Monatsarchiv: März 2009

Zum Welttag der Poesie dichtet KLAUSENS

ey, klau|s|ens, heute ist „welttag der poesie“.

nun gut, weil er von der UNESCO 1999 in paris beschlossen wurde … nun gut, dann wollen wir etwas dichten.

was denn?

WELTTAG DER POESIE

Am Tag der Poesie
Dichten wir falschsam
Weiter bis die Worte
Wie Tomaten von
Den Bäumen fallen
Lallen wir lieber
Heiter als nie

Copyright Klau|s|ens in allen Schreibweisen und Schraibwaisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau?s?ens oder Klau&s&ens, am 21.3.2009, Samstag, in Königswinter-Niederdollendorf und auch in Königswinter-Oberdollendorf

schön, schön – und noch?

ich habe hier (siehe ganz unten) ein einfaches beispiel für die KONKRETE POESIE, LIVE geschrieben, bei der sonderratsitzung des kölner stadtrates am 11.3.2009.

aber das ist doch jetzt uralt! 11.3.!

stimmt, 11.3. – er scheint ewig weit weg, lange her – aber die erkenntnisse tröpfeln unermüdlich, wonach ein unglaublicher schindluder in köln getrieben wurde. jetzt liest man realen warnungen, die es gab und die nicht ernst genommen wurden. dazu eine ganz aktuelle dpa-meldung:

„Stadt Köln räumt Zwischenfälle lange vor Archiv-Einsturz ein

Köln (dpa) – Bereits vor dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs soll es erhebliche Probleme an der benachbarten Baustelle für eine neue U- Bahn gegeben haben. Schon im September 2008 soll ein sogenannter hydraulischer Grundbruch im gleichen Baubereich passiert sein, so die Kölner Stadtverwaltung. Ein solches Ereignis wurde von Experten immer wieder als wahrscheinliche Ursache des Unglücks ins Gespräch gebracht. Oberbürgermeister Fritz Schramma forderte inzwischen von den Kölner Verkehrs-Betrieben eine detailierte Stellungnahme.“

ach. und die gedichte zum stadtrat?

die findest du hier, zweitklausens: http://www.klausens.com/klausens-und-der…

ach.

egal, wie alt oder modern (oder: „mordern“? von mord?) etwas ist: ich werde meine konkrete poesie einfach auf einer extra homepage beginnen abzulegen.

wie heißt die?

ich denke: http://www.klausens.com/konkrete-poesie….

schön! – was noch?

ich denke, ich werde jetzt gleich noch LIVE zum staatsakt zu winnenden dichten, der LIVE im fernsehen übertragen wird.

wieso?

weil der schrecken des ereignisses das gebietet.

und das will heißen?

poesie kann nicht immer nur „ganz nett“ und „ganz fröhlich“ sein, schon ja nicht am welttag.

wo finde ich gedichte zu winnenden und dem AMOK-lauf?

z.B. hier: http://www.klausens.com/seriello-pressekonferenz-amok-winnenden.htm

WIR TRAUERN

Nichts ist mehr
Wie es war und wie
Wahr ist das Meer
Des Nichts

© Klau|s|ens ĦķΩ7Klau’s’ens =Klausens =Klau(s)ens =Klau|s|ens

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klausens oder Klau+s+ens, 21.3.2009, Samstag, LIVE, gegen 12:40 Uhr, geschrieben in Königswinter-Oberdollendorf., Im Fernsehen (SWR) läuft LIVE der Staatsakt. Es spricht Bundespräsident Köhler, der auch etwas weinen wird, bei seiner einfühlsamen Rede.

PUH, das kann ja ganz schön anstrengend werden …und furchtbar traurig … so ein welttag der poesie.

man kann nicht an der wirklichkeit vorbei. ich hätte da noch eines von donnerstag. von dem ersten deutsch-niederländischen unternehmerforum design.

bitte!

also:

DESIGNERBABY

Ein blaues wäre
Doch eigentlich
Ganz schön oder
Doch lieber ein
Leicht beschwipstes?

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau°s°ens oder Klau*s*ens oder Klau#s#ens, LIVE geschrieben, am 19.3.2009, in Essen, Zeche Zollverein, Zollverein School, Gebäude A 35, Schacht XII, Gelsenkirchener Str. 209, 45309 Essen (und schon am Morgen und auf dem Weg dahin an dieses Gedicht gedacht).

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Erneut zu ARCANDOR und den Aktionären schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, du wirst weiter erzählen?

kann man nicht von einer hauptversammlung unendlich erzählen? dazu bei einem konzern, der u.a. KARSTADT und THOMAS COOK als geschäftsfelder kennt, von PRIMONDO kaum zu sprechen, was dann wiederum kaum einer kennt.

aber das ist bei ARCANDOR ja auch nicht der fall. das kennen!

muss ja auch nicht! wurde auch immer wieder betont: muss ja auch nicht!

wieso denn?

weil ARCANDOR nur eine dachgesellschaft ist, die beteiligungen hält. verstehst du?

ja, ich verstehe: man baut sich geflechte zusammen, die dann unternehmenspolitisch und steuerpolitisch sehr gut funktionieren.

eben: als global player hat man dann KARSTADT-hulla-hulla und KARSTADT-holla-holla, KARSTADT Polen und KARSTADT Gibraltar und KARSTADT Klausens – alles geht. alles muss. „Als Finanzholding positioniert die Arcandor AG sich und ihre Töchter in den Kerngeschäftsfeldern Touristik, Homeshopping und stationärer Handel.“

wirklich?

