wir die JEANS zu verdanken haben.

jetzt geht bei dir aber alles durcheinander.

ich habe aber heute ein gedicht geschrieben, heute morgen, beim laufen.

welches?

also:

WUNDERSAME OPEL-FÄLLUNG

______O
_____P
____E
___L__E__P__O
____E
_____P
______O

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen am 4.1..2009, Mittwoch, in Königswinter-Niederdollendorf am Rhein

das heißt also, OPEL wird gefällt und gefällt und gefällt? der baum fällt noch unter normalnull?

ja, ja, aber daraus wird dann ein pfeil, sieh doch mal !!!

der totale abstieg wird also zum sieg der effizienz?

am ende offenbar. so sinnlos ist die welt. und gut bezahlt die manager von GENERAL MOTORS.

das neue logo von OPEL wäre also der pfeil?

ja doch! und OPELLO böte sich gedichtsoptisch als neuer name an.

klausens-foto-collage-opel-baumfaellarbeiten-4-11-2009

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Urs Widmer sieht KLAUSENS nicht lesend, dichtet aber doch

Veröffentlicht in Alltag, Literatur, Sprache, Sprachkunst, gedicht, kunst, kunstaktion, lesen, live-dichtung von klausens am November 3, 2009

klau|s|ens, keine LIVE-gedichte zu urs widmer? heute abend? remagen-rolandseck?

leider ausverkauft!

oha!

ja, ja, ich hätte noch warten können, ob jemand seine karten nicht abholt …

aber?

… es war zu ungewiss. siehe: wenn es keine klare warteliste gibt, und wenn man das alles nicht weiß, dann muss man sich überlegen, ob man dahinwartet.

„dahinwartet“? — das machst du doch sonst so oft.

ja, ja, aber der mensch ist keine wartemaschine. manchmal denkt man: heute mal nicht!

du hast also nicht für oder auf oder um urs widmer gewartet?

nein, ich gebe es zu – aber ich bin ja hingefahren.

warum denn?

ich wusste doch vorher nicht, dass es nachher ausverkauft war.

ach so.

siehst du, zweitklausens!

und dann?

dann habe ich ganz schnell ein gedicht ins gästebuch des arp-museums geschrieben. es müssen wenigste sekunden gewesen sein …

und?

… ich habe das gedicht noch abfotografiert …

… und …

… während nun wahrscheinlich in remagen urs widmer liest, setze ich zeitgleich und parallel dieses mein-gedicht hier ins internet. jetzt!

ja, ja, das könnte so hinhauen.

und dann kann ich wieder sagen: ich habe LIVE zu urs widmer gedichtet.

gedichtet nicht, aber das gedicht abgelegt.

dann habe ich eben LIVE zu widmer geschrieben. parallel. — und vorher war ich in seiner nähe, denn um 19.18 uhr muss er doch schon da gewesen sein, im museum rolandseck. die veranstaltung sollte gegen 19.30 uhr beginnen.

was du nur immer machst!

alles ist ein spiel, und die kunst daran ist, das spiel als spiel zu betreiben.

wie lautet denn der text deines höchst-schnellen urs-widmer-gedichtes?

URS

Leider ausverkauft
Haare dennoch
Nicht gerauft
In den Regen nun zurück
Wartet dort ein and’res Glück!

LIVE geschrieben am 3.11.2009 gegen 19.18 Uhr, an einem Dienstag, im Arp Museum Rolandseck Remagen, ins Gästebuch. Copyright Klau|s|ens in allen Schreibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau(s)ens oder Klau=s=ens.

und was war dann dein anderes glück?

das siehst du doch hier: ich schreibe von meinem missglückten urs-widmer-besuch und dem glückvollen gedicht nun hier im blog(g).

das heißt, du schreibst? das ist dein anderes glück?

ja, ist es nicht ein noch größeres glück, selber zu schreiben, als anderen schreibenden zuzuhören, wie die ihr geschriebenes vorlesen?

aber dann hättest du doch direkt zu hause bleiben können!

