Tagesarchiv: Januar 1, 2011

Das Wort zum neuen Jahr und KLAUSENS

klau|s|ens, die tragik ist das wort.

ja, die tragik des menschen.

der mensch meint, weil er das wort habe, sei er irgendwie besser oder höher oder weiter als der rest der schöpfung.

wobei wir vom rest der schöpfung gar nicht genau wissen, ob die nicht auch „worte“ hat/haben. aber eben wohl eher andere, die wir (noch?) nicht verstehen.

es geht auch bei der religion ums wort.

ja, leider.

wieso?

man sagt immer, es sei das „wort gottes“ … und dann geht der ärger los. („am anfang war das wort“ … und am ende wohl auch!)

es ist der ärger um die hoheit der worte.

zuerst muss man festlegen, welche worte denn die gottes seien. das ist die code-werdung.

und dann?

dann streiten wir uns um auslegung und übersetzung. sprache ist tückisch.

hatte der papst in seiner christmette nicht noch bestimmte dinge diskutiert, die „falsch verstanden“ würden?

genau: man sagt dann immer, dieses sei so zu verstehen und jenes so. die ausleger bestimmen das auszulegende. die interpretierer. die angeblich „wissenden“. auch der papst rückt dann die dinge „zurecht“, in seinem mono-egoistischen sinne, der als göttlicher dann verkündet wird.

das ist wie bei der literatur.

das wort gottes ist auch literatur. ach ja, mit dem wort hat uns jener gott, den es meines erachtens so nicht gibt, uns doch wohl eher schreckliches zugefügt.

das wort kommt aus dem menschen.

wenn man aber glaubt, dass der mensch von gott kommt, dann kommt auch das wort von ihm. letztlich ist alles von ihm.

das hat dann wiederum „sinn“.

gewiss, denn es kommt ja von gott. unser blog(g)eintrag kommt also letztlich auch von gott.

warum aber müssen die menschen den sinn des wortes auslegen, wenn es doch von gott kommt?

weil das wort doch nicht eindeutig ist.

und das hat gott mitbedacht?

wenn es ihn gibt, was wir beide nicht glauben … dann hat er dieses „spiel“ mit eingebracht, oder sie, oder es, und sitzt nun da, oder liegt, oder steht (wie denn nun? welche kategorie trifft auf gott zu? vielleicht eher wie ein gas?) … dann also guckt er irgendwie zu und lacht sich kaputt.

guckt? wie ein mensch? lacht? über „das wort gottes“?

über uns. über die sprache. über die worte. über alles. dann sieht er, dass in ägypten gerade mindestens 21 christen weggebombt wurden, kopten, und freut sich über das chaos der religionen. oder dieser vereitelte anschlag auf die zeitung in dänemark, die die unguten karikaturen über/von moha(m)med veröffentlich hatte.

diese religionen „des wortes“ strömen nun mit dem wort gottes aufeinander zu und machen sich kalt!

ja, gewiss, ja, leider. allein die kreuzzüge. am anfang war immer dieses blöde „wort“, an dem die menschheit ewig leiden wird.

und was tun?

wir schreiben. z.b. ein gedicht:

VOM WARUM EINES NEUJAHRSGEDICHTS

Wir begegnen
Dem neuen
Jahr mit
Der Skepsis
Die uns
Durch das
Alte gerettet
Hatte
Sie das?

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau+s+ens oder Klau*s*ens, am 1.1.2011, Samstag, Neujahr, Königswinter-Oberdollendorf

und nun?

nun haben wir wieder ein „wort“ als mehrere worte. diese dürfen nun ausgelegt werden.

das wort gottes?

wenn wir von gott herkommen, zweitklausens, sind auch unsere texte das „wort gottes“. so muss es einfach sein.

aber wie habe ich das nun zu verstehen? dieses gedicht?

siehst du: jetzt beginnt schon die auslegung. die bomben folgen dann später.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
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