Monatsarchiv: November 2008

Als LIVE-Dichter besucht KLAUSENS „Lass Hören“ in Düren

klau|s|ens, du kommst mit deinen gedichten gar nicht mehr nach.

mit den gedichten schon – aber nicht mit dem abtippen.

was hast du dir eingehandelt?

das frage ich mich auch – und das alles für die freiheit und kraft der kunst!

wie soll es weitergehen?

der künstler folgt seinen trieben.

diese triebe haben dich nach düren getrieben?

oh ja: was gibt es sinnlicheres, als eine veranstaltung im „haus der stadt“ zu erleben?

das weiß ich nicht.

siehst du, einer muss ja die dinge festhalten, die sich bewegen. ganz leicht bewegen. einem vorhang gleich.

was hast du festgehalten?

meine kraft reichte nur für katharina hacker, jan wagner und nora gomringer. also: die kraft des LIVE-dichtens.

nur für die?

nun ja, wondratschek und wellershoff sind ja bekannt genug. und gustafsson, popp und köhler müssen mir verzeihen.

meinst du, dass deutschland diese namen alle kennt?

deutschland nicht, aber düren will ja die lyrik bekanntmachen. da will ich die stadt und den kunstförderverein von düren, vorsitzender gerhard quitmann, gerne unterstützen.

aha, und wie?

wenn ich mich dazu erübrige, LIVE-gedichte zu schreiben und zwei seriellos zu machen, dann ist es doch eine sache für und an sich. das ist werbung für düren per se.

du siehst dich als werbeträger?

nein, nein, ich bin teil der weltlyrikbewegung. der „dicht-as-dicht-can-movimento-attacke“.

ein neues wort von dir? – du meinst: alle schreiben und keiner hört zu?

aber genau deshalb machen die doch die „lange nacht“ mit „lass hören“, die ja auch noch im deutschlandfunk übertragen werden wird, der größte teil zumindest. am 27.12.2008, um 20.05 uhr. bis 22.00 uhr.

aha.

du fragst immer so kritisch nach!

ist das nicht die aufgabe der kunst?!

mich nervt es, zweitklausens.

würdest du lieber ohne mich dein tagwerk beschreiten?

an manchen tagen schon, aber ich brauche dich für die kreative kraft, die von mir ausgeht.

„ausgeht“? sie geht aus?

mensch, du machst mich verrückt.

sage mir mal, was du für homepages anlegen willst?

http://www.klausens.com/seriello_nora_go…
http://www.klausens.com/seriello_jan_wag…
http://www.klausens.com/klausens_und_kat…
http://www.klausens.com/klausens_und_nor…
http://www.klausens.com/klausens_und_jan…

was für ein programm!

ja, du hast so recht. ich setze jetzt mal den veranstaltungstext hier rein, damit die leute schon etwas vorfinden, was sie nachempfinden können.

„2. Lange Nacht
der Poesie

29. November 2008
18 Uhr
im Haus der Stadt
Düren

Mitwirkende:
Nora Gomringer
Jan Wagner
Albert Ostermaier*
Katharina Hacker
Dieter Wellershoff
Barbara Köhler
Lars Gustafsson
Wolf Wondratschek

Moderation:
Hajo Steinert
Michael Braun
Gerhard Quitmann

*Albert Ostermaier musste seine Lesung leider absagen.
Wir sind dankbar und freuen uns, dass der Autor Steffen Popp
sich kurzfristig zur Teilnahme an Lass Hören bereit erklärt hat.

Als sich der Kunstförderverein Kreis Düren e.V. im Jahre 2006 entschloss, anlässlich des 20järigen Vereinsjubiläums in seinem Bereich Literatur eine „Lange Nacht der Poesie“ unter dem Titel „LASS HÖREN“ zu planen, gab es durchaus kritische Stimmen, die es für vermessen hielten, für eine solche Veranstaltung das Dürener Haus der Stadt mit über 600 Sitzplätzen zu reservieren. Auch die Initiatoren waren sich nicht sicher, mehr als 300 Besucher erwarten zu dürfen.

Allerdings baute man mit Zuversicht darauf, dass die Auswahl der Autoren, die ausnahmslos zu den Großen ihres Fachs zählen, die Poesienacht zu einer herausragenden Veranstaltung gestalten würden. Ferner war die Lage des Theater- und Konzerthauses der Stadt Düren – direkt am Bahnhof und damit in der Stadtmitte und in unmittelbarer Nähe der Autobahnabfahrt Düren – auch für Besucher aus der Umgebung als gut erreichbar anzusehen.