aber dann hätte ich doch nicht die inspiration gehabt, um das hier zu schreiben.

dann sind also das gedicht und dieser blog(g)-eintrag zusammen doch noch eine würdigung für urs widmer?

so kann man es sehen, ja, ja, so kann man es lesen. (und für uns, zweitklausens. für uns natürlich auch.)

du immer mit deinem „lesen“!

mit dem „schreiben“, das hat dir doch nicht gefallen.

doch, doch, ich finde, man sollte selber viel mehr schreiben.

stell’ dir mal eine welt vor, in der alle nur schreiben.

eine welt, in der alle nur schreiben, und keiner jemals hört, was der andere geschrieben hat.

wieso?

weil doch alle mit ihrem eigenen schreiben so beschäftigt sind.

fast ist es durch das internet schon so geworden.

aber du nimmst doch mit deiner bloggerei und dichterei und scharlatanerei daran teil!

nein, nein, ich ich mache nur kunst. nicht mehr und nicht weniger. keine scharlatanerei! – und vergiss nicht: alles ist nur ein spiel.

letztlich ist das ganze leben nur ein spiel.

jetzt hast du es doch noch begriffen. urs widmer wird es schon länger kapiert haben.

auch ohne uns?

klausens-gedicht-urs-widmer-arp-museum-3-11-2009-800-pix [Desktop Auflösung]

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Batteriebetriebenes Grablicht filmt KLAUSENS an Allerheiligen für Allerseelen

Veröffentlicht in Kultur, fotokunst, klausens, religion, tod von klausens am November 2, 2009

klau|s|ens, was hast du wieder für schicke fotos gemacht.

heute ist doch allerseelen.

und?

gestern war doch allerheiligen.

und?

da gedenken die menschen doch der toten.

die katholiken.

nun ja, es kommt von den katholiken, aber andere dann auch. die friedhöfe sind voll dann.

und du?

ich gehe nicht.

warum?

weil dann so viele auf den friedhöfen sind.

und?

da hat man nichts von den toten.

was ist das denn? „da hat man nichts von den toten!“ ???

sind die toten nicht für die lebenden da?

ich dachte: umgekehrt.

aber dann müsstest du doch wissen, was nach dem tod kommt.

ich dachte, die wiedergeburt.

wenn du es glaubst.

nicht?

glauben nicht die inder, man würde wieder- und wiedergeboren, und man müsse sich langsam hochdienen, um dann auch mal als brahmane auf die welt zu kommen.

wenn ich jetzt unten bin und mich dann wohlfeil verhalte, dann werde ich im nächsten leben etwas höheres?

ja, so ungefähr glauben die hinduisten.

aber du bist doch christ!

ich? ich denke, ich bin eher atheist, wenngleich ich christlich erzogen wurde. und da „christlich“ eine kultur ist, bin ich letztlich auch „christ“. aber vom glauben her …

mensch, wie kompliziert ist doch die welt.

eben. dabei ist es doch allerheiligen so schön, abends.

weil diese lichter brennen.

ja, und allerseelen brennen sie auch noch. aber allerheiligen gehen die meisten auf die friedhöfe.

aber du?

ich? ich habe gestern, allerheiligen, ein licht ins internet gestellt.

wieder eine kerze, die flackert?

ja, aber weil die moderne überall weiterschreitet, gibt es jetzt auch grablichter, die batteriebetrieben sind.

ein solches hast du?

sicher: ich bin der moderne aufgeschlossen und gucke mir erst mal alles an.

und?

mein urteil? also: zum flackern sind die echten grablichter besser. vom gefühl her auch.

aber?

aber für filmaufnahmen und fotos eignen sich die batteriebetriebenen verdammt gut.

so ein allerheiligen aber auch!

zweitklausens, siehe hier das klagende Grab-Licht-VIDEO bei clipfish.

klausens-foto-1-grablicht-allerheiligen-batteriebetrieben-1-11-2009

klausens-foto-2-grablicht-allerheiligen-batteriebetrieben-1-11-2009

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KLAUSENS sieht Kurt Masur und erfindet vorher die „Klausensische Symphonella“

