Monatsarchiv: Dezember 2008

Der KLAUSENS stellt Geschenkpapier bereit

ah, klau|s|ens, heute schon wieder eine deiner christlichen taten?

genau! – also: ich dachte mir:

TÄUSCHENDER SCHENKUNGSTAUSCH
– Weihnachtsstafette-

Die Menschen hasten und eilen,
Kommen nicht zum Verweilen,
Suchen das Da und das Hier,
Meistens unterm Geschenkpapier.

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau&s&ens oder Klau“s“ens, 23.12.2008, Dienstag, Königswinter, siehe auch:
http://www.klausens.com/weihnachtsgedicht.htm

so – und nun?

nun dachte ich mir, ich gebe denen, die sich um weihnachten schenkend kümmern, wenigstens etwas geschenkpapier.

… damit die sich dann damit eindecken?

sie können sich mit dem geschenkpapier in und aus meinem blog(g) heraus eindecken – und dann auch die geschenke damit eindecken.

und der sinn?

freigiebigkeit.

und die wilden figuren? passen die denn zu weihnachten?

war denn nicht einer der 3 heiligen könige schwarz? farbig? afrikanisch? caspar?

ich glaube, sie streiten sich, ob nicht alle 3 schwarz waren. auf jeden fall gibt es die theorie, dass caspar, melchior und auch balthasar jeweils der schwarze könig gewesen sind oder sein sollen. nix ist wirklich geklärt.

nun denn: das geschenkpapier passt also wunderbar zur christlichen tradition.

aber sie scheinen so wild. auf deinem papier. diese afrikaner. so vergnügt. sie sind eher in einem ritual, oder auf einer party, als in einer christmette.

ist weihnachten nicht heutzutage ein versatz von allem mit allem? ist es nicht eigentlich „das universelle etwas“ des eklektizismus? dieses weihnachten? nimmt sich nicht jeder etwas heraus, um es dann für sich zu feiern?

weihnachten ist also gar nicht mehr weihnachten?!

weihnachten ist heute das durcheinander der moderne, in der / in dem alles möglich ist.

und die jungen leute?

die verlassen doch gerne heiligabend noch spät das haus, um ihresgleichen in einer kneipe oder bei lauter musik, zum tanzen gar, wiederzutreffen.

so ist das?

so ist die welt, ja, ja.

und nun noch deine aktion „geschenkpapier für euer weihnachten“ – es nimmt der überraschungen kein ende.

am ende entpuppt sich jesus als papierfabrikant.

geschenkpapierfabrikant.

weiß man’s?

solange du christlich geschenkpapier aller welt zur verfügung stellst, wird es mich nicht aus der ruhe bringen.

und die idee von der jungfrau maria?

müssen wir das alles jetzt auch noch erörtern?

nun gut: erfreuen wir uns an meiner großzügigkeit und mildtätigkeit.

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Dieser KLAUSENS will immer nur Gutes GUTTUN

oh, klau|s|ens, du willst gutes tun? weihnachten? macht man das nicht so?

ja, sicherlich, warum sollte ich mich dieser tradition verschließen?

worüber beschwerst du dich dann?

habe ich mich denn beschwert?

aber ja doch – das hast du!

ich habe doch gar nichts gesagt.

aber du redest davon, gutes zu tun.

ich habe noch gar nichts gesagt – ich wollte von etwas anderem reden.

wovon denn?

von der sprache.

was ist denn mit der sprache?

sie ist einem bisweilen fremd.

wieso?

ich lese „guttun“.

na und?

ich dachte an kattun – oder so. das gewebe.

du kennst „guttun“ nicht?

du denn? ist es auch ein gewebe?

ich weiß nicht.

na also, ich dachte, „guttun“ könnte auch ein türkisches wort sein, wovon ich die bedeutung nicht kenne.

ich kenne die bedeutung auch auch nicht. „guttun“ klingt doch komisch.

