Monatsarchiv: Mai 2011

Fast alles zu Jörg Kachelmann findet KLAUSENS gesagt

klau|s|ens, es ist fast alles gesagt.

ich weiß. was sollen wir noch sagen?

lass es doch!

kachelmann wurde freigesprochen. aber der freispruch sagte, dass es nicht genug gab, um ihn zu verurteilen.

sicher, sicher. so ist das recht.

sollen wir uns auf eine seite stellen?

nach dem, was wir gelesen und erfahren haben, musste das urteil genauso ausfallen.

recht ist recht.

die beweislage war so. wir stimmen dem gericht zu. das urteil in AUSZÜGEN im wortlaut. KLAUSENS zitiert dpa.

Zitiert wird der Vorsitzende Richter, Michael Seidling.

ZUM FREISPRUCH:

“Der heutige Freispruch beruht nicht darauf, dass die Kammer von der Unschuld von Herrn Kachelmann und damit im Gegenzug von einer Falschbeschuldigung der Nebenklägerin überzeugt ist. Es bestehen aber nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme begründete Zweifel an der Schuld von Herrn Kachelmann. Er war deshalb nach dem Grundsatz “in dubio pro reo“ freizusprechen.“

ZUR KRITIK AM GERICHT UND AN DER STAATSANWALTSCHAFT:

“Der Kammer zu unterstellen, sie sei nicht bestrebt, die Wahrheit herauszufinden und sie stattdessen mit dem Vorwurf zu überziehen, sie verhandele, bis etwas Belastendes herauskomme, ist schlicht abwegig. Im Ergebnis wird damit meinen Kollegen und mir jegliche Professionalität und jegliches Berufsethos abgesprochen. Es bleibt der ungerechtfertigte, dem Ansehen der Justiz schadende Vorwurf im Raum stehen, Richter seien bei Prominenten bereit, zu deren Lasten Objektivität, richterliche Sorgfalt und Gesetze außer Acht zu lassen. Gleiches gilt im übrigen für die Staatsanwälte.

Gerade der vorliegende Fall steht in seiner Komplexität exemplarisch dafür, dass mit vertretbaren Erwägungen unterschiedliche Sichtweisen denkbar sind. Den Vertretern der Staatsanwaltschaft deshalb pflicht- bzw. gesetzeswidriges Verhalten zu unterstellen, ist eines Strafprozesses unwürdig. Die – wenn auch hart geführte – Auseinandersetzung in der Sache setzt immer auch den respektvollen Umgang miteinander voraus. Diesen hat der Verteidiger des Angeklagten häufig vermissen lassen. Dass angesichts der Verdachtslage ein Ermittlungsverfahren einzuleiten, Anklage zu erheben und das Hauptverfahren zu eröffnen war, ist bei objektiver Betrachtung der gesamten Aktenlage – und nur auf die kommt es bei den vorgenannten Entscheidungen an – nicht zu bezweifeln. Auch das Oberlandesgericht Karlsruhe hat dies nicht anders gesehen.“

ROLLE DER MEDIEN:

“Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Aber auch sie kennt Grenzen. Diese Grenzen existieren offensichtlich im Internet nicht. Vorwiegend hinter der Fassade der Anonymität wurden im Verlauf des Verfahrens in den Meinungsforen, Blogs und Kommentaren im Internet die Persönlichkeitsrechte des Angeklagten, der Nebenklägerin, aber auch des Gerichts und der Verfahrensbeteiligten immer wieder mit Füßen getreten, ohne dass die Möglichkeit bestanden hätte, sich dagegen in irgendeiner Weise effektiv zur Wehr zu setzen. Auch angeblich Sachkundige konnten nicht der Versuchung widerstehen, ohne Aktenkenntnis und ohne an der Hauptverhandlung teilgenommen zu haben, häufig aber auf der Grundlage unvollständiger und fehlerhafter Medienberichte per Ferndiagnose ihre persönliche Meinung zum Besten zu geben, die in der Regel nichts mit sachlicher Kritik zu tun hatte, sondern häufig nur Klischees bediente.

Die Pressefreiheit zählt wie die Meinungsfreiheit zu den elementaren Grundrechten. Die Gerichte haben bei ihrer Tätigkeit die Pressefreiheit zu respektieren und den Medien eine angemessene Berichterstattung über das Verfahren zu ermöglichen. Gerichte müssen und sollen damit leben, dass sie durch die Medien öffentlicher Kontrolle unterliegen. Umgekehrt aber ist es Aufgabe der Presse, vollständig und sachlich zu berichten, dem Leser damit die Möglichkeit zu geben, sich unvoreingenommen eine Meinung zu bilden und dabei die Würde des Gerichts und der Verfahrensbeteiligten zu achten. Statt der gebotenen Zurückhaltung gegenüber einem laufenden Verfahren prägten vorschnelle Prognosen, das einseitige Präsentieren von Fakten und mit dem Anschein von Sachlichkeit verbreitete Wertungen die Berichterstattung. Diese mögen zwar als Garant für Schlagzeilen und Verkaufszahlen dienen; der Wahrheitsfindung in der Hauptverhandlung sind sie jedoch in hohem Maße abträglich.

