Tagesarchiv: Oktober 2, 2008

Zum Herbst von Herrn Beckstein schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, hast du noch irgendetwas beizutragen?

wozu, zweitklausens?

zur krise in der CSU?

nein, nein, habe ich nicht.

dann lass‘ es doch!

aber ist dieses hauen und stechen nicht schön?

doch, ja!

und wie jetzt kritik an stoiber geübt wird, u.a. von beckstein selbst.

so sind die dinge: es gibt die loyalität, dann die gespielte und deshalb notwendige loyalität … und auch die beendete loyalität.

und was ist nun?

nun muss man den abgang verklären, die geschichte reinigen, sich plätze in der geschichte sichern.

beckstein?

aber ja – er möchte an seinem todestag mehr als einen 4-zeiler in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG lesen.

und im BAYERNKURIER?

ich finde es süß, wie sie alle flöten und pfeifen: z.B. „der gehört nach berlin, weil er so gut ist.“

der seehofer?

ja, damit er nicht nach münchen kommt. – alles so durchschaubar

das findest du schön?

ich finde es schön, diese töne und zwischentöne zu studieren: wer sagt was? welche interessenslage hat er? zu welchem bezirksverband gehört er? was ist mit der landtagsfraktion? welche kräfte wirken wo?

…. und dann noch alle diese persönlichen interessen.

es ist ein herrliches gemisch für 400 theaterstücke.

aber es geht doch um bayern!

jetzt fängst du auch schon so an! – denke doch mal lieber nach, wie alles funktioniert.

wie denn?

da ist eine blase, die sich über jahrzehnte aufbaut: die CSU, eine dominante partei … und oben sitzen leute, die im zentralkomitteestil alles beherrschen.

garant für den erfolg!

offenbar, ja. aber zugleich brodelt es: die leute machen murrend mit und klappen hinten ihre taschenmesser auf.

dann kommt eine frau pauli.

unter anderen, ja.

und die setzt das in gang, was man als platzen der blase bezeichnen könnte.

eben: irgendwann denken die leute, dass der feind nun geschwächt ist.

und dann treten sie alle aus ihren löchern hervor.

genauso, genauso.

und dann gibt es kein halten mehr.

eben! stoiber hat die CSU ruiniert (mit den anderen oberbossen) … und zugleich ein herrlich hohes wahlergebnis noch eingefahren.

aber dieses wahlergebnis signalisierte den untergang.

offensichtlich. es war der beginn des herbstes der CSU.

und nun gibt es schon den herbst von huber und beckstein.

auch dieses: und wer weiß, wielange sich die nächste/n person/en hält/halten, die aus einem hauen und stechen und beißen und weinen hervorgegangen ist.

macbeth könnte doch …

und warum nicht alois winkelzügler? als CSU-vorsitzender, ministerpräsident und später mal kanzler?

der scherenschleifer aus passau?

nein, nein, der hutmacher aus braunauingen an der linz.

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