Die Erwartungen wurden weit übertroffen: Das Haus der Stadt war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Weitere Besucher sahen sich die Poesienacht vor den Großbildschirmen im Foyer oder im Bistro an. Die Resonanz war durchgängig positiv und in den Verlagshäusern wurde die grüne Giraffe ein Markenzeichen für gute zeitgenössische Poesie-Veranstaltungen. Der Deutschlandfunk als Veranstaltungspartner sendete „LASS HÖREN“ an zwei Abenden in seinem Abendprogramm.

Nun ist die „2. Lange Nacht der Poesie“ am Samstag, den 29. November 2008, ab 18 Uhr in der Vorbereitung. Auch für dieses Fest der Lyrik ist es dem Kunstförderverein gelungen, acht zeitgenössische Lyrikerinnen und Lyriker für eine Neuauflage der Poesienacht zu gewinnen.

Merken Sie sich bitte den Termin vor.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen bei
LASS HÖREN
im Haus der Stadt, Düren
Stefan-Schwer-Str. 2 (in Bahnhofsnähe).“

ich springe wieder auf deinen satz vor diesem ankündigungstext: „vorfinden, um nachempfinden zu können.“ du bist wahrlich ein großer lyriker.

das sollen die nachgeborenen entscheiden. also brecht.

ich glaube, du verwechselst da was?!

ist das nicht schon ein teil meiner textlichen grammatur?

DIE MASCHE

Als die Buchstaben
Sich erbarmten von
Ihm davonzurennen

Nannte der weltgroße Dichter
Seine Nicht-Arbeit schlicht
Laufmaschenbewältigung

Und brauchte nunmehr nie
Nur irgendetwas den Wartenden
Aller Öffentlichkeit vorzulegen

REGIE (aus dem OFF):
Und was machen
Wir dann mit diesem?

DICHTER: Könnte man
Es nicht in einem Nähkurs
Einsetzen?

Copyright Klau|s|ens, 30.11.2008, Königswinter-Oberdollendorf, Sonntag, 1. Advent, in allen
Schraib- und Schreibweisen. U.a. als Klau“s“ens oder Klau!s!ens oder Klau*s*ens

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Bei Symposium zur Kunst oder was im Bonner Kunstverein war auch KLAUSENS

klau|s|ens, wieder mal eine „arbeit“ von dir?

gewiss, eine „hervorragende arbeit“.

was bedeutet arbeit denn?

in kunstkreisen reden manche gerne von „arbeit“, wenn sie ein kunstwerk meinen.

wieso?

kunstwerke sind heute ja oft auch projekte oder installationen oder gedanken im raum oder performances oder blog(g)s.

das heißt?

… man kann sie nicht so leicht wie früher als bild im rahmen sehen und sich darauf beziehen.

und nun?

nun reden manche ununterbrochen von „arbeit“, bis sich die arbeiterklasse verhöhnt vorkommt.

gibt es die arbeiterklasse noch?

das ist hier nicht das thema.

was ist denn das thema?

diese ausstellung „eine bessere welt“ mit werken von san keller und klaus weber.

aha, was weiter?

die haben noch ein symposium gemacht.

im kunstverein? hochstadenring 22?

ja, gestern, und ich war als beobachter aller zeit der welt der kunst da.

schön.

da waren der altehrwürdige jürgen harten, der ehrfürchtig bilder besprach und diese richtig tiefgehend und ernstlich bedachte, wie man es einst auch tat. eindrucksvoll. klassisch. aber doch irgendwie anmutig in der würde, die er ausstrahlt. er macht sich wirkliche gedanken über jedes große bild/werk.

und noch?

der sehr wendige, erfahrene und gewandte beat wyss … und dann der hämmernde jan verwoert.

wieso „hämmernd“?

das musst du ihn fragen. es war peinlich, wie er uns raum, bekehrung, rhetorik, ort, reflexion, instanz … und … und … es sind der begriffe zu viel … einhämmerte.

einhämmerte?

ja, alle diese worte und viele andere noch fielen immer mindestens 100 mal pro satz. hämmernd. als ob wir alle nicht lesen könnten und ihn als floskelbereiter und -bewahrer bräuchten.

er wollte euch „fertigmachen“?

man hatte den eindruck, ja, ja. nicht die erkenntnis stand im vordergrund, sondern das einhämmern der literatur, die er gelesen hatte, aber lediglich als stanz- und versatzstücke.

welche literatur?

u.a derrida, der gute alte derrida, derrida, derrida, ja, derrida, nochmals, derrida, und derrida … jaques derrida …

stop, stop, stop.

was ist denn?

du hämmerst auch.

oh, tschuldigung. es fielen noch namen wie heidegger, kierkegaard, luhmann, agamben (giorgio agamben), nietzsche … aber foucault fiel nicht, bourdieu wurde vergessen. – max weber macht sich bekanntlich immer und ewig gut. – und wo blieb barthes?

was willst du sagen?

es wird gehämmert, mit allem, was en vogue zu hämmern ist … aber selbst dabei gibt es dann noch „en masse“ vergesslichungen.

vergesslichungen?

ein wort von mir.

aha – immer deine kunstworte. du hättest philosoph oder kultursoziologe oder kunstkritiker werden sollen.

nein, danke, verwoert hat es mir alles geschmacklos gemacht. ich bin doch schriftsteller, künstler und fallenleger.

fallenleger?

ja, ja, fallensteller bezeichnet etwas anderes.

du könnest doch „hämmerer“ werden?

gute idee, aber das ist verwoert doch schon.

was machen wir mit dir?

mit uns, zweitklausens, mit uns.

was ist denn mit unserer kunst?

position, ort, raum, begegnung, existenz, raum, fülle, ort, beziehen, raum, ort, position, arbeit, stellungnahme, reziprok, selbstreflexion, raum, raum, rot, fülle, arbeit, bekehrung, entgegnung, sich beziehen auf, sich beziehen auf das öffnen des raumes, erwidern, öffnen, die tür öffnen, den raum öffnen, sich öffnen, öffnung, öffner, … in seine selbstreferenz sich selbst als ort vor die erhüllung des raumes gestelltes individuum öffnen, welches sich dinglich als schein seiner abstraktion des geworfenen in einsamkeit neu recouriert …

ach, jetzt lass doch mal, es ist ja schrecklich. wo soll das hinführen? – sonst machtest du nichts?

doch, doch, ich reagierte auf eine arbeit von klaus weber, eine arbeit mit diesem doppelkaktus, der zusammengepropft ist. — siehe weiter unten meine arbeit von heute. „reaktion mit klaus weber – kaktus“. copyright klausens in allen schraib- und schreibweisen, u.a. als klausens oder klau#s#ens oder klau?s?ens

und das symposium?

ich weiß gar nicht, wie es hieß. kunst und politik? es fand auf jeden fall statt und hat mich zu begeistern gewusst. auch das mir widersprüchlich erscheinende bereichert ja meinen horizont der kunstglaublichkeit.

kunstglaublichkeit?

auch wieder ein wort von mir. entschuldige!

werden wir deine LIVE-gedichte noch lesen können?

aber ja: auf dieser homepage: http://www.klausens.com/symposium_bonner…

und das symposium?

hier nochmals der offizielle text:

Eine Kooperation mit dem kunsthistorischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn.

Niedrige Wahlbeteiligung, wenig Engagement innerhalb der Sozialgemeinschaft und geringe Initiative für das Allgemeinwohl, stattdessen ein ausgeprägter Individualismus, Egoismus und Wirtschaftsgläubigkeit sind gesellschaftliche Phänomene, die in den letzten Jahren in kulturpolitischen Debatten ins Feld geführt wurden. Die Jugend von heute sei „angepasst“, war kürzlich noch in der überregionalen Wochenzeitung DIE ZEIT (29. August 2008) nachzulesen.

Wie steht es mit der aktuellen Kunst? Kann, will, soll sie politisch wirksam sein? Wie überhaupt lässt sich politisches Engagement heute definieren? Und welchen Beitrag kann die Kunst dazu leisten? Dieses sind die ausgehenden Fragen, die uns bei der Tagung interessieren.

Prof. Beat Wyss (*1947) hat einen Lehrstuhl für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und ist Residenzprofessor am Schweizerischen Instiut für Kunstwissenschaft in Zürich. Zu Wyss’ These, dass die Kunst gerade jetzt politisch in ihrer Autonomie sei, welche die neostalinistischen Linken der Siebziger Jahre nicht müde wurden zu bekämpfen, erscheint im Herbst bei Suhrkamp sein Essay: „Nach den Grossen Erzählungen.“

Jürgen Harten (*1933, lebt in Berlin), Ausstellungsmacher, (u. a. 1967–1968, Büroleiter der documenta 4, 1972–1998 Direktor der Düsseldorfer Kunsthalle, 1998–2000 Gründungsdirektor des museum-kunst-palast, Düsseldorf, 2003 „Berlin-Moskau/ Moskau Berlin 1950–2000“, 2006, „CARAVAGGIO“ mkp, Düsseldorf). Der Vortrag über „Das große Format – Ereignisbild, Denkmal, Installation, ikonische Medien“ fragt, ob oder wie Themen von überwältigendem, die Gesellschaft erschütternden Format überhaupt noch in der Kunst behandelt werden.

