Monatsarchiv: Juli 2009

Den Dalai Lama erlebt KLAUSENS in Frankfurt

hallo, klau|s|ens, wo warst du gestern?

wir, zweitklausens! wir! – es sind immer wir beide!

also gut: wo waren „wir beide?“

wir waren beim dalai lama.

das wurde ja auch zeit.

eben. man muss ihn gesehen haben.

man muss ihn erlebt haben.

man muss ihn LIVE erfahren haben.

sonst gehört man nicht mehr zu den wichtigsten strömungen der welt.

zumal, wenn man „free tibet“ ruft. dann erst recht.

und ist nicht der buddhismus im westen so populär, wie lange nicht? schaut nicht die evangelische kirche neidisch auf die buddhisten?

irgendwie ja – und die katholiken wohl auch. deshalb hat der dalai auch gesagt, man soll bei seiner traditionellen religion lieber bleiben. auffallend war das! auffallend.

vielleicht beginnt man ihn langsam zu hassen. ob seines erfolges. nicht nur von china aus, sondern aus der konkurrenz der religionen in europa heraus.

meinst du?

aber der dalai lama ist ja nur ein buddhist, einer von vielen strömungen.

auch das stimmt – aber jeder kennt ihn. der unangenehme herr koch soll gar mit ihm befreundet sein.

dieser roland koch aus hessen?

ja! derjenige, der immer die ausländer ausgrenzt, um wahlen zu gewinnen.

und mit dem ist der dalai befreundet?

das wissen wir nicht. aber zumindest umgekehrt ist es so. zumindest umgekehrt.

das ist das schöne an den buddhisten.

was?

sie sind großzügig und weise. sie dulden auch schlechte menschen.

eben – weil alles streben nach glück nur unser leiden erbringt. so ist es doch. und genau das haben die buddhisten erkannt.

aber die menschen nicht.

das stimmt – deshalb sagen ja die buddhisten, man müsse das erst mal kapieren.

es gibt nur ein problem.

welches?

bis wir das alles kapiert haben, sind wir tot.

wie kommst du darauf?

nun: alles, was der dalai gestern sagt, bei seinen unterweisungen zur „kunst des lebens“ und „die mittleren stufen der meditation“ … alles das …

ja, was denn?

das ist doch für ihn selber noch ein problem.

und?

überleg dir mal, wie alt er schon ist.

wie alt denn?

tenzin gyatso, so der name des jetzigen lama, wurde 1935 geboren … na, klingelt’s jetzt?

dann ist der mann um die 74 jahre oder so etwas.

eben, eben – und doch hat er selber nicht viel von dem erreicht, was man laut buddhismus anstreben soll.

das ist wirklich ein problem: sie sagen bestimmte dinge. aber die idee ist eigentlich, dass der mensch sich dazu ganz hartnäckig von der normalen „kleinen“ existenz befreit. und da fragt man sich: welcher bauplan liegt der welt zugrunde? warum haben wir so eine verkorkste existenz, wenn wir uns erst noch davon befreien müssen oder sollen? was soll dieser ganze irrsinn der schöpfung?

alle religionen versuchen die welt zu deuten und zu interpretieren. und die buddhisten betreiben schon mehr an philosophie als an religion. zumindest der tibetische flügel.

das fandest du gut?

ja, ja, gestern in frankfurt. ich wollte ihn auch einmal LIVE erleben, ihn, der die welt so becirct.

und?

ich empfand wenig an „heiligkeit“, aber das mag auch mit der commerzbank arena in frankfurt zusammenhängen.

und?

ich fand ihn interessant und sehr lehrreich. also eher wie einen klugen alten mann, dem ich gerne zuhöre, und über dessen worte, die ja eigentlich geronnener buddhismus sind, ich gerne nachdenke.

aber?

eine religion als solche konnte ich gestern nicht spüren. da haben alle tempel von japan bis thailand bis amsterdam (da gibt es auch einen großen buddhistischen tempel) wohl mehr von zu bieten.

aha – daraus folgt?

nichts! aber man muss sich ja immer überlegen, was die menschen suchen, und ob sie es finden.

du selber nimmst aber nicht am buddhistischen alltag teil.

das stimmt – aber ich spüre doch schnell „atmosphären“ – und diese beim dalai war eher eine der ruhigen vernunft als der spirituellen heiligkeit.

ist das schlimm?

nein – aber man möchte ja die welt verstehen.

ich verstehe.

ich verstehe auch.

ich verstehe besser.

ich verstehe noch besser.

mensch, wir müssen noch an unserem ganzen auftreten und denken hart arbeiten.

ich weiß, ich weiß.

