Tagesarchiv: Januar 10, 2011

Zum Ei-Dioxin-Skandal hört KLAUSENS die Einfältigkeit der Journalisten

klau|s|ens, die journalisten und -innen überschlagen sich: skandal, skandal, skandal.

gewiss, das ist ihr recht. es langweilt uns. aber es ist ihr recht.

aber sie versuchen nun alle, ganz toll zu sein.

wie machen sie das?

sie stellen alle die gleiche eingangsfrage.

wann?

wenn sie leute interviewen, zum thema.

worum geht diese frage?

diese frage geht um das ei.

das war doch klar, aber was ist der vermeintliche „pfiff“ der journalisten?

sie fragen alle als einstieg:

„herr minister, haben Sie heute schon ein ei gegessen?“

„frau staatssekretärin, was haben Sie heute zum frühstück gegessen?“

„herr verbandspräsident, werden Sie heute noch ein ei essen?“

„frau bundestagsabgeordnete, wann haben Sie zum letzten mal ein ei gegessen?“

„herr biobauer, haben Sie heute auf ihr ei verzichtet?“

„frau verbraucherschützerin, wie hat Ihnen heute das ei geschmeckt?“

etc. etc. etc.

dann ist der dioxin-skandal auch ein journalistenskandal?

gewiss: wenn eine/r mal so etwas fragt, denkt man: aha, er/sie hat sich was überlegt. wenn aber alle ihre interviews so beginnen, dann wird man nachdenklich.

es lebt der eine berufsstand nicht ohne den anderen. es kann der eine skandal nicht ohne den anderen.

„herr künstler, hatten Sie heute schon an Ihrem täglichen skandal genossen?“

„nein, danke, aber ich habe gestern ein weiteres ei-dioxin-kunstwerk produziert: es heißt ’solange man es noch zerschlagen kann‘, sehen Sie selbst.“

„danke herr künstler, also auch Sie … ich verstehe.“

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