Monatsarchiv: Juli 2009

In Neuruppin war KLAUSENS

mensch, klau|s|ens, was soll das?

was soll was?

das mit dem neuruppin?

ich war da!

na und?

mensch, da wurde fontane geboren.

na und?

mensch, das ist doch wichtig.

wie fandest du neuruppin?

ich fand neuruppin sehr leer und wie verlassen vor. aber das war in der innenstadt. samstags.

und?

komische gefühle! ich schrieb im gehen ein gedicht. und das schrieb ich eben, als ich wie zufällig dann auf der karl-marx-str. am haus von fontane vorbeikam, an der löwenapotheke.

RECHTEINHABER

In Neuruppin

Sah man mich

Durch die Weite

Zieh’n in der

Vermeintlich

Leeren Stadt die

Umstritt’ne Potentiale

Hat Fontane alles

Längst gewusst

4.7.2009, Samstag, gegen 19.00 Uhr, in Neuruppin, auf dem Weg vom Schinkel-Denkmal an der Pfarrkirche St. Marien vorbei, hin zum Geburtshaus von Fontane (Löwenapotheke) in der Karl-Marx-Str.

Copyright Klau|s|ens in allen Schreibwaisen und -weisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau!s!ens oder Klau=s=ens

© Klau|s|ensĦķΩ7 Klau’s'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens

und dann?

einen tag später war ich am see, am ufer, am gestade, wo man geht und wandelt, wo schiffe kommen, wo alle flanieren: da war eine ganz andere neuruppinstimmung.

was sagt uns das?

man muss immer die augen aufhalten, so oder so. rechte gibt es in vielfältiger art. und deshalb hat man in neuruppin eine aktion für „toleranz und demokratie: neuruppin bleibt bunt“ begründet:

„Verfassungsfeindliche Gesinnungen, Rechtsradikalismus und Fundamentalismus stellen keine Basis für ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander dar. Deshalb unterstützen die Stadtverordneten und die Stadtverwaltung der Fontanestadt das bürgerschaftliche Engagement und die öffentliche Meinungsbildung gegen jede Form der Ausgrenzung, Unterdrückung und Fremdenfeindlichkeit. Denn Freiheit und Gleichheit sowie die Achtung vor den Menschenrechten sind unverhandelbar.“

die welt ist immer so und auch so.

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Die Todesmedaille mit Heiligenschein verleiht KLAUSENS

klau|s|ens, was machst du?

ich lese: „Die Bundeswehr verleiht am Montag erstmals die im Oktober vergangen Jahres neugestiftete Tapferkeitsmedaille. Mit dem Ehrenkreuz sollen Soldaten für Taten geehrt werden, die insbesondere bei Auslandseinsätzen «weit über das normale Maß der Pflichterfüllung hinausgehen». Die ersten Medaillen werden von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an vier Soldaten überreicht, die sich nach einem Selbstmordanschlag nahe Kundus am 20. Oktober vergangenen Jahres um ihre Kameraden gekümmert hatten.“

und: „Bisher gab es vier Stufen des Ehrenzeichens, gestiftet 1980 vom damaligen Verteidigungsminister Hans Apel (SPD) „für treue Pflichterfüllung und überdurchschnittliche Leistungen“: Die Ehrenmedaille, das Ehrenkreuz in Bronze, in Silber und in Gold. Diese Orden werden in der Regel nach einer bestimmten Dienstzeit vergeben. Die Ehrenmedaille gibt es frühestens nach sieben Monaten Dienstzeit. Das Ehrenkreuz in Bronze, Silber und Gold wird nach jeweils fünf, zehn oder 20 Jahren Dienstzeit verliehen. Insgesamt wurden die vier Ehrenzeichen seit ihrer Einführung 215 000 Mal verliehen, an etwa jeden dreißigsten aktiven Soldaten – wobei ihnen bisher nicht anzusehen ist, ob sie am Schreibtisch in der Kaserne oder beim Einsatz im Feld verdient wurden.“

und jetzt?

ich habe eine todesmedaille mit heiligenschein erarbeitet. das/die wird dem ganzen afghanistan-murcks der deutschen kriegsführung (eingeführt von den GRÜNEN und der SPD, von der CDU gerne mit der SPD fortgesetzt) besser gerecht.