Sie erzeugen Stimmungen, wo Sachlichkeit gefragt ist; letztlich vertiefen sie den mit der Durchführung eines Strafverfahrens verbundenen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Angeklagten und der Nebenklägerin in nicht gerechtfertigter Weise. Vor allem aber erschweren sie die Akzeptanz eines Richterspruchs in der Öffentlichkeit und schaden damit dem Ansehen der Justiz.

Mit Befremden hat die Kammer die Aufrufe an die Bevölkerung registriert, im Wege der Abstimmung über Schuld und Unschuld des Angeklagten zu entscheiden. Damit verkommt das Gerichtsverfahren nicht nur zu einem reinen Event; vielmehr werden Entscheidungen von Gerichten, denen nicht selten eine hochkomplizierte Entscheidungsfindung vorausgeht, in der öffentlichen Wahrnehmung mit dem Merkmal der Beliebigkeit behaftet. Dass auch dadurch dem Ansehen der Justiz in der Öffentlichkeit massiver Schaden zugefügt wird, liegt auf der Hand.

Mit öffentlicher Kontrolle der Gerichte durch die Medien hat diese Form der Medienarbeit nichts zu tun. Der Kammer ist bewusst, dass die Arbeit der Medien im vorliegenden Verfahren unter erschwerten Bedingungen stattfand. Durch den wiederholten Ausschluss der Öffentlichkeit war es den Medienvertretern nicht möglich, sich ein vollständiges Bild vom Ablauf und Inhalt der Hauptverhandlung zu machen. Dies hätte jedoch umso mehr Anlass zur Zurückhaltung bei der Berichterstattung sein müssen. Die Kammer hätte vor allem in diesem Zusammenhang von Seiten der Medien mehr Verständnis für die Belange des Strafprozesses erwartet. (…)

Ob einer Hauptverhandlung für die breite Öffentlichkeit ein ausreichender Unterhaltungswert zukommt, ist für die Beurteilung der Schuldfrage und damit für die Gestaltung der Hauptverhandlung ohne Belang. Das Gericht ist bei der Durchführung der Hauptverhandlung nicht der Befriedigung des Sensations- und Unterhaltungsinteresses verpflichtet.

Die medienwirksam vorgetragene Kritik des Verteidigers am Ausschluss der Öffentlichkeit ließ vordergründig den Eindruck entstehen, die Kammer habe bis zu seinem Auftreten ohne sachliche Rechtfertigung die Öffentlichkeit in exzessiver Weise ausgeschlossen. Dass sich drei Zeuginnen durch Interviews ihrer Persönlichkeitsrechte – jedenfalls teilweise – begeben hatten, verstärkte diesen Eindruck. Ohne Zweifel haben diese drei Zeuginnen und die entsprechenden Medien durch ihr Verhalten dem Ablauf der Hauptverhandlung geschadet. Abgesehen davon, dass die weit überwiegende Anzahl der unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommenen Zeuginnen keine Interviews gegeben und damit Anspruch auf Wahrung ihrer Persönlichkeitsrechte hatten, geht die Kammer nicht davon aus, dass der Angeklagte oder sein Verteidiger ernsthaft gewollt hätten, dass das Beziehungs- und Intimleben des Angeklagten der Allgemeinheit in allen Einzelheiten durch eine Vernehmung der Zeuginnen in öffentlicher Verhandlung zugänglich gemacht worden wäre.

Im Ergebnis steht deshalb außer Frage, dass der wiederholte Ausschluss der Öffentlichkeit sachlich gerechtfertigt war. Er diente allein dazu, die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten, auch die des Angeklagten zu wahren und die Wahrheitsfindung in geordneten Bahnen ablaufen zu lassen.

Auf der anderen Seite hat die Kammer aber auch gesehen, dass einige Medienvertreter – wenn auch eher eine überschaubare Anzahl – durchaus sachgerecht und ausgewogen über das Verfahren berichtet haben. Bei allem Verständnis für die Belange der Medienarbeit erhofft sich das Gericht, dass die Medien künftig wieder mehr Verständnis für das vorrangige Interesse der Justiz an der ordnungsgemäßen Durchführung eines Strafverfahrens entwickeln. (…)“

SCHWIERIGE BEWEISAUFNAHME:

Der Vorsitzende Richter wies darauf hin, dass nicht nur die Nebenklägerin, sondern auch der Angeklagte nach Überzeugung der Kammer in einigen Punkten die Unwahrheit gesagt haben. Er hob jedoch hervor: “Dass sie in einzelnen Punkten die Unwahrheit gesagt haben, macht sie unter Berücksichtigung der weiteren Beweisergebnisse angreifbar; dass sie deshalb insgesamt die Unwahrheit gesagt haben, lässt sich mit dieser Feststellung nicht belegen.“

