Monatsarchiv: Oktober 2010

Die 95 Thesen zum Reformationstag modernisiert KLAUSENS mit einem Halloween-Bekenntnis

klau|s|ens, du hast die thesen von luther reformiert?

ja, gott, habe ich.

ich bin doch kein gott!

aber wer soll es denn sein? wenn nicht du?

ich dachte, halloween wäre nun gott.

ach ja: ich vergaß. deshalb auch unser bild. also: luther würde heute, wäre er heute in der welt, wohl nicht 95 thesen annageln, dort zu wittenberg, sondern 95 kürbisse.

aber dann hätte das „annageln“ wohl einen ganz anderen sinn.

wurde jesus nicht auch angenagelt?

was willst du damit sagen?

wissen wir nicht beide, wie götter entstehen? oder: entstanden werden?

dann wäre luther bei denen von und zu halloween.

unbedingt: denn das heidnische entpuppt sich bei längerem nachdenken als das wahrhaft göttliche. aber das werden viele evangelisten nicht einsehen wollen. schade.

ich erinnere an these 92: „Darum weg mit allen jenen Propheten, die den Christen predigen: ‚Friede, Friede‘, und ist doch kein Friede.“

ich erinnere an these 99: „Also sprach der Kürbis: ‚Ich bin die Welt. Und ihr sollt euch unter mir aufteilen. Also: mich unter euch.‘ “

und dann bitte noch die coca cola und den hamburger annageln. am ende kommt doch alles aus der kirche des kapitalismus: aus den USA.

aber kam halloween nicht urursprünglich aus irland?

aber die kirche seines erfolges wurde erst amerika. ach, ja: amerika: das sollte man dann auch noch an die kirchentüre nageln.

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Immer noch ärgert sich KLAUSENS über die Arbeitslosenstatistik bzw. die Definition von Arbeit-habend

klau|s|ens, du bist ja ganz wütend!

ich ärgere mich immer noch: ein arbeitsplatz ist nicht ein arbeitsplatz.

wieso?

a) weil arbeit nicht gleich arbeit ist.
b) weil der lohn zu berücksichtigen ist.
c) weil die zahl der arbeitsstunden an jedem arbeitsplatz zu berücksichtigen ist.

na und?

nochmals: ich lasse 10 manager jeweils 60 stunden pro woche arbeiten, für 6.000 EURO pro woche, und habe 600 stunden gesamtarbeitszeit. 10 arbeitsplätze — 600 stunden.

weiter?

ich lasse 100 leute dreck und asche schaufeln. 600 stunden. die bekommen dann 4,35 EURO pro stunde.

wie soll man das bewerten?

sie arbeiten nicht 60 stunden pro woche, sondern nur 6. außerdem zu hungerlöhnen.

aha.

dann habe ich 100 arbeitsplätze bei exakt der gleichen zahl der arbeitsstunden. 100 = 10, so wäre die neue rechnung. 10 wird 100 !!! sei klug !!!

ich begreife.

die einen arbeiten im anzug, sauber und fein, fahren im auto, fliegen durch die lüfte, essen gesunde salate.

die anderen schwitzen, sind dreckig und essen wurstbrote.

na, also es geht doch. (nebenfrage: arbeit ist nicht gleich arbeit. werden eigentlich die, die im knast dinge produzieren: köche, schreiner, schlosser, was immer … werden die eigentlich auch mitgezählt? als arbeitende? als arbeit habende?)

weiter? was willst du sagen?

wie schaffe ich arbeitsplätze? das ist doch kern! wie zaubere ich sie herbei? wie vernebele ich die wahrheit und betrüge die menschen?

ich lasse dieselben arbeitsstunden von mehr leuten bewältigen. aus 10 arbeitsplätzen mache ich 100.

siehste! ich glaube, die magische grenze ist 15 stunden. aufstocker, die mindestens 15 stunden arbeiten, gelten nicht mehr als „arbeitslos“.

was forderst du?

ich nehme die gedanken von werner müller auf. siehe das buch „ein spd-vorsitzender und seine sekretärin“ (kuuuk verlag, ISBN 978-3-939837-15-7): dann schreibt der autor in diesem buch, also er lässt die sekretärin vom SPD-chef sagen:

„Arbeitslose, die krank geschrieben werden, wenn auch nur für einen Tag, gelten nicht als arbeitslos. Menschen, die von einem privaten Arbeitsberater betreut werden (auch wenn sie den nur zweimal im Monat sehen), gelten nicht mehr als arbeitslos. Menschen, die nicht mehr vermittelbar sind, werden nach einer gewissen Schonfrist ebenfalls gestrichen. usw. usf. – Peter, ich denke, wir brauchen eine ganz neue Statistik. (Das Rumlügen macht die Dinge
nicht besser. Auch nicht für die SPD.) Eine, die alles erfasst, und zwar so, dass man diese Statistik auch bewerten kann: Arbeitslose, Arbeitslose in Maßnahmen, Arbeitslose im 1-Euro-Job, Arbeitslose, die krank sind,
Arbeitslose, die als zu alt gelten, Arbeitslose, die in den Vorruhestand abgeschoben werden, etc. – auch arbeitslose Jugendliche, die auf Schulen und in Fördermaßnahmen geparkt werden. Rentner. Berufsunfähige. Vom AA teilbezahlte Pseudo-Jobs. Alles.“

das ist doch das thema statistik, das hatten wir doch schon öfter, klau|s|ens. und peter ist wohl der SPD-vorsitzende in deinem buch da. ein gedachter „peter“. ich möchte jetzt zum „arbeitsplatz“ was hören.

höre doch weiter:

„Genauso ist es übrigens umgekehrt: Man muss auch wissen, welche Jobs die Menschen haben. Denn Arbeit ist nicht Arbeit. Man sollte also wissen: Wie viele Menschen haben einen 400-Euro-Job? Wie viele Menschen haben zwei? Wie viele Menschen arbeiten nur 16 Stunden pro Woche? Wie viele Menschen arbeiten in Zeitarbeitsfirmen? Wer soll stets für 5,20 Euro in der Großküche helfen? Denn eine ‚Stelle‘ ist noch lange kein Arbeitsplatz. Und putzen müssen ja dieser Tage überaus viele. Eine einzige Sauerei, was da läuft.“

oho, ich verstehe.

in dem buch sagt dann jene sekretärin noch:

„Mal ehrlich: Wenn ich alle Leute hier in Deutschland für eine Stunde im Monat arbeiten lasse, bezahlt, und gebe diesen dafür einen Arbeitsvertrag – dann hätte ich auf dem Papier die Arbeitslosigkeit im Nu komplett abgeschafft. Sofort! Wusch! Zack! Ein-Stunden-Woche! Das wäre ein statistisches Paradies! Ich müsste jedoch wissen, welche Arbeit das überhaupt ist … und, wie schon gesagt, welchen Umfang diese hat. Im Ernst: Ein Arbeitsplatz ist kein Arbeitsplatz: Denn eine 40-Stunden-Woche bei 20,35 Euro Lohn pro Stunde ist etwas völlig anderes als eine 16-Stunden-Woche bei 6,10 Euro Lohn pro Stunde. Arbeit ist nicht gleich Arbeit. (Und die jeweiligen Bedingungen erst!) Ich denke also, dass die Statistik der Arbeitsagentur grundsätzlich geändert gehört, damit sie wirklich etwas aussagt … und nicht nur noch zur Täuschung aller dient. Kern: Nichts und niemand darf aus der Statistik verschwinden. Es muss möglichst viel an Information in der Statistik erhalten bleiben, damit möglichst ‚wahre‘ Beurteilungen des Arbeitsmarktes geliefert werden können. Zum Beispiel in Arbeitsstunden pro Beschäftigte pro Woche (8, 10, 12, 14, 16 h und so weiter bis hin zu 40, 42, 44, 46, 48 h). Und dazu der Stundenlohn, ebenfalls in Lohngruppen gestaffelt: 2 € (!!!), 4 € (!!!), 6 € (!!!) – also auch die verbrecherischen Löhne ! – bis hin zu 20, 22, 24 € pro Stunde, etc., alles schön gestaffelt und geordnet. Und das Monat für Monat. So ein Weg wäre einer der notwendigen Schritte zu einer erwünschten und nötigen ’neuen, wahrhaftigen SPD‘. Eine andere Chance haben wir gar nicht. Das Weglügen der Wirklichkeit muss nun aufhören. Sonst ist die SPD bald ganz weg. Husch. Aus. Adieu! Und ich auch!“

ja, diese welt ist nicht diese welt.

das finde ich auch. rot ist auch nicht gleich rot. schau mal das klausens-kunstwerk dazu.

so ist es! genau so !!! aber überall wird gemogelt und gelogen und eine statistik zusammengebaut … und werden „arbeitsplätze“ „geschaffen“, dass sich die globen biegen.

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Zur 2,9-Millionen-Arbeitslosigkeit-s-Lüge schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, es ist ein langes und ewiges lügen.

mit der zahl der arbeitslosen?

richtig: jetzt sollen es unter 3 millionen sein. frau von der leyen hat es gestern verkündet und damit dem chef der arbeitsagentur, weise, diesen „clou“, den er heute in nürnberg verkündet, schon tags zuvor weggenommen.

ich kann nur wiederholen — auch wenn realiter jetzt mehr leute eingestellt werden, weil die wirtschaft wieder besser läuft –, was ich schon schrieb:
a) die statistik stimmt nicht!
b) zudem: ab wann ist ein arbeitsplatz ein arbeitsplatz?
c) wir brauchen eine ganz neue statistik, die auch die 1. löhne 2. die dauer 3. die qualität der (aller!) arbeitsplätze erfasst … sowie alle, die alle — trickreich und absichtsvoll — aus der statistik „ausgegliedert“ werden: krankheit, nicht vermittelbar, „maßnahme“.

wie recht du hast!

ich will ein ganz neues system. eine revolution. schluss mit der lüge. schluss mit den lügen!

schön. wie lautete dein alter beitrag? den, den du eigentlich immer wiederholen könntest, bis sich endlich etwas ändert?

der/die lauteten so (man schreibt sich ja die finger wund):

20.8.2009:

klau|s|ens, das statistische bundesamt hat berichtet.

was denn?

grausames.

was denn?

der ganze arbeitsmarkt geht vor die hunde.

wie denn?

er verludert. die gewerkschaften haben jahrhunderte gekämpft – und nun verludert alles.

warum?

weil SPD und GRÜNE es begonnen haben, und weil CDU/CSU und FDP das alles auch so wollen.

diese parteien also?!

aber ja – und die SPD ist die schlimmste von allen, weil sie die arbeiter verraten hat.

was ist denn passiert?

lies es doch – aus einer AFP-meldung:

„In Deutschland arbeiten immer weniger Menschen in klassischen Beschäftigungsverhältnissen. Stattdessen wächst der Anteil von Zeitarbeitern, Teilzeit-Kräften oder geringfügig Beschäftigten, wie das Statistische Bundesamt in Frankfurt am Main mitteilte. Laut einer Studie der IG Metall missbrauchen deutsche Unternehmen Leiharbeit dabei zudem immer häufiger als Mittel zur Steigerung ihrer Gewinne.