„guttun“ ist nicht komisch – „guttun“ ist wahr.

was meint es denn?

„guttun“ meint „gut tun“.

das verstehe ich nicht.

ich bisweilen auch nicht. es ist deutsch, aber es klingt so fremd. man muss es als „guttun“ sagen und schreiben, als „gut tun“ darf es nicht sein.

… weil es zusammen geschrieben wird.

genau das.

wer aber schreibt es zusammen?

der DUDEN.

der DUDEN?

ja, ich würde es nicht zusammen schreiben (zusammenschreiben?), und dann habe ich geschaut „weh tun“ oder „wehtun“ – beides ist erlaubt.

die sprachwächter erlauben beides?

bei „wehtun“.

und bei „guttun“?

das ist es doch: man soll es zusammenschreiben, als sei es ein fremdes wort aus einer fremden welt.

lies doch mal.

„guttun; die Kur hat ihm gut getan; aber wir werden gut daran tun“.

so steht es da?

na ja (naja?), die haben noch striche für die betonung und so. aber im prinzip steht es so da.

dann ist „guttun“ amtlich?

offenbar, kein stoff, kein gewürz, kein nichts, sondern einfach nur gutes tun. das ungefähr ist „guttun“. oder doch nicht?

nein, anders: etwas soll dir „guttun“. für dich gut sein, also. – na, was sagt uns das?

ich werde mit „guttun“ nicht mein sofa beziehen können, wie mit kattun, aber meine seele wird gut daran tun, am mir „guttun“.

… was wiederum dann doch zu weihnachten passt. es tut mir gut.

„weihnachten“ oder „weih nachten“ – 1 wort oder 2?- was sagt denn der eigentlich DUDEN dazu?

was willst du mir denn nun noch antun? – eine debatte über die schreibweise (schraibwaise?) von weihnachten wird mir nicht „guttun“, klau|s|ens. (war das jetzt wenigstens richtig geschrieben? es klingt auch so fremd, dieses klau|s|ens! – was sagt denn der DUDEN dazu?)

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Dem Weihnachtsbaum huldigt KLAUSENS

wo hast du den weihnachtsbaum gesehen?

in köln. – ja, schön. wirklich schön.

das sagst du?

mir geht es weniger um den baum, als um die spiegelungen.

der privatheit?

eben nicht! der baum steht unten im kölner hauptbahnhof, unweit der „markthalle“.

also laut und lärmig.

eben. er symbolisiert nicht das traute heim der gedrückt-erzwungenen glückselig-stimmung, sondern das pulsierende. den kaufanreiz. die bewegung. den fluss der ereignisse. das wirtschaftsgeschehen. die urbanität. das verlassen der enge. die flucht vor der erkauften geborgenheit … ins kaufen. das weglaufen. den horror. die dynamik.

was du alles in so einen baum hineinliest.

das macht den weihnachtsdichter aus: er sieht, was da ist. und übersieht absichtsvoll, was da sein soll.

und dein gedicht?

DER ANDERE WEIHNACHTSBAUM
– dem Kölner Bahnhofs-Baum gewidmet –

Der Weihnachtsbaum
Man glaubt es kaum
Stand stille da im Bahnhofsraum
Zu spiegeln meinen Menschheitstraum
Es sei der Bart des Weihnachtsmanns
Zu dünn genäht wohl an dem Saum
Als zart nur illusionärer Pflaum
Des Christkinds Hohn vom Da-Seins-Schaum

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und -weisen, u.a. als KlauBAUMsBAUMens oder KlauWEIHNACHTsWEIHNACHTens oder Klau(s)ens, 21.12.2008, Sonntag, Königswinter-Oberdollendorf

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Die Welt und KLAUSENS werden entkulturalisiert

klau|s|ens, du wirst jetzt klage führen.

du bist klug, zweitklausens – ja, es stimmt.

wessen willst du klagen?

heißt es nicht „worüber“?