Holding, Limited, GmbH & Co KG, Pups und Pieps. AG, EKG. alles soll. Zitat: „Die Fusion der britischen MyTravel plc mit der Thomas Cook AG zur Thomas Cook Group plc und der Entschluss, das neu entstandene Unternehmen an der Londoner Börse zu listen, ist ein wichtiger Schritt zur Internationalisierung. Der Erfolgskurs von Quelle Osteuropa, die Akquise von Thomas Cook India machen deutlich: Arcandor sieht seine Zukunft nicht mehr nur in Deutschland.“

ja?

ich biete dir mal einen auszug aus dem genios-firmen-verzeichnis A-Z:

Karstadt Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH
Karstadt Feinkost GmbH & Co. KG
Karstadt Feinkost Verwaltungs GmbH
Karstadt GmbH
KARSTADT Heideloh GmbH
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Freiburg, Kaiser-Joseph-Straße KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Hamburg Kümmelstraße KG
KARSTADT Immobilien Beteiligungsgesellschaft mbH
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Dortmund Aplerbecker Marktplatz KG
Karstadt Immobilien GmbH & Co. Objekt Duisburg Münzstraße I KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Essen, Limbecker Straße KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Hannover, Georgstraße KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Lüneburg, Große Bäckerstraße KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Norderstedt KG
KARSTADT Mobilien Beteiligungsgesellschaft mbH
KARSTADT Mobilien GmbH & Co. Objekte Hertie KG
KARSTADT Mobilien GmbH & Co. Objekte Warenhaus KG
KARSTADT QUELLE Information Services GmbH
KARSTADT QUELLE New Media AG
KARSTADT QUELLE Service GmbH
KARSTADT QUELLE Vermögensverwaltung GmbH
Karstadt SB Warenhausgesellschaft mit beschränkter Haftung
Karstadt Unterstützungsfonds Gesellschaft mit beschränkter Haftung
KARSTADT Vermietungsgesellschaft mbH
Karstadt Warenhaus GmbH
KarstadtQuelle Bank AG
KarstadtQuelle Finanz Service GmbH
KarstadtQuelle Immobilien Beteiligungs GmbH
KarstadtQuelle Joint Venture Beteiligungsgesellschaft mbH
KarstadtQuelle Krankenversicherung Aktiengesellschaft
KarstadtQuelle Lebensversicherung Aktiengesellschaft
KarstadtQuelle Versicherung Aktiengesellschaft

oder aus einer presserklärung der ARCANDOR vom 5.1.2009:

„Die ERGO Versicherungsgruppe AG und die Arcandor AG haben ihre erfolgreiche Vertriebspartnerschaft bekräftigt und sich gleichzeitig darauf geeinigt, ihre Beteiligungen im Finanzdienstleistungsbereich neu zu sortieren. Im Zuge dessen gehen die KarstadtQuelle Bank an Arcandor und die restlichen Anteile der KarstadtQuelle Versicherungen an die ERGO. Entsprechende Verträge sind zum Jahresende 2008 unterzeichnet worden.

Arcandor AG und ERGO kooperieren seit 2002 beim Vertrieb von Finanzdienstleistungsprodukten über das Joint Venture KarstadtQuelle Finanz Service. Diese Gesellschaft hielt bislang alle Anteile an der KarstadtQuelle Bank und einen Anteil von 45% an den KarstadtQuelle Versicherungen.

Entsprechend der jetzt getroffenen Vereinbarung gehen 100 Prozent der Anteile an der KarstadtQuelle Bank an Arcandor, während ERGO die mittelbaren Arcandor-Anteile an den KarstadtQuelle Versicherungen sowie die restlichen Anteile an den Neckermann Versicherungen erhält. Damit wird ERGO zum alleinigen Eigentümer der KarstadtQuelle Versicherungen sowie der Neckermann Versicherungen. Arcandor und ERGO setzen ihre exklusive Vertriebspartnerschaft für Versicherungsprodukte fort.“

toll, was es alles gibt.

ja, das alles macht natürlich immer sinn. finanziell, steuerlich, usw. – aber es hat auch den sinn der totalen verschachtelung und unübersichtlichkeit. die strukturen sind so komplex, dass niemand mehr in der lage ist, einen solchen konzern ernsthaft zu übersehen und zu kontrollieren. das krakenprinzip.

können das viele?

alles durchschauen? – die wenigen leute, die den kern begreifen, können dann über zehntausende von menschen und teile der gesellschaft herrschen. oder ganze städte an den rand des wahnsinns treiben: ich sage „esch-fond“ (josef esch, troisdorf, bauunternehmer) oder „esch-oppenheim-immobilienfond“. das bankhaus sal. oppenheim hat wiederum friedrich carl janssen, und der ist ja jetzt aufsichtsratsvorsitzender von ARCANDOR. und ex-vorstandschef thomas middelhoff ist wiederum in ein paar fällen an solchen fonds beteiligt, die wiederum KARSTADT-warenhäuser betreiben bzw. an KARSTADT die immobilien vermieten. oder so. man muss das einige jahre alles durchrecherchieren, um es vollends zu enthüllen.

was kann man denn leicht erschließen?

personelle verflechtungen. die kann man leicht erschließen. nehmen wir „Sal. Oppenheim“, die bekannte und umtriebige bank und denken uns unseren teil:

Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA wird (in Deutschland) durch folgende Gremien vertreten:

Aufsichtsrat

* Georg Baron von Ullmann, Vorsitzender
* Friedrich Carl Freiherr von Oppenheim, Erster stellvertretender Vorsitzender
* Gerd-Axel Schuster, Zweiter stellvertretender Vorsitzender
* Detlef Bierbaum
* Sabine Diehl
* Monika Fachinger
* Johannes Hellmann
* Peter W. Marx
* Nicolaus Freiherr von Oppenheim
* Karin Stanischa
* Manfred Uthoff
* Dr. Clemens Freiherr von Wrede

Aktionärsausschuss

* Karin Baronin von Ullmann, Ehrenvorsitzende
* Friedrich Carl Freiherr von Oppenheim, Vorsitzender
* Georg Baron von Ullmann, Stellvertretender Vorsitzender
* Ilona Gräfin von Krockow
* Isabelle Marquardt
* Peter W. Marx
* Nicolaus Freiherr von Oppenheim
* Henri Pferdmenges
* Dr. Clemens Freiherr von Wrede

Persönlich haftende Gesellschafter

* Matthias Graf von Krockow, Sprecher
* Friedrich Carl Janssen, Risikomanagement, Beteiligungen und Bankbetrieb
* Christopher Freiherr von Oppenheim, Vermögensverwaltung
* Dieter Pfundt, Investment Banking

und der vorstand? von ARCANDOR?

der soll es ja machen. das tagesgeschäft. umsetzen!

der aufsichtsrat?