Veröffentlicht in Kultur, gedicht, klausens-kunstwerk, kunst, kunstaktion, live-dichtung, musik von klausens am Oktober 31, 2009

klau|s|ens, du hattest wieder eine neue idee?

ich habe wieder etwas neues geschaffen.

aber was denn?

ich habe die „symphonella“ erschaffen, bzw die „klausensische symphonella“. SIEHE HIER! es wurden direkt 5 stück davon! also:
KLAUSENSISCHE SYMPHONELLA Nr. 1 http://www.myvideo.de/watch/7057748/Klausens_KLAUSENSISCHE_SYMPHONELLA_Nr_1_Klau_s_ens
KLAUSENSISCHE SYMPHONELLA Nr. 2 http://www.myvideo.de/watch/7057773/Klausens_KLAUSENSISCHE_SYMPHONELLA_Nr_2_Klau_s_ens
KLAUSENSISCHE SYMPHONELLA Nr. 3 http://www.myvideo.de/watch/7057789/Klausens_KLAUSENSISCHE_SYMPHONELLA_Nr_3_Klau_s_ens
KLAUSENSISCHE SYMPHONELLA Nr. 4 http://www.myvideo.de/watch/7057804/Klausens_KLAUSENSISCHE_SYMPHONELLA_Nr_4_Klau_s_ens
KLAUSENSISCHE SYMPHONELLA Nr. 5 http://www.myvideo.de/watch/7057814/Klausens_KLAUSENSISCHE_SYMPHONELLA_Nr_5_Klau_s_ens

das hört sich wundervoll an – aber was ist es?

die symphonella?

ja, genau die. die, die du ja neu erfunden hast.

ein „kleines, großes musikstück“!

dazu braucht die welt dich?

sicher, nur mich. also: dazu bedarf es unbedingt meiner.

dazu bedarf es des „klau|s|ens alias zweitklausens“?

ja, ja, denn ich bin der kreator. der künstler. der könner. der ideen-haber. der gestalter. der macher. der auswähler. der benenner.

ich habe verstanden — was hast du kreiert?

ich habe heute die bald weltberühmten 5 bonner klausensischen symphonellas kreiert, am 31.10.2009 – und sie werden in die geschichte eingehen. (und das in der beethovenhalle, der guten, alten beethovenhalle, die doch so sinnlos vom abriss bedroht ist. ein musikalisches denkmal auch für die beethovenhalle.)

was ist die idee?

die idee ist: ein orchester spielt noch nicht, der dirigent ist noch nicht da.

ja – ich verstehe: kurt masur war noch nicht in der halle bzw. zumindest noch nicht vorne bei dem orchester.

genau so. so war es!

und dann?

dann trainiert das orchester sich ein – heute ging es um beethoven, 8. symphonie, ganz zum schluss kam auch noch die ouvertüre von fidelio dran … dafür wurden die instrumente eingespielt.

ja, ja, das ist doch dieser meisterkurs. da gibt es meisterkurs I und meisterkurs II – und das ist jetzt wohl der meisterkurs II.

genau, der findet so statt:

Öffentliche Proben Meisterkurs II
Do, 29.10., 19 Uhr
Sa, 31.10., 10 Uhr
Di, 03.11., 10 und 19 Uhr
Mi, 04.11., 10 Uhr (Generalprobe)

Abschlusskonzert Meisterkurs II
Mi, 04.11., 20 Uhr.

Alle Veranstaltungen in der Beethovenhalle.

Mit: Seokwon Hong, Eun Sun Kim, Vladimir Kulenovic, Christian Schumann, Svetoslav Borisov, Dane Lam, Pablo Rus Broseta, Byoungwhie Chung, Hebe de Champeaux, Joshua Kangmin Tan, Mirga Grazinyte, Gábor Káli und dem Beethoven-Orchester.

und dann ist kurt masur als ratgeber oder korrektor oder eingreifer oder diskutant oder lehrmeister der absolute chefdirigent von allem. der meister-macher. eben: der kopf vom ganzen. er lauscht und greift ein. er sitzt und hört. er kommt und verändert. er debattiert, er stoppt. usw. – ein kurs für junge dirigenten. SIEHE HIER.

so, so, aber deine symphonella hat mit masur nichts zu tun.

indirekt, denn das orchester weiß ja beim einspielen: a) gleich kommt kurt masur … und b) wir werden beethovens achte symphonie und dann fidelio (ouvertüre) spielen.

aber was ist jetzt dein werk?

ich bestimme 33 sekunden.

