Tagesarchiv: November 30, 2008

Als LIVE-Dichter besucht KLAUSENS „Lass Hören“ in Düren

klau|s|ens, du kommst mit deinen gedichten gar nicht mehr nach.

mit den gedichten schon – aber nicht mit dem abtippen.

was hast du dir eingehandelt?

das frage ich mich auch – und das alles für die freiheit und kraft der kunst!

wie soll es weitergehen?

der künstler folgt seinen trieben.

diese triebe haben dich nach düren getrieben?

oh ja: was gibt es sinnlicheres, als eine veranstaltung im „haus der stadt“ zu erleben?

das weiß ich nicht.

siehst du, einer muss ja die dinge festhalten, die sich bewegen. ganz leicht bewegen. einem vorhang gleich.

was hast du festgehalten?

meine kraft reichte nur für katharina hacker, jan wagner und nora gomringer. also: die kraft des LIVE-dichtens.

nur für die?

nun ja, wondratschek und wellershoff sind ja bekannt genug. und gustafsson, popp und köhler müssen mir verzeihen.

meinst du, dass deutschland diese namen alle kennt?

deutschland nicht, aber düren will ja die lyrik bekanntmachen. da will ich die stadt und den kunstförderverein von düren, vorsitzender gerhard quitmann, gerne unterstützen.

aha, und wie?

wenn ich mich dazu erübrige, LIVE-gedichte zu schreiben und zwei seriellos zu machen, dann ist es doch eine sache für und an sich. das ist werbung für düren per se.

du siehst dich als werbeträger?

nein, nein, ich bin teil der weltlyrikbewegung. der „dicht-as-dicht-can-movimento-attacke“.

ein neues wort von dir? – du meinst: alle schreiben und keiner hört zu?

aber genau deshalb machen die doch die „lange nacht“ mit „lass hören“, die ja auch noch im deutschlandfunk übertragen werden wird, der größte teil zumindest. am 27.12.2008, um 20.05 uhr. bis 22.00 uhr.

aha.

du fragst immer so kritisch nach!

ist das nicht die aufgabe der kunst?!

mich nervt es, zweitklausens.

würdest du lieber ohne mich dein tagwerk beschreiten?

an manchen tagen schon, aber ich brauche dich für die kreative kraft, die von mir ausgeht.

„ausgeht“? sie geht aus?

mensch, du machst mich verrückt.

sage mir mal, was du für homepages anlegen willst?

http://www.klausens.com/seriello_nora_go…
http://www.klausens.com/seriello_jan_wag…
http://www.klausens.com/klausens_und_kat…
http://www.klausens.com/klausens_und_nor…
http://www.klausens.com/klausens_und_jan…

was für ein programm!

ja, du hast so recht. ich setze jetzt mal den veranstaltungstext hier rein, damit die leute schon etwas vorfinden, was sie nachempfinden können.

„2. Lange Nacht
der Poesie

29. November 2008
18 Uhr
im Haus der Stadt
Düren

Mitwirkende:
Nora Gomringer
Jan Wagner
Albert Ostermaier*
Katharina Hacker
Dieter Wellershoff
Barbara Köhler
Lars Gustafsson
Wolf Wondratschek

Moderation:
Hajo Steinert
Michael Braun
Gerhard Quitmann

*Albert Ostermaier musste seine Lesung leider absagen.
Wir sind dankbar und freuen uns, dass der Autor Steffen Popp
sich kurzfristig zur Teilnahme an Lass Hören bereit erklärt hat.

Als sich der Kunstförderverein Kreis Düren e.V. im Jahre 2006 entschloss, anlässlich des 20järigen Vereinsjubiläums in seinem Bereich Literatur eine „Lange Nacht der Poesie“ unter dem Titel „LASS HÖREN“ zu planen, gab es durchaus kritische Stimmen, die es für vermessen hielten, für eine solche Veranstaltung das Dürener Haus der Stadt mit über 600 Sitzplätzen zu reservieren. Auch die Initiatoren waren sich nicht sicher, mehr als 300 Besucher erwarten zu dürfen.

Allerdings baute man mit Zuversicht darauf, dass die Auswahl der Autoren, die ausnahmslos zu den Großen ihres Fachs zählen, die Poesienacht zu einer herausragenden Veranstaltung gestalten würden. Ferner war die Lage des Theater- und Konzerthauses der Stadt Düren – direkt am Bahnhof und damit in der Stadtmitte und in unmittelbarer Nähe der Autobahnabfahrt Düren – auch für Besucher aus der Umgebung als gut erreichbar anzusehen.

Die Erwartungen wurden weit übertroffen: Das Haus der Stadt war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Weitere Besucher sahen sich die Poesienacht vor den Großbildschirmen im Foyer oder im Bistro an. Die Resonanz war durchgängig positiv und in den Verlagshäusern wurde die grüne Giraffe ein Markenzeichen für gute zeitgenössische Poesie-Veranstaltungen. Der Deutschlandfunk als Veranstaltungspartner sendete „LASS HÖREN“ an zwei Abenden in seinem Abendprogramm.

Nun ist die „2. Lange Nacht der Poesie“ am Samstag, den 29. November 2008, ab 18 Uhr in der Vorbereitung. Auch für dieses Fest der Lyrik ist es dem Kunstförderverein gelungen, acht zeitgenössische Lyrikerinnen und Lyriker für eine Neuauflage der Poesienacht zu gewinnen.

Merken Sie sich bitte den Termin vor.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen bei
LASS HÖREN
im Haus der Stadt, Düren
Stefan-Schwer-Str. 2 (in Bahnhofsnähe).“

ich springe wieder auf deinen satz vor diesem ankündigungstext: „vorfinden, um nachempfinden zu können.“ du bist wahrlich ein großer lyriker.

das sollen die nachgeborenen entscheiden. also brecht.

ich glaube, du verwechselst da was?!

ist das nicht schon ein teil meiner textlichen grammatur?

DIE MASCHE

Als die Buchstaben
Sich erbarmten von
Ihm davonzurennen

Nannte der weltgroße Dichter
Seine Nicht-Arbeit schlicht
Laufmaschenbewältigung

Und brauchte nunmehr nie
Nur irgendetwas den Wartenden
Aller Öffentlichkeit vorzulegen

REGIE (aus dem OFF):
Und was machen
Wir dann mit diesem?

DICHTER: Könnte man
Es nicht in einem Nähkurs
Einsetzen?

Copyright Klau|s|ens, 30.11.2008, Königswinter-Oberdollendorf, Sonntag, 1. Advent, in allen
Schraib- und Schreibweisen. U.a. als Klau“s“ens oder Klau!s!ens oder Klau*s*ens

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

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