Monatsarchiv: Mai 2009

Weiterhin rettet KLAUSENS KARSTADT

ach, klau|s|ens, du kämpfst immer noch für KARSTADT? selbst am pfingstsonntag?

nein und ja. ja, weil ich immer noch kämpfe. nein, weil ich nicht „für KARSTADT“ kämpfe.

wofür kämpfst du denn?

ich kämpfe für die arbeitsplätze der beschäftigen von KARSTADT. ich kämpfe für die kleinen leute. ich kämpfe für das volk. – nicht für die manager, die sich bereichern und dafür zudem noch alles in den sand setzen. nicht für die!

das lässt sich bisweilen kaum trennen.

ich weiß, leider, leider, also muss in den sauren apfel beißen und letztlich „ganz KARSTADT“ unterstützen. aber ich tue es mit der einschränkung, die nun bekannt ist.

es gibt vorbehalte gegen den erhalt von KARSTADT.

ich weiß, ich weiß: diese vorbehalte haben ja recht. die idee ist: der staat kann nicht in alles und jeden eingreifen. er kann nicht alles und jeden schützen.

das sagt z.b. die CDU-mittelstandsvereinigung.

ich habe das gelesen. ich stimme dem zu – und wiederum nicht.

wieso?

man muss prüfen, was was zur folge hat. beispiel saarland: da gab es vor jahren auch die diskussionen. also: wenn ich ein stahlwerk zumache, mache ich die ganze stadt aus. das muss ich abfedern, als verantwortungsvoller politiker. genauso ist es mit der kohle. wir kennen die diskussionen aus dem ruhrgebiet. wichtig ist: ich darf nicht über nacht eine ganze regio auf „aus“ setzen. das hat fatale folgen, da kippen ganze städte um. das sind brutstätten für chaos und kriminalität und gewalt.

und nun?

nun muss ich das immer prüfen. fall für fall! (außerdem ist der staat ja selber pleite! das wird auch gerne vergessen!)

und KARSTADT?

KARSTADT hat eine symbolische funktion für viele innenstädte. ist KARSTADT weg, sind viele innenstädte dann halbleer und auch weg. dazu die arbeitsplätze.

und HERTIE?

hertie ging in eine ähnliche richtung. aber man merkt: es wird ein fass ohne boden. wir können mehr und mehr namen nennen. überall wird geschlossen. WOOLWORTH wäre auch zu nennen.

und OPEL?

da hängen 4 städte in deutschland dran. bochum hat schon viel gelitten, unlängst wegen NOKIA. man kann nicht ganze städte verelenden lassen.

und oberhausen?

da hat man es ohne grund selbst gemacht. man hat das CENTRO gebaut, das kalte, fiese ding, und hat die innenstadt von oberhausen aufgegeben.

und was ist mit dem strukturwandel?

den darf man nicht durch staatliches eingreifen andauernd behindern. das ist mir auch alles klar. man dreht es, man wendet es: man weiß, dass jede lösung falsch ist.

was ist mit dem mittelstand?

der wird vergessen: wenn in einer 8.000-stadt ein betrieb mit 200 arbeitsplätzen schließt, dann ist der untergang für diese kleinstadt. und das geht auch nicht. das ist KARSTADT im kleinen. aber keiner hilft.

dann muss der staat auch dem mittelstand helfen?

eigentlich ja, nach einzelfallprüfung.

aber was sind 200 arbeitsplätze gegen 50.000?

alles ist das gleiche, denn 250 x 200 sind ja auch 50.000. nur für die politiker wird es mühsam: sie müssten 250 mal helfen, mit krediten und bürgschaften und verhandlungen. bei KARSTADT machen sie das in einem rutsch für bis zu 50.000 leute, oder 36.000 arbeitsplätze, oder wieviel das genau ist. ist ja letztlich auch wurscht.

da hast du aber jetzt vieles gesagt.

eben: ich verstehe beide fraktionen: die gegen-hilfe-fraktion und die für-hilfe-fraktion.

aber die für-hilfe-fraktion wird jetzt stark von der SPD rausgekehrt. im fall KARSTADT.

sicher, denn die SPD möchte sich rechtzeitig vor den wahlen (die ersten sind ja am 7. juni) als held der arbeiterklasse und der kleinen-angestellten-kaste aufspielen.

nimmst du der SPD das ab?

nein, die SPD hat das volk schon lange verraten. mit HARTZ-IV hat die SPD alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.

und nun?

nun müssen die künstler dem volk helfen. die volkskünstler. die „ritter des anständigen seins“.

also, du klau|s|ens?

u.a., aber auch du, zweitklausens. auch du.

du hast dich am KARSTADT-aktionstag beteiligt?

ja, ich habe demonstrativ bei KARSTADT gekauft, habe die unterschriftenliste gezeichnet, und ich habe das kunstwerk hier unten heute erstellt.

was ist da drauf?

ein foto vom aktionstag in bonn, das etikett des T-shirts, welches ich demonstrativ kaufte, und mein klausenslogo für den monat mai.

was hast du noch zu bieten?

ein LIVE-gedicht.

welches?

KONKURSGRUND
KONSUMENTENFRÜHLING

Bei KARSTADT
Überschlagen
Sich alle in
Freundlichkeit
Als wäre der
Nächste Flip
Flop weit unter
Ihren Möglichkeiten

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen u.a. als Klausens oder Klau(s)ens oder Klau&s&ens, LIVE geschrieben, am Freitag, 29.5.2009, im KARSTADT Kaufhaus Bonn, Poststr. 23, 53111 Bonn, gegen 13.00 Uhr. KLAUSENS kaufte 4 T-Shirts und einen Spargeldoppelschäler als künstlerischen Aktions-Beitrag zum Erhalt der Arbeitsplätze. KLAUSENS wurde überaus freundlich bedient. So freundlich wie noch nie. (Anmerkung: Flip Flops sind auch Schuhe, bzw. Badelatschen, nicht nur eine künstlerische Hochleistung, die das einfache Überschlagen noch überbietet.)

wir kämpfen gemeinsam für KARSTADT, klau|s|ens!

ja, zweitklausens, wir beide!

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Künstler KLAUSENS rettet KARSTADT (Kunstaktion)

oh, klau|s|ens , hast du dich gestern wieder mal aufgeopfert? als künstler? für die kleinen leute, die um ihren arbeitsplatz bangen?

ja! – ich weiß, ich weiß, zweitklausens: ich gelte als „künstler des volkes“.

du hast dich für die einfachen leute eingesetzt?

aber ja: gestern führte ich wieder eine meiner gefürchteten und geachteten kunstaktionen durch.

was tatest du?

zweitklausens, wir! – du bist doch immer dabei! – „was taten wir?“, müsstest du fragen! – also: es war folgendes: gestern war der aktionstag der KARSTADT-beschäftigten.

wogegen?

sie kämpfen für den erhalt ihrer arbeitsplätze, die durch missmanagement in gefahr geraten sind.

was wollen sie?

sie wollen, dass der staat diese bürgschaft gibt, von 650 millionen … und dann noch den kredit der (irgendwie ja auch staatlichen) KfW-bank über 200 millionen. das alles also, damit KARSTADT nicht untergeht. (und sie wollen genauso viel aufmerksamkeit wie OPEL.)

und nun?

nun habe ich als künstler aller zeit dieses begehren der einfachen KARSTADT-leute unterstützt.

wie denn?

ich habe gestern demonstrativ bei KARSTADT gekauft. (gestern war ja auch deren AKTIONSTAG.)

wirklich?

aber ja: ich habe gestern demonstrativ 4 T-shirts eingekauft, denn ich wollte KARSTADT retten.

ein künstler kauft ein? und das ist die kunst?

das ist die wahre größe der aktionskunst eines klau|s|ens.

und nun?

nun wird alle welt sagen: „klau|s|ens rettet KARSTADT“.

ist es denn so?

aber sicher. ich habe mich in den AKTIONÄRSGEDICHTEN ARCANDOR (http://www.klausens.com/aktionaersgedich…) kritisch mit dem kapital auseinandergesetzt, welches KARSTADT besitzt und regiert. und gestern habe ich für die beschäftigen durch meinen kauf die rettung herbeigeführt.