Der Anteil der Erwerbstätigen in einem sogenannten Normalarbeitsverhältnis sank den Statistikern zufolge von knapp 73 Prozent im Jahr 1998 auf 66 Prozent im vergangenen Jahr. Von einem normalen Arbeitsverhältnis wird unter anderem gesprochen, wenn jemand in einer voll sozialversicherungspflichtigen Stelle mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag und mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet.

Der Anteil der sogenannten atypischen Beschäftigungsformen – mit befristeten Verträgen, Teilzeit unter 20 Stunden, Zeitarbeit und geringfügiger Beschäftigung – stieg im gleichen Zeitraum demnach von 16,2 auf 22,2 Prozent. Insgesamt befanden sich 2008 damit 7,7 Millionen Menschen in atypischer Beschäftigung.

Durch den wachsenden Einsatz von Zeitarbeitern, Teilzeit-, geringfügig oder befristet Beschäftigten sparen die Unternehmen den Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge zunehmend Geld. In dieser Gruppe erhalten demnach deutlich mehr Menschen Niedriglöhne. Im Jahr 2006 verdienten Arbeitnehmer durchschnittlich 16,63 Euro brutto pro Stunde. Normalbeschäftigte bekamen brutto 18,04 Euro, atypisch Beschäftigte lediglich 11,98 Euro im Schnitt.“

ich finde das alles nur widerwärtig und widerlich.

eben: dieser „flexible arbeitsmarkt“ soll die nur die armen leute noch ärmer machen. später bekommen sie dann keine rente.

ich habe ja immer gesagt: arbeit ist nicht gleich arbeit.

auch die „arbeitslosenstatistik“ oder die „arbeitsmarktstatistik“ sagt ja nichts über den arbeitsplatz aus. man sagt nur „arbeitsplatz“, aber wieviel stunden, und zu welchen bedingungen und zu welchem lohn – das verschweigen sie.

die SPD wundert sich, warum sie so viele stimmen verliert.

ich wundere mich, dass leute wie günter grass immer noch zur wahl der SPD auffordern, die mit hartz IV und anderen reformen diesen weg der massenverelendung konsequent beschritten hat. von den anderen parteien war das immer zu erwarten – aber von der SPD? es ist betrüblich und schauerlich.

aber dein bild ist dafür ganz nett – es dokumentiert die „teilzeitarbeit“.

ja, ja, aber es ist in leiharbeit entstanden.

wie denn?

ich habe meine arbeitskraft an dich, klau|s|ens, verliehen, und dann hast du wiederum dir meinen namen als zweitklausens geliehen – und so ist es entstanden.

dann gehören wir beide am ende auch noch zu diesem verelendungskartell? ist alles verloren?

12.6.2009:

klau|s|ens, nach KARSTADT nun die arbeitslosen?

wieso „nach“? – alles ist verknüpft.

worüber ärgerst du dich?

ich ärgere mich über die horrend-falsche arbeitslosenstatistik.

wieso?

… weil sie nichts mit der wirklichkeit zu tun hat.

wieso?

… weil viele darin nicht auftauchen und noch mehr herausgerechnet werden. die zahl ist hohl.

na und?

es ist so: als die alte regierung dieses fiese HARTZ IV verabschiedete. führte das auch zu neuen und höheren zahlen bezogen auf arbeitslose und nichtarbeitende menschen. sozialhilfe und arbeitslosenhilfe wurde ja bei der ARGE ein gemeinsamer zahlenfaktor.

ich weiß, ich weiß.

die SPD hat u.a. deshalb die wahl verloren: die zahlen waren plötzlich zu hoch. 5 millionen arbeitslose, so hieß es. – sie wollen nun alles anders machen: sie wollen die zahlen nun offiziell minimieren. (oder sagen wir auch: manipulieren!)

das ist doch politisch normal.

eben: es sind diese ewigen und fiesen tricks, die politiker machen, um gewählt zu werden. sie betrügen mit absicht.

na also.

in dem fall machen es CDU und SPD zusammen.

was beschwerst du dich?

ich beschwere mich, weil diese zahlen mittlerweile nichts mehr aussagen, weil sie falsch sind, unwahr, scheinwahr, nicht-wahr … und weil dennoch gesagt wird: „die arbeitslosigkeit ist ja trotz der konkurse gar nicht so angestiegen, wie man erwarten sollte.“

aha!

eben: mittlerweile ist die statistik durch viele änderungen ganz und gar nicht mehr richtig.

wie kommst du darauf?

lies doch: nürnberger zeitung, 29.5.2009: „Auf Initiative der schwarz-roten Bundesregierung werden seit 1. Mai alle Jobsuchenden nicht mehr als arbeitslos gezählt, die von externen Bildungsträgern bei ihrer beruflichen Wiedereingliederung betreut werden. Im Mai waren dies 15 000 bis 20 000. Diese knapp 20 000 müssten nun eigentlich von den 127 000 abgezogen werden, um zu sehen, um wie viel die Arbeitslosigkeit wirklich zurückgegangen ist. Im Vorjahresvergleich stieg die Zahl der Arbeitslosen nach BA-Angaben um 175 000. Zu diesen wiederum müssten die 20 000 addiert werden, so dass die Zahl der Arbeitslosen eigentlich um fast 200 000 gestiegen wäre.“

und nun?

ich denke, dass man das ganze thema anders anpacken müsste.

wie denn?

ich möchte ein ganz neues und ganz anderes zahlenwerk. ich möchte nun alles genau wissen.

wie genau?