LIVE-gedichte?

viele! die muss ich noch ablegen, müssen WIR noch ablegen … unter http://www.klausens.com/klausens-und-der-dalai-lama.htm … SERIELLO kommt auch – und 4 Gedichte habe ich schon gestern LIVE an TWITTER abgesetzt.

toll, aber ob „seiner heiligkeit“ das alles gefallen wird. wonach strebst du? welchen dämonen läufst du hinterher? was soll all dein tun?

und deines?

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Zur neuen „Taschenkarte“ der Bundeswehr für Afghanistan schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, kaum beschäftigst du dich mit afghanistan, stellt der verteidigungsminister gestern die neue taschenkarte vor.

wir beschäftigen uns – wir, zweitklausens.

ist doch egal!

was ist denn diese taschenkarte?

das sind anweisungen an die soldaten, was sie zu tun haben. also eine art TO-DO-liste. oder ein DO und DO NOT. handeln in kurzform. verstehst’e? militärische leitlinien – auch in der vereinbarkeit zum grundgesetz. alles das.

ja, ja, ich verstehe. teilweise zumindest. – und nun haben sie das geändert.

es bzw. sie ist kürzer und verständlicher geworden. (von 7 seiten auf nur noch 2!)

wie schön!

zuvor war der text wohl etwas anspruchsvoll – nun ist er sprachlich leichter. (vom ballast befreit!)

wie schön!

genau: sie sollen nun schneller schießen. das ist inhaltlich das schöne an allem.

dann sind wir jetzt eine „schießführende“ partei geworden?

ja, ja, diese ewigen hinterhalte und hinterhälte und hinterhaltungen … die sind doch anstrengend … bei so einer „friedensmission“.

aha – und dann?

dann dürfen sie nun schießen. vorzeitig quasi. peng. peng. peng.

wie konkret?

nun – die rheinische post schreibt:
( http://nachrichten.rp-online.de/article/… )

So hätten die Soldaten bislang vor dem Einsatz der Schusswaffe mindestens zwei Mal in den Sprachen Paschtu und Dari eine Warnung an den Angreifer rufen müssen. „Melgäro Mellatuna – Dreesch, ka ne se dasee kawum!“ Das bewies, dass die Bundeswehr die möglichen Herausforderungen am Hindukusch vor allem theoretisch durchdrungen hatte. Aber wie sie darauf kommen konnte, dass Soldaten, die längst unter Beschuss von Taliban geraten waren (denn nur dann sollte eine Gegenwehr erlaubt sein), zwei Mal das „Kawum“-Sprüchlein rufen sollten, das grenzte schon an Weltfremdheit. Zumindest illustriert es, für wie wenig wahrscheinlich die Chefs in Berlin Gefechte hielten. Deshalb beschäftigte sich die alte Taschenkarte auch intensiv mit den Methoden, wie die Soldaten Situationen mit aufgebrachten Bürgern deeskalieren können und wie sie mit polizeilichen Mitteln eine wütende Menge im Zaum halten.

Die Passagen sind in der neuen, unserer Zeitung vorliegenden Version gestrichen worden. Und für den scharfen Schuss reicht nun die schlichte englische Warnung „Isaf – stop, or I will fire!“ („Isaf – halt, oder ich schieße“). Aber auch das muss nicht sein, schließlich ist es eingeschränkt mit dem Hinweis „sofern es die Lage zulässt“. Ansonsten kann ein Warnschuss den lauten Anruf ersetzen.