Jan Verwoert (*1972, lebt in Berlin), ist Mitherausgeber bei FRIEZE und lehrt am Pit Zwart Institute in Rotterdam. Autor von u. a. Bas Jan Ader – In Search of the Miraculous, 2006 bei Afterall Books / MIT Press und Co-Kurator von Sheffield Biennale Art, Sheffield 08 Yes, No & Other Options (2008). Der Titel seines Beitrages ist von ROBERT BARRY’s “Marcuse Piece”, 1970 abgeleitet, wo es heißt: “A place to which we can come, and for a while, be free to think about what we are going to do.”

Begrüßung, Einführung und Moderation: Prof. Anne-Marie Bonnet und Christina Végh.

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Endlich wieder ohne Politik, dieser KLAUSENS

klau|s|ens, alle deine letzten einträge drehten sich um die politik. – ist dir das aufgefallen?

nein, aber was ist daran schlimm?

du bist doch schriftsteller und künstler.

dürfen die nicht politisch sein?

doch, doch, aber wenn sie es nur noch sind, dann verlieren sie sich.

was soll ich tun?

schreibe uns etwas anderes. etwas schönes.

gut, gut:

LIEBESKÜNSTLERZUWENDUNG

Er sagte Paula inbrünstig dass sie so
Schön sei wie eine Wunderblume
Und sie niemals nie verblühen dürfe
Bevor er ihr zärtlich und sorgsam den
Kunstdünger nah des Herzens injizierte

Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klausens oder Klau(s)ens oder Klau&s&ens. 28.11.2008, Freitag, Königswinter

das nennst du „schön“?

ich habe ja gesagt, dass es vielleicht gar nicht so schlimm ist, wenn künstler lieber etwas politisches schreiben.

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Zu den ILO-Berechnungen zu den Lohnscheren äußert sich KLAUSENS

klau|s|ens, du hast gehört, was ILO sagte.

was ist denn ILO?

„international labour organisation“.
http://www.ilo.org/global/About_the_ILO/…

nun gut – was sagte die denn?

die haben sich doch gestern oder so an die welt gewandt, mit untersuchungen zu den lohnscheren.

und?

in deutschland ist diese schere in den letzten jahren besonders stark gewachsen! BESONDERS STARK !!!

die kluft zwischen arm und reich? im sozialen deutschland? ein riss geht nun durch unser land?!

so kann man es ausdrücken.

das ist aber schlimm!

wieso klagst du? der herr wolfgang clement, von dem wir gestern und vorgestern sprachen, ist aktiv und maßgeblich an dieser entwicklung beteiligt gewesen.

ich weiß, ich weiß: die ganze SPD mit ihrem HARTZ I, II, III, IV. (clement war ein hauptakteur dieser gewollten verelendung, der leiharbeit, der minilöhne, von alledem.)

die SPD hat die kleinen leute verraten, zusammen mit den GRÜNEN, jetzt zusammen mit der CDU.

die gute alte SPD?

die SPD hat schon des öfteren kriegskrediten und kriegen zugestimmt – auch das wollen wir nicht vergessen.

ach, die welt scheint voller bösmenschen zu sein.

eben, eben!

gut, dass ich wenigstens noch meine abfälligen bemerkungen über dich, zweitklausens, machen kann. – du versager! kleinlohnverdiener! nicht-geld-haber! ärmling! du clochard !!!

… aber nur, weil diese abfälligen bemerkungen eines schlecht erzogenen menschen auch auf dich selbst zurückfallen.

wieso denn?

… weil klau|s|ens und zweitklausens ein und dieselbe person sind.

aber ich dachte, die ILO hätte ermittelt, dass in deutschland die schere oder die kluft oder der graben oder der riss weiter auseinandergegangen sei/en.

das bezog sich aber auf armut und reichtum, nicht auf klugheit und intelligenz.

bei dir verschieben sich ja ständig die maßstäbe. lies mal genau, was du gerade gesagt bzw. geschrieben hast. – dir kann man nichts abnehmen! nichts !!! – und ja nichts glauben!