wahrhaft ein künstler des volkes! – hast du auch unterschrieben?

ja, ja, aber ich weiß nicht genau was, denn der text war so lang.

hast du für dr. eick unterschrieben?

du meinst den vorstandsvorsitzenden? von ARCANDOR? der von KARSTADT heißt ja herzberg. – so etwas wollte ich vermeiden: bloß nix „pro management“. wieso auch? – ich wollte nur für den erhalt der arbeitsplätze unterschreiben. aber der text war sehr lang. ich konnte nicht genau ermessen, wofür ich unterschreibe.

aber unterschrieben hast du dann doch?

das ist eine güterabwägung: sollte ich kleinlich den text analysieren, oder ging es mir um die sache.

worum ging es dir?

um die sache! um die menschen! um das volk!

du bist wahrhaft ein „volkskünstler!“

ich weiß, ich weiß. am ende werden sie mich dafür verehren, wie sie heute den heiligen judas thaddäus verehren.

was ist denn mit dem?

das ist ein heiliger, der sich aller möglichen sorgen annimmt, wenn man nicht mehr weiß, wo man diese lassen soll. also der restheilige! jenseits von bonifatius, nikolaus und adelheid … und wie sie alle heißen.

du wechselst das thema.

du hast recht. mir fiel nur auf, dass der zettel, den man mir verteilte, von hans-michael breitgraf unterschrieben war, filialgeschäftsführer von KARSTADT bonn. („im Namen aller Karstädterinnen und Karstädter aus Bonn“.)

das bedeutet?

das hier kapital und arbeit seltsam zusammengehen. die unterschriftenliste hielt mir nämlich der betriebsrat oder personalrat oder wie der heißt entgegen. plötzlich sind alle „eine familie“ – das ist immer verdächtig!

ist das nicht ein alter traum. KAPITAL und ARBEIT hand in hand?

ja, ja, aber dieses KAPITAL hat ja erst dazu beigetragen, dass die arbeitsplätze so hochgradig gefährdet sind. man müsste das alles mal ganz genau untersuchen.

es heißt doch immer thomas middelhoff, der ex-vorstandschef von ARCANDOR (ARCANDOR ist das das dach für KARSTADT, THOMAS COOK und PRIMONDO), der sei alles schuld.

das ist doch viel, viel, viel zu einfach. aber wen interessiert schon die wahrheit?!

dich! du bist doch der „volkskünstler“ und „retter von KARSTADT“. über deinen einkauf vom 29.5.2009 wird man noch jahrhunderte reden.

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Zum seltsamen Terroristencampgesetz schreibt KLAUSENS

du, klau|s|ens, was hältst du von dem gesetz?

ich finde es grauslich, weil nun noch wirklich alles mögliche zu einer straftat wird, die keine ist.

wieso?

du bist in einem lager – und das ist dann schon die straftstaat, ehem, sorry: straftat.

und weiter?

bald gibst du einem verbrecher die hand – und dann ist es eine straftat. (selbst dann, wenn man dir erst nachher sagt, dass es ein verbrecher war.)

mein gott: bald gebe ich politikern die hand oder managern – und hernach sind so viele davon ja dann verbrecher oder betrüger oder zumindest super unseriös – und ich habe mich dann strafbar gemacht?

so sieht es leider derzeit aus, das ist zumindest der trend, der mit diesem gesetz begangen wird.

und die manager der bahn, die heute wieder in der zeitung stehen? und die leute, die porsche, schaeffler, arcandor et al. in die wüsten geritten haben? die ganzen geldspieler und menschenverächter?

diese leute sind nicht strafbar. das rechtssystem ist immer eine verlässliche größe des kapitals.

und die freiheit?

die wird nun mit diesem gesetzesvorhaben zu dem aufenthalt in ausbildungslager von terroristen verspielt. „ganz deutschland ist ein irrenhaus. man weiß nicht ein, man weiß nicht aus.“

von dir?

ja, ja, soeben erfunden!

und deine gedichte?