entweder man ist mit allem gedanklich verschwägert (so sitzt ja herr herl darinnen, für die schickedanz-gruppe (QUELLE!), als beispiel nur: die haben ja wiederum rund ein viertel der ARCANDOR-aktien) … oder (das dürfte bei einigen arbeitnehmern-vertretern der fall sein): die ganze angelegenheit wird dann so verzahnt und so verquirlt, dass man nicht recht weiter weiß. arbeitnehmervertreter bei ARCANDOR ist entweder ein dauerabnickungsjob oder viele nächte schlechten schlafes, wenn man seine aufgabe wirklich „gut“ (in welchem sinne?) durchführen will.

aber du, klau|s|ens, du durchschaust die welt?!

natürlich, also teilweise, also puzzlestücke, also atome. also fast nichts … und dennoch fast schon alles. – man darf sich von komplexen sachlagen nicht einschüchtern lassen. der künstler und schriftsteller sieht oft mehr von der welt, weil er die formen der dinge den inhalten zuzuordnen zu weiß. das ist eine höhere erkenntnistufe.

allein der künstler? der dichter? und die anderen?

und dann gibt es nach leute wie den gestern beschriebenen darsteller manfred klein oder die SdK, schutzgemeinschaft der kapitalanleger, (siehe weiter unten) oder die „kritischen aktionäre“ (Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V., Ebertplatz 12, 50668 Köln / Postfach 130335, 50497 Köln,
dachverband[ÄTT]kritischeaktionaere.de, gegründet 1986, eingetragener Verein Nr. 9529 beim Vereinsregister Köln) oder die DSW, Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz … und viele andere noch. viele davids gegen die ewigen goliaths namens AG.

mehr nicht?

ich überschaue aber die prinzipien und weiß, wo es dringend angesagt ist, warnungen auszusprechen.

künstler sollten sich nicht in die komplexen strukturen gigantischer konzerne verstricken!

nein? – du vergisst: es gibt ja auch unsere gedichte: http://www.klausens.com/aktionaersgedich…

und hast du ein seriello?

ja, ja, von diesem herrn janssen, der ja von der bank sal. oppenheim ist, „privat haftender gesellschafter“. das seriello nenne ich: http://www.klausens.com/seriello-aufsich…

und noch ein gedicht?

nun gut:

AKTIONISMUS UND AKTIONÄRE

Der große Schauspieler
Und Optimist Doktor
Middelhoff schickte
Die Aktien auf
Talfahrt ohne die
Bremsstreifen zuvor
Analysiert zu haben

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau$s$ens oder Klau€s€ens oder Klau&s&ens, LIVE geschrieben, am 18.3.2009, bei der Jahreshauptversammlung von ARCANDOR, in Düsseldorf, in der Stadthalle, im CCD, Congress Center Düsseldorf, Rotterdamer Straße 141, 40474 Düsseldorf, gegen 11.35 Uhr. Es redet ein Vertreter der SdK, Jürgen Erdmann, für: Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V., Maximilianstr. 8, 80539 München, Tel.: 089 – 20 20 846 0, Fax: 089 – 20 20 846 10, E-Mail: info [ÄTT] sdk.org
ACHTUNG: Dieses Gedicht ist ein Zitatgedicht. Zu den Zitatgedichten siehe: http://www.klausens.com/zitatgedichte.ht…

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Bei der ARCANDOR-Jahreshauptversammlung ist auch Dichter KLAUSENS

klau|s|ens, was soll ein dichter bei der jahreshauptversammlung?

dichten!

das hast du getan?

aber sicher: gemäß meiner / unserer theorie des LIVE-dichtens: http://www.klausens.com/live-dichten-the… war es geradezu zwingend, sich auch in der wirtschaft umzutun.

du hast also die ganze sitzung begleitet?

aber ja: von beginn an, ab 10,00 uhr … bis zum bitteren ende, um 22.15 uhr. komplett!

die ganze zeit?

ja, es war eine selbstprüfung besonderer art, zumal der saal des morgens an die 1000 aktionäre als besucher gehabt haben soll, abends aber nur noch circa 60 aktionäre beinhaltete. weniger aktionärsvertreter also, als – der auch da seiende – vorstand (5) und aufsichtsrat (19) und notar (1) und security und technik und service und catering und der „wortmeldetisch“ … und alles das zusammen.

du liebst das kapital?

nach dieser veranstaltung habe ich das kapital noch mehr verabscheuen gelernt. am ende gab es stimmergebnisse von 99% bis 98 %, gigantisch russisch-sowjetisch-chinesische zahlen. selbst ein so umstrittener mensch wie thomas middelhoff (ex-vorstand, bis februar 2009, bewusst nicht anwesend, da er u.a. als „plaudertasche“ und „schönredner“ bezeichnet wurde, von einigen aktionären. er gilt als einer der verantwortlichen ruinierer von KARSTADT und allem anderen, was zu ARCANDOR gehört) kam bei der „entlastung“ auf 98,76 %.

wirklich?

ja, das ist ein besserer scherz! auch der herr zumwinkel (ex-post und hier ex im aufsichtsrat) wurde mit 98,83 % entlastet. und das zudem bei der „performance“ von ARCANDOR. nicht nur aus wirtschaftlicher sicht, sondern auch aus der dividenden-sicht der aktionäre. da wurde doppelt versagt, könnte man sagen!

wie kommen solche scherze bzw. solche schlechten scherze zustande?

das kapital regiert – in einer aktiengesellschaft natürlich ganz deutlich und ganz besonders. je mehr aktien, je mehr stimmen. und wenn sich die großen kapitalseigner einig sind, dann ist alles andere nur schauspiel.

und so war es gestern auch?

aber ja. sie wussten vorher, was nachher rauskommt.

und dennoch gibt es die hauptversammlungen?

es muss ja einen ort und einen moment geben, um diese stimmen dann zu erbringen. gestern wurden z.B. friedrich carl janssen von der bekannten privatbank sal. oppenheim (ja, die mit dem esch-fond zusammen einige geschäfte …) zu köln (nein, jetzt ja clever aus luxemburg … und köln) … und rechtsanwalt lüer aus köln in den aufsichtsrat eingewählt. das muss ja alles passieren. wie bei einem verein. das braucht einen rahmen.

dann ist alles sinnlos? es gibt für den kleineren aktionär keine rechte? keine chancen? keinen zugriff?

teils, teils. das deutsche aktienrecht bietet den aktionären viele rechte, die dann die bekannten und gefürchteten „kleinaktionäre“ bisweilen erbarmungslos ausüben, um den konzern-vorstand und den aufsichstrat zu quälen … und zugleich wahrheiten ans licht zu befördern.

kleinaktionär? bedeutet das 1 aktie?