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Zum Clement-SPD-Abgang äußert sich KLAUSENS

klau|s|ens, er ist dann ausgetreten, gestern, dieser clement. nach all dem trara.

unverschämt, nicht wahr?

inwiefern?

erst lässt er x-mal die schiedskommissionen aller levels zusammentreten, und die ortsverbände, und all das zeug … er lässt sich noch stege und brücken bauen, von führenden SPD-lern … sein handy wird oft geklingelt haben … „ach, wolfgang, was können wir denn tun? wir wollen dich doch halten! bitte, bitte, sag etwas, damit die kommission dich nicht ausschließen muss“ … so kann es gewesen sein.

und dann?

… dann schafft man es seitens der SPD-spitze, alles auf eine „rüge“ hinzubiegen, also kein ausschluss …

und dann?

dann geht der kerl doch hin und tritt einen tag später aus der SPD aus.

das findest du frech.

aber sicher. er hätte dann schon viel früher austreten sollen. was erwartet der eigentlich? ist er wegen dieser rüge, diesem „rügschen“ schon gekränkt? er, der eine neue dolchstoßlegende begründete. er, der seiner eigenen partei das messer in den rücken stieß, sodass die stimmen der hessenwahl ganz knapp nicht ausreichten, um den unangenehmen ausländerfeind roland koch (in koalition mit den GRÜNEN) abzulösen?

ich denke, er erwartet ein haus, welches mit 100.000 roten teppichen angefüllt ist. und die einfahrt zu diesem haus natürlich auch.

politik und kapital sind an so vielen stellen verfilzt, dass man nicht mehr weiter weiß.

das ist sehr weise. aber was ändert es?

ich schaue mal nach, was im bundestagshandbuch vermerkt ist.

und?

nichts, denn er hat kein mandat. also kann ich seine nebeneinkünfte auch nicht dort finden.

und WIKIPEDIA?

die schreiben:

„Seit seinem Ausscheiden nahm er zahlreiche Posten in der Wirtschaft an, hauptsächlich in der Energiewirtschaft.

Im Februar 2006 wurde er als Nachfolger von Wilhelm Nölling als neutrales Mitglied in den 21-köpfigen Aufsichtsrat der RWE-Kraftwerkstochter RWE Power AG (Essen) gewählt.[23] Zudem wurde Clement im Januar 2006 Aufsichtsratsmitglied der Landau Media AG und im Dezember 2005 Mitglied im Aufsichtsrat der Dussmann-Gruppe. Seit März 2006 hat er den Vorsitz des neu gegründeten Beirats des Wissens- und Informationsdienstleisters Wolters Kluwer Deutschland GmbH (Neuwied).

Im Mai 2006 trat Clement dem unternehmernahen, neoliberalen Konvent für Deutschland bei. Seit Juni 2006 sitzt er, früher selbst lange journalistisch tätig, im Aufsichtsrat des viertgrößten deutschen Zeitungsverlags DuMont Schauberg.

Darüber hinaus sitzt er im Aufsichtsrat (Personalausschuss) des fünftgrößten deutschen Zeitarbeitsunternehmens Deutscher Industrie Service (DIS), nachdem er als Bundesminister noch den gesetzlichen Rahmen für Leiharbeit liberalisiert hatte (Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt).

Die DIS wurde mehrheitlich (83 Prozent) vom Schweizer Konkurrenten Adecco erworben, und Clement übernahm den Vorsitz des neuen Adecco Institute zur Erforschung der Arbeit, das vollständig vom Adecco-Konzern finanziert wird und Teil des Unternehmens sein wird. Mittels Primär- und Sekundärforschung sowie durch Konferenzen und Diskussionsforen soll auf die Öffentlichkeit eingewirkt werden.“

was sagt uns das?

alles und nichts. sein lobbyismus wird natürlich weitergehen. und ein paar leute aus der SPD wird er auch weiterhin anrufen, dieser wolfgang clement.

warum?

… damit die im interesse seiner lobbykonzerne handeln. es ist doch alles so durchsichtig !!! und so widerlich !!!

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Über den Nichtausschluss von Wolfgang Clement aus der SPD wacht KLAUSENS

herr klau|s|ens, wie findest du es?

was?

