Tagesarchiv: September 11, 2008

Der 11.9. und die zerbrechliche Welt und die Sprache und KLAUSENS

klau|s|ens, du erinnerst heute an die zerbrechlichkeit der welt?

ja, zweitklausens.

du tust das, weil heute dieser jahrestag jenes schrecklichen 11.9. ist?

ja, zweitklausens.

und du nimmst plastik? durchsichtig?

ja, zweitklausens.

wahrscheinlich eine schale, in der deine tomaten drin waren?

ja, zweitklausens.

biogemüse?

ja, zweitklausens. – oder nein, ich weiß es nicht, zweitklausens. kommt biogemüse in plastikschalen überhaupt vor, zweitklausens?

aber du hast nicht bedacht, dass plastik gar nicht so zerbrechlich ist. man kann es eindrücken, verformen, verändern … zerbrechen tut es nur manchmal.

ja, zweitklausens.

also: was soll das? warum nahmst du kein glas? das ist doch wirklich zerbrechlich!

wahrscheinlich wollte ich nur den sinn des wortes „zerbrechlich“ weiter fassen, zweitklausens.

du wolltest die sprache verändern? die onomatie unserer wirklichkeit?

ja, zweitklausens.

aber die welt ist voller zeichen und namen!

eben, und diese ändern sich beständig. seit dem 11.9. hat sich auch die idee der zerbrechlichkeit geändert, zweitklausens.

inwiefern?

wer hätte gedacht, dass ein hochhaus wie ein trinkglas zusammenbrechen und zerbrechen kann, zweitklausens.

aber du nahmst doch plastik!

eben, um zu zeigen, dass sich „zerbrechlich“ beständig ändert, in unserer welt, in unserer wahrnehmung, in unserer deutung, zweitklausens.

du meinst …

… die sprache von heute wird den ereignissen von heute oft gar nicht mehr gerecht, zweitklausens.

und weshalb nennst du mich dann andauernd zweitklausens?

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