1 aktie lag heute morgen bei eröffnung der börse bei 1,39 EURO. 1 aktie ist bei ARCANDOR also weniger wert als eine nationale tageszeitung: 1,37 EURO!!! eine kleine aktie. bei AUDI ist eine aktie mehrere hundert EURO wert. es hat eben auch mit der art der ausgabe der aktien dereinst zu tun.

und wieviel hat der kleinaktionär? an aktienbesitz? 1,37?

aber hallo! – bei rund 170 millionen grundkapital bei ARCANDOR wärest du mit 1 Millionen EURO aktienbesitz locker ein „kleinaktionär“.

was fragen kleinaktionäre dann?

ja, die stellen teils sehr brisante fragen – und dann schaut immer der notar zu, ob auch alles nach dem recht läuft, während der konzern ARCANDOR ein back-office von 50 leuten hat, während der sitzung (die übrigens rund 800.000 euro kostet, diese jahreshauptversammlung) … samt extra engagierter rechtsanwaltskanzlei bzw. sozietät, die dann zusammen eifrig alle fragen im hintergund beantworten.

richtig?

das ist eben die frage. die kleinaktionäre rufen dann bisweilen laut und erregt „NICHT BEANTWORTET!“ und „NEHMEN SIE DAS ZU PROTOKOLL!“, damit auf diese weise druck ausgeübt wird.

findest du das richtig?

aber ja. ich hatte gestern mehr denn je die überzeugung, dass das kapital ein geheimbund ist, der nur zu einem kleinen teil öffentlich agiert. aber in wirklichkeit blickt keiner durch, hinter alle diese verschachtelungen und verbündelungen von anteilen, beteiligungen, pfändungen, limiteds, GmbH & Co. KGs, tranches, abgleichungen, cash flows, EBITs und EBIT-DAs … und was es alles gibt. es widert einen an.

und diese klein-aktionäre?

einer heißt auch so „klein“, genauer: manfred klein. er war gestern auch da. einer der gefürchtetsten, weil einer der das aktienrecht sehr gut kennenden und nutzenden. zudem macht er ein aktionstheater aus seiner performance, weshalb dann wiederum andere aktionäre sich über diese minutenlangen vorführungen beklagen. er ist anstrengend und enthüllend gut zugleich, der herr klein als kleinaktionär. ein kunstwerk! eine soziale plastik!

dann ist alles ein schauspiel, mit ein bisschen wahrheit?

anders: die abstimmungen sind vorher vom kapital abgeklärt worden. im hinterzimmer, im garten, in einem lokal, im konferenzraum …. wo auch immer.

und dann?

dann kommt die versammlung – und das ist öffentlichkeit.

was macht die öffentlichkeit?

die bewertet den konzern. das sind artikel in den wichtigen kapital-fachzeitschriften bis hin zu tageszeitungen wie „Süddeutsche“, F.A.Z., Financial Times, etc.

und wer noch?

natürlich die ganzen „analysten“. die schauen sich sowas auch ja alles an. und die nagenden fragen bestimmter „kleinaktionäre“ sind eigentlich nur eine art recherche für alle diese analysten und wissenden. es muss also mit den mitteln des aktienrechts und dem darin festgelegten recht, auf der jahreshauptversammlung zu fragen, wissen erarbeitet werden, was zur bewertung des konzerns dient.

aha! also hat doch alles einen sinn!

sicher, im sinne einer demokratischen öffentlichkeit ist alles über ARCANDOR und andere konzerne wichtig. alles. (ich denke, dass viele der kleinaktionäre auch gezielt – und bezahlt – für andere leute zuarbeiten. zudem gibt es ja gruppierungen wie „kritische aktionäre“ und „deutsche schutzvereinigung für wertpapierbesitz“, die offiziell für diese zwecke existieren.)

was denn z.B. war wichtig, obwohl es unwichtig scheinen könnte?

so wurde gefragt, ob der aufsichtsratsvorsitzende friedrich carl janssen und der nagelneue vorstandvorsitzende dr. karl-gerhard eick nebeneinander wohnen, also quasi nachbarn sind.

und?

es scheint so zu sein, dass beide in köln sehr nah nebeneinander wohnen.

aha: und dann hat der janssen gesagt: „hey, karl-gerhard, komm doch von der TELEKOM zu uns!“

eben – das sind mögliche modelle. und der herr eick sagte vielleicht: „ich käme ja, wenn du mir bestimmte garantien gibst.“

und dann?

dann fragen die aktionäre gestern, warum sich herr dr. eick auf so einen „schleuderstuhl“ setzt, angesichts der misslichen lage von ARACNDOR. und schon beginnt sherlock holmes zu kombinieren – und diese erkenntnisse wirken sich auf die bewertung von ARCANDOR aus, was sich wiederum auf die aktienbewegungen auswirkt. dann gibt es rating-agenturen … und vieles mehr.

ist die so? die lage? von ARCANDOR? misslich?

dazu fehlt mir das fachwissen. aber die berichte und kommentare geben dazu anlass, zu vermuten, dass die „refinanzierung“ überaus ernst genommen werden muss.

du drückst dich so vorsichtig aus!

ich lerne beständig dazu – und die anwälte der großen konzerne sind ja kohorten des prüfens und checkens und kontrollierens und … klagens.

willst du nicht beklagt werden?

nur wenn es meinem ruhm nützt … und ich nicht finanziell ruiniert werde. nur dann.

dann halte dich bei ARCANDOR lieber zurück.

nein, nein, ich nutze eben nur die waffen der kunst für die bewertung des kapitals und seiner schachzüge.

was tatest du, klau|s|ens?

wir, zweitklausens, wir!

was taten wir?

wir haben LIVE gedichtet, über 40 gedichte – und so wird die welt wissen, was man von manchen dingen zu halten hat.

wo wirst du sie aufschreiben?

http://www.klausens.com/aktionaersgedich…

und hast du ein seriello?

ja, ja, von diesem herrn janssen, der ja von der bank sal. oppenheim ist, „privat haftender gesellschafter“. das seriello nenne ich: http://www.klausens.com/seriello-aufsich…

und ein gedicht?

eines vorab?

gern!

nun gut:

ERMESSUNGSTANTIEME

Es käme darauf an
Zu klären, was wir
Gedenken zu tun,
Um die Mehrung
Des Geldbetrages
Für die Zielerreichung
Des Vergütungsberichts
Dir, mein Freund, noch
Zusätzlich zukommen
Zu lassen, und auch noch
Zu geben, natürlich!