unsere! – du meinst z.b. http://www.klausens.com/private-equity-g… ? ja, die sind wahrscheinlich auch schon strafbar. wahrheit und poesie werden beide noch unter strafe gestellt. du wirst sehen.

ich finde, es reicht schon, dass eine person als klau|s|ens und zweitklausens auftritt, um diese in haft zu nehmen. was denkst du?

ja, ja, wir brauchen schnell ein gesetz dazu. aber lies erst einmal den entwurf zum ausbildungslagerquatsch.

manche leute wollen alles verbieten, und denken, dass es so funktioniert.

einige verbrechen sind schon seit unzeiten verboten – aber sie geschehen dennoch. diese logik hat also viele hasenfüße.

Gesetzentwurf des Bundesrates

Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung des Aufenthalts in terroristischen Ausbildungslagern (…StrÄndG)

A. Problem und Ziel

* Die aktuellen Ereignisse um die Verhinderung geplanter Terroranschläge haben erneut nachdrücklich vor Augen geführt, dass der internationale Terrorismus auch für die Bundesrepublik Deutschland eine unmittelbare Bedrohung darstellt. Deutlich ist, dass insbesondere von Personen, die einen Aufenthalt in einem terroristischen Ausbildungslager absolviert haben, eine große Gefahr für die innere Sicherheit und staatliche Ordnung ausgeht. Nach geltender Rechtslage ist zwar die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung oder deren Unterstützung nach den §§ 129a und 129b StGB strafbar, der bloße Aufenthalt in einem terroristischen Ausbildungslager bleibt jedoch straffrei. Diese Lücke muss dringend geschlossen werden. Terroristische Ausbildungslager stellen eine unmittelbare Bedrohung für die Bundesrepublik Deutschland dar. Sie dürfen nicht verharmlost werden. Um die bestehende Strafbarkeitslücke zu schließen und damit früher und effektiver gegen terroristische Gefahren vorgehen zu können, ist eine Ausweitung des § 129a StGB um die Strafbarkeit von Aufenthalten in sogenannten „Terror-Camps“ erforderlich. Zugleich soll die seit dem Jahr 2002 straffreie sogenannte Sympathiewerbung für kriminelle und terroristische Vereinigungen erneut unter Strafe gestellt werden. Gerade in einer Zeit gegenwärtiger Bedrohung durch terroristisch motivierte Anschläge kann es nicht hingenommen werden, dass derjenige straffrei bleibt, der dazu aufruft, sich mit den Zielen solcher Vereinigungen zu solidarisieren. Letztlich muss eine effektive Strafverfolgung in all jenen Fällen ermöglicht werden, in denen der internationale Terrorismus die Sicherheit und Ordnung der Bundesrepublik Deutschland gefährdet.

B. Lösung

* – Ergänzung des § 129a Abs. 5 StGB dahingehend, dass die Wahrnehmung von Ausbildungsangeboten, die terroristischen Zielen dienen, unter Strafe gestellt wird
* – Wiederherstellung der Strafbarkeit der sogenannten Sympathiewerbung im Rahmen von § 129 Abs. 1 und § 129a Abs. 5 Satz 2 StGB
* – Erweiterung des Strafanwendungsrechts (§ 5 StGB) auf die Fälle der §§ 129a, 129b StGB, in denen eine besondere Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und der staatlichen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland gegeben ist

C. Alternativen

* Keine

D. Finanzielle Auswirkungen

* 1. Haushaltsausgaben ohne Vollzugsaufwand

Keine
* 2. Vollzugsaufwand Durch die Erweiterung von § 129 Abs. 1 und § 129a Abs. 5 Satz 2 StGB und des Strafanwendungsrechts kann ein Mehraufwand bei den Strafverfolgungsbehörden entstehen, dessen Umfang nicht hinreichend genau abschätzbar ist.