Die Befugnis zum Einsatz von Schusswaffen galt bislang der „Abwehr von Angriffen“. Nun richtet sie sich auf die „Verhinderung und Abwehr von Angriffen“. Einschreiten kann die Bundeswehr nicht nur, wenn sie selbst angegriffen wird, sondern auch, wenn militärische und zivile Angehörige der Internationalen Schutztruppe Isaf und der Nato angegriffen werden sollen, dazu auch, wenn Aggressionen gegen „Einrichtungen und Material“ von Isaf und Nato geplant oder im Gange sind oder auch wenn Personen gefährdet sind, die „unter dem besonderen Schutz von Isaf stehen“. Als Beispiel nennt die Taschenkarte die Angehörigen der afghanischen Armee und der afghanischen Polizei. Die neue, weit gehende Empfehlung lautet: „Angriffe können zum Beispiel dadurch verhindert werden, dass gegen Personen vorgegangen wird, die Angriffe planen, vorbereiten, unterstützen oder ein sonstiges feindseliges Verhalten zeigen.“

ISAF! also: STOP! – und was tun wir?

wir?

ja, wir?

ich denke, wir haben auch eine „neue“ taschenkarte erstellt?!

du meinst die wahrheit über den einsatz in afghanistan. – ja, ja: hier ist sie, schau auf das bild.

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Ein „Ehrenmal“ für die Toten im Afghanistankrieg entwirft KLAUSENS

mensch, klau|s|ens, was machst du denn?

ich befasse mich als künstler mit dem krieg.

wieso denn?

sie wollen doch ein „ehrenmal“ eröffnen, also enthüllen, also aufstellen.

wer?

die bundeswehr und unser verteidigungsminister und alle, die den krieg in afghanistan befürworten. herr joschka fischer wird dann wohl ehrengast sein.

wieso denn?

wir sollen nun wieder die helden der moderne feiern.

welche helden?

unsere bundeswehr hat seit 1956 schon einige viele tote zu beklagen. waren es nicht an die 20.000? oder 2.000? egal, einige tote.

sind denn alle auf dem schlachtfeld gestorben?

nein, nein, da verunglückt mal ein auto, ein hubschrauber versagt bei einer übung … so lange sind ja offiziell gar nicht auf dem schlachtfeld. aber es wird tag für tag mehr und schlimmer. wenn man das am 8. mai 1945 gewusst hätte, dem tag der befreiung, der endgültigen zerschlagung der reichswehr … und heute führen wir aktiv krieg. ist doch ein scherz! ein schlechter!

wer?

die deutschen! – sie sind nun wieder „voll dabei“.

und deshalb gibt es ein ehrenmal?

es soll doch am 8. september eingeweiht werden. für die modernen heldentaten der deutschen soldaten.

hört es nie auf?

nein. in afghanistan machen sie jetzt echte kampfeinsätze, also „offensiven“. davon war früher auch keine rede. da fuhren sie „nur“ patrouille.

und es sterben menschen?

es werden jeden tag mehr menschen sterben: afghanen und deutsche und andere. viele zivilisten zudem.

und nun?

nun kommt das denkmal, um das alles noch per propaganda abzusichern. – damit die trauernden eltern nicht eines tages durch berlin demonstrieren. jeder sinnlose tod soll nun einen sinn bekommen.

wie schrecklich!

die welt war immmer schrecklich. es kommt nur auf das ausmaß an.

und du?

ich? ich schrieb gestern ein gedicht in das gästebuch des presseclubs, nein, sonntag war es. gegen 12.15 uhr. LIVE zur sendung.

und?

selbst dieses zarte gedicht wurde nicht „freigeschaltet“, also vom presseclub zensiert.

das gibt es doch nicht?!

doch, doch, so weit sind wir mit allem gekommen. die parole heißt leider: „es lebe der krieg!“ … und die medien spielen mit.

und dein gedicht?

unser gedicht, zweitklausens! – das lautete so:

LEBENSLÜGEN

Ihr Leut‘, da ist der Krieg,
Den wir angeblich nimmer meinten,
Wiewohl wir kaum ein Volk vereinten,
Wird jeder Tote uns auch heut‘ zum Sieg,
Den Tausende dieweil beweinten.

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau+s+ens. LIVE geschrieben am 26.7.2009, Sonntag, gegen 12.15 Uhr und unmittelbar im Gästebuch abgelegt, beim PRESSECLUB der ARD zum Thema Afghanistankrieg. Die Zensurstelle der ARD hat dieses Gedicht NICHT freigeschaltet. Die Gäste in jenem Presseclub am 26.7.2009 waren übrigens: Bettina Gaus, Die Tageszeitung, Josef Joffe, Die Zeit, Hubert Seipel, freier Journalist, Siba Shakib, Publizistin.

und dann noch dein entwurf?!

für ein ehrenmal, ja, ja. es würde sich im/auf dem bendlerblock gut machen, jenem gebäudekomplex im berliner ortsteil tiergarten an der stauffenbergstraße 18 und dem reichpietschufer 72–76, wo sie auch immer der widerständler des 20. juli gedenken. (ehrenhof und so!).