ich möchte wissen, wer alles arbeitslos ist. ich möchte wissen, wer einen 400-euro-job hat. (und wer 2 oder 3 davon hat). ich möchte wissen, wer bei der ARGE gemeldet ist. ich möchte wissen, wer arbeitslos ist, aber angeblich zu alt, und deshalb von der statistik nicht erfasst wird. ich möchte überhaupt, dass es der statistik verboten wird, leute nicht mehr zu erfassen.

schönes zitat: „ich möchte, dass es der statistik streng verboten ist, die leute nicht mehr zu erfassen!“

du hast es etwas verändert. nun gut, weiter: ich möchte, dass alles auf den tisch kommt: berufstätige, die arbeiten, aber von der ARGE bezuschusst werden müssen. selbstständige, die selbstständig sind, aber dennoch die ARGE brauchen, weil ihr einkommen nicht reicht.

auch die scheinselbstständigen?

waren es nicht die kaufhausketten, die anfingen, leute „selbständig“ zu machen, die dann „selbständig“ an einem kleinen stand ihren schmuck im kaufhaus anboten. viele selbständige sind eigentlich gar keine. sie wurden aus stellen rausgedrängt, damit die arbeitgeber für diese keine sozialabgaben zahlen.

und weiter?

ich möchte, dass alle erfasst werden, die arbeiten wollen, aber die vom arbeitsamt nicht als arbeitslose geführt werden. ich möchte, dass alle kranken erfasst werden, die das arbeitsamt am tag der krankheit einfach rausrechnet. ich möchte, dass die mütter erfasst werden. und alle menschen, die berufsunfähig sind. und alle rentner. und alle rentner, die noch arbeiten wollen. und alle, die gerade vom arbeitsamt einen einwochenkurs oder zweiwochenkurs oder vierwochenkurs bezahlt bekommen. niemand darf aus der statistik verschwinden.

du hast viele wünsche!

ich möchte alle arbeitslosen jugendlichen in derjenigen zahl kennen, in der sie in „maßnahmen“ gesteckt werden … und so aus der statistik verschwinden. ich möchte alle zeitweilig und dauerhaft berufsunfähigen in ihrer zahl kennen. ich möchte alle menschen kennen, die bei privaten vermittlern sind, und vom arbeitsamt deshalb nicht als „arbeitslos“ geführt werden.

was? das arbeitsamt schiebt leute zu privaten vermittlern, die nichts tun oder nichts tun können, außer die leute zwei mal pro monat zu empfangen … und dann sind die aus der statistik?

ja, ja, es ist alles ein skandal. ich bekam gestern eine e-mail dazu. in dieser mail wurde auch auf einen beitrag der sendung PANORAMA hingewiesen.

über die aktuellen dinge?

ja. hier kannst du dir den beitrag als PDF-datei selber durchlesen: http://daserste.ndr.de/panorama/media/panoramaarbeitslosenzahl102.pdf

wahnsinn, wahnsinn. was für eine verrückte welt.

aber wir werden kämpfen, dass sie besser wird.

aber ja, aber ja, bis zum nimmerleinstag.

so habe ich mir dich immer gewünscht, zweitklausens! ach ja: du weißt, dass man künstler per se nicht als arbeitslose führt?

was? stimmt das?

eine neue anweisung: „führen sie künstler per se nicht als arbeitslose – die suchen sich ja jeden tag selber ihre arbeit! z.b. schreiben sie gedichte“

du machst späße!

aber möglich wäre es doch!

aber ja, aber ja. – und dein heutiges gedicht?

unseres! unseres! das heißt:

ERREGUNGSWANDEL

Wir waren arbeitslos
Und hatten
Die Hände dann im Schoß
Bis diese aber doch was taten
Nur was, das … können wir hier nicht verraten

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau|s|ens oder Klau-s-ens oder Klau=s=ens, am 12.6.2009, Freitag, geschrieben in Königswinter-Niederdollendorf und in Königswinter-Oberdollendorf.

und dein bild. da unten?

das nannte ich „kleine juni-meditation“ – ich schenkte es einer überaus guten person, die auch nimmermüde gegen das unrecht der welt eintritt. alle menschen, die gegen das unrecht der welt eintreten, müssen zusammenhalten … und sich gegenseitig stützen. das ist auch so eine lehre von allem.

und der kampf für die neue und andere arbeitslosenstatistik?

der hat nun begonnen, so wie ja auch der kampf für ein bedingungsloses grundeinkommen von anderen schon begonnen wurde.

und wo bleibt die kunst?

ich nehme heute mal die „kunst als kampf“ … allerdings nicht als „mein kampf!“, damit wir uns richtig verstehen.

das tun wir, das tun wir! ach, klau|s|ens, ich wäre so gerne wie du!

ich auch. ich ja auch, zweitklausens!

31.10.2008:

klau|s|ens, man sieht dich im zorn.

wieder diese zahlen!

welche?

aus nürnberg: arbeitslosigkeit unter 3 millionen!

dann freue dich doch!

kann ich aber nicht!

wieso?

