Tagesarchiv: Dezember 23, 2009

KLAUSENS liebt die katholische Kirche

ach, was ist den mit den katholiken, klau|s|ens?

sie haben doch den neuen bischof für essen.

ja, das konnte man im fernsehen miterleben. am sonntag. rüttgers war auch dabei. und der herr dr. franz-josef overbeck wurde eingeführt in sein amt.

er bekam auch den hirtenstab. und die bulle, also das ernennungsdokument, vom nuntius persönlich. und viele andere bischöfe waren da.

und overbeck will sich für die armen einsetzen.

die kirche muss sich aber vor allem für sich selber einsetzen.

wieso?

weil sie selber so arm wird, in deutschland. langsam aber sicher. die gläubigen gehen weg oder werden arbeitslos. dann kommt weniger kirchensteuer. und dann müssen sie alles zusammenlegen. alle pfarreien stehen auf dem prüfstand: aus drei wird eins oder aus fünf wird eins. reform, reform, reform.

warum will keiner die kirche mehr?

ich glaube, die menschen verstehen, dass es keinen gott geben kann. zumindest kann man diesem nicht das leid der welt erklären.

aber er stirbt nie aus!

er wird sogar neu geboren. dafür ist ja jesus christus da. jahr für jahr.

na also.

ich sehe auch nicht, dass die kirche ausstirbt. bei so viel tausend jahren geschichte …. kann sie kaum jemals aussterben.

aber sie kann absterben.

das stimmt – aber dann wird sie wieder erneuert und erneuert, dann wird sie  wieder „modern“, dann kommt dieser papst oder jener, und jesus christus wird ja jedes jahr erneut geboren, zu weihnachten, also …

sie kann nicht aussterben?

ich denke nicht. außerdem macht sie immer wieder durch kostüme und inszenierungen auf sich aufmerksam. so eine bischofseinführung ist ja auch etwas optisches. karnevalskostüme und bischofskostüme haben eine gewisse nähe.

das hört sich alles eher despektierlich an.

nein, nur realistisch. wenn man keinem gott verpflichtet ist, kann man sich den dingen auch realistisch zuwenden. man ist freier.

und was wäre das? dein zuwenden?

zum beispiel ein gedicht über die reform. die katholische kirche tut sich ja so schwer – und das macht wiederum auch ihr geheimnis aus.

da sind aber doch immer wieder diese katholischen laien, die mehr mitsprache fordern.

sicher, sie wollen die öffnung der kirche von unten, aber die wird im eigentlichen nicht kommen.

warum denn?

ohne papst und autoritarismus ist die kirche noch weniger. sieh doch die altkatholiken. die haben keinen papst, sind eigentlich die modernen katholiken, aber sie haben doch kaum anhänger.

dann ist also das geheimnis der kirche, dass sie eines hat?

eben: sie krampft sich daran fest, ist deshalb aber unattraktiv und doch attraktiv zugleich. das geheimnis der queen und das geheimnis des papstes. die langeweile der queen und die langeweile des papstes. man muss die dinge dialektisch sehen.

und jesus?

das ist ein fall für sich. man könnte die kreuzigungsszene so oder so oder so oder so darstellen. aber die kreuzigungsszene bleibt! auch wenn es kirchenfenster der 60er oder 70er oder 80er oder 90er wären, die diese kreuzigung darstellen. es bleibt die kreuzigung.

und der bischof?

der bleibt auch! dieses ruhrgebietsbistum oder ruhrbistum ist ja selber ergebnis einer reform. man schuf es einst zusätzlich im jahre 1957 – nach dem krieg. overbeck ist ja erst der vierte bischof dort in essen.

und dein gedicht?

REFORM
(Mein Beitrag u.a. zum Katholizismus)

Die Reform der Reform der Reform
Als Reform der Reform der Reform
Ist die Vorbedingung der Reform der
Reform für die wieder nächste.
REFORM: Näxte!
(Das geht aber jetzt doch zu weit!)

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau+s+ens oder Klau*s*ens oder Klau#s#ens, am 23.12.2009, Mittwoch, Königswinter-Oberdollendorf

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