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau$s$ens oder Klau€s€ens oder Klau&s&ens, LIVE geschrieben, am 18.3.2009, bei der Jahreshauptversammlung von ARCANDOR, in Düsseldorf, in der Stadthalle, im CCD, Congress Center Düsseldorf, Rotterdamer Straße 141, 40474 Düsseldorf, gegen 10.40 Uhr. Friedrich Carl Janssen, Aufsichtsratsvorsitzender und Sitzungsleiter redet über die Vergütungen, die gezahlt werden und wurden. Ein überaus komplexes Thema von „fester Vergütung“ und „variablem Bonus“ und „dividendenabhängiger Vergütung“ und „Sondervergütung“ und „Beiträgen zur Altersversorgung“ und „Nebenleistungen“. Ex-Vorstand Thomas Middelhoff soll überaus vieles davon bekommen haben. Im letzten Jahr ganz besonders.

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Zur Gedenkfeier für die Opfer des Kölner-Archiv-in-U-Bahn-Sturzes äußert sich KLAUSENS

klau|s|ens, heute ist köln eine gedenkfeier.

ich weiß: sie ist um 14.00 uhr im gürzenich – und jeder kann kommen. dpa schreibt: #Ein katholischer, ein evangelischer und ein muslimischer Geistlicher beten mit den Teilnehmern im Gürzenich-Saal. Beim Einsturz des Stadtarchivs und zweier angrenzender Häuser waren der 17-jährige Bäckerlehrling Kevin K. und der 24 Jahre alte Student Khalil G. getötet worden. 60 Menschen verloren ihr Zuhause.#

ist das eine gute und richtige geste der stadt? die gedenkfeier?

ja.

keine kritik?

nein, auch wenn hinter aller betroffenheit das politische kalkül lockt. dennoch: die gedenkfeier bzw. trauerfeier soll und muss sein.

es gab zwei tote durch den einsturz des archivs.

das stimmt. es waren zwei tote zuviel.

wieso muss das immer passieren?

in diesem fall scheint alles ganz klar: es geht um das kapital und seine interessen, um die politik und ihre verzahnung mit dem kapital … und um menschen, die bewusst bzw. im schlepptau von „interessen“ versagen.

in diesem fall scheint es ja nun doch fehler gegeben zu haben, beim u-bahn-bau.

das war und ist jedem von anfang an vollkommen klar, schon vom logischen gefühl her – aber man muss ja alles nachweisen.

umweltdezernentin marlis bredehorst hat doch u.a. von den pumpen gesprochen: 5 waren erlaubt, am waidmarkt, aber 15 oder so sind es gewesen. weiter sagte sie laut general-anzeiger:

#Laut Bredehorst hat es mindestens seit Dezember 2008 immer wieder Überschreitungen im Wasserumschlag gegeben, die stärksten am 21. Februar: Statt der erlaubten Menge von 450 Kubikmeter pro Stunde seien an diesem Tag 750 Kubikmeter Grundwasser abgepumpt worden. Dies hätte von der ausführenden Arbeitsgemeinschaft bei der Unteren Wasserbehörde angezeigt werden müssen. Unbeachtet der Frage, ob dies mit dem Einsturz in Verbindung gebracht werden kann, „erlischt formal die Baugenehmigung, wenn die Auflagen nicht erfüllt werden“, sagte Bredehorst. Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) waren seit längerem über die Probleme bei der Grundwasserableitung informiert. KVB-Vorstand Walter Reinarz wies jedoch zugleich jegliche Schuld von seinem Unternehmen. „Die Anzeigepflicht lag auf Seiten der ausführenden Arbeitsgemeinschaft.“ Auskunft konnten die angesprochenen Firmen, Bilfinger Berger, Wayss + Freytag sowie die Züblin AG am Sonntag nicht geben: Weder hatten sie eine von der KVB angeforderte Stellungnahme abgegeben, noch war ein Vertreter der Firmen der Einladung zur Pressekonferenz gefolgt.#

die idee ist wohl: ich pumpe wasser, grundwasser – o.k. – sobald ich aber zuviel pumpe, wird es ein problem.

warum?

dann wird quasi gesaugt – und das saugen saugt dann kies und boden statt wasser nach, sodass das ganze fundament ins wanken gerät.

das haben leute von der fachhochschule in experimenten gezeigt!

eben. – es geht aber eher darum, warum nur 5 pumpen erlaubt sind, dennoch aber viel, viel mehr betrieben wurden. es geht also um regeln, richtlinien und gesetze … und dann die einhaltung derselben.

du telefonierst ja auch mit dem handy beim autofahren, obwohl es verboten ist.

ganz selten!

aber du machst es!

das stimmt: der mensch macht alles, sogar wenn es verboten ist.

na also!

umso mehr müssen bei einem u-bahn-bau, wo die ganze stadt absacken kann, die bestimmungen überwacht, verändert, kontrolliert und eingehalten werden.

meinst du?

du nicht? ich denke, in köln passiert so vieles, wo man sich nur an den kopf fassen kann, dass es zeit wäre, diese CDU-SPD-kapital-clique einmal gründlich aufzumischen.

dafür sind doch wahlen da!

und davor haben die ja alle wieder bammel.

deshalb machen die auch diese gedenkfeier heute.

ich weiß, ich weiß. aber sie ist trotzdem richtig, auch wenn uns die kölner stadtverwaltung bis in alle löcher hinein stinkt und stinkt und stinkt.

manche löcher sind 28 meter tief – und da fällt dann ein archiv hinein. und 2 arme menschen. (es hätten sogar 60 sein können!)

wir wollen vollständige aufklärung.

das sagt OB fritz schramma auch.

ja, ja, aber wir wissen nicht, aus welchen motiven.

was denkst du denn?

ich möchte mich nicht weiter dazu äußern.

köln und winnenden sind auf jeden fall nicht gleich.

wieso?

für köln gibt es logische erklärungen, die auf der hand liegen. das ist für den amok von winnenden nicht der fall.

ich musste an den pfarrer denken, den ich sonntag im fernsehen sah (ZDF, glaube ich). der sprach zu winnenden …. und ich fand es grausam.

wieso?

er sagte: „gott ist höher und weiter!“ er wollte sagen: wir kapieren nichts, aber gott weiß schon, was er tut.

demnach wäre da ein gott, und der weiß genau, warum er da 15 + 1 menschen sterben lässt, und hier 2 menschen?

genauso. ich fand es schrecklich, angesichts der schrecken von einem gott zu sprechen, der höher und weiter denkt. welche denke soll das sein? wieso soll es einen gott geben, der „denkt“? was für ein grober unsinn?

was ist denn gott für dich?

