Tagesarchiv: Juni 25, 2010

Zum Ende des längsten Tennisspiels aller Zeiten schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, das spiel ist nun aus.

gestern war es nicht mehr so interessant.

warum nicht?

weil durch das wiederaufnehmen am dritten tag eine andere situation entstanden war.

welche?

das spiel war bereits das längste tennis-spiel oder -match der welt. sie setzten es nur fort.

aber dadurch wurde der rekord doch länger.

sicher, aber es war nicht mehr so, wie am tag zuvor.

was war am tag zuvor?

das war der zweite tag des spieles, und da sind sie in das längste spiel hineingestolpert. auf einmal waren sie es: weltrekordhalter. und sie spielten weiter und weiter, und der rekord wurde größer und bedeutender, aber auch die beine wurden schwerer. die müdigkeit war da. sie schwankten, john isnet schwankte sehr. das war drama pur.

und am dritten tag?

am dritten tag kamen sie relativ ausgeruht zurück – und irgendwie war die brisanz nicht mehr so da. sie spielten dann noch etwas, bis john isnet dann gewann. er machte ein break, er durchbrach den aufschlag seines gegenspielers. (in diesem fünften satz war es bislang wohl immer hin- und hergegangen: der aufschläger gewann sein spiel.)

wie ging es aus?

alles? das kannst du auf dem foto sehen: jeder hatte 2 sätze und den fünften satz gewann dann john isnet mit 68:70. die spieldauer soll 11 stunden und 5 minuten gewesen sein. aber ich weiß nicht, ob sie auch die pinkelpausen und gespräche mit dem schiedsrichter hinzuzählen. ich vermute mal: ja.

dann ist auch die bestimmung der zeit eine relative sache?

sicher! du könntest ja sagen: wir messen nur die reine zeit, wenn der ball in bewegung ist. aber bei diesem match hätten john isnet und nicolas mahut auch dann das längste der match der welt zelebriert.

beide haben jeweils die marke von 100 assen überschritten.

je länger du spielst, desto mehr optionen hast du, diese oder jene zahl zu übertreffen.

was folgern wir daraus?

wir folgern, dass zwei menschen auch durch einen ganz andere leistung als durch supertennis in die analen der welt eingehen können. das super muss sich eben nur auf irgendeine dimension beziehen. und hier bezieht es sich auf die zeit.

schön. dann sollten wir jetzt den längsten blog(g)-eintrag der welt schreiben.

ich bin nicht wahnsinnig! nachher habe ich den längsten beitrag geschrieben, will diesen abspeichern und so veröffentlichen – und das blog-system sagt: „sorry, too many charakters. try it again.“ und dann ist alles futsch.

mensch, was du schon alles für seltsame erfahrungen gemacht hast.

ich berichte eben vom wahren leben.

und wimbledon? gestern. vorgestern, vorvorgestern? war das nicht das wahre leben? john isnet und nicolas mahut?

doch, doch: aber leider nicht meines.

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