Tagesarchiv: November 26, 2008

Zum Clement-SPD-Abgang äußert sich KLAUSENS

klau|s|ens, er ist dann ausgetreten, gestern, dieser clement. nach all dem trara.

unverschämt, nicht wahr?

inwiefern?

erst lässt er x-mal die schiedskommissionen aller levels zusammentreten, und die ortsverbände, und all das zeug … er lässt sich noch stege und brücken bauen, von führenden SPD-lern … sein handy wird oft geklingelt haben … „ach, wolfgang, was können wir denn tun? wir wollen dich doch halten! bitte, bitte, sag etwas, damit die kommission dich nicht ausschließen muss“ … so kann es gewesen sein.

und dann?

… dann schafft man es seitens der SPD-spitze, alles auf eine „rüge“ hinzubiegen, also kein ausschluss …

und dann?

dann geht der kerl doch hin und tritt einen tag später aus der SPD aus.

das findest du frech.

aber sicher. er hätte dann schon viel früher austreten sollen. was erwartet der eigentlich? ist er wegen dieser rüge, diesem „rügschen“ schon gekränkt? er, der eine neue dolchstoßlegende begründete. er, der seiner eigenen partei das messer in den rücken stieß, sodass die stimmen der hessenwahl ganz knapp nicht ausreichten, um den unangenehmen ausländerfeind roland koch (in koalition mit den GRÜNEN) abzulösen?

ich denke, er erwartet ein haus, welches mit 100.000 roten teppichen angefüllt ist. und die einfahrt zu diesem haus natürlich auch.

politik und kapital sind an so vielen stellen verfilzt, dass man nicht mehr weiter weiß.

das ist sehr weise. aber was ändert es?

ich schaue mal nach, was im bundestagshandbuch vermerkt ist.

und?

nichts, denn er hat kein mandat. also kann ich seine nebeneinkünfte auch nicht dort finden.

und WIKIPEDIA?

die schreiben:

„Seit seinem Ausscheiden nahm er zahlreiche Posten in der Wirtschaft an, hauptsächlich in der Energiewirtschaft.

Im Februar 2006 wurde er als Nachfolger von Wilhelm Nölling als neutrales Mitglied in den 21-köpfigen Aufsichtsrat der RWE-Kraftwerkstochter RWE Power AG (Essen) gewählt.[23] Zudem wurde Clement im Januar 2006 Aufsichtsratsmitglied der Landau Media AG und im Dezember 2005 Mitglied im Aufsichtsrat der Dussmann-Gruppe. Seit März 2006 hat er den Vorsitz des neu gegründeten Beirats des Wissens- und Informationsdienstleisters Wolters Kluwer Deutschland GmbH (Neuwied).

Im Mai 2006 trat Clement dem unternehmernahen, neoliberalen Konvent für Deutschland bei. Seit Juni 2006 sitzt er, früher selbst lange journalistisch tätig, im Aufsichtsrat des viertgrößten deutschen Zeitungsverlags DuMont Schauberg.

Darüber hinaus sitzt er im Aufsichtsrat (Personalausschuss) des fünftgrößten deutschen Zeitarbeitsunternehmens Deutscher Industrie Service (DIS), nachdem er als Bundesminister noch den gesetzlichen Rahmen für Leiharbeit liberalisiert hatte (Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt).

Die DIS wurde mehrheitlich (83 Prozent) vom Schweizer Konkurrenten Adecco erworben, und Clement übernahm den Vorsitz des neuen Adecco Institute zur Erforschung der Arbeit, das vollständig vom Adecco-Konzern finanziert wird und Teil des Unternehmens sein wird. Mittels Primär- und Sekundärforschung sowie durch Konferenzen und Diskussionsforen soll auf die Öffentlichkeit eingewirkt werden.“

was sagt uns das?

alles und nichts. sein lobbyismus wird natürlich weitergehen. und ein paar leute aus der SPD wird er auch weiterhin anrufen, dieser wolfgang clement.

warum?

… damit die im interesse seiner lobbykonzerne handeln. es ist doch alles so durchsichtig !!! und so widerlich !!!

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