In diesem Zusammenhang verwies er auf die Ausführungen in einem juristischen Lehrbuch, in dem sich bezogen auf das Sprichwort “Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht“ folgender Hinweis findet: “Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, stets anzunehmen, dass jemand der in einem Nebenpunkt lügt, auch im Kernpunkt die Unwahrheit sage.“

Weiter erklärt der Vorsitzende:

“Angesichts des Umstandes widersprechender Angaben des Angeklagten und der Nebenklägerin sowie angesichts der Feststellungen, dass beide in Teilbereichen nachweisbar die Unwahrheit gesagt haben, stellt sich die Frage, ob durch außerhalb der Aussagen liegende Beweise begründete Anhaltspunkte für die Richtigkeit der einen oder anderen Schilderung der Ereignisse nach dem Ende des Trennungsgesprächs gefunden werden können. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass keiner der außerhalb der Aussagen liegenden Beweise für sich gesehen geeignet ist, die Schuld oder gar die Unschuld des Angeklagten zu belegen. Es ist vielmehr festzuhalten, dass die objektive Beweiskette in die eine wie in die andere Richtung immer wieder abreißt. Die unzureichende objektive Beweislage lässt sich auch durch die von dem Vertreter der Nebenklage in seinem Plädoyer aufgeworfenen Sinnfragen nicht auffüllen. Diese zu Recht in den Raum gestellten Sinnfragen belegen zwar begründete Zweifel an einer Falschbeschuldigung durch die Nebenklägerin; die Zweifel an der Schuld des Angeklagten können sie jedoch nicht ausräumen.“

SCHLUSSWORT:

“Wir sind überzeugt, dass wir die juristisch richtige Entscheidung getroffen haben. Befriedigung verspüren wir dadurch jedoch nicht. Wir entlassen den Angeklagten und die Nebenklägerin mit einem möglicherweise nie mehr aus der Welt zu schaffenden Verdacht, ihn als potenziellen Vergewaltiger, sie als potenzielle rachsüchtige Lügnerin. Wir entlassen den Angeklagten und die Nebenklägerin aber auch mit dem Gefühl, ihren jeweiligen Interessen durch unser Urteil nicht ausreichend gerecht geworden zu sein. Bedenken Sie, wenn Sie künftig über den Fall reden oder berichten, dass Herr Kachelmann möglicherweise die Tat nicht begangen hat und deshalb zu Unrecht als Rechtsbrecher vor Gericht stand. Bedenken Sie aber auch umgekehrt, dass Frau (Name gestrichen) möglicherweise Opfer einer schweren Straftat war. Versuchen Sie, sich künftig weniger von Emotionen leiten zu lassen. Unterstellen Sie die jeweils günstigste Variante für Herrn Kachelmann und Frau (Name gestrichen) und führen Sie sich dann vor Augen, was beide möglicherweise durchlitten haben. Nur dann haben Sie den Grundsatz “in dubio pro reo“ verstanden. Nur dann kennt der Grundsatz “in dubio pro reo“ nicht nur Verlierer, sondern neben dem Rechtsstaat auch Gewinner.“

aber vieles fand doch unter ausschluss der öffentlichkeit statt. ich meine, während des prozesses. z. b. diverse vernehmungen.

gewiss. aber es gab dennoch im gerichtssaal genug, die nachher das preisgaben, was unter ausschluss der öffentlichkeit eigentlich war. insofern stellt sich die frage, was ein ausschluss wann bringt.

zu viele haben zu viel geredet.

mich störten einige von der journaille. schlimm waren diese selbstdarstellungen von frau schwarzer (emma = BILD) und frau friedrichsen ( SPIEGEL). dann war noch diese frau von der ZEIT, sabine rückert, die mit dem so aaskalten und oft alle bösartigst beschimpfenden rücksichtslos-neo-verteidiger schwenn so einen engen schulterschluss pflegte … und viele andere. die haben sich so dreist produziert, dass es einen doch sich grün ärgern ließ. und sie haben alle da „mitgemacht“, sie haben hier mit JUSTIZ gespielt. und das teils sehr weitgehend.

noch schlimmer waren die bezahlten interviews mit zeugen, vorab.

ich denke, wenn man eines fordern müsste, dann

— a) dass sich frau schwarzer nicht mehr so geriert. durch ihr schreiben in der BILD und werbespots für die BILD hat sie sich x-fach unglaubwürdig gemacht. so ein mensch hat keinen status mehr, weil er seine seele andauernd an eine schein-„mehrheit“ verkauft. die BILD als vermeintliche mehrheit, die gleichzeitig immer wieder menschen mit sensationen und sexualismus und verbrechensheraufbeschwörung überzieht. frau schwarzer, die sich von der BILD hat de facto kaufen lassen, sollte schweigen und sich für immer zurückziehen. am besten in ein stadttheater, wo man ihr eine würdige rolle der ewign selbstdarstellung zuweist.

— b) es muss zeugen und der presse verboten werden, interviews zu geben bzw. zu machen, bevor die zeugenaussagen und der prozess insgesamt im gerichtssaal abgewickelt wurden. da muss es sowohl für die zeugen als auch für die verantwortlichen medien horrende strafen geben, damit das unterbleibt.

das wäre deine aufforderung zur reform des justizwesens, zweitklausens.

wir müssen verhindern, dass die prozesse schon vorher stattfinden, auf einem anderen schlachtfeld, welches dann in den prozesssaal eingreift, ja, diesen vorwegnimmt.

aber öffentlichkeit willst du dennoch!

gewiss, die lage ist heikel: öffentlichkeit und doch verbote. man muss eine geeignete lösung suchen. auch dass seitens staatsanwaltschaft und verteidigung ständig dinge „absichtslos = absichtsvoll“ an die medien gegeben werden. auch hier ist mehr zu verschließen als zu öffnen. man muss sich damit befassen. es lebe der richterbund! es lebe der richterinnenbund! tut doch was!

na, also: dann hast du ja doch noch etwas gesagt.

ich bin mir aber sicher, dass auch das irgendwo geschrieben oder gesagt werden wird. manche erkenntnisse liegen so in der luft, dass sie fast alle denken.

und kachelmann?

ist voerst frei. revision könnten kommen. aber das ganze thema an sich ist dadurch nicht durch.

das thema „vergewaltigung“.

das thema: schutz der opfer, die ja zumeist die frauen sind. da muss auch noch mehr getan werden, damit die männer sich ihre sache nie sicher werden. opferschutz ist angesagt. mehr opferschutz. viel mehr.

und wenn man ein callgirl irgendwo einschleust, um dann eine vergewaltigung anzuhängen …? der alte trick?

… ist es umso wichtiger, dass schon in der beweisaufnahme durch die polizei alles zum äußersten besser wird. man hört ja immer so viel von der spezialeinheit in new york und wie toll die sind. aber das ist auch alles gesagt.

und die kacheln?

ja, die kacheln vom kachelmann. das schillernde. das zeigen wir durch unser kunstwerk „dieser jörg kachelmann“ vom 31.5.2011, tag des freispruchs in erster instanz. ein folgenrichtiger freispruch, den wir beide unterstützen, nach dem, was wir von und über die beweislage wissen.

wir hätten richter werden sollen.

gerhard richter, der künstler. ich weiß, allein schon wegen dessen verdienst.

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Wie MYVIDEO und CLIPFISH und YOUTUBE und wie sie alle heißen (sich) mit nervigen Werbevideos die Plattform kaputtmachen sieht KLAUSENS

klau|s|ens, sie hatten das fernsehen besiegt … und jetzt besiegen sie sich selber.

es ist gewiss tragisch. sie machen sich selber die plattformen kaputt.

warum nur?

da sind dann angeblich (also: vermeintlich) „kluge“ manager oder managerinnen, die haben tolle ideen und sagen: „hey, wir haben so viele gucker und klicker. wir schalten jetzt werbespots davor. hey, damit können wir viel geld verdienen.

das sind dann manager und managerinnen, die als ganz toll gelten und die dann schnell aufsteigen.

in wirklichkeit machen sie diese plattformen kaputt.

wovon redest du eigentlich?

sie haben doch diese videos im netz, z.b. bei MYVIDEO und CLIPFISH und YOUTUBE. fremde videos, eigene videos. jeder darf reinstellen. die musikindustrie, der privatmann.

ich weiß, ich weiß: da sind dann videos dabei, die milllionenmal geklickt wurden. auch der künstler KLAUSENS ist im netz vertreten.

nun aber kommen werbespots davor.

was?

tu doch nicht so überrascht! du wolltest doch mal sehen, wie dein kater ferdinand seine speise verzehrte.

ach dieses süße video, was tante amelie und die liebe angelika gedreht haben. von meinem kater ferdinand, den ich nicht habe.

du willst es sehen! immer wieder! und die freunde und verwandten auch. immer wieder!

will ich das? wollen die das?

egal, wir nehmen es an.

und dann?

dann? dann musst du dir erst einen werbespot angucken.

wie lange?

vielleicht 15 sekunden.

bevor ich den kater ferdinand als video sehen darf?

genau das!

das turnt aber ab.

das ist total nervig. beim ersten mal denkt man: na ja. aber beim zweiten video mit vorgeschaltetem werbespot wird man schon sauer.

und beim dritten?

beim dritten fällt einem gar nichts mehr ein. man möchte alle videos, alle computer und alle internetanbieter zerschlagen.

so sauer?

gewiss.

und danach?

danach denkt man: ich gucke diese videos nicht mehr.

nie mehr?

„nie mehr“ wäre zu hart. aber „nicht mehr“.

du ziehst dich also zurück?

ich denke, das werden andere auch noch machen.

das ist ja tragisch.

wieso „tragisch“? diese videoplattformen ruinieren sich selbst.

denkst du?

ja, man kann die leute nicht auf dauer so verärgern. dann haut die „kundschaft“ nämlich ab.

magst du denn nicht diese pop-up-fenster?

oh nein, auch mit diesen kann man die kunden verjagen. pop-up-fenster und vorgeschaltete werbevideos sind sehr böse, sehr schlimm, sehr grausam. fast schon wie folter.

aber sie argumentieren doch: „hey, wir haben so viele seher im netz. wir verkaufen euch, ihr werbenden, nun ganz aggressive pop-up-fenster.“

und genau so machen sie dann alles kaputt.

dafür aber werden sie befördert!

genau das. sie werden befördert, diese dümmlichen manager oder managerinnen, aber eigentlich zerstören sie nur die plattformen und angebote.

weil keiner mehr guckt!

„keiner“ würde ich nicht sagen, aber bedeutend weniger.

wieso eigentlich?

weil es nervt. es nervt! es nervt! diese vorgeschalteten werbevideos sind der untergang!

gut, ich habe es ja verstanden!

aber warum machen sie es dann?

…. weil sie die plattformen zerstören wollen.

glaubst du?

ja, die gegenindustriespionage schleust manager und managerinen bei diesen videoplattformen ein, die mit diesen vorgeschalteten werbevideos dann die plattformen zerstören sollen.

es ist also von anderen kräften geplant?

ich denke: ja. es gibt ene scheinbare schicht dessen, was man sieht. dann aber gibt es hinter dieser schicht ganz andere bestrebungen und zielsetzungen.

aha, die welt ist schlecht. die welt ist komplex. und man muss immer verdammt aufpassen.

diese werbevideos vor den eigentlichen videos bleiben aber eine der blödesten ideen der weltgeschichte.

hauptsache, es fließt geld.

aber wohin?

man könnte doch beim bezahlen im supermarkt in zukunft die kassiererinnen für 1 minute einfrieren lassen. die (sagt der marktleiter dann diktatorisch) dürfen sich nicht bewegen. 60 sekunden nicht. dann sagt zeitgleich ein tonband (also heute ein mp3-file) einen werbespruch. oder der kommt direkt als video auf dem display der kasse, was wir ja schon von den tankstellen kennen.

aha! und nach einer minute darf sich die kassiererin wieder bewegen.

wie findest du diese idee?

auf den ersten blick toll, aber nach ein paar tagen bleiben die kunden aus.

wieso?

weil sie dann nichts mehr hassen als das einkaufen.

aber das tue ich jetzt doch schon! ich hasse das einkaufen! ich hasse die werbung! ich hasse vorgeschaltete werbevideos und pop-up-fenster.

… und so schadest du nur unserer wirtschaft. hast du dinge schon mal so betrachtet? die verweigerer sind doch immer die schlimmsten. den sie schaden dem konsum.

und die nichtverweigerer?

… tun gutes, auch wenn sie dabei total genervt sind.

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Autobahn-Ras-Videos macht KLAUSENS

klau|s|ens, auch deine videokunst macht fortschritte?

unsere, zweitklausens, unsere.

das hat man selten.

ja, man hat solche universellen menschen selten.

was für menschen?

menschen, die rasen und rasen.

tun das die menschen?

die meisten.

woher weißt du das?

unlängst hatte ich (mal wieder) die gnade des staus.

wieso gnade?

ich stand dieses mal direkt an der leitplanke und war so direkt an der gegenüberfahrbahn.

du im stau, die anderen nicht?

ja, wir beide! das ist ein klassiker des ungerechtseins im leben: die einen stehen, die anderen fahren.

und was geschah dann?

ich beobachtete die gegenfahrbahn und machte videos, insgesamt wurden es 23 videos von denen, die mir rasend begegneten.

das hast du gefilmt?

ich habe kunstvideos gemacht, von einer der vielen wahrheiten des lebens.

was ist diese wahrheit?

der mensch rast. da können auf der einen spur hunderte tote sein. auf der gegenüberliegenden spur rasen sie weiter, als ginge sie das nichts an.

man macht die augen zu?

offensichtlich. viele leute fahren ja sowieso mit geschlossenen augen.

und wie lange standest du im stau?

frag mich nicht! aber es können anderthalb bis zwei stunden gewesen sein. die polizei wird es wissen. manche autos waren so schnell, dass mein stehendes auto durch den luftzug zu wackeln schien.

da aber hast du gefilmt!