das ist jetzt egal – also: wieder wird dir etwas genommen, fühle ich.

mir? – und allen!

was ist denn weg?

es handelt sich um diese lila schokolade.

ich weiß, die hat eine spezielle mischung, einen speziellen geschmack – die ist auf ihre art „einmalig“.

soweit der inhalt, aber die verpackung …

was wurde denn aus der verpackung?

die hat sich geändert!

wann denn?

ich weiß nicht – ich kaufte mir mal wieder die lila schokolade, und alles ist nun anders.

ist das lila verschwunden?

nein, nein, aber sie ist anders verpackt. das lila ist nun weniger papier und mehr kunststoff.

weiter?

sie ist anders verschweißt, sodass sich auch die form der schokolade geändert hat.

auch die form?

das rechteck ist jetzt länger. das im geschäft gesehene rechteck der äußeren verpackung.

noch was?

aber ja: es fehlt innen die alufolie oder das alupapier oder was das war. silberpapier?

das silberne papier?

eben! wie kann eine schokolade schokolade sein, wenn das silberne silberpapier fehlt …

… und außen herum plastikpapier ist?

genau das! niemand schreibt darüber! ich las nichts! keine titelseite! nichts!

und doch hat sich die welt gravierend verändert.

man hat mir mein leben unter den füßen weggezogen.

inwiefern?

alles, was war, ist nicht mehr.

was war denn?

das aufbrechen eine lila schokolade mit silberpapier, das war einmalig. das war kult.

und das haben sie dir nun genommen?

sie haben mir meine vergangenheit geraubt!

schlimm, schlimm. womit würdest du es vergleichen wollen?

… als die TELEKOM uns die gelben telefonzellen klaute … und sie durch unscheinbare magenta-grau-dinger ersetzte, das war auch so ein anschlag.

die kultur formt uns – und dann lässt sie uns im stich!

es sind alles amputationen. tiefe einschnitte in unsere existenz!

man müsste etwas tun.

was denn?

ich weiß es nicht. vielleicht wäre es ein erster schritt, wenn wir das wort „entkulturalitisation“ dafür prägen. du kennst doch unsere wortschöpfungen im „eigenlexikon“. http://www.klausens.com/wortschoepfungen…

ja, ein neues wort: entkulturalitisation! ja, das passt! für die schokolade! und auch für anderes.

schön! dann haben wir einen kleinen schritt getan.

wir haben aber noch ein problem.

welches denn?

es könnte sein, dass man uns in 20 jahren dieses schöne wort einfach nimmt, so wie das silberpapier … einfach nimmt … und dann heißt es „entkulturalizidierung“.

es ist erschreckend, wie wir überall in unserem selbstverständnis beständig bedroht sind.

iss‘ noch ein stück. das hilft!

ja, wegen der feriperizerimone! ja, ja!

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klau|s|ens macht auf bescheiden – www.klausens.com

klau|s|ens, dein kunstwerk ist aber „schlicht“.

danke, danke. du wolltest sagen: das kann doch jedes kind! (es ist übrigens unsere kunst, zweitklausens! vergiss das nicht!)

ist es bei kunst nicht oft so? … dass jedes kind sie kann?

aber ein kind muss das erst mal machen!

warum hast du es gemacht?

diese wenigen grünen farbtupfungen? das schlichte bild?

ja, warum?

ich wollte mal alle vom weihnachsthype holen. die dinge wieder zurückführen, auf das einfache. die bescheidenheit.

ehrlich?

ja, ehrlich.

du hast dir also zu weihnachten auch vorgenommen, mal halbwegs ehrlich zu sein?

ja, zweitklausens, ja. also: „ich liebe deine kunst noch mehr als meine!“ (… wenn ich das jetzt endlich mal sagen darf.)

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Verpackungen liebt KLAUSENS

klau|s|ens, was liebst du denn an weihnachten?

eigentlich nichts, außer …

… außer …?