… weil doch alles nur lug und betrug ist.

du zweifelst die statistik an!

das ja sowieso: die frage ist immer, wer in der statistik auftaucht.

aha.

aber das thema hatten wir schon, mir geht es um den begriff von arbeit und arbeitslos.

wieso?

ich kann den lohn senken, die leute ausgliedern, dazu eine andere firma gründen, wo sie dann wieder arbeiten, aber zu deutlich gesenktem lohn.

ja, und?

diese leute sind dann nicht arbeitslos, verdienen aber bedeutend weniger.

so hat es die TELEKOM gemacht.

und andere auch: ausgliedern, umwidmen, umwandeln, tarifverträge umgehen, trickreich sein und „arbeit schaffen“.

arbeit und arbeit ist nicht gleich? auch nicht arbeitsplatz und arbeitsplatz?

genau!

ich könnte deinen job nehmen und ihn teilen.

meinen job teilen?

aber ja.

und was hättest du?

ich hätte dann zwei jobs.

ja, ja, ich habe dann also zwei stellen statt einer. ich hätte also die zahl der stellen verdoppelt. zaubertrick!

aber …

… aber? – jede stelle hat nur noch die halbe stundenzahl.

du meinst also, dass 3 millionen arbeitslose vielleicht weniger sind, als vier – aber dennoch könnte es eine verelendung der menschen bedeuten.

genauso. vergesse nicht die kurzarbeiter, die in der statistik auch nicht vorkommen.

und?

… und vergesse auch nicht alle die menschen, die so wenig verdienen, dass sie per hartz IV aufgestockt werden.

und die leiharbeiter!

genau, das ist ja auch eine gruppe der verelendung.

was heißt das?

es heißt, dass arbeit und arbeit nicht dasselbe sind.

was heißt das noch?

ich kann die arbeitslosigkeit formal senken, und zugleich die lage der menschen deutlich verschlechtern.

genial!

sicher: und die politiker laufen jetzt durch die talkshows und sagen stolz: „wir haben die arbeitslosigkeit gesenkt!“

dabei sind es alles nur statistische fakten, und die realität ist gar nicht so.

ja, das ist unbedingt festzuhalten. und daher kommt mein zorn.

was erwartest du?

ich erwarte eine arbeitslosenstatistik, in der die zahl der arbeitstunden pro arbeitsplatz auftaucht, und die lohnhöhe pro stunde. pro arbeitsplatz. alles genau aufgegliedert.

alles andere wäre lüge?

wieso wäre? wir bekommen monat für monat arbeitslosenzahlen – und jeder orientiert sich an der reinen zahl, die so viel verhüllt.

und niemand am inhalt der zahl.

sehr wenige! die arbeitslosigkeit als solche ist überhaupt kein maßstab für die lage der einfachen leute.

was forderst du?

änderungen, immer wieder änderungen.

und dann?

dann werde ich sofort meine und deine stelle als ein schriftsteller und künstler zusammenführen, zu einer stelle, zu einer person. damit endlich die wahrheit wieder einzug hält, in unsere welt.

aber wer bezahlt bislang unseren lohn?

die angst! es heißt doch: „lohn der angst“!

wie war das eigentlich mit der autobahn? ende der zwanziger jahre? dreißiger jahre? arbeitsdienst? zwangsarbeit?

ist eva herman denn immer noch arbeitslos? war sie es jemals?

29.8.2008:

klau|s|ens, die zahl der arbeitslosen ist so schön gesunken.

ich weiß: alle welt applaudiert.

freust du dich nicht?

wieso sollte ich? „arbeitslos“ ist ein formaler begriff, das gegenteil bedeutet: hat arbeit. mehr nicht!

und?

ich würde die arbeitslosigkeit an einem tag reduzieren, auf NULL, auf unter NULL.

und wie machst du das?

wenn ich kanzlerpräsident von deutschland wäre, würde ich alle arbeitsplätze, die es gibt, durch zwei teilen.

danach?

danach wäre die arbeitslosigkeit verschwunden. wir hätten zuwenig arbeitskräfte sogar.

das ist ein genialer vorschlag.

das sage ich doch! – im prinzip arbeiten sie auch jetzt so.

wieso denn?

weil sie immer sagen, weniger arbeitslose, ohne uns zu sagen, wieviel die leute arbeiten, und: was die leute denn arbeiten … und wieviel sie verdienen, die da arbeit haben.

ich verstehe das nicht.

also: wir haben einen job mit 2800 brutto. als idee.

und dann?

dann teile ich den job und wir haben zwei jobs mit je 1400 brutto.

das bedeutet?

zwei haben arbeit, statt einer person: aber beide verdienen nur noch die hälfte. (die arbeitslosigkeit ist in diesem fall aber verschwunden!)

du meinst, „arbeitslos“ ist ein rein formaler begriff?

aber sicher: ich kann dann auch noch den lohn zusätzlich drücken (die TELEKOM hat es mit ihren auslagerungen so schön vorgemacht!).

und dann?

dann haben wir weniger arbeitslose, und alle verdienen noch weniger geld.

du meinst, man kann eine wirtschaft runterfahren, in die armut, aber der öffentlichkeit erzählen, es sei alles anders?

genau das passiert ja derzeit, genau das.

wir werden belogen?

formal nicht: „es gibt weniger arbeitslose.“

aber inhaltlich!

eben – und das alles hat die SPD mit ihrer „agenda 2010“ (oder wie man das alles nennt) eingeläutet. und diesem hartz 4.

aber wir haben weniger arbeitslose!

eben! wir tanzen auf den tischen, denken, uns geht es gut – aber in wirklichkeit geht es uns schlecht. aber die manager verdienen immer mehr.

und die aktionäre und dividendenzähler.

ja, ja, so ist die welt. manche arbeiten für 3,50 euro und haben eigentlich nichts für nichts.

nigerianische verhältnisse? auch in deutschland? armut allüberall? die welt ist ziemlich böse.

ich weiß: deshalb sage ich ja: „freunde, lasst uns den gedanken konsequent zu ende denken, und dann haben wir keine arbeitslosigkeit mehr. über nacht. wir teilen alle arbeitsplätze durch zwei und haben sie verdoppelt.“

aber die leute könnten doch von dem lohn gar nicht leben.

