Tagesarchiv: Mai 4, 2011

Osama bin Laden habe keine Waffe (in der Hand) gehabt, hört KLAUSENS

klau|s|ens, die dinge bleiben doch sehr seltsam.

gewiss, denn nach und nach gibt es neue informationen.

der mann hatte keine waffe. trotzdem wurde er erschossen.

wenn das diese 24 elitesoldaten (navy seals) gegen 4 männer (+ frauen + kinder) im haus bzw. auf dem grundstück waren, klingt es doch sehr komisch. immer wieder wehren sich menschen gegen eine verhaftung. deshalb werden sie aber nicht erschossen.

man muss also vermuten, dass die amerikaner ihn erschießen wollten.

ich gehe davon aus. aber was bringt es ihnen? hatten sie solche angst einen lebenden osama bin laden in haft zu halten? oder gibt es am ende gar keinen toten osama bin laden, und keinen lebendigen osama bin laden, wie wir es gestern in unserem blog(g) durchdacht hatten.

die dinge sind und bleiben seltsam komisch. wieder mal informationen, die nur stückweise kommen. dazu diese informationen, die nicht/nie klar und deutlich sind.

da gab es so viele personen, auf dem gelände. und die eine frau des osama bin laden soll angeschossen worden sein. wo sind alle diese menschen hin? was ist mit den menschen, die sie noch erschossen haben? was ist mit den verletzten? was mit den unversehrten?

es sollen 4 männer, 9 frauen und 23 kinder gewesen sein, dort auf dem „anwesen“ des osama bin laden in abbotabbad.

und was wurde aus jedem einzelnen? was wissen die amerikaner? und was wollen sie uns nicht mitteilen? und wen foltern sie gerade?

und da sind die fragen des völkerrechtes. ein thema für sich: darf man irgendwohin fliegen und sagen: das ist ein verbrecher, und den dann töten? in einem anderen land. einfach so. und da ist die frage, ob man über einen tod jubeln soll, eine zweite frage für sich.

wann und wie darf man töten? was ist gerecht? wie entsteht eigentlich frieden oder befriedung? darf man überhaupt töten?

das ist ja der große komplex: wir reden über diesen toten, aber es geht um denksysteme. der westen sieht gar nicht, dass er dieses denken hervorbringt, was in terroristisches handeln teilweise einmündet.

der westen diskutiert solche fragen auch nicht.

es geht nur noch um die „terrorbekämpfung“ und „sicherheit“.

dass aber hier gegenwelten im denken entstehen, die neue terroristen immer wieder hervorbringen (müssen?), wird nicht besprochen.

sobald es um werte geht, ist der westen in der defensive.

dabei beschwört er seine „werte“ immerzu.

aber welche sollen das sein? sage mir das: zu vieles, was in worten beschworen wird, wird in taten wieder aufgelöst.

… wofür dieser angriff auch wieder ein zeichen ist.

eben: man redet von freiheit und demokratie, und meint doch nur: wir wollen entscheiden, was jetzt gerade auf der welt getan und gedacht wird.

genau aus diesem gefühl heraus radikalisieren sich dann völker, die nicht wissen, wie sie sich aus der umklammerung lösen sollen. es ist der aufstand aus der ökonomischen und herrschaftlