Monatsarchiv: August 2010

Vom Tod von Christoph Schlingensief erfährt KLAUSENS

zum tod von christoph schlingensief am 21.8.2010.

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Kunstaktion: KLAUSENS tütet GOOGLE (nicht nur wegen STREETVIEW) ein

klau|s|ens, dein kampf gegen GOOGLE geht weiter?

aber ja. heute habe ich GOOGLE eingetütet.

echt?

ich nahm das logo von GOOGLE, druckte es aus, und tat diesen ausdruck in eine folie, die ich dann einschweißte. so habe ich GOOGLE eingetütet. eine kunstaktion.

aber wieso?

als protest. künstler und künstlerinnen wehren sich nun gegen GOOGLE, unter anderem durch solche kunstwerke. klau|s|ens und zweitklausens sind dabei, also wir beide. wir haben diese proteste begonnen.

du hast ja auch andere vorschläge gemacht.

gewiss: ich hatte auch gesagt, man soll GOOGLE auffordern, die häuser aller GOOGLE-mitarbeiter binnen 7 tagen farblich zu markieren, damit man im realen straßenbild weiß, wo GOOGLE-mitarbeiter wohnen. (anderenfalls müssten wir es wohl machen. dieses markieren.)

du willst GOOGLE mit den eigenen waffen schlagen. — und du hattest die BELAUSCHTEN GEDICHTE erfunden: http://www.klausens.com/belauschte-gedichte.htm

und du siehst ja, dass diese aktionen bereits erfolg hatten.

inwiefern?

GOOGLE hat gestern erklärt, dass die einspruchsfrist bezüglich der platzierung eines hauses in deutschland bei STREETVIEW von 4 auf 8 wochen verlängert wird, bevor die ganze chose ans netz geht.

aha – so klein ist GOOGEL schon!

ich sehe es anders: sie hatten das von vorneherein so geplant.

echt?

sicher: jetzt gelten sie als milde und weich. sie gehen von 4 auf 8 wochen. es ändert aber gar nichts an den tatsachen. es wird STREETVIEW geben, so oder so. und darum ging es GOOGLE. das also wird wahr werden. es sind schon kleine cleverles, die für GOOGLE arbeiten. sie geben sich milde und hatten diesen rückzug immer schon eingeplant, um ihre ziele durchsetzen zu können.

warum lässt du dich nicht von GOOGLE kaufen?

stimmt: das werden sie sich auch schon überlegt haben. dann geht sogar der widerstand als konzept in die GOOGLE-philosophie mit ein. sie haben dann immer YING und YANG als eine einheit.

sie können dann auch den widerstand gegen die eigenen projekte steuern, wodurch die eigenen projekte noch glaubwürdiger werden.

stimmt: es wäre ja verwunderlich, wenn nicht da und hier ein künstler seine proteste zeigen würde.

vielleicht haben sie dich schon längst gekauft, klau|s|ens?!

oder dich, zweitklausens. wen denn nun? oder uns beide?

am ende siegt GOOGLE immer, so oder so.

aber unsere eintütungsaktion … die war so nicht von GOOGLE geplant. das ist bestimmt ein ganz schwerer schlag für die.

psst, die durchsuchen gerade unseren computer … durch und durch, online, aus der ferne. sie wollen wissen, was der künstler noch so alles auf seiner festplatte hat.

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Mit den „Belauschten Gedichten“ bietet KLAUSENS GOOGLE STREETVIEW Paroli

klau|s|ens, google dominiert die welt.

das wissen wir doch! kalter kaffee!

aber sie tun es wirklich. sie können alle informationen zusammenfügen. das ist doch kern: viele kleine dinge wie STREETVIEW, aber im ganzen dann ein großes bild von dir, von uns … und von der ganzen welt.

ich weiß: sie haben da die MAP und dort das STREETVIEW und da GOOGLE EARTH; hier die MAIL, dann noch den BLOG … und meine bilder bei PICASA usw. usf. – und sie können alle diese informationen zusammensetzen. ganz abgesehen von meinen suchbegriffen. nicht eine information macht es, sondern die kombi.