E. Sonstige Kosten

* Keine

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Private-Equity-Gedichte schreibt KLAUSENS

hey, klau|s|ens, was willst du mit private equity? bist du banker?

private equity ist auch für die andere seite, also für, die sonst bei den bankern geld leihen.

was ist es denn nun?

diese(s) private equity?

ja, ja!

ein wort, ohne dass man heutzutage nicht auskommt.

nein?

nein! ohne „positionieren“ kommt man auch nicht mehr zurecht. und „private equity“ wird immer wichtiger, um bei partys, essen und anderen gesprächen zu bestehen.

aber was meint es denn?

hmm. also ganz kurz: die banken geben dir kein geld. du aber hast eine weltrettungsidee.

welche denn?

z.b. wie diese sache mit „immobilienscout24“ = „immobilien scout 24“. du möchtest unbedingt das thema „wohnung anmieten“ statt über die zeitung nun über das internet bekanntmachen. also: wohnung anders verticken.

das soll weltrettung sein? – und dann?

dann machst du alles schön. du programmierst und testest – aber dann brauchst du ja viel geld.

wozu denn?

du möchtest „in den markt“ und willst dann „am markt“ agieren.

ich verstehe. „in den markt“ und „am markt“! so muss es heißen! oder: „im markt“ und „am markt“!

dafür brauchst du geld.

sicherlich! millionen. ich muss ja z.b. werbung schalten, auch im fernsehen.

wer gibt dir das geld?

die bank?

eben nicht. die ist doch klamm und vorsichtig und ängstlich, obwohl die früher jedem großen hallodri geld zugeworfen hat. die kleinen klugen werden immer misstrauisch beäugt, die scheinbar großen franjos werden zu hausfreunden. – lächerlich, die branche!

wir haben ja die „kreditklemme“.

eben, die kreditklemme gibt es in keinem baumarkt zu kaufen, aber es gibt sie trotzdem.

nun gehe ich statt zur bank zu „private equity“.

richtig: das ist auch eine art bank, aber anders. da kommt das geld von privaten investoren direkt in deine klammen arme.

und dann?

dann helfen die dir, dass du groß wirst … und nach drei oder fünf oder sieben jahren gehen sie alle wieder aus der firma raus, meistens indem diese firma dann wiederum weiterverkauft wird oder teilveräußert oder gesplittet oder so. hauptsache: es kommt für die private equities mehr geld raus, als man vorher reingab. profit! profit! profit!

ich dachte immer, das wäre „venture capital! (kurz: veecee)“.

naja – es ist alles miteinander verzwickt und verzahnt. „venture capital“ ist besonders riskant. auf jeden fall meint „private equity“: anders kohle herbeizaubern. anders! ohne diese fiesen banken, die einerseits blöde und konservativ sind, und andererseits dümmlich und phantasielos gelder in fakeware reinpumpen.

dann ist „private equity“ besser? die beteiligen sich dann an meinem unternehmen mit ihrem geld? ohne bank? ganz direkt?

wenn du die richtigen leute triffst, die über intelligenz, weitsicht, bildung und „understanding“ verfügen, ohne ihre moral völlig an das fiese geld verkauft zu haben, dann hat es einen sinn.

aber?

es gibt auch die bösen finanzkrallen, die jede firma benutzen, um gewinn herauszupressen, und denen das geschäftsfeld samt der mitarbeiter und alledem völlig egal sind. das sind die schlimmen finanzhaie, die leider überall herumschwimmen. die kaufen und zerschlagen. die sind böse, böse, böse.

die magst du nicht?! da war doch der film mit julia roberts und richard gere. da zeigte gere doch seine gier, denn er war reich, weil er geld machte, indem er firmen aufkaufte, und die dann anders verscherbelte. ganz herzlos diese gere. (… bis die prostituierte julia in sein leben trat!)

habe ich je das kapital gemocht? jemals?

nein, nein, aber es geht ja nicht „ohne“.

für bestimmte ziele hast du leider recht.

und was war nun mit „private equity“.

ach so: das war in düsseldorf, im museum kunstpalast, im robert-schumann-saal, und da also war diese mittlerweile „3. private equity konferenz NRW“ mit interessanten leuten wie heiner kamps, dem gründer der bäckereikette, der jetzt aber NORDSEE besitzt. oder wilfried mocken, von UNDERBERG, urgesteinsdynastievertreter. UNDERBERG SEMPER IDEM nennen die sich: „immer das gleiche!“ also: tradition, tradition, tradition.

diese leute findest du interessant? kapitalisten? die mit geld spielen wie andere mit LEGO?

nicht alles so einfach: gestern sprachen sie anders, als sie vielleicht im fernsehen reden würden. sie sprachen vor circa 800 fach-leuten (so viele hatten sich zumindest angemeldet) … und die kamen von den banken und firmen, dass es namensmäßig nur so klingelte.

aha. wer denn?

conpair corporate finance gmbh oder KPM oder DIC capital gmbh oder DEUTSCHE BANK oder die SKONTO AG oder oder oder – alle, die sich im geld tummeln und mit moneten fummeln: sie alle waren da. auch viele „equitianer“.

ein neues kunstwort? – ich befürchte, es wird wieder gedichte von dir geben, klau|s|ens.

von uns, von uns, zweitklausens. das darf man sich nicht entgehen lassen. ein solcher weg zur erkenntnis.

wo?

hier: http://www.klausens.com/private-equity-g…

und auf dem foto?

ach, das ist nur christa thoben. die wirtschaftsministerin NRW. die kommt auf unzählige veranstaltungen, redet … und ist dann bald wieder verschwunden. sie hat eigentlich von den vielen kongressen gar nichts, die vielleicht nur für sie veranstaltet werden. sie ist ja immer sofort wieder weg!

glaubst du das, was du da sagst?

nein, nicht wirklich, aber das leben ist voller fiktionen. man muss diese nur sehen und erkennen. und thoben war ja wirklich sofort wieder verschwunden.

dazu sind ja die dichter da. sie verjagen die politik, weil sie angst vor dieser art öffentlichkeit hat, mit der sie nicht umgehen kann: gedichte!

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Daniel J. Schreiber und Jonathan Meese und KLAUSENS

klau|s|ens, ich dachte, jonathan meese wäre lange vorbei!

das happening, ja, ja – aber die ausstellung „erzstaat atlantisis“ läuft ja noch.

und warum muss ich heute wieder von dem wüstling lesen?

meese? oder klausens? oder wen meinst du?

künstler sind doch alle gleich!

nein, nein, es gibt unterschiede, große, übrigens auch zwischen kuratoren und künstlern.

wie kommst du darauf?

die hatten doch noch ein gespräch: jonathan meese gegen daniel j. schreiber. 19.5.2009, in der ausstellung.

und wer ist dieser schreiber?

das ist der kurator der ausstellung, also in gewisser weise der kunstmacher bzw. künstlermacher von meese.

dann gehören kunstmacher und künstler zusammen?

oft, denn ohne den (oder die) kann der künstler nichts werden. aber das wäre ein langes kapitel. es gibt ja noch die galeristen.

was wolltest du sagen?

schreiber redet zart und fein, sehr gebildet, auch verhalten: ein ganz anderer typus als meese, der sich brachial, proletarisch, primitiv und expressiv gibt. auch die stimmen sind so anders. der klang der personen. man hört zwei menschen und hat schon die häfte von allem kapiert.

und nun?

die beiden sprachen … bzw. der eine fragte, der andere machte.

was ist darin intereesant?

der kunstmacher und kurator daniel j. schreiber wirkt sehr kunstgebildet, weiß dieses und jenes, verknüpft da und dort – aber die kunst macht der andere, der den wilden markiert, den „ahab der kunst“.

und wer war dann der moby dick?

vielleicht ich, mit meinen LIVE-gedichten, der alles durchschaut und sich seinen teil und seine teile denkt.

und wie weiter?

ich möchte von jenem gespräch nur drei LIVE-gedichte von mir hier ablegen, die das wild-pseudo-proletarisch-scheinradikale von meese so gut einfangen, das „obszönierte“ und alles das.

und schreiber?

bei schreiber denke ich immer: der hätte auch 1-LIVE-moderator sein können. wegen seiner stimme. er ist dezent und verhalten und nett und klug und anständig und lieb … und bildet den kontrast zum FÄKALISCHEN von meese.

das FÄKALISCHE?

ja, ja, ich nenne es so. lies die drei gedichte – und du weißt bescheid.