„gott ist die unvernunft!“

und deshalb lässt du jetzt wasser hier in diesen text hineinlaufen?

ich wollte einmal „gott“ sein, die unvernunft. – nein, im ernst, etwas grundwasser muss immer da sein, sonst rutscht die erde nach, und dann kommt es zu einer katstrophe.

ich denke, klau|s|ens und zweitklausens sollten oberbürgermeister von köln werden.

… damit endlich mal vernunft einkehrt, in diese seltsam komische welt des schreckens der dummheit der unvernunft eines gottes, den die menschen erfunden haben.

vielleicht die von der kölner stadtverwaltung!

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Claus Peymann und KLAUSENS in Bonn in der „Werkstatt“

klau|s|ens und claus peymann!

genau! der große theatermacher und der weltgroße künstler der live-dichtung allen theatrensischen!

ich denke eher: „weltgroßer wortkünstler“!

wirklich, zweitklausens?

aber ja – wer „theatrensisch“ ganz beiläufig erfindet, der muss zu den größten gehören.

wir wollen nicht von mir reden!

nein? ich dachte, dazu sei dieser blog(g) bzw. dieses blog(g) da, klau|s|ens.

wenn schon, dann reden wir von uns beiden, zweitklausens, also klau|s|ens und zweitklausens als klausens – aber jetzt reden wir von peymann.

warum?

weil er da war.

peymann war in bonn?

aber ja, nach jahren, um nicht zu sagen jahrzehnten wieder. (11. mai 1968, bonn, demonstration, notstandsgesetze … damals war es wohl. dieses „zuletzt in bonn“.)

ein schönes stück: „zuletzt in bonn“ – aber wieso war er nun wieder da?

weil es doch ein buch gibt, „Peymann von A-Z“, herausgegeben von hans-dieter schütt, und darin ist alles mögliche zu und von claus peymannn versammelt.

ein blick aufs theater?

gewissermaßen ja! es geht um alles … bis hin zu beschämungen und beschämendem. gedanken, fetzen, artikel, briefe, debatten, anklagen, alles das … und auch kluge pointen und beobachtungen aus der feder von claus peymann selbst. also texte von und um und zu und bei claus peymann bei.

„bei claus peymann bei“? ist das dialektal? also: wir sprechen vom dem intendanten des BE, des BERLINER ENSEMBLES, des THEATERS AM SCHIFFBAUERDAMM?

genau dem – und er machte in bonn am freitag, dem dreizehnten, 13.3.2009, zwei stunden nur mit und aus diesem buch. ganz allein. kein moderator, keine einführung. er ganz allein, zudem ohne mikrophon … mit seinem buch … und dem LIVE-dichter klausens = klau|s|ens im publikum.

es hat dir gefallen?

aber ja. eine geballte „ladung geist“, dazu mit der notwendigen selbstreflektion und brechung aller wahrheit. wirklich intellektuell und zudem vergnüglich.

der große peymann!

der große theatermacher!

haben wir ihm denn ein denkmal gesetzt?

aber ja doch: wir haben ihn mit einem SERIELLO (http://www.klausens.com/seriello-claus-p…)
und unserer herrlichen LIVE-DICHTUNG (http://www.klausens.com/klausens-und-cla…) geehrt.

ein gedicht vorab?

wie du magst:

DER DICHTER ZUM THEATERMACHER

Wenn der Regisseur
Sich an die Texte
Verliert gewinnt
Das Konzeptionelle
Über den ersten
Impuls der mir
Eigenen Wahrhaftigkeit

© Klau|s|ens ĦķΩ7 Klau’s’ens = Klausens = Klau(s)ens = Klau|s|ens – Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau!s!ens oder Klau?s?ens oder Klau-s-ens, LIVE geschrieben, am 13.3.2009, Freitag, OPER BONN, „Werkstatt“, bei der Lesung von CLAUS PEYMANN daselbst, aus dem Buch: „Peymann von A – Z, Ausgewählt und herausgegeben von Hans-Dieter Schütt“, Verlag Das Neue Berlin, Berlin 2008. 480 Seiten, Lesung war im THEATER BONN, Werkstatt im Opernhaus, Rheingasse 1, 53111 Bonn, http://www.theater-bonn.de

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Zu einer Ausstellungseröffnung im ARP-Museum Rolandseck schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, du warst bei einer ausstellungseröffnung?

ja, aber schon am donnerstag.

du bist also wieder hinter der zeit zurück?

zeit ist relativ, es geht ja um den inhalt.

was ist dein inhalt?

diese ausstellung im arp museum bahnhof rolandseck. übernommen aus straßburg, aus dem museum für moderne und zeigenössische kunst. (arp wurde ja da geboren. in straßburg.)

schön?

die eröffnung war ganz klassisch und überaus langweilig. warum tut man sich das an? was hat das mit kunst zu tun? gepflegte langeweile, brave sonntagskleidung, anstandsgespräche.

wie muss ich mir das vorstellen?

rede 1,2,3,4 – dann rumgehen. hernach ein glas wein und käsestängchen. (rede 4 war spontan! wow! aber da wollte nur der verein der förderer um mitglieder werben!)

das war alles?

ja, die reden flossen wenig gehaltvoll durch meine ohrmuscheln hindurch. die worte selbst schienen nicht wichtig. es mussten eben reden gehalten werden.

ach, herrjeh!

so sind ausstellungseröffnungen oft. es ist ein ritual der langeweile. und so kam es mir an jenem donnerstag, dem 12.3.2009, besonders vor.

welche ausstellung war es denn?