aber so machen wir es doch auch!

eben: wir wissen, wie GOOGLE tickt, weil wir diese strukturen begreifen und ergreifen. jeder / jede ist ein kleiner / eine kleine sherlock homes. man muss mur puzzeln und kombinieren.

aber du willst nicht mehr?! du verweigerst dich nun! endlich!

ja, genau! ich lasse mich nicht mehr einmachen. ich protestiere laut gegen GOOGLE. ich hatte ja schon gestern vorgeschlagen, dass wir nun den mitarbeitern von GOOGLE selber fristen setzen, z.b. 7 tage, in welchen sie ihr haus markieren können, damit wir wissen, wo GOOGLE-mitarbeiter und -mitarbeiterinnen wohnen.

eine tolle idee.

und ich gehe noch weiter: ich setze mein eigenes projekt in die welt.

welches ist das?

das sind die „belauschten gedichte“: http://www.klausens.com/belauschte-gedichte.htm

was soll das sein?

überall wo ich bin, kann ich aufschnappen, was menschen sagen. dialoge. kurze dialoge.

und?

diese werde ich ich nun als reale texte des wahren lebens ins netz stellen. diese kurzen knappen texte beleuchten die welt neu als BELAUSCHTE GEDICHTE.

das hat GOOGLE noch nicht.

ich glaube nicht. wir rufen also die ganze welt zur spionage auf … und nennen es aber kunst.

jeder belauscht jeden, jeder beobachtet jeden.

alles und jedes wird nun ins netz gestellt: der klogang am 7.8. oder die fahrt zum meer am 9.8., das gespräch mit tante berta am 12.8. und der beischlaf mit hanni und nanni am 14.8. — nichts soll dem netz verborgen bleiben.

dann sind deine BELAUSCHTEN GEDICHTE erst der anfang?

die revolution geht immer weiter und weiter. aber wir werden uns einen teil von diesem markt holen. wir werden GOOGLE endlich paroli bieten.

und der anfang sind deine belauschten gedichte.

und kunstwerke wie „streetview“(siehe unten), entstanden heute. mit allem werden wir GOOGLE in die knie zwingen, bis niemand mehr weiß, wer was gedacht oder nicht gedacht hat. bis alles öffentlich und wahr ist, oder auch halböffentlich und unwahr. ein großes projekt. wir zerschlagen die menschheit, indem wir sie, die GOOGLER und die menschheit, mit den eigenen waffen schlagen.

toll. ich schreib jetzt mal, dass du eben einen gelben becher voller kaffee getrunken hast, handaufguss.

danke für deine radikale ehrlichkeit. GOOGLE wird das zu schätzen wissen. und die nachwelt erst recht.

und soben hast du noch laut gepupst.

das stimmt gar nicht. das war in der wohnung über uns. so geht der ganze mist doch los. wenn du schon was preisgibst, dann muss es doch halbwegs stimmen.

wieso denn? — na gut: du bist ein weltgroßer dichter und autor, zudem ein wahnsinniger künstler, gerühmt, berühmt, und immer wieder für den nobelpreis nominiert.

na also: das hört sich doch schon viel besser an. man sollte es GOOGLE mal in einem extra schreiben so klar und deutlich mitteilen. man sollte GOOGLE eine frist setzen, diese dinge dann auch schnellbaldigst weltweit und nachdrücklich über uns beide (klau|s|ens und zweitklausens) zu veröffentlichen. was hältst du von drei tagen?

du bist immer so anständig. viel zu anständig!

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Die Unkenntlichmachung als Antrag bei Google Streetview schaut sich KLAUSENS an

klau|s|ens, du hast dir das geklicke angeguckt?

vier wochen zeit: klick, klick, klick, klick, klick, füll-aus, füll-aus, füll-aus.

und?

ich kam nur bis schritt drei, dann hätte ich etwas konkret eingeben müssen.

warum hast du das nicht?

weil ich nicht zu den 20 städten gehöre, um die es derzeit geht. außerdem schicken die noch einen brief mit einem code, wenn man alles eingegeben hat. der brief muss ja auch ankommen. alles sei erfasst. alles! alles sei „stimmig“!