wen interessiert das schon! hauptsache, alles war ein „erfolg“.

du meinst, die menschen kommen gar nicht vor.

bei dem, was ich bei den großen parteien lese und höre: ich würde sagen: „nein!“

aber sie reden doch davon.

das macht man eben. man muss immer den humanismus spielen, wenn man in wirklichkeit etwas ganz anderes beabsichtigt.

und was beabsichtigst du?

wieso?

du spielst doch auch den humanisten!

ich wollte nur die arbeitslosigkeit über nacht abschaffen. und ich tat mit meinem genialstvorschlag genau das, was die arbeitsagentur und die industrie auch tun, mit ihrer statistik und alledem.

du meinst: wenn man die leute ärmer macht, so glauben sie doch, sie würden irgendwie reicher?

an arbeit! ja, vielleicht auch dies. die welt bietet jedenfalls immer wieder neue seltsamkeiten.

und was machen die schriftsteller? haben die auch eine funktion in der agenda 2010?

die sollen die menschen mit den kuriosesten texten davon ablenken, wie sich alles wirklich in der wirklichkeit verhält.

haben wir nun weniger arbeitslose oder nicht?

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Urs Widmer in Bad Kreuznach, den hört KLAUSENS lesen

klau|s|ens, sie haben die bibliothekstage eröffnet, in rheinland-pfalz. die bibliothekstage 2010.

gewiss, man macht dieses und jenes. überall werben menschen um ihre belange, firmen um ihre produkte, instanzen um ihre behuflichkeiten.

behuflichkeiten?

gibt es das wort nicht?

ich weiß es nicht. aber gut. dann warst du also da.

sie haben das buch und das lesen hochgeredet. nein, die bibliotheken. sie haben sich da für die bibliotheken stark gemacht.

man darf „buch“ und „medien“ nie verwechseln.

gewiss. es gibt auch leute, die sich einfach nur landkarten ausleihen, für ihren urlaub. das sind alles „nutzer“ und sie „leihen aus“, aber sagt nichts über das lesen. auch nichts über die zuwendung. es sind dann einfach nur zahlen.

die bibliothekstage sprechen ja auch nicht (allein) vom lesen, sondern von den bibliotheken.

wenn man sich dann aber so eine veranstaltung anguckt …

was war denn?

es war alles nett gemacht und gut organisiert, und viele menschen traten ans pult, redeten … und es gab auch eine ausstellung, und im eintrittspreis war EIN getränk inklusive. man kann sich kaum beschweren.

aber?

es waren eben kaum junge leute da.

vielleicht liegt es an bad kreuznach. der name „bad“ deutet so etwas an: ältere und kranke, die erholung wünschen.

aber es liegt eben auch an solchen veranstaltungen, die eben doch eher das betuliche pflegen … am ende. und auch die klassische form: reden und ansprachen, die lesung, etwas musik, dann getränke.

sie haben aber urs widmer eingeladen. der schweizer autor mit großem namen.

der war auch da und las aus seinem buch „herr adamson“.

na also.

und ich habe dann auch LIVE gedichtet.

dann ist es doch schön. herrlich! wunderball! alles prima!

es gab auch klassische musik von der gitarre.

also doch der festliche touch. ich verstehe.

in gewisser weise ja: festlich, aber nicht zu sehr, und etwas betulich. dazu viel licht, weil die bibliothek in bad kreuznach schön hell ist.

und wenn sie HIP-HOP aufgeboten hätten? zur eröffnung?

dann hätte ich gesagt: „überall spielen sie HIP-HOP, weil das die gedachte jugendkultur darstellen soll. das ist ja inflationär und nicht überzeugend. fällt denen denn gar nichts mehr ein!“

punk?

hätte vielleicht zu anbiedernd gewirkt. außerdem gibt es keine band namens „die toten bücher“. oder doch?

siehst du: es ist schwer, etwas zu machen, und es dann auch richtig zu machen.

vielleicht gibt es gar kein „richtig“. zumal: das e-book kommt. was machen dann die bibliotheken? verleihen sie digitale daten über luftströme? über „streams“? werden sie wie fernsehstationen? oder wie videotheken? oder ein zweit-internet? ich zahle geld und darf dann daten saugen? in meinen e-reader? — darüber wurde gar nicht erst gesprochen.

aber etwas muss es doch geben!

die menschen wälzen sich von termin zu termin, von rede zu rede, von eröffnung zu eröffnung, von jubiläum zu jubiläum, von tagen zu tagen, von einweihung zu einweihung. vieles ist langweilig und unerträglich.

was hoffst du?

man hofft immer, dass es dieses mal irgendwie anders ist.

und was ist dann für dich das schöne?

das ewig gleiche immer wieder anders zu beobachten und zu verarbeiten: http://www.klausens.com/klausens-und-urs-widmer.htm — eigentlich ist nur das noch reizvoll.

ach du meinst dieses mal: die schöne frechgrüne jacke der ansonsten angenehm bescheiden auftretenden ministerin … und die hellbraunen schuhe des schriftstellers?

manchmal sind die kleinigkeiten dann die halbe welt. wie in der literatur.

und der rest?

obsolet.

spontanidee: man müsste für die weihnachtszeit nicht nur oblaten backen, sondern auch „obsoleten“.

dann hätte wenigstens man noch was davon. „obsoleten“ sind gut. kann man die denn auch ausleihen?

>>>>Eröffnungsveranstaltung der Bibliothekstage Rheinland-Pfalz 2010

Der Schweizer Autor Urs Widmer liest bei den Bibliothekstagen.