wir haben gefilmt, zweitklausens. und so haben wir unseren stau in die wahrheit über die gegenfahrbahn verwandelt. alles war zwischen 11:00 uhr und 11:20 uhr etwa, also in einer zeit, wo man auf bestimmten autobahnen noch nicht diese dichte von den peak-zeiten hat. in diesem fall: A 2, höhe autobahnkreuz wolfsburg, königslutter.

peak?

oh, das ist englisch. ich meine damit bestimmte spitzen der auslastung.

ach so. und was bringt uns das alles?

ich denke, dieser stau hat die kunst wieder erstaunlich vorangebracht. es gibt nicht nur insgesamt mehr videos von klau|s|ens und zweitklausens http://www.klausens.com/videos.htm , sonders es gibt eben jetzt auch autobahn-ras-videos, was ein meilenstein in der kunst ist!

meilenstein? auf der autobahn?

du hast recht, das bild ist schief, wo wir doch kilometer und kilometer dahinrasen, bis wir alle zerschellen. aber solange wir fahren, …

… dürfen auf der gegenfahrbahn auch tote und verletzte sein. unser verhalten wird davon nie und nimmer beeinflusst. wir lieben das rasen, wir sehnen uns nach dem tod, wir haben die welt im eigentlichen schon lange verlassen.

so sei der mensch. rasend wild und rasend gut.

http://www.klausens.com/autobahn-ras-videos.htm

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LIVE zu Peter Kurzeck dichtet KLAUSENS

klau|s|ens, kurzeck war mal wieder in köln.

ich musste ihn mal erleben.

hast du? peter kurzeck? den schriftsteller? den mit den vielen preisen?

1988 Literaturpreis des Landkreises Gießen
1989 Kunstpreis der Stadt Cloppenburg
1991 Alfred-Döblin-Preis
1994 Joseph-Breitbach-Preis des Ministeriums für Kultur und Bildung, Mainz, und des Südwestfunks, Landesstudio Rheinland-Pfalz
1995 Kester-Haeusler-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung
1999 Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
2000 Hans-Erich-Nossack-Preis
2000-2001 Stadtschreiber von Bergen
2004 Preis der Literaturhäuser
2004 Kranichsteiner Literaturpreis
2006 George-Konell-Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden
2007 Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis
2007 Calwer Hermann-Hesse-Stipendium
2008 Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main
2009 „Hörbuch des Jahres 2008“ der hr2-Hörbuchbestenliste für Ein Sommer, der bleibt – Peter Kurzeck erzählt das Dorf seiner Kindheit
2010 Robert-Gernhardt-Förderpreis für sein Romanprojekt Vorabend, den fünften Band seiner autobiografischen Chronik Das alte Jahrhundert

ja, ja, ich erlebte ihn in köln, am 24.5.2011. an diesem tag hat er zeitgleich die ehrenbürgerwürde der kleinen stadt staufenberg bekommen.

oho.

hier die tagesordnung der stadtratssitzung, die bei denen „stadtverordnetenversammlung“ heißt:

„Stadtverordnetenversammlung am 24. Mai 2011

Hiermit lade ich Sie zur 2. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung für

Dienstag, 24. Mai 2011, 20:00 Uhr
Stadthalle großer Saal, Porstendorfer Straße 2

ein.

Tagesordnung

1.

Mitteilungen und Anfragen

2.

Einführung, Verpflichtung, Ernennung und Vereidigung der ehrenamtlichen Stadträtinnen und Stadträte

3.

Beschluss über Einsprüche bzw. die Gültigkeit der Kommunalwahlen am 27.03.2011

HFA/2006-2011/4

4.

Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Herrn Peter Kurzeck

HFA/2006-2011/5

5.

„Fällung der Eiche am Kinderspielplatz in Treis“
Antrag der CDU-Fraktion vom 14.04.2011

6.

Beratung und Beschlussfassung über das Haushaltssicherungskonzept

7.

Beratung und Beschlussfassung über das Investitionsprogramm 2010 -2014

8.

Beratung und Beschlussempfehlung über die Haushaltssatzung/-plan 2011

Vor jeder Sitzung findet eine öffentliche Frageviertelstunde statt. Fragen zu Tagesordnungspunkten dieser Sitzung sind nicht zulässig.

gez.
Ernst Hardt
Stadtverordnetenvorsteher“

so also kommt ein schriftsteller in eine stadtverordnetenversammlung. als „ehrenbürgerschaft“ und als „tagesordnungspunkt 4.“!

ein schriftsteller kommt aber auch in LIVE-gedichte rein. und die dame, die ihn befragt, insa wilke, auch.

diese welt ist voller wunder.

… worüber dann wiederum schriftsteller und -innen berichten …. müssen?

http://www.klausens.com/klausens-und-peter-kurzeck.htm

und die LIVE-zeichnung von dir?

von uns, zweitklausens! von uns! – die entstand in den 25 oder 30 minuten bis zum beginn der veranstaltung, als kurzeck schon vor ort war, aber noch nicht auf dem podium.