aha – und sonst?

hätte ich es ausfüllen sollen? es dauert lange – und ich mache mich ja als „stänkerer“ bekannt.

wer ausfüllt, ist ein stänkerer?

oh ja! und google kann nun eine weitere datenbank beginnen: stänkerer. mit allen, die sich eintragen, für die unkenntlichmachung.

google hat viele daten.

eben: sie machen dies und jenes, machen einfach – und wir dürfen uns dann unter druck anmelden, damit wir von diesen orwell-spielchen ausgenommen werden. entweder wir sind dumm … oder wir sind erfasst. das ist die absurde google-logik.

was wäre deine idee?

man könnte ankündigen, dass man ab morgen alle häuser von google-mitarbeitern farblich markieren wird.

aha.

aber die mitarbeiter können der aktionen entgehen, indem sie dann selber ihre häuser farblich markieren. dafür haben sie dann 7 tage zeit. – wir sind ja fair!

das ist wirklich fair.

eben: und ob ich rote farbe an die haustüre der google-mitarbeiter pinsele … oder ob es die mitarbeiter/-innen selbst tun:  das ist doch dann wieder eine andere sache.

deine ideen sind groß und genial.

ich könnte mich als „google-welt-künstler klau|s|ens alias zweitklausens“ neu positionieren … und mich selber unkenntlich machen.

und wenn du endlich einmal in einer der besagten städte bist, dann können wir auch noch dein haus farblich markieren: „da wohnt der fiese künstler-kerl!“

die welt ist schön.

wo ist denn der zugang zu diesem google-scherz-einspruchs-murks-getue-hohn?

http://www.google.de/streetview … und dann wird sofort auf eine maps-seite weitergeleitet. unten (!) ist dann der button für „Unkenntlichmachung beantragen“. 3 schritte machte ich. 3 von noch wie vielen? wie soll unser leben eigentlich werden?

1)

2)

3)

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Zum elenden Adolf-Sauerland-Interview vom 15.8.2010 denkt KLAUSENS etwas

klau|s|ens, am sonntag war dieses gespräch mit sauerland, dieses interview. WDR fernsehen. gegen 19.40 uhr etwa.

es wurde am sonntag ausgestrahlt, vielleicht wurde es ja schon früher aufgenommen.

wie fandest du das gespräch?

unnötig. die fragenden (darunter der WDR-chefredakteur) waren so brav und zahm, dass man vermuten musste, alles war abgesprochen. sauerland hatte wohl bedingungen diktiert … und der WDR hatte diese angenommen. so kam es zu diesem pseudo-interview.

so schien es dir?

ja. und sauerland zeigte sich als schwamm, ein schwamm, der alles aufsaugt, und sich dann dennoch windet wie eine quasige und übervolle schlange. es gab zu nichts eine klare information. zu nichts.

ist das nicht peinlich?

ja, und er bleibt im amt, aber die stadt ist führungslos. armes duisburg. die ganze stadt muss nun unter dem versagen weniger leiden.

man hätte einen anderen bürgermeister gebraucht.

man hätte einen gebraucht, der sich tag für tag an die bevölkerung richtet … und an die hinterbliebenen der toten …. und an die verletzten … und an alle angehörigen und alle, die von diesem schock betroffen sind. auch an die helfer. einen, wie es platzeck mal bei dem oder-hochwasser zeigte. einen, der da ist, der sich nicht versteckt. einen, der führt.

ein bürgermeister, der agiert.

genau das: jeden tag hätte er agieren müssen. er hätte sagen müssen: es sind schreckliche fehler passiert, aber wir agieren. wir verstecken uns nicht. wir sind dennoch da – und wir versuchen zu helfen und aufzuklären. wir wollen, dass duisburg diese katastrophe annimmt … und diese am ende auch bewältigt.

und was war?

nichts. dieser mann namens sauerland spielt beim WDR-interview die gallerte des ausitzens, wobei er sich langsam und umständlich ausdrückte, um bloß keine fehler zu begehen. immer die angst, fehler zu begehen. dabei ist der entscheidende fehler doch längst begangen worden! 21 tote! aber er agiert dennoch nicht.