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klau|s|ens hört vom krieg krieg krieg, aber nicht mehr vom roten kreuz in afghanistan – www.klausens.com

klau|s|ens, was hast du mit dem roten kreuz?

ich lese, dass es (das rote kreuz) in afghanistan von den autos der bundeswehr genommen wird.

die autos werden „entkreuzt“?

Ich zitiere die RHEINISCHE POST:

„Zielscheibe der Taliban – Sanitäter ohne Rotes Kreuz

VON HELMUT MICHELIS – zuletzt aktualisiert: 27.07.2009 – 02:30

Berlin. Die Bundeswehr verzichtet in Afghanistan ab sofort auf das Rote Kreuz als Schutzzeichen für ihre Sanitätsfahrzeuge. Das bestätigte gestern ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin. Die Begründung: In letzter Zeit hätten die Taliban bei ihren Hinterhalten gegen deutsche Patrouillen gezielt vor allem die begleitenden Ärzte und Sanitäter unter Feuer genommen.

Auch Amerikaner, Briten und Franzosen vewenden inzwischen in Afghanistan das international anerkannte Schutzsymbol nicht mehr, weil es zunehmend zur Zielscheibe wird. In der Genfer Konvention ist festgelegt, dass Personen, Fahrzeuge oder Gebäude, die durch das Rote Kreuz gekennzeichnet sind, nicht angegriffen werden dürfen. Gleiches gilt für die Schutzsymbole Roter Halbmond, Roter Löwe, Roter Davidstern und Roter Kristall.

Die bislang unbewaffneten deutschen Sanitätspanzer und -fahrzeuge, die bei Einsätzen als „Beweglicher Arzttrupp“ jeden Konvoi begleiten, sollen nun außerdem zur Selbstverteidigung mit Maschinengewehren oder Granatwerfern bewaffnet werden.

Unabhängig davon meldete das Verteidigungsministerium gestern einen weiteren Angriff auf die Bundeswehr: Bei dem Sprengstoffanschlag rund zwei Kilometer nordwestlich der Ortschaft Kundus sei ein gepanzertes Transportfahrzeug vom Typ „Dingo“ beschädigt worden. Soldaten wurden zum Glück nicht verletzt.“ – Quelle: Rheinische Post

also: „entkreuzt“ – so kann man es sagen. es ist ja krieg, krieg, krieg. (und das kreuz erinnert an die kreuzzüge von einst. schon deshalb soll es weg. schon deshalb.)

davon will aber keiner etwas wissen.

es ist aber krieg, krieg, krieg – und deutschland führt und treibt und macht einen krieg – dort in afghanistan.

was hat das mit dem roten kreuz zu tun? wollen sie eventuell muslime nicht provozieren?

iwo, iwo, es geht nur um eines: diese roten kreuze sind die besten zielscheiben geworden, für die „aufständischen“.

und dann?

dann zielen sie auf diese roten-kreuz-autos, die dann unbewaffnet sind und …

und jetzt haben sie das rote kreuz abgeschafft?!

ja, das haben sie. es wird keine mehr so gekennzeichneten fahrzeuge geben, die durch das geschundene land afghanistan fahren.

aber sie führen doch krieg, krieg, krieg.

eben – und eben weil sie krieg, krieg, krieg führen, haben sie nun taktisch reagiert.

und wieso sind die kreuze deines bildes so unterschiedlich groß. rechts die kreuze in rot und grau – die sind ja richtig verzerrt, die sehen verstümmelt aus.

das kommt allein daher, weil ich auch optisch deutlich machen wollte, dass das in afghanistan ein sogenannter „asymmetrischer“ krieg ist. (feind 1 und feind 2 arbeiten und operieren mit ganz anderen mitteln. es gibt kein offenens schlachtfeld. etc.) …

aber es bleibt ein krieg, krieg, krieg.

… und damit ein skandal für sich. deutschland führt krieg und wird mehr und mehr von der einheimischen bevölkerung dort gehasst.