EINIGE NOCH VOLLKOMMEN BEDEUTUNGSLOSE STILRICHTUNGEN DER KUNST

PUPSREALISMUS
MICKRIGIGALISTUR
KUNSTPFURZEREI
BEUYSKOTZUNG
PISSIALITÄTEN
RATTENGEILHEITER
SCHISSIKOWSKISS
DIKTATSCHREIBTUR
ANARSCHIFAHR’N

WO DER ARSCH
DAS SAGEN HAT

Als er sagte die
Sachen müssten an
Die Macht bot ich
Ihm erst meinen
Stuhl an dann sogar
Meinen Stuhlgang

SIMPLIPISSIMUS

Da macht man
Irgendwas drauf
Und dann fertig
Ist irgendetwas
Mit dem sich dann
Irgendwann noch
Viele 1000 Jahre
Befassen müssen

Darf ich hier strullen?

© Klau|s|ensĦķΩ7
Klau’s’ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens

Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als
Klau*s*ens oder Klau?s?ens oder Klau!s!ens, LIVE geschrieben am Dienstag, 19.5.2009, im Museum ARP MUSEUM ROLANDSECK. „Rolandsecker Gespräch“ anlässlich der AUSSTELLUNG Jonathan Meese, „Erzstaat Atlantisis“, (1. Mai bis 30. August 2009). Gespräch zwischen dem Kurator Daniel J. Schreiber und Jonathan Meese, ab circa 18.00 Uhr. Nachmittags gab es schon eine Lesung von Mutter Meese.

Alle 3 LIVE geschrieben, zwischen 19:00 Uhr und 19:30 Uhr.

ACHTUNG: Das letzte der 3 Gedichte ist ein Zitatgedicht.
Es handelt sich um ein – ins Gedicht eingearbeitetes – Zitat von Meese. Siehe dazu: http://www.klausens.com/zitatgedichte.ht…

deine gedichte gehen über meese noch hinaus. denn du erfindest ja, während meese redet. – und dann?

dann? dann? muss alles einen sinn haben? soll ich jetzt auch mal ein bisschen rumschimpfen? soll ich auch mal? du blöder wichsblattknüppelbrösel! du abgeschleimte schleimpartikelmimose! du saftarschkometenkünstlerkarikatur! du schnüpfelsstaaterwin! du pseudokakerlakenbehälterkoitus! du …

es reicht. und so toll ist es nicht. es überzeugt mich kaum. eigentlich gar nicht.

zweitklausens, dann siehe wenigstens auch: http://www.klausens.com/klausens-und-jonathan-meese.htm und http://www.klausens.com/seriello-jonatha… – und werde mir bitte gerecht!

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Immer noch kratzt KLAUSENS am Kanzlerbungalow

holla, klau|s|ens, du hast nun für deine kunstaktion: „KLAUSENS KRATZT AM KANZLERBUNGALOW“ vom 23.5.2009 noch eine extra homepage-site angelegt?

ich denke, dass wir das der kunst schuldig sind, zweitklausens.

wie lautet diese?

http://www.klausens.com/klausens-kratzt-…

und dieses SERIELLO von der umgehung des kanzlerbungalows, welches ja auch ein kunstwerk eigener raffinenz ist. wie lautet da die homepage-site?

raffinenz? ein kunstwort von dir? – also: das SERIELLO findest du hier: http://www.klausens.com/seriello-umgehun…

schön, schön: das bedeutet aber auch, dass dein heutiger blog(g)-eintrag nur dazu dient, uns auf diese beiden homepages hinzuleiten und hinzuweisen?

nein, nein, es gibt als zugabe noch ein ästhetisches schmankerl.

und was soll das sein?

das sind die leuchter untem im palais schaumburg, wo ja früher die ersten bundeskanzler residierten.

und zu wem passen die leuchter?

ich würde sie in die ära kiesinger einordnen, aber vielleicht liege ich auch falsch. in ihrer hässlichkeit schon wieder schön … das sind sie allemal.

du hast aber auch extra den winkel verdreht, zwischen den beiden fotos!

willst du dem künstler seine freiheit nehmen? willst du das? bei 60 jahren demokratie-BRD? wirklich?