dann war dieses interview unnötig?

nein, weil wir ja beobachten konnten, wie dieser mann tickt. schade nur, dass das interview vom WDR so brav geführt wurde. sauerland sagte ja nichts.

man hat ihm noch nicht mal die sache mit dem baudezernenten vorgehalten, der ja seine bedenken schriftlich gab, also: seine weigerung, bei so einer unseriösen planung noch mitzutun.

und man hat ihn (sauerland) antworten lassen, indem er nicht antwortete. man hat diesem sauerland eine klassische strategie des umschiffens durchgehen lassen, die alle politiker mehr und mehr an den tag legen. das fand ich peinlich. für die hinterbliebenenen ist alles das eine erneute verhöhnung. überhaupt: für alle traumatisierten und verletzten. es ist peinlich und bitter.

du warst in duisburg?

ich war am samstag da, erstmals, denn bei der LOVEPARADE war ich nicht da. ich wollte aber nun mit eigenen augen zumindest etwas von alledem verstehen. ich wollte sinnlich elemente des ganzen mitbekommen, um das ganze „drama um das drama“ noch besser verarbeiten zu können. gedanklich.

sauerland muss gehen, sofort.

es wird nicht besser, wenn man es immer wieder wiederholt. für duisburg ist jeder tag sauerland eine weitere beschädigung des rufes dieser stadt.

die sonderratssitzung soll am 6. september sein.

es ist wahnsinn: so spät erst … und wahrscheinlich wird sich die CDU noch hinter ihren bürgermeister stellen. es ist alles ein spiel mit den gefühlen der menschen. ein bitteres spiel. politik eben. duisburg geht daran kaputt.

man hat aber versucht zu kondolieren.

eben: „versucht“. sauerland schildert als problem, dass man an die familien nicht herankommt. das sagt doch schon alles aus! wie soll man das kondolieren überhaupt akzeptieren können, wenn dieser mann zugleich nichts aufklärt und keinerlei verantworung übernimmt?

das ist doch heuchelei hoch acht.

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klau|s|ens sieht holländische wohnwagen – www.klausens.com

klau|s|ens, warum schreibst du nur von holländischen wohnwagen? (und nicht von den deutschen?)

ich war gestern auf der autobahn A 3 und hatte das gefühl, dass es da sehr viele holländische wohnwagen gibt.

das sagt das klischee.

und der mensch sucht dann die bestätigung des klischees.

und?

gestern hatte ich diese. also: die bestätigung.

wie?

ich sah in der mehrheit holländische wohnwagen auf der autobahn.

wahrscheinlich gehen da gerade ferien zuende, bei den niederländern.

den eindruck hatte ich auch.

dann sahst du also deshalb die vielen holländischen wohnwagen. die waren auf der rückreise.

mag sein.

und?

es waren dennoch niederländische wohnwagen … und sie stellten eine mehrheit dar, so schien mir.

was sagt das?

das klischee bekommt am ende doch noch recht.

und wenn du nicht samstags, sondern montags auf der A 3 gewesen wärest?

dann wäre vielleicht alles anders gewesen.

na also!

nix, na also. ich sehe doch, was ich sehe.

ach, wir kommen nicht weiter.

das würde ich auch sagen: wir kommen nicht weiter, weil ich nicht sehen darf, was ich gesehen habe.

maria wurde heute in den himmel aufgenommen.

am 15. august?

ja, ja.

das hat die kirche so festgelegt.

na und: es steht so in meinem kalender, und das wohl noch für viele jahre. und deshalb stimmt es.

dann stimmt also alles, was in deinem kalender steht, aber nichts von dem, was ich wahrnehme. – und das soll eine faire und gerechte welt sein?

wo hast denn das nun wieder her? überhaupt diese annahme: eine faire und gerechte welt?!

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Eine Ausgleichszeichnung macht KLAUSENS

klau|s|ens, wie nennst du dieses bild?

ich nenne es „ausgleichsmeditation“.

was soll ausgeglichen werden?

vielleicht die dämonen von jenem freitag, dem dreizehnten.

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