Tagesarchiv: August 20, 2009

Immer mehr schlechte miese Arbeit beklagt KLAUSENS

klau|s|ens, das statistische bundesamt hat berichtet.

was denn?

grausames.

was denn?

der ganze arbeitsmarkt geht vor die hunde.

wie denn?

er verludert. die gewerkschaften haben jahrhunderte gekämpft – und nun verludert alles.

warum?

weil SPD und GRÜNE es begonnen haben, und weil CDU/CSU und FDP das alles auch so wollen.

diese parteien also?!

aber ja – und die SPD ist die schlimmste von allen, weil sie die arbeiter verraten hat.

was ist denn passiert?

lies es doch – aus einer AFP-meldung:

„In Deutschland arbeiten immer weniger Menschen in klassischen Beschäftigungsverhältnissen. Stattdessen wächst der Anteil von Zeitarbeitern, Teilzeit-Kräften oder geringfügig Beschäftigten, wie das Statistische Bundesamt in Frankfurt am Main mitteilte. Laut einer Studie der IG Metall missbrauchen deutsche Unternehmen Leiharbeit dabei zudem immer häufiger als Mittel zur Steigerung ihrer Gewinne.

Der Anteil der Erwerbstätigen in einem sogenannten Normalarbeitsverhältnis sank den Statistikern zufolge von knapp 73 Prozent im Jahr 1998 auf 66 Prozent im vergangenen Jahr. Von einem normalen Arbeitsverhältnis wird unter anderem gesprochen, wenn jemand in einer voll sozialversicherungspflichtigen Stelle mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag und mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet.

Der Anteil der sogenannten atypischen Beschäftigungsformen – mit befristeten Verträgen, Teilzeit unter 20 Stunden, Zeitarbeit und geringfügiger Beschäftigung – stieg im gleichen Zeitraum demnach von 16,2 auf 22,2 Prozent. Insgesamt befanden sich 2008 damit 7,7 Millionen Menschen in atypischer Beschäftigung.

Durch den wachsenden Einsatz von Zeitarbeitern, Teilzeit-, geringfügig oder befristet Beschäftigten sparen die Unternehmen den Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge zunehmend Geld. In dieser Gruppe erhalten demnach deutlich mehr Menschen Niedriglöhne. Im Jahr 2006 verdienten Arbeitnehmer durchschnittlich 16,63 Euro brutto pro Stunde. Normalbeschäftigte bekamen brutto 18,04 Euro, atypisch Beschäftigte lediglich 11,98 Euro im Schnitt.“

ich finde das alles nur widerwärtig und widerlich.

eben: dieser „flexible arbeitsmarkt“ soll die nur die armen leute noch ärmer machen. später bekommen sie dann keine rente.

ich habe ja immer gesagt: arbeit ist nicht gleich arbeit.

auch die „arbeitslosenstatistik“ oder die „arbeitsmarktstatistik“ sagt ja nichts über den arbeitsplatz aus. man sagt nur „arbeitsplatz“, aber wieviel stunden, und zu welchen bedingungen und zu welchem lohn – das verschweigen sie.

die SPD wundert sich, warum sie so viele stimmen verliert.

ich wundere mich, dass leute wie günter grass immer noch zur wahl der SPD auffordern, die mit hartz IV und anderen reformen diesen weg der massenverelendung konsequent beschritten hat. von den anderen parteien war das immer zu erwarten – aber von der SPD? es ist betrüblich und schauerlich.

aber dein bild ist dafür ganz nett – es dokumentiert die „teilzeitarbeit“.

ja, ja, aber es ist in leiharbeit entstanden.

wie denn?

ich habe meine arbeitskraft an dich, klau|s|ens, verliehen, und dann hast du wiederum dir meinen namen als zweitklausens geliehen – und so ist es entstanden.

dann gehören wir beide am ende auch noch zu diesem verelendungskartell? ist alles verloren?

klausens-kunstfoto-kunstwerk-teilzeitarbeit-teilzeit-20-8-2009

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