Klausens (ZUSÄTZLICHES DASEINS-WEBLOG)

Daniel J. Schreiber und Jonathan Meese und KLAUSENS

Mai 26, 2009 · 1 Kommentar

klau|s|ens, ich dachte, jonathan meese wäre lange vorbei!

das happening, ja, ja – aber die ausstellung „erzstaat atlantisis“ läuft ja noch.

und warum muss ich heute wieder von dem wüstling lesen?

meese? oder klausens? oder wen meinst du?

künstler sind doch alle gleich!

nein, nein, es gibt unterschiede, große, übrigens auch zwischen kuratoren und künstlern.

wie kommst du darauf?

die hatten doch noch ein gespräch: jonathan meese gegen daniel j. schreiber. 19.5.2009, in der ausstellung.

und wer ist dieser schreiber?

das ist der kurator der ausstellung, also in gewisser weise der kunstmacher bzw. künstlermacher von meese.

dann gehören kunstmacher und künstler zusammen?

oft, denn ohne den (oder die) kann der künstler nichts werden. aber das wäre ein langes kapitel. es gibt ja noch die galeristen.

was wolltest du sagen?

schreiber redet zart und fein, sehr gebildet, auch verhalten: ein ganz anderer typus als meese, der sich brachial, proletarisch, primitiv und expressiv gibt. auch die stimmen sind so anders. der klang der personen. man hört zwei menschen und hat schon die häfte von allem kapiert.

und nun?

die beiden sprachen … bzw. der eine fragte, der andere machte.

was ist darin intereesant?

der kunstmacher und kurator daniel j. schreiber wirkt sehr kunstgebildet, weiß dieses und jenes, verknüpft da und dort – aber die kunst macht der andere, der den wilden markiert, den „ahab der kunst“.

und wer war dann der moby dick?

vielleicht ich, mit meinen LIVE-gedichten, der alles durchschaut und sich seinen teil und seine teile denkt.

und wie weiter?

ich möchte von jenem gespräch nur drei LIVE-gedichte von mir hier ablegen, die das wild-pseudo-proletarisch-scheinradikale von meese so gut einfangen, das „obszönierte“ und alles das.

und schreiber?

bei schreiber denke ich immer: der hätte auch 1-LIVE-moderator sein können. wegen seiner stimme. er ist dezent und verhalten und nett und klug und anständig und lieb … und bildet den kontrast zum FÄKALISCHEN von meese.

das FÄKALISCHE?

ja, ja, ich nenne es so. lies die drei gedichte – und du weißt bescheid.

EINIGE NOCH VOLLKOMMEN BEDEUTUNGSLOSE STILRICHTUNGEN DER KUNST

PUPSREALISMUS
MICKRIGIGALISTUR
KUNSTPFURZEREI
BEUYSKOTZUNG
PISSIALITÄTEN
RATTENGEILHEITER
SCHISSIKOWSKISS
DIKTATSCHREIBTUR
ANARSCHIFAHR’N

WO DER ARSCH
DAS SAGEN HAT

Als er sagte die
Sachen müssten an
Die Macht bot ich
Ihm erst meinen
Stuhl an dann sogar
Meinen Stuhlgang

SIMPLIPISSIMUS

Da macht man
Irgendwas drauf
Und dann fertig
Ist irgendetwas
Mit dem sich dann
Irgendwann noch
Viele 1000 Jahre
Befassen müssen

Darf ich hier strullen?

© Klau|s|ensĦķΩ7
Klau’s’ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens

Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als
Klau*s*ens oder Klau?s?ens oder Klau!s!ens, LIVE geschrieben am Dienstag, 19.5.2009, im Museum ARP MUSEUM ROLANDSECK. „Rolandsecker Gespräch“ anlässlich der AUSSTELLUNG Jonathan Meese, „Erzstaat Atlantisis“, (1. Mai bis 30. August 2009). Gespräch zwischen dem Kurator Daniel J. Schreiber und Jonathan Meese, ab circa 18.00 Uhr. Nachmittags gab es schon eine Lesung von Mutter Meese.

Alle 3 LIVE geschrieben, zwischen 19:00 Uhr und 19:30 Uhr.

ACHTUNG: Das letzte der 3 Gedichte ist ein Zitatgedicht.
Es handelt sich um ein – ins Gedicht eingearbeitetes – Zitat von Meese. Siehe dazu: http://www.klausens.com/zitatgedichte.ht…

deine gedichte gehen über meese noch hinaus. denn du erfindest ja, während meese redet. – und dann?

dann? dann? muss alles einen sinn haben? soll ich jetzt auch mal ein bisschen rumschimpfen? soll ich auch mal? du blöder wichsblattknüppelbrösel! du abgeschleimte schleimpartikelmimose! du saftarschkometenkünstlerkarikatur! du schnüpfelsstaaterwin! du pseudokakerlakenbehälterkoitus! du …

es reicht. und so toll ist es nicht. es überzeugt mich kaum. eigentlich gar nicht.

zweitklausens, dann siehe wenigstens auch: http://www.klausens.com/klausens-und-jonathan-meese.htm und http://www.klausens.com/seriello-jonatha… – und werde mir bitte gerecht!

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

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1 Antwort bis hierher ↓

  • mana binz // Mai 26, 2009 um 9:54 | Antworten

    Ach – je –

    ein wunderbarer Platz und ein schönes Museum, findest Du nicht auch, Klausens, an der Grenze von Rheinland-Pfalz, allen Unkenrufen zum Trotz?

    Egal ob in die Schwierigkeiten einer Diskussion um mögliche Plagiate verstickt und mehr. Und dann der Befreiungsschlag: Arp-Gesellschaft rausgeschmissen! Dafür hingeschissene Bronze, Museumswärter, arme Menschen, die den Verlust an wertvoller Bronze nicht verkraften und museale öffentliche Beleidigung von Beuys…

    Eine Frau würde in die nahe Anstalt eingewiesen, nicht dass dort keine Kunst entstehen könnte, aber der Wächter hat recht: man wäre sicher danach zögerlich, das auch noch in Bronze zu gießen und jemanden abzustellen, der diese Scheiße noch bewachen muss.

    Nun ja – es bleiben da noch die leisen und intelligenten Töne desKurators als Nachtmusik. Oder abgestimmtes Konzert? Was Wahrnehmung betrifft kann Rolandseck sich schon jetzt und sowieso rühmen…
    So ein schöner Platz!

    Ach Klausens, schreib weiter. Kritisches und Schönes. Auch male mutig weiter Deine Bilder. BITTE!!!!

    Solange Herz und Auge offen, um sich an Schönem zu erfreun, solange kann der Mensch noch hoffen, wird auch die Welt vorhanden sein… Wilhelm Busch

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