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Das neue Heute-Studio des ZDF sieht KLAUSENS

du, klau|s|ens, jetzt senden die schon einige tage mit dem neuen studio.

ja, das tun sie, bei HEUTE, und bei HEUTE JOURNAL.

und was denkst du?

ich finde es ganz schrecklich.

aber warum?

weil alles so entrückt scheint.

ist denn die welt nicht entrückt? wenn im sudan tausende sterben? ist das nicht entrückt?

doch, doch.

oder wenn der wiedeking seine 50 millionen abfindung bekommt? ist das nicht entrückt?

du hast ja recht, aber früher waren dann noch die menschen im studio.

was war mit denen.

die schienen irgendwie noch nah und handhabbar zu sein.

und nun?

nun schweben kuriose gestalten in einer computerlandschaft herum. manchmal denkt man, sie würden für einen jesus-film üben, samt heiligem geist,

so seltsam kommen sie rüber?

das ist alles durch diese neue technik, wo alles und jedes ins und vors und hinters bild gesetzt wird.

das war früher anders?

sicher, da war alles weniger. jetzt spielen sie die technik so aus, dass auch die nachrichtenverleser zu mondlandern werden. man fühlt sich völlig losgelöst von aller realität.

das bedauerst du?

ja, denn jetzt denke ich immer, ich sehe einen spielfilm. dabei sind es nachrichten.

dann findest du die reform wenig gelungen?

ehrlich gesagt: ja. und dann kommt noch hinzu, dass alles so weit scheint.

wie meinst du das?

man schaut in das fernsehen und sieht überall nur noch entfernungen, weite, distanz.

das stört dich?

aber ja – selbst der anchorman und die nachrichtendame, sie scheinen auf dem bildschirm nun kilometerweit voneinander entfernt.

kann es sein, dass ich ein echo nun auf deiner stimme höre? oder einen hall? klau-au-au-|||-s-s-s-|||e-e-e-n-n-n-s-s-s???

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Am Iran-Aktionstag von Amnesty International et al. beteiligt sich KLAUSENS

hallo, klau|s|ens, du bist für die freiheit?

ja!

auch für die der andersdenkenden?

ja.

und wenn diese einen anderen staat wollen, eine diktatur?

dann wird es kritisch.

und dann?

dann wird bisweilen die freiheit eingeschränkt.

also bist du für die eingeschränkte freiheit?

ja, offenbar. – offenbar bin ich das bisweilen. verdammt! ja!

und für wen?

diese frage wäre dann auch noch zu beantworten. also: mit der freiheit ist es gar nicht so einfach.

unser bild schreibt ja auch „Frei“ und „Heit“ als 2 worte.

aber das gilt für den iran. nicht für alles und jeden. oder gilt es auch für klau|s|ens und zweitklausens?

es ist eine zustandsbeschreibung? dieses FREI und HEIT?

in gewisser weise kann man das so sagen.

und was willst du nun?

ich möchte, dass alle menschen glücklich werden … und dass dazu die freiheit so wenig wie irgendwie möglich eingeschränkt wird. überall auf der welt.

auch die der andersdenkenden?

ja, auch die: möglichst wenig eingeschränkt. – rassenhass betreiben und verbreiten und solche dinge … da geht es dann zu weit. oder gottesalleinherrschaften gewaltsam durchboxen wollen.

und dann?

dann sind wir mitten in den politischen strudeln, die sich um diese dinge drehen.

und im iran?

im iran ist die FREI HEIT ein zweischneidiges schwert, weil sie deutlich zu stark eingeschränkt wird. aberdeutlich! da passt das wort „freiheit“ eigentlich gar nicht mehr.

und deshalb nehmen wir heute am aktionstag teil?

ja, wir kämpfen ein bisschen mit, für die freiheit. aber vielleicht wäre schon unser bild ein übertreten dieser: „beschmutzung der iranischen flagge“ … oder so etwas. – wer weiß das schon? im iran scheint ja nunmehr alles möglich. der rechtsrahmen wird allmählich durch die totale willkür ersetzt.

also todesstrafe? für alle künstler?

bist du jetzt auch bei den religionswächtern? oder wie?

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Die Sache Porsche-VW kommentiert KLAUSENS – www.klausens.com

klau|s|ens, was hast du noch beizutragen, zu diesem thema?

nichts.

dann lass es doch.

das tue ich doch!

und was soll dieses widerliche bild?

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