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Die alte oder neue Beethovenhalle und KLAUSENS

du, klau|s|ens, was soll das?

ach, das sind nur die TAGs.

und mehr nicht?

nein, der ganze schöne text zu der diskussion am 30.6.2009 im universitätsclub bonn ist mal wieder abgestürzt.

deine schuld?

nein, nein. blogg.de wird offenbar „beschossen“ – und ich bin ins internetfeuer geraten … und mein schöner text ist abgestürzt … statt dass er gespeichert wurde.

und nun?

die TAGs: wolfgang-pehnt peter-finger bonn uni-club universitaetsclub ludwig-krapf beethovenhalle festspielhaus beethoven diskussion manfred-harnischfeger raoul-moerchen joerg-biesler klausens klau-s-ens gedicht lyrik poesie gruene 30.9.2009

mehr nicht? auch kein gedicht?

lassen wir es bei den TAGs. – mir ist allerdings noch wichtig zu sagen, dass dieser manfred harnischfeger von der post so kalt und so kühl ist, dass einem alles blut in den adern erstarrt, wenn man ihn reden hört.

das bedeutet?

mit ihm würde ich jeden verhandlungstermin vermeiden wollen. egal ob abriss der alten halle, oder nicht. ob man ihm überhaupt richtig trauen kann?

Berufsweg laut KRESS: 1965-72 Pressesprecher der CDU-Landtagsfraktion Hessen; 1972 Pressereferent Bertelsmann; 1974 Leiter der Öffentlichkeitsarbeit; 1984-87 Geschäftsführer Ufa Film- und Fernsehen GmbH; 09/1987-06/2002 Bereichsleiter Gesamtkommunikation und Unternehmensmarketing; 07/2002-05/2003 selbständiger Unternehmens- und Kommunikationsberater; seit 06/2003 Leiter des Zentralbereichs Konzernkommunikation von Deutsche Post World Net. Lehre: Professur für Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater, Hamburg.

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ZWEITER EINTRAG zum Tod von Pina Bausch von KLAUSENS

– DIESER „EINTRAG ZWEI“ ENTSTAND, WEIL DER ERSTE BEIM SPEICHERN SCHEINBAR VERLORENGING. NACHHER TAUCHTE „EINTRAG EINS“ WIEDER AUS DEN TIEFEN DES NETZES AUF. DADURCH HABEN WIR ETWAS EINZIGARTIGES, NÄMLICH ZWEI BEITRÄGE UND DIE ANTWORT AUF DIE FRAGE: WIE SEHR VERÄNDERT SICH EIN ZWEITER EINTRAG ZU DEM ERSTEN, WENN DER AUTOR GENERVT IST, DASS SEIN ERSTER EINTRAG VERLORENGING, ER ABER DENNOCH UNBEDINGT EINEN EINTRAG ZUM TODE VON PINA BAUSCH SCHREIBEN WOLLTE.

klau|s|ens, du und pina bausch?

ja, ja, mehr als „ich und michael jackson“.

wieso?

kunst, kunst, kunst – bedingungslos.

das gilt auch für michael jackson.

da hast du recht. beide haben sich selber geschunden.

die frage ist immer: wie wichtig ist die kunst, wie wichtig ist man selbst?

ist man selbst nur in der kunst?

alles fragen.

pina bausch hat sich selber geschunden und sie hat das felix-magath-prinzip des fußballs im tanzsport angewandt: arbeit, arbeit, arbeit.

man muss sich quälen!

eben: dazu war sie scheu und konnte sich gar nicht äußern zu dem, was sie machte.

sie äußerte sich in der sprache der bilder der bewegung des tanzes.

und sie äußerte sich weniger in der „deutschen sprache“.

und sie rauchte.

gewiss: sie sie rauchte, und ihr körper war ausgemergelt.

das kommt vom tanzen.

nicht nur, sie halt selber gesagt, dass sie ihren eigenen körper vernachlässigt hat.

seltsam.

eben, beim tanzen kommt es so auf die körper an – und dann vernachlässigt sie ihren eigenen.

der mensch ist ein einziger widerspruch.

richtig. und dann diese großen augen.

ja, man wollte lieben – und von ihr geliebt werden.

nicht so dick auftragen!

aber alles funktioniert nach prinzipien und methoden und nach tiefenpsychologischen dingen.

die bausch überzeugte in ihrer wundervollen kunst. ein ganzer abend bausch war wie der besuch tausender museen.

warum?

weil sie so viele bilder schuf, die sich zudem bewegten, veränderten, usw.

tanzbildkunst.

in gewisser weise, ja.

du hast gedichtet?

ja. heute:

PINA BAUSCH – Wo Grillen Hände um die Ohren schlagen / Körper sich zu Atomen wagen / Stunden jeden Halt beklagen / Stellt sie Tanzdochfragen

und gestern:

GEDICHT FÜR PINA BAUSCH

Ich habe sie einmal live
Und nah geseh’n dereinst
Zu Amsterdam als ich arglos
In den tiefen Furchen rühren
Wollte um ihre so traurigen

Augen über das Herz meiner
Liebe zu echten Gesten mir
Unwirklicher Achtlosigkeiten
Zu bewegen zog sie sich scheu
Zurück in den Rauch ihrer vielen

Zigaretten als sei das Leben in fast
Jeder Beziehung klar vorchoreographiert

Aber sie konnte darüber ungewohnt lachen

Copyright für beide Gedichte bei Klau|s|ens in allen Schreibweisen und Schraibwaisen. Das längere ist vom 30.6.2009 und das kürzere vom 1.7.2009. – Copyright für das Kunstwerk liegt auch bei Klau|s|ens, es entstand am 1.7.2009. Es heißt „Zum Tod von Pina Bausch“.

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Zum Tod von Pina Bausch schreibt KLAUSENS

oh, klau|s|ens, die ganze welt trauert.

ja, ja, so heißt es immer: „die welt“. bei michael jackson und bei pina bausch. und doch gibt es trauern und traurig sein und betroffen sein. und es gibt verschiedene massengrade solcher bewegungen.

aber du?

ich bedaure den tod von pina bausch, aber ich kannte sie doch kaum.

du mochtest sie?

aus der ferne mochte ich sie, im fernsehen z.b. – aber ich habe sie nur einmal live erlebt. und das recht nah.

na also!

ich bitte dich: millionen haben sie live erlebt, und das recht nah. manche haben jahre mit ihr verbracht.

es ist doch egal: du bedauerst ihren tod mehr als den von michael jackson.

das kommt, weil ich mir früher an meinem alten arbeitsplatz ihren namen ununterbrochen anhören musste. das war immer „pina bausch“ und „pina bausch“ und „pina bausch“.

wirklich?

es gibt koryphäen der massenkultur wie michael jackson und dann koryphäen der hochkultur wie pina bausch. damit schmücken sich dann allerlei menschen, gerne auch im ausland.

aber was war an ihr?

an ihr war die radikalität der kunst bei gleichzeitiger bescheidung ihres eigenen auftretens. sie selber war scheu und verlegen, zugleich warm und beobachtend und herzvoll. diese kombination rührt jeden an.

aha.

sie hat aber auch alle menschen „geschunden“. die kunst stand so hoch, dass sie viel abverlangte. das felix-magath-prinzip des fußballs übertragen auf den tanz.

das weißt du alles?

man liest ja dies und jenes und hört da und dort – man will ja immer wissen, wie die menschen so sind.

wie ist sie denn?

pina? wie sie war? einfach nett und anrührend. aber sie hat ihren eigenen körper überaus vernachlässigt. dieses dauerrauchen, dann stundenlang nichts essen. das essen vergessen über der arbeit. der eigene körper als ausgemergeltes arbeitswerkzeug, so als würde ein mensch in eine grube gehen und nur arbeiten und arbeiten, bis nichts mehr von ihm übrig ist.

sie starb so.

gewiss. es ist doch toll (???), wenn man seine dem-tod-geweihte erkrankung erst kennt, wenn der tod schon vor der türe steht.

ja, ja, das ist so.

ich habe gedichtet. heute:

PINA BAUSCH – Wo Grillen Hände um die Ohren schlagen / Körper sich zu Atomen wagen / Stunden jeden Halt beklagen / Stellt sie Tanzdochfragen

und gestern:

GEDICHT FÜR PINA BAUSCH

Ich habe sie einmal live
Und nah geseh’n dereinst
Zu Amsterdam als ich arglos
In den tiefen Furchen rühren
Wollte um ihre so traurigen

Augen über das Herz meiner
Liebe zu echten Gesten mir
Unwirklicher Achtlosigkeiten
Zu bewegen zog sie sich scheu
Zurück in den Rauch ihrer vielen

Zigaretten als sei das Leben in fast
Jeder Beziehung klar vorchoreographiert

Aber sie konnte darüber ungewohnt lachen

schön, und deine zeichnung überträgt den tod ins tanztheater.

ja, tanztheater ist kunst. tausende von bildern an einem einzigen abend. alle museen der welt an einzigen abend. tanztheater ist etwas ganz tolles und ganz besonderes … und sie hat es in dieser art wohl erfunden. „tanzbildkunst“ ist es.

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