33 sekunden?

ja, eine symphonella dauert 33 sekunden.

und wie?

aus dieser probephase unmittelbar vor dem konzertieren.

du schneidest also 33 sekunden raus?

so ist es! ich als kreator entscheide, wann 33 sekunden aus dieser kurzen „einöl“-phase des orchesters genommen werden. diese 33 sekunden banne ich (als kurzvideo in bild und) in ton. und schon habe ich eine „klausensische symphonella“, kurz: symphonella.

und heute sind dir 5 dieser symphonellas gelungen?

genaus so: die nr. 1, die nr. 2, die nr. 3, die nr. 4, die nr. 5.

großartig.

ich weiß: es ist ein künstlerischer ansatz: das ganze kann nur funktionieren, wenn ich dabei bin. und das ganze kann nur funktionieren, indem ich diese jeweils 33 sekunden festlege, die man als symphonella dann bezeichnet. (und der dirigent darf noch nicht beim orchester sein, während es spielt!)

du „schaffst“ also die symphonella, aber andere musizieren.

ja, ich greife auch nicht ein … in dieses musizieren. aber ich bin da. meine aura und mein wille prägen das ergebnis ungemein.

und wenn du nicht da wärest?

dann gäbe es keine symphonella.

dann arbeitest du also konsequent als künstler und bedienst dich auch bestimmter vorbilder?

sicher, john cage hat doch dieses musikstück gemacht, was aus „keiner musik“ bestand, aber dann doch dauerte. denn die „musik“ war für cage die tonatmosphäre im raum samt dem räuspern des publikums.

ich weiß, was du meinst. das stück heißt 4,33.

wolfgang sterneck schreibt zu diesem cage-stück: >>Das veränderte Verständnis der Stille führte 1952 zur Komposition von ”4,33”, einem Stück in dem kein Geräusch absichtlich erzeugt wird. Die Aufgabe der beteiligten MusikerInnen ist es dabei, die Bühne zu betreten und sie nach einer Zeitspanne von 4,33 Minuten wieder zu verlassen ohne ein Instrument gespielt zu haben. Die Musik besteht aus den Geräuschen des Publikums, einem Husten, Flüstern oder auch aus Protestrufen, genauso wie beispielsweise aus den Geräuschen einer quietschenden Tür, eines auf der Straße vorbeifahrenden Lastwagens oder eines Regengusses. Einige Jahre nach der Komposition von ”4,33” erklärte Cage in einem Interview, dass er das Stück nicht mehr benötige, da er inzwischen in der Lage sei, es ständig zu hören. ”Die Musik, die mir am liebsten ist und die ich meiner eigenen oder irgendeines anderen vorziehe, ist einfach die, die wir hören, wenn wir ruhig sind.” <<

ja, das war eben jener cage. aber meine symphonellas sind eben von klau|s|ens, der auch klau-s-ens ist, oder klau/s/ens oder klau&s&ens, oder wie viele schreibweisen oder schraibwaisen der mann auch kennt.

ich bin stolz auf dich, also auf uns. ich achte das KLAUSENSISCHE stets hoch.

danke, aber gedichtet haben wir ja auch noch:
SIEHE HIER.

aber das seriello dort ist doch schon alt, von 2008.

ich habe ein weiteres seriello gemacht, und weitere gedichte erstellt. alles ist ein stetiger schöpferischer prozess, egal ob 2008 oder 2009. man kann es nicht aufhalten.

klausens-seine-klausensische-symphonella-wurde-erfunden-am-31-10-2009-beethovenhalle-bonn

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