… dass dieser wolfgang clement in der SPD bleiben kann?

ich finde es lächerlich – aber die SPD kann kaum anders.

wieso?

ein ausschluss hätte der partei des dauerhaften zerbröckelns und absterbens noch mehr geschadet.

und clement?

ist ein theatermann der schmierenkomödie.

wie kommst du darauf?

er sagt, er habe mit seinem zeitungsbeitrag und seinen äußerungen damals nicht zur nicht-wahl der SPD in hessen aufrufen wollen.

und?

in dem beitrag steht genau das drin.

was soll es also?

clement musste etwas aufschreiben, für die kommission, welches einen an-anklang von reue hatte.

an-anklang?

ja, ja, nur den zartesten hauch vom hauch vom hauch vom anklang einer reue.

und das hat gereicht?

offenbar ja. man wollte ihn nicht ausschließen, wegen des schadens für die SPD, und man hat gesagt: komm, wolfgang, gibt etwas nach. nur zum schein.

hat er sich denn entschuldigt?

iwo, iwo, er sieht sich ja sogar noch als vorkämpfer der meinungsfreiheit.

der clement?

aber ja doch: sitzt im aufsichtrat eines stromkonzernes und tut so, als sei er anwalt der demokratie.

dabei?

… dabei ist er lobbyist … und mit dem kapital grauslich verschwägert.

und das in der SPD?

die SPD ist voll von solchen existenzen, die die kleinen leute schon vor jahrzehnten vergaßen – aber so schlimm wie in diesen tagen war es noch nie.

dann ist die SPD eine kaputte partei?

das kann man so sagen: sie hat veraltete ansprüche des sozialen gewissens und eine menge politiker, die ausschließlich für das kapital und seine interessen agieren. es gibt eine lange liste … da sind ja auch viele gewerkschafter und betriebsräte darunter.

schön!

findest du?

… dass du das alles so klar benennst.

die SPD müsste eigentlich ganz und gar aufgerüttelt und durchgeschüttelt werden.

von clement?

nein, nein, dem ja eben nicht – er müsste freiwillig die partei wechseln.

in welche könnte er gehen?

die FDP ist immer gut für allen quatsch mit freiheit und deregulierten märkten und kapital und unternehmern und diesem ganzen murcks.

die siehst clement in der FDP? – dieselbe FDP, die nun nach dem banken-zusammenbruch der von ihr gepriesenen „freiheit“ des kapitals eigentlich für jahrzehnte nur nooch schweigen müsste?

nein, ja, nein, ja. aber er passte da gut hin. und auch mit leuten wie merz von der CDU müsste der doch gut können.

noch mehr kapitalismus wagen? – du hasst diese riege von gefühlskalten und moralzynischen menschen?

ja, ja, zweitklausens – die hasse ich.

und dennoch soll und muss clement in der SPD bleiben?

es hat alles mit diesen ewigen spielen und inszenierungen zu tun, die unsere welt bestimmen.

und du inszenierst dich nicht?

du meinst, wegen der weltklausenspartei, der WKP?

ja, ja – welche ziele hat die denn?

den ruf und ruhm und das portemonnaie des weltgroßen klau|s|ens = zweitklausens in jeder beziehung zu verdichten und zu erweitern und auszudehnen.

sollte clement nicht dann bei dir eintreten?

warum nicht?! – ich stehe ja ständig unter strom. das würde schon passen.

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Schneedunkelfotos und KLAUSENS

du, klau|s|ens, was dürfen wir heute von deinem blog(g) erwarten?

nichts!

wieso?

immer willst du etwas „erwarten“ – tag für tag haue ich hier texte und bilder rein. aber du hast immer noch „erwartungen“?!

zeichnet dass keinen künstler aus?

was?

… dass er immer die höchsten ansprüche an sich selbst und sein werk stellt?

was soll denn der künstler machen?

wann denn?

… wenn er im schnee auf der autobahn kriechend sich vorwärtsbewegt.

fotos! er könnte doch fotos machen!

genau das habe ich, zweitklausens: nun siehe das resultat.

ich sehe.

eben! schnee, dunkelheit, autobahn, rote lichter, alles verschwommen! – kunst!

… womit du meine erwartungen wieder mal voll erfüllt hast, klau|s|ens!

„groß ist der künstler … und reich an ideen – aber arm an zuspruch.“

von wem war das?

ach, das ist von diesem klau|s|ens = zweitklausens, oder wie der heißt.

ist das der, der diese lichterfotos macht, wenn er auf der autobahn ist … und es schneit?

das wird er wohl sein. – ach ja!

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