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Bilder seiner Kunstaktion zum Kanzlerbungalow zeigt KLAUSENS

klau|s|ens, du hast es also tatsächlich getan?

ich musste es tun – und ich dachte, der 23.5.2009 sei dafür ein guter tag.

das war der tag, an dem horst köhler zum zweiten mal gewählt wurde. und der tag, an welchem die bundesrepublik deutschland ihren 60sten geburtstag beging.

eben. und an diesem tag machte ich mich auf, in den park des palais schaumburg, in bonn, wo ja der kanzlerbungalow steht … und dann kratzte ich an eben diesem bungalow.

war das leicht?

nein: der bungalow hat so viele glasscheiben und fensterfronten, dass man erst einmal die stellen suchen muss, wo es ziegel gibt.

und dann hast du dort gekratzt.

sicher: die aktion ist doch dokumentiert, wie du den fotos entnehmen kannst.

das ist ja wirklich ganz toll, ganz großartig und auf jeden fall aufregend.

ich wollte nur ironisch an das torrütteln von gerhard schröder erinnern, zu diesem sechzigten jahrestag.

das erinnert mich an die „diktatur der kunst“ von meese.

mit diktatur hat mein tun nun gar nichts zu tun, eher mit „demokratur“. außerdem hatte ich ja die berühmte parole ausgegeben: „kunst heißt samariter sein“.

ich erinnere mich. man kommt bei deinen vielen äußerungen und erklärungen und gedichten ja gar nicht mehr hinterher.

schön, dass du mich daran erinnerst. du siehst, wie ich in der linken hand das soeben geschriebene gedicht „machtwechsel“ halte.

ja, dürfen wir es nun erfahren?

gern, gern, zweitklausens, aber es ist von uns beiden.

MACHTWECHSEL

Ich kratze am gelbbraunen
Ziegel vom Kanzlerbungalow

Hier soll wohl das
Schwimmbad dahinter sein

Meine Augen sind auch
Schon ganz feucht

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als KlauKANZLERsKANZLER und KlausBUNDESPRÄSIDENTsBUNDESPRÄSIDENT und KlauDEMOKRATIEsDEMOKRATIE, LIVE geschrieben am 23.5.2009, Samstag, am Kanzlerbungalow im Park des Palais Schaumburg. Gegen 14:29 Uhr. In diesem Moment verkündet der Bundestagspräsident in Berlin das Wahlergebnis: Köhler ist mit 613 Stimmen im ersten Wahlgang wiedergewählt worden.

direkt anschließend schrieben wir dann das gedicht „macht weiter“:

MACHT WEITER

Keiner hat jemals
Wirklich die Wahl
gehabt und sie hat
Entschieden ihn
Seinem Hobby
Weiterzuverpflichten
Dass er sich
Volksamüsiere

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als KlauKANZLERsKANZLER und KlausBUNDESPRÄSIDENTsBUNDESPRÄSIDENT und KlauDEMOKRATIEsDEMOKRATIE, LIVE geschrieben am 23.5.2009, Samstag, im Park der Villa Hammerschmidt. Gegen 14:35 Uhr. In diesem Moment redet bereits an einer Riesenleinwand LIVE auf PHOENIX der wiedergewählte Bundespräsident. Einige hundert Menschen hören im Park zu. Sie werden die Nationalhymne der Bundesversammlung noch hören … und teils auch mitsingen, in eben diesem Park, vor eben dieser Leinwand. KLAUSENS aber dichtet und fotografiert und widmet sich seiner Kunst.

da ist ja wieder viel zum nachdenken, klausens. in „volksamüsiere“ steckt auch „folgsam“ drin, irgendwie. außerdem bist du beim zweiten gedicht jetzt schon im park der villa hammerschmidt.

du hast recht, zweitklausens, nichts ist einfach … mit der kunst. aber wir haben ja noch das „SERIELLO Umgehung Kanzlerbungalow“ http://www.klausens.com/seriello-umgehun… für die mehr sinnlich-optischen gemüter.

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