Literarisch-musikalische Matinee

mit Urs Widmer und dem Gitarrenduo Kluschat & Faus

am Sonntag, 24. Oktober 2010

Beginn: 11.00 Uhr

Ort: Stadtbibliothek Bad Kreuznach, Kreuzstraße 69, 55543 Bad Kreuznach

Eintritt: 10 Euro (inkl. Imbiss und ein Getränk)

Programm

Begrüßung:
Andreas Ludwig, Oberbürgermeister der Stadt Bad Kreuznach
Manfred Geis, Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland-Pfalz im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv)

Eröffnung der Bibliothekstage:
Doris Ahnen, Staatsministerin im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Mainz

Grußwort:
Urs Schnider, Konsul, Schweizerisches Generalkonsulat Frankfurt a.M.

Es sprachen auch der Leiter der Bibliothek, Stefan Meisel, sowie die Kulturdezernentin von Bad Kreuznach, Andrea Manz.

Künstlerisches Programm:
Autorenlesung mit dem Schweizer Autor Urs Widmer
Musik mit dem Gitarrenduo Marc Kluschat & Michael Faus, Klassische Gitarre

Im Anschluss: Imbiss und Getränke

Veranstalter: Deutscher Bibliotheksverband – Landesverband Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz

Die Bibliothekstage Rheinland-Pfalz 2010 werden unterstützt von der Kulturstiftung Rheinland-Pfalz.<<<<

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Die Ohrstöpsel wie gewünscht sieht KLAUSENS

wo?

was?

wo hast du sie gesehen?

was?

die ohrstöpsel.

ich verstehe dich nicht!

der gag ist alt! also wo?

nicht bei den hüttenwerken, nicht vor den stahlwerken. nicht neben den hüttenstahlwerken. auch nicht hinter den walzstahlhüttenwerken. auch nicht um die walzhüttenstahlkoksereiwerke herum.

wo denn?

in der stadtbibliothek köln.

aber wozu denn? wozu denn da?

damit du besser lesen kannst.

was denn?

was?

was denn?

ich verstehe dich nicht!

dann nimm doch die hörstöpsel aus dem ohr.

ich habe doch keine drin. wir wollten diesen gag doch nicht in diesem blog machen, weil er alt ist.

nein?

nein!

wieso nicht?!

weil ich sowieso nie lache oder lese. deshalb. ich lachlese nicht. da kann ich den lärm ganz gut ab.

auch die schallende ohrfeige der literaturkritik?

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Das Symposium „Avantgarden im Rheinland“ zu „Der Westen leuchtet“ und KLAUSENS

klau|s|ens, sie reden immer.

über kunst.

es wird immer so langweilig dann.

kunst kann wild und lebendig sein, aber sobald die kunsthistoriker und kunstmacher und kunstgeschichtler und alle -innen antreten, bleiben nichts als die reden, entweder frei oder halbfrei oder abgelesen. aber reden, reden, reden.

und sitzen, sitzen, sitzen.

so wird dann aus der kunst das unnütze der nichtkunst.

schon wenn die dinger im museum sind, die gemälde, installationen, video, happenings. schon dann verlieren sie doch.

das ist sehr wahr.

aber wenn sie dann darüber reden, reden, reden.

wenn sie symposien machen …

… dann verliert die kunst alles (wenn es überhaupt da war!) weltbewegende …

… und wird besonders arm und farblos und leer und unwichtig, wie alles andere auch. kunstsymposien sind oft harrgenau so wie alle anderen symposien auch. so wird aus der kunst das all-geisteswissenschaftliche des ablegens im unergründlichen der ödnis alles daseins.

wenigstens die LIVE-dichtung versucht hilflos, noch etwas hinüberzuretten, in die sphäre der phantastischen erkenntnis.

http://www.klausens.com/klausens-und-tony-cragg.htm

ach, die kunst! und deren sie beredende!

und die SERIELLOs:

http://www.klausens.com/seriello-tony-cragg.htm

http://www.klausens.com/seriello-stefan-gronert.htm

„Symposium
Avantgarden
im Rheinland
Bonn, 21.–23.10.2010
programm
donnerstag, 21.10.2010
18.00 Uhr begrüssung :
Dr. Gabriele Uelsberg (LVR LandesMuseum Bonn)
und Prof. Stephan Berg (Kunstmuseum Bonn)
18.20 Uhr einführung :
Prof. Anne-Marie Bonnet (Universität Bonn)
und Dr. Stefan Gronert (Kunstmuseum Bonn)
18.45 Uhr Rheinische Avantgarden und die
Rolle der Kunstakademie Düsseldorf
Prof. Tony Cragg (Kunstakademie Düsseldorf)
19.30 Uhr Die West-Kunst in Museen und Ausstellungen
Prof. Klaus Honnef (Bonn)
freitag, 22.10.2010
Sektion »Neue (?) Medien:
(Über)Regional und I ntermedial«
10.00 Uhr einführung :
Moderator Dr. Stefan Gronert
10.15 Uhr Intermedialität in der Fluxus-Bewegung
Prof. Ursula Frohne (Universität Köln)
11.00 Uhr »Good Morning, Mr. Orwell«.
War der institutionelle Einsatz für die Videokunst
in den 80er Jahren mehr als ein Flirt?
Dr. Doris Krystof (Kunstsammlung NRW, Düsseldorf)
11.45 Uhr Neben, mit und nach der Photographie im Rheinland
Prof. Rolf Sachsse (Hochschule der Bildenden Künste,
Saarbrücken)
12.30 Uhr mittagspause
Sektion »Institutionen – Vermittler
und/oder Hervorbringer des N euen«
14.00 Uhr einführung :
Moderatorin Dr. Gabriele Uelsberg
14.15 Uhr Werte ohne Währung? Handlungsspielraum
und Deutungsmacht des Kunsthandels zwischen
Kriegsende und Währungsreform
Dr. des. Daniela Wilmes (Aachen)
15.00 Uhr Alles auf Anfang. Max Imdahl und die
Bochumer Kunstgeschichte
Prof. Richard Hoppe-Sailer (Universität Bochum)
15.45 Uhr kaffeepause
16.00 Uhr Kuratierte Städte: Der Museumsboom im Rheinland
Prof. Philip Ursprung (Universität Zürich)
16.45 Uhr Die Selbstdarstellung des Rheinlands
Dr. Georg Imdahl (Köln)
18.00 Uhr Führung durch die Ausstellung »Der Westen leuchtet«
im Kunstmuseum Bonn
samstag, 23.10.2010
Sektion »Künstlerische ProzeSSe
im Rheinland seit den sechziger Jahren«
10.00 Uhr einführung :
Moderator Prof. Anne-Marie Bonnet
10.15 Uhr Joseph Beuys im Rheinland der 60er Jahre
PD Gerald Schröder (Universität Bochum)
11.00 Uhr »Sigmar Polke & Co« in der
Avantgarde-Galerie Erhard Klein
Wiebke Siever M.A.
11.30 Uhr Das Image muss komplexer werden. Versuch über
die kontrollierte Offensive im Werk von Gerhard Richter
Michael Stockhausen, Mag. Cand.
12.00 Uhr Polke, Kippenberger, Krebber:
die rheinische Selbstkritik der Malerei
Prof. Isabelle Graw (Städelschule Frankfurt)
12.30 Uhr schlussworte
veranstaltungsort
LVR LandesMuseum Bonn,
Colmantstraße 14–16, 53115 Bonn

avantgarden im rheinland
Symposium, 21.–23.10.2010
Das Jahr 2010 bietet den Anlass zu einer Standortbestimmung
der nationalen und internationalen
Bedeutung des Rheinlands als Kunst-Region. Ergänzend
zur groß angelegten Ausstellung »Der Westen leuchtet«
des Kunstmuseums Bonn, die eine derartige Betrachtung
des künstlerischen Schaffens im Rheinland von
1960 bis heute ins Auge fasst und dabei alle zentralen
künstlerischen Positionen von Beuys, Richter und Polke
bis zur Gegenwart präsentiert, haben sich erstmals
das LVR LandesMuseum Bonn, das Institut für Kunstgeschichte
und Archäologie der Universität Bonn, das
Kunsthistorische Institut der Ruhr-Universität Bochum
sowie das Kunstmuseum Bonn zusammengetan, um
mit Hilfe eines Symposiums die Fragestellung der
»Avantgarden im Rheinland« von wissenschaftlicher
Seite zu untersuchen.
Das Symposium verfolgt die künstlerischen Avantgarden
des Rheinlands über den Zeitraum des vergangenen
halben Jahrhunderts und setzt dabei unterschiedliche
Schwerpunkte, die neben der Kunst-Produktion auch
den Institutionen und den »Neuen« Medien gelten. Die
Referenten sind Experten unterschiedlicher Herkunft
(Professoren, Museumsdirektoren, Kuratoren, Kritiker
und Studierende), die ein Niveau gewährleisten, das die
Diskussion über die deutsche Nachkriegskunst generell
erheblich befruchten wird.
Zielgruppe der Veranstalter sind nicht allein die Besucher
der Ausstellung »Der Westen leuchtet« im Kunstmuseum
Bonn, sondern vielmehr eine breite Interessentengruppe
und Kunsthistoriker, die sich mit der deutschen Nachkriegskunst
im Allgemeinen auseinandersetzen.
Der Besuch des Symposiums steht allen Interessierten
offen; es werden keine Teilnahmegebühren erhoben.
Veranstalter: Kunstmuseum Bonn, LVR LandesMuseum
Bonn, Institut für Kunstgeschichte und Archäologie
der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn in
Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Institut
der Ruhr-Universität Bochum“

ach: immerhin ist nun alles sauber und schön dokumentiert.

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Das Solarium und KLAUSENS

klau|s|ens, du warst noch nie im solarium?

noch nie.

das ist ja schrecklich!

für mich oder für das solarium?

für die welt.

die welt leidet daran?

aber ja: du musst alles 1 x gemacht haben, in deinem leben, damit man dich als schriftsteller auch ernstnehmen kann.

das wusste ich so nicht.

dann wird es aber höchste zeit!

aber: was soll ich im solarium?

dir deine haut etwas anbrennen lassen.

ist das gesund?

man weiß es nicht. vielleicht eher nein.

dann kann ich es auch lassen.

aber dennoch „arbeitest“ du mit dem solarium?!

es ist in der dunkelheit durchaus von einer ästhetischen kraft. da kann kein künstler dran vorbei.

also doch solarium!

aber nur von außen. und im dichten:

HEISSKRAMPFLASSDOCHWEGMACHER
– Solariumsgedicht –

Es brennt die Lampe lichterloh
Die ganze Haut aus meinem Po.
Wodurchbei werd‘ ich wahr und wirklich froh,
Wenn dabei gnädigst dunkle Darmes Kacka-Bröckelein vernixodampfen.
Ja, ja, und auch mein Hirn! Alles, alles: Einfach so!
Zudem brauch‘ ich heute gar nicht mehr aufs Klo.
Und mit den Fetzen passt das scho‘.

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen am 21.10.2010, Donnerstag, Königswinter-Oberdollendorf.

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