… den verpackungen.

wieso das?

sie sind herrlichste kunst aus sich selbst heraus. nutzlos, sinnlos, unökologisch … und doch oft schön.

… und werden dann doch achtlos weggeworfen.

an diesem punkt kommen wir als weltbewahrer ins spiel.

vielleicht hat man weihnachten nur dazu erfunden, um uns weltbewahrer spielen lassen zu können.

heißt es nicht umgangsprachlich „geschenke auspacken“?

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Christkind-Aktion von Klausens

klau|s|ens, du hattest doch am 5.12.2008 das gedicht „VERBRIEFUNG“ geschrieben …

das stimmt, also: wir beide … zweitklausens.

und was geschah dann?

wir haben dieses gedicht, was ja vom christkind handelt, noch am selben tag an das christkind geschickt. handschriftlich!

am 5.12. geschrieben, und am 5.12. geschickt?

ja, das haben wir: und dann geschah es auch.

was denn?

es kam antwort!

was? antwort vom christkind?

genau, siehe den brief, genauer: den umschlag, gescannt anbei.

aber die grünen striche sind aber von dir!

das muss ich zugeben, zweitklausens. ich muss ja eine zweiteilung herstellen, wegen der zweiteilung unserer person!

aber das ist doch toll! du hast eine gedicht geschrieben, dieses an das christkind geschickt, und es hat geantwortet.

was kann einem dichter besseres passieren, als direkter kontakt mit dem christkind !!!

wann haben sie denn geantwortet?

das war der 11.12.2008, wie der poststempel ausweist.

und wann war er bei dir? der brief?

bei uns! – am 12.12.2008!

das ist doch prima! kann man mehr wollen?

ja sicher.

wieso?

es gab keine antwort.

sie haben dir doch geschrieben! – oder „es“ – das christkind!

ja, das haben sie, aber alles war nur vorgedruckt.

was? sie haben dein gedicht gar nicht gelesen? oder „es“?

man muss es befürchten.

sie sehen sich diese briefe an das christkind gar nicht an?

vielleicht … und schicken dann eine vorgedruckte antwort, bestehend aus 1 bastelbogen (engel), 1 anschreiben und drei weihnachtspostkarten nebst einem hinweis, wie man sich eine sternengirlande noch erschneiden kann.

man hört deine enttäuschung, klau|s|ens.

wenn selbst das christkind einem nicht hilft, wer dann?

aber sie haben dir doch geholfen.

wie denn?

sie haben dir geantwortet und damit deine kunstaktion „verbriefung“, die du mit deinem gedicht und der verschickung begonnen hattest, wirklich „erfüllt“.

und die schulden?

ich dachte, das sei alles nur ein künstlerisches spiel gewesen?

gibt es denn künstler ohne schulden?

und wenn das christkind selber – bei der finanzkrise! – auch schulden hat und deshalb keinen der briefe mehr persönlich beantworten kann, weil es doch geld auftreiben muss? hast du auch mal so gedacht?

mir bleibt das gedicht und der erfolg meiner aktion. kann man das dann nicht irgendwie in bare münze umwandeln?

beim weihnachtsmann?

dazu müsste ich erst das gedicht umschreiben. – schade, dass nichts mehr ohne arbeit geht.

deine postleitzahl war ja auch eine andere, als die, die dann auf dem brief des christkindes steht!

ach du meinst, es lag alles an der falschen zahl?

VERBRIEFUNG

Mit blauem Stift
Sauber
Alle Schulden
Auflisten
Position
Um
Position
Und dann nach
Engelskirchen schicken
Postleitzahl
51766
An das Christkind

Copyright Klau|s|ens = Klausens in allen Schreibwaisen und -weisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau=s=ens oder Klau*s*ens, 5.12.2008, Königswinter-Oberdollendorf, um es am selben Tag handschriftlich ans Christkind nach Engelskirchen zu schicken.

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