Tagesarchiv: Januar 7, 2009

Über das „über“ im Fernsehen schreibt KLAUSENS

du, klau|s|ens, worüber schreiben wir heute?

heute? über das „über“!

diese süße präposition? mal dativ, mal akkusativ?

ich will keine fachgespräche über deutsche grammatik führen. ich will über das deutsch des fernsehens sprechen.

du ärgerst dich über das „über“?

ich höre es andauernd. scheinbar jeder beitrag wird nun so anmoderiert.

wirklich?

aber ja:
– „edda gambler über die eskapaden des boris becker“
– „bernd ginstler über den ersten sieg der bochumer“
– „ilka schroben über das seltsame vermehren der glühwürmchen“
– „herwig holpp über den einbruch der kälte“
– „klaus kannski über die ungeklärte mordtat an der prostituierten aus hagen“
– „giselle schralzmacher über den konkurs einer gesunden mittelständischen hutfabrik“
– „golwig lasthammer über die eitelkeiten unserer politiker“

usw. usf.

und nun?

nun ärgere mich – ich ärgere mich jeden tag, weil ich das „über“ so inflationär finde, dass ich mich nur noch über das „über“ aufregen kann.

du bist also des übers über?

sagt man das so? ich kannte bislang nur: „das über ist mir über“.

das aber würde einen anderen sinn ergeben, als den, den du meinst.

was meine ich denn?

ich denke du meinst, du bist des übers überdrüssig. irgendwie so.

ich kann es jedenfalls nicht mehr hören.

es hat nur mit überwindung zu tun.

ach! das bedeutet das wort „überwindung“! danke! danke! da habe ich nämlich auch immer wieder drüber nachgedacht. (oder heißt es „… immer wieder über nachgedacht“?)

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Werbeanzeigen