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Wieder muss KLAUSENS das Ende eines Blogs erleben, diesmal bei YAHOO PULSE

klau|s|ens, es ist mal wieder so weit.

diese welt ist schrecklich. nichts ist sicher.

wir dachten, das internet sei das große gedächtnis.

und dieses internet knipst scheinbar willkürlich da dieses und dort jenes aus.

nun wieder mal ein blog. AUS! WEG! ADIEU!

wir haben ja öfter über solche abschaltungen berichtet.

gewiss: texte sind verschwunden, teilweise bösartigst.

wir haben berichtet über plattform-abschaltungen von
– DerWesten (schreibweise zusammen!)
– peo
– unddu
– ZEIT community
– microsoft SPACES
– TAUSENDREPORTER (stern)
etc.
siehe u.a. HIER http://klausens.blogg.de/eintrag.php?id=1692 „Donnerstag, 21.04.2011 klau|s|ens protestiert gegen die blog-abschaltungen bei der WAZ-gruppe und bei der ZEIT – http://www.klausens.com“

und heute kommt YAHOO PULSE bzw. ein angebot von PULSE als abgeschaltetes hinzu. man kann keine blog-einträge mehr schreiben.

auch dort eine plattform, die wohl irgendwie mit FACEBOOK konkurrieren sollte. man weiß es nicht echt. auf jeden fall durfte man dort u.a. einen blog betreiben. oder fotos hochladen. auch ein gästebuch hatte man.

die betonung liegt auf „durfte“.

eben! ex und hopp und aus.

aber sie sind gnädig.

gewiss, nach unseren vielen protesten erlauben sie nun zumindest, dass man sich alles runterlädt, was man schrieb. immerhin.

du bist gnädig?

nein, ich bin wütend, aber es ist das mindeste, dass eine möglichkeit geschaffen wird, dass man seine texte sichert.

das hatte DERWESTEN von der WAZ-gruppe z.b. nicht gemacht.

DERWESTEN und die WAZ-gruppe hatten sich besonders schäbig und schlimm verhalten, aber der presserat sah keine möglichkeit einzuschreiten. wir werden die WAZ-gruppe ewig dafür anklagen.

ich verstehe.

was verstehst du? du verstehst doch nichts!

nein?

diese ganze moderne, diese ganze demokratie. diese aufforderung: „schreiben sie!“ das ist alles verarsche und lug und betrug.

meinst du?

was hat das mit „meinen“ zu tun? sie schalten uns hemmungslos ab. mich widert das alles an.

auch wenn die texte noch da sind?

sag mir, wie ich die texte denn wieder zurück in einen blog bringen soll? die texte sind doch tag für tag entstanden. wie kommen diese nun tag für tag zurück in einen anderen blog? das geht doch nicht. ein tagebuch ist doch an den tag gebunden, an dem es entstand. und ein blog ist ein tagebuch.

du bist immer nur am meckern und am murren.

ich fühle mich vom internet 1000 mal betrogen.

deine schuld, alles deine schuld. du darfst der moderne nichts glauben. schon gar nicht diese parolen von der „großen meinungsfreiheit“. es geht immer nur ums anlocken, ums geld verdienen, ums geschäfte machen. diese „demokratie“ hat nur mit geschäften zu tun.

und was schreiben sie? diese geschäftemacher?

die von YAHOO PULSE?

ja, was schrieben die? zur abschaltung?

anstatt AKWs abzuschalten, schaltet man blogs ab. hohoho! toller witz von mir! der text ist hier unten zum lesen.

ich las soeben:

„Blogs, Fotos und Gästebuch in Yahoo! Puls werden in Kürze offiziell eingestellt
Schließen

Dieser Schritt erfolgt im Rahmen unserer Bemühungen, unseren Service für unsere Nutzer noch relevanter zu machen.

Ab dem 16.Mai 2011 sind die Yahoo! Puls-Komponenten Blogs, Fotos und Gästebuch schreibgeschützt. Sie können die Einträge und Fotos Ihrer Freunde nach wie vor lesen und anzeigen. Mit einem speziellen Download-Tool können Sie Ihre eigenen Inhalte zur Archivierung herunterladen.

Zwischen dem 16. Mai. und dem 16.Juli 2011 können Sie Ihre eigenen Bloginhalte herunterladen und die Einträge und Fotos Ihrer Freunde nach wie vor ansehen.

Während dieses Zeitraums steht Ihnen ein Download-Tool zum Speichern Ihrer eigenen Inhalte bereit. In der Zwischenzeit arbeiten wir daran, auch Ihre Fotos und Gästebucheinträge als Download verfügbar zu machen; wir werden Sie informieren, sobald Sie diese Inhalte herunterladen können.

Fragen?Falls Sie zu diesen Änderungen Fragen haben, besuchen Sie bitte die Hilfeseiten zu Yahoo! Puls.