„ART IS ARP“.

was meint das?

das bezieht sich auf marcel duchamp und einen ausspruch von ihm, zu hans/jean arp: „For Arp, art is Arp“.

du bist also nur wegen diesem motto dorthin gefahren, um eine der üblichen eröffnungen zu erleben?

nein, nein, es war ja die erste eröffnung von oliver kornhoff als neuer direktor. außerdem hatte das museum ja so unter beschuss gestanden, wegen arp-fälschungen bzw. nicht korrekter güsse nach seinem ableben. alles solche dummen dinge. die artikel haben sich gehäuft, der ruf des museums litt schaden.

die wollten sich jetzt mit echt-arp wieder rehabilitieren?

nicht nur das. der staatssekretär joachim hofmann-göttig aus rheinland-pfalz will nun in die erste riege der museen aufsteigen. er hielt rede 1.

die wollen durchstarten?

ja, bei den besucherzahlen. es war eine offensive ansage – und der arme herr kornhoff muss es nun wahrmachen.

bei der eröffnung gab es konkurrenz?

woher weißt du? – ja, seltsam, dass die bundeskunsthalle bonn zugleich eröffnete, und zwar eine ausstellung über tschechische fotografie. so hat man dem herrn kornhoff mögliche gäste abgezogen.

das ist aber seltsam.

überaus! auch das gibt anlass für viele neue fragen!

und dann?

nichts war. ich habe mich selten so gepflegt gelangweilt. es war die museale kultur in aller unanstößigkeit des nicht-erregenden. man will „bloß nichts falsch machen“, und der besucher fragt sich: warum bin ich da?

warum bist du denn da?

das wäre jetzt eine philosophische frage, die ich in der kürze nicht beantworten kann.

hast du denn etwas zur kunst?

aber ja: ein gedicht, LIVE von der eröffnung.

KUNSTSTÜCK

Ein Kunstwerk
Ist wenn man
Es unterlässt
Über eben das
Etwas zu schreiben

Copyright Klau|s|ens in allen Schreibweisen und Schraibwaisen, z.B. als Klausens oder Klau$s$ens oder Klau!s!ens, am 12.3.2009, Donnerstag, LIVE geschrieben, gegen 19:32 Uhr, im Arp Museum Bahnhof Rolandseck (bei Remagen), während der ersten Eröffnungsrede von Oliver Kornhoff als Direktor in eben jenem Museum.Landes-Stiftung Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Hans-Arp-Allee 1, 53424 Remagen, Tel +49 (0)22 28/94 25 12, Fax +49 (0)22 28/94 25 21, info[AT-ZEICHEN]arpmuseum.org

und dein bild?

… spielt mit dem arp-duchamp-motto in ungekannter weise. „aap“ ist niederländisch „der affe“. davon abgeleitet: ein segel auf einem dreimaster. dann gab es noch einen berühmten boxer namens peter müller, aus köln, dem man den spitznamen „aap“ gab.

und jetzt gibt/macht/spielt KLAUSENS mit AAP den AFFEN für ART als ARP.

ja, und der bart ist zudem auch noch AB. „ART is ARP is AAP is ART is AB.“ (zitat von KLAUSENS)

und der offzielle museumstext?

ist z.B. dieser:

„Art is Arp
Zeichnungen, Collagen, Reliefs, Skulpturen, Poesie

13. März bis 14. Juni 2009

»For Arp, art is Arp« Dieser Ausruf von Marcel Duchamp gibt einer Ausstellung den Titel, deren Ziel es ist, der Formen- und Geisteswelt der Arp‘schen Kunst auf den Grund zu gehen und die wichtigsten Schaffensprozesse, deren Gesamtkontext und Entwicklung darzustellen. Für die umfassende Retrospektive wurden mehr als 100 Zeichnungen, Collagen, Skulpturen und Reliefs sowie etwa 80 Texte, Fotografien und Dokumente ausgewählt. Diese finden in einer eindrucksvollen Inszenierung im Neubau von Richard Meier ihren idealen Rahmen.

Der 1886 in Straßburg geborene Hans (Jean) Arp zählt zu den bekanntesten avantgardistischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Er war Mitbegründer der Zürcher Dada-Bewegung. Das herausragende Talent des »Großen Der-Die-Das«, wie Arp sich selbst nannte, bestand darin, scheinbar Unvereinbares in seinem Werk zu vereinen: Dadaismus und Surrealismus, Surrealismus und Konstruktivismus.

Schon in sehr jungen Jahren wendet sich Arp von der traditionellen Malweise ab und der Natur zu. Das »Gesetz des Zufalls«, das Prozesshafte und der Automatismus bilden die wichtigsten Schaffensprinzipien seiner Arbeiten. Die Ausstellung gewährt einen tiefgehenden Einblick in die Formensprache des Künstlers, in der das »bewegte Oval« als Ursprungsform sowie als Ausdruck von Wachstum und Metamorphose eine zentrale Position einnimmt.

Ein Schwerpunkt der Gesamtschau liegt auf den Gemeinschaftsarbeiten, die Arp mit anderen Künstlerinnen und Künstlern wie Max Ernst, Sonia Delaunay oder Alberto Magnelli, besonders aber mit seiner Frau Sophie Taeuber-Arp schuf. Zusammen mit ihr und Theo van Doesburg entstand auch die Umgestaltung der Straßburger Aubette zu einem Vergnügungskomplex nach amerikanischem Vorbild. Als eines der ersten avantgardistischen Gesamtkunstwerke führt das Projekt »Aubette« den Gedanken der ständigen Erweiterung von Malerei und Architektur vor Augen.

Darüber hinaus wird mit dieser Ausstellung Arps qualitätvolles literarisches Schaffen zu seinem bildkünstlerischen Werk in Bezug gesetzt. Neben zentralen Texten werden Tonaufzeichnungen seiner Gedichte zu hören sein, die verdeutlichen, wie er spielerisch alle konventionellen Sprachregeln außer Kraft setzt.

