klau|s|ens, du hast die gedichte nun abgetippt.
da redet niemand drüber.
wo?
in der literaturgeschichte.
über was?
wie viel arbeit es macht, seine eigenen gedichte abzutippen. immer und immer wieder.
inwiefern?
ich schreibe sie mit der hand. und die veranstaltung hat nicht einmal 95 minuten gedauert.
du meinst herta müller am 20.6.2011 in düsseldorf im savoy-theater in der graf-adolf-straße?
ja, das meine ich, zweitklausens.
und danach?
danach muss ich meine eigenen gedichte abtippen. über stunden. und tage.
das ist ja jämmerlich!
das jämmerliche ist teil des schriftstellerlebens.
findest du?
aber ja, aber niemand spricht darüber.
wir sprechen doch jetzt darüber.
es ist gut, dass es endlich einmal geschieht.
du wirst von mir bedauert, klau|s|ens.
und du von mir, zweitklausens.
dann sind wir doch alle froh.
ja, wir sind alle froh.
herta müller und ernest wichner werden sich über die gedichte freuen.
auch der professor joseph a. kruse von der heinrich-heine-gesellschaft sowie der herr hans-georg lohe von der stadt düsseldorf.
alle freuen sich über die 67 LIVE-gedichte von klau|s|ens alias zweitklausens.
alle.
ich höre schon, wie sie sich auf die schenkel schlagen … vor freude.
ich sehe schon das rot der schenkel nach dem schlagen.
und herta müller … was macht die?
wir tun unsere pflicht. wir dichten. LIVE. mehr können und wollen wir bei diesen veranstaltungen nicht. aber die nachwelt soll wissen, wie mühsam das abtippen der eigenen gedichte ist.
von den zusätzlichen fotos reden wir jetzt nicht. und von der LIVE-zeichnung auch nicht.
http://www.klausens.com/klausens-und-herta-mueller.htm
http://www.klausens.com/seriello-herta-mueller-ernest-wichner.htm
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