Wir arbeiten laufend an der Verbesserung Ihres Benutzererlebnisses auf Yahoo! Pulse und werden Sie über weitere Entwicklungen informieren.“

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Eine weiße Buschblume stößt KLAUSENS zu

klau|s|ens, es müssen nicht immer die rosen sein.

eben: büsche tun es auch. sie haben bisweilen wundervolle blüten.

aber du kennst den namen nicht.

den namen des busches?

eben den!

nein, leider nicht. ich habe nicht die geduld, jetzt alle bestimmungsbücher durchzuarbeiten, um auf den namen des gewächses zu kommen.

du bist von der natur entfremdet.

gewiss. ich kenne auch viele andere naturbuschnamen nicht.

aber du machst dann aus eben dieser naturschönheit wieder mal ein kunstwerkdings. quasi aus der namens-nicht-kenn-verlegenheit heraus.

auch das beweist: der mensch lebt nur in der entfremdung gut.

und das buschblümlein selbst?

… steht in einem wasserglas, bis es die köpflein hängenlässt.

wie grausam du zudem noch bist!

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Vom Büchnerpreis von/an F. C. DELIUS profitiert KLAUSENS

klau|s|ens, was hast du von dem preis für ihn?

ich habe mal ein LIVE-gedicht geschrieben, zu ihm, über ihn.

und nun?

nun wird dieses gedicht an wert zulegen.

automatisch?

automatisch!

auch wenn es schlecht ist?

literatur funktioniert nicht immer nach gut und schlecht. oft, allzuoft … funktioniert sie nach wert, nach medienwert, nach promiwert, nach skandalwert, nach verkaufswert.

aha, so ist das mit der literatur.

dachtest du, alles ist echt und wahr und fair?

ist das nicht so?

denkst du nicht, dass ein jemand oder eine jemand auch mal „dran“ ist?
so wie belmondo in cannes dran ist?

und nun bist du dran?

ich? nein, aber ich profitiere davon, dass DELIUS dran ist.

mit diesem gedicht?

es wäre besser, ich hätte viele zu ihm. aber ich glaube, ich habe nur eines.

und das steigt und steigt.

ja, sie sollen noch oft von F.C.DELIUS berichten, weil ich dann immer mit profitiere.

erst dein gedicht, und dann du.

ja, zweitklausens, aber es sind unsere gedichte als aktien, sie steigen, also profitieren auch wir beide.

das ist gewiss schön.

ja, das ist gewiss schön.

DELIUS bekommt den preis und wir schreien „hurra!“..
dabei sind wir ganz eigennützig!

nein, nein, wir haben ein großes herz: wir sind uneigennützig und gönnen DELIUS das, aber wir wissen auch, ganz uneigennützig, dass das alles uns nutzt.

du möchtest dich über die berechtigung des preises an DELIUS äußern?

nein, ich möchte mich ungern über andere schriftsteller äußern. wir sind eine klasse oder gar kaste, wir gehören letztlichendlich zusammen und müssen auch zusammenhalten. äußern (bzw. schweigen) sollen (sich) die sowieso nervigen literaturkritiker und innen.

was wäre deine heutige tageslosung?

für alle schriftsteller, die von dem büchnerpreis an DELIUS profitieren wollen? und sollen? „zeile, zeile, du musst wandern“ – tageslosung klau|s|ens 20. mai 2011, obwohl die bekanntgabe ja schon vorher war.

dafür war dein LIVE-gedicht LIVE zu DELIUS.

gewiss, gewiss. unser gedicht! unser gemeinsames gedicht, zweitklausens. aber die location in bonn gibt es so nicht mehr. es wurden andere räume angemietet. und die damalige leiterin des hauses der literatur und sprache in bonn ist mittlerweile verstorben.

mensch, da wird einem ja ganz anders.

gewiss, es geht auch um das thema der andauernden vergänglichkeit, und ob schriftsteller/-innen sich dem vergänglichen / der vergänglichkeit wirklich erfolgreich entgegensetzen können.

können sie?

wenn preise als solche zu betrachten sind, als nicht-vergänglichkeiten …

sag mal, wer dann der büchnerpreisträger vom letzten jahr?

moment, da müsste ich mal nachdenken oder nachzählen oder was eigentlich?

MATHEMATISCHE DILEMATA

Bildnis des Dichters als fragwürdige Existenz

-Ausgerechnet sie

schritt über den Tiber

-Ausgerechnet er

liest uns das hier vor

-Ausgerechnet mir

fällt nichts dazu ein

-Zahllos bleiben die Fragen

12.10.2006, Donnerstag, LIVE geschrieben, von Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, Haus der Literatur der Sprache, Bonn, Lennéstr. 46, bei der Lesung von Friedrich C.Delius, http://www.fcdelius.de, aus „Das Bildnis der Mutter als junge Frau“. Moderation durch Karin Hempel-Soos

© Klau|s|ensĦķΩ7 Klau’s’ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens

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