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Arp Museums Bahnhof Rolandseck mit dem Musée d’Art moderne et contemporain in Straßburg. Sie bietet dem Publikum einen vielfältigen Schlüssel zum Verständnis Arps, der durch die Abkehr von jeglicher Tradition einen wichtigen Beitrag leistete, die Kunst im beginnenden 20. Jahrhundert von den ästhetischen und gesellschaftlichen Bestimmungen der vorangegangenen Jahrzehnte zu lösen.“

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Bei der Sonder-Stadtratssitzung zum Einsturz des Archivs in Köln war KLAUSENS

klau|s|ens, diese ratssitzung war am 11.3.2009 – und heute ist der 14.3.2009.

nun ja!

wieso „nun ja!“? – du bist hinter der zeit.

ich bin immer hinter der zeit. dennoch manchmal brandaktuell.

wann denn?

ich habe diese erste große pressekonferenz zum amoklauf von winnenden zu einem SERIELLO (http://www.klausens.com/seriellos.htm) gemacht und dieses dann noch während der pressekonferenz ins netz gestellt.

ja, ja, immer diese geschichten mit „schnell“ und „sofort“ und „live“ – das kennen wir ja bei dir.

eben hast du dich noch beschwert.

ich meinte doch den kölner stadtrat.

eben – und der grausige AMOKLAUF hat mich so beschäftigt, dass ich köln zurückstellte.

aber dann hast du doch noch mit dem veröffentlichen begonnen.

sicher, ich habe die ersten LIVE-gedichte abgetippt und als homepage ins netz gestellt. „KLAUSENS und der Kölner STADTRAT (Einsturz Historisches Archiv) LIVE-GEDICHTE“: http://www.klausens.com/klausens-und-der…

und die fotos sind auch alt.

alt, alt, alt – alles ist relativ. sicher: mittlerweile hat man auch den zweiten toten geborgen, und das wird die zahl der kerzen noch vervielfacht haben – aber es ändert doch nichts am prinzip.

was ist denn das prinzip?

der einsturz des historischen archivs, der schrecken, die folgen … und auch die verursacher.

ich denke, verursacher war „die natur“ oder „das grundwasser“ oder „der grundwassereinbruch“.

eben, so wird es dargestellt. alles wird verharmlost. verniedlicht, umgedreht, abgezogen, durchforstet – hauptsache, die stadt köln bleibt rein und sauber.

ist köln denn rein und sauber?

ich denke, darum ging es bei der stadtratssitzung.

hast du das erwartet?

ich habe erwartet, dass etwas passiert.

ist etwas passiert?

eigentlich nicht – es redeten der herr oberbürgermeister fritz schramma, der mann von der KVB (vorstandssprecher jürgen fenske), dann der feuerwehrchef von köln, stephan neuhoff, dann einige zu viele dezernenten, darunter georg quander für die kultur, dann die fraktionsvorsitzenden der cdu und der spd …

sag mal, das hört sich ja unheimlich langweilig an.

das war es ja auch. ich kannte alles aus den pressekonferenzen von „center.tv“. es war wie eine wiederholung von allem bekannten. lächerlich. – beim feuerwehrmann stephan neuhoff gab es dann „standing ovations“, und man hatte den eindruck, dass der stadtrat sich so eher selber feiert, als dass er kritisch die vorgänge hinterfragt oder hinterfragen will.

galt das für alle so?

nein, GRÜNE, DIE LINKE, PRO KÖLN und einzelne abgeordnete wie z.b. frau petra may (einzige einzelmandatsträgerin, keiner fraktion mehr zugehörig – sie sprach am besten!) bohrten natürlich mehr oder weniger gut nach.

aber?

als das geschah, war die sitzung schon einige lange zeit fortgeschritten. die ersten pressevertreter hatten schon eingepackt. mir schien die sitzung auch genauso geplant. der OB hatte sie ja einberufen.

du meinst, der kölner klüngel hat sich wieder mal bewährt?

SPD und CDU haben diese U-bahn beschlossen, und jetzt werden sie alles tun, dass keinerlei „schuld“ hängenbleibt.

und der OB?

oberbürgermeister fritz schramma? der gibt sich leutselig und anständig und besorgt – ganz der bürgermeister des volkes. dabei ist er mit allen skandalen kölns eng verknüpft.

und die KVB?

die gibt auch keinerlei schuld zu und verweist auf die gutachten. pikanterweise sitzt ja jemand aus der kölner CDU-politik (früher CDU-Chef! walter reinartz! war auch anwesend bei der sitzung! als experte!) bei der KVB als „technischer vorstand“ und ist als quasi ausführender des U-bahn-baus natürlich zuallererst rechenschaftspflichtig.

die ratssitzung hat dich also enttäuscht?

was nützen mir fünf kamerateams, wenn sich die mehrheit des rates auf die schultern schlägt und der feuerwehr gratuliert, um von allem anderen abzulenken?

du meinst, diese historische ratssitzung vom 11.3.2009 war eher ein schauspiel, um die gemüter zu beschwichtigen.

darum geht es vor der kommunalwahl in NRW ja unbedingt: man muss beschwichtigen. deshalb werden unzählige versammlungen und sitzungen ausgerufen. alle nehmen die opfer und wohnungslosen der katastrophe sehr, sehr ernst. fast schon zu ernst. hilfsaufrufe und empathie „en masse“, das ist die devise.

ist das schlecht?

nein, aber nach der stadtratssitzung glaube ich allen diesen bezeugungen nicht so ganz. es fehlt der wille zur bedingungslosen aufklärung der ursachen, auch wenn OB fritz schramma behauptet, dass er genau das erwarte. es sind scheingesprochene sätze, die einen guten eindruck machen sollen.

und in wirklichkeit?

in wirklichkeit möchten alle, dass es eine große naturkatastrophe war, die nichts mit dem u-bahn-bau zu tun hat und wofür es keine schuldigen gibt … und dann wird weitergebaut.

sie haben die u-bahn gebaut, obwohl viele leute diese nicht wollten?

man hat den eindruck, die u-bahn wurde gebaut, damit bauunternehmungen geld verdienen. so wie es in köln üblich ist.

unglaublich!

alles unglaubliche wird wahr!

ein neues klausensisches zitat?

ja, nimm es so hin. und lass mich mit dem kölner stadtrat in ruhe. die räte mögen ihre quittung noch bekommen!

ich lese auf einem der fotos … da, auf dem schild: „Das stinkt doch nach Pfusch!“

sehr klug! … und die WARUM-frage wird auch gestellt, die man hier bestimmt beantworten kann. 1000-mal leichter als bei dem amoklauf von winnenden.

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