Tagesarchiv: November 8, 2009

Nochmals zu PECHA KUCHA in Köln schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, das ganze hat dich aber doch beschäftigt: diese 20 folien mal 20 sekunden = 400 sekunden = 6 min. und 40 sek.

ich denke immer darüber nach, worauf man achten soll.

wobei? wofür? wogegen?

soll es mehr der bildung dienen oder mehr der kuriosen belustigung?

dieses PECHA-KUCHA-prinzip?

ja, genau.

wieso?

sollte es der belustigung dienen sollen, dann hätte ich einen viel radikaleren vorschlag.

welchen?

jeder referent oder vortragende bzw. referentin oder vortragende kommt mit einem thema an, z.b. „der mauerfall als erlebte oder nicht-erlebte geschichte in der sächsischen provinz des tals der ahnungslosen“.

das ist aber ein langes thema.

das stimmt. aber dann würde ich es so machen: ich habe einen pool von 1000 powerpoint-folien, die wiederum de facto bilder sind: fotos, grafiken, kunstwerke, etc. (also keine texte als bilder bzw. nur, wenn sie einen künstlerischen rang haben, und wiederum so zu einem bild geworden sind.)

und dann? (die deutschen immer mit ihren ewigen regeln. im geldverkehr ging es ohne regeln doch auch immer ganz gut. oder nicht?)

dann bekommen die referenten aus diesem pool willkürlich folien zugespielt, immer für die berühmten 20 sekunden.

und dann?

dann müssen die ihren vortrag so halten, dass es keine schere von bild und ton gibt. (das alte problem bei nachrichtensendungen.) sie müssen also ihren beitrag auf diese plötzlichen bzw. plötzlich auftauchenden bilder sprechen.

was brächte das?

das brächte genau die lustigkeit, die vielleicht besonders gern gewünscht wird.

dann johlt der saal?

ich glaube: ja, dass würde meistens passieren.

eine tolle idee!

ja, ja, aber vielleicht haben die veranstalter mehr das neue im sinn, also: man lernt neues, bekommt neue inputs, und kann nach so einem abend mit 10 oder 12 oder 14 neuen inputs nach hause gehen, die wiederum das eigene schaffen kreativ beeinflussen.

was würdest du dann machen?

dann würde ich sagen: freunde, bitte keine keine WERBUNG und keine PROMOTION in eigener sache.

die leute sollen also gezwungen sein, über ein THEMA zu sprechen.

ja, das muss vorher klar sein.

und wenn jemand ein theater, ein kino, ein buch oder so etwas betreibt? oder ein label, oder eine combo?

dann könnten die veranstalter um annette pfeffer nach den beiträgen sagen: „XY tritt übrigens nächste woche im AA auf!“ oder „ZZ hat zu diesem thema ein buch geschrieben, dass man beim BB-verlag kaufen kann“ – aber ganz dezent.

du meinst, nicht wie im fernsehen, wo stefan raab und die gäste alles mögliche billig und primitiv hochhalten?

genau das sollte man nicht tun. (raab hatte ja auch lange zeit die einblendung „dauerwerbesendung“, als ironie und ernst zugleich, weil es da ärger wegen unerlaubter werbung gegeben hatte.)

was hat raab damit zu tun? mit PECHA KUCHA?

ich meine nur: die veranstalter müssen etwas mehr die bremse anziehen, die regeln eine spur deutlicher umsetzen, sonst verkommt es zu einer promotion-tour von allerlei leuten, die sich auf billigste und schäbigste art einem publikum andienen.

dann denkst du also jetzt schon über die verluderung von PECHA KUCHA nach?

ich denke, dass die letzte veranstaltung diesen anlass gibt oder geben könnte.

aber du hast nicht das recht …

ich habe gar kein recht, ich gebe ja auch nur zu bedenken: wollt ihr die veranstaltung mehr lustig oder mehr wissenserweiternd? in beiden fällen kann man überlegungen anstellen. und das habe ich gemacht.

schön, schön. hattest du nicht auch noch 2 LIVE-gedichte, die du noch nicht abgeschrieben hattest?

stimmt.

MIKROKONTROLLER

Open Source ist
Die Hardware der
Gedichte mein
Wort das immer
Noch gilt solange
Ich es widerlege

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau&s&ens oder Klau“s“ens, LIVE geschrieben am 5.11.2009, Donnerstag, bei der PECHA KUCHA NIGHT Volume 5 in Köln im Atelier Colonia in der Körnerstr. Es hat gerade Volker Bombien seinen 20×20-Vortrag. Er ist der erste des Abends. Er spricht über Arduino, eine Microcontroller-Programmierung, zu der es über 9000 Videos auf YOU TUBE schon geben soll.

PROTESTFIBEL

Ich lasse mir
Nicht verbieten
Das zu berichten
Was dessen nicht
Wert ist und
Genau dagegen
Sollten wir
Rebellieren
Wie auch gegen
Die hohe Zahl
Der Buchstaben

Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau!s!ens oder Klau§s§ens oder Klau(s)ens, LIVE geschrieben am 5.11.2009, gegen 21.05 Uhr, bei der PECHA KUCHA NIGHT COLOGNE, Vol. 5, beim Vortrag von Liana Thönnes, die eine selbstentwickelte, phantasiereiche und zudem innovativ, also sehr künstlerisch gestaltete Protestfibel vorlegte.

siehe zu PECHA KUCHA auch: http://www.klausens.com/seriello-herr-mayer.htm

klausens-k-werk-pecha-kucha-koeln-atelier-colonia-5-11-2009-vom-8-11-2009

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und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
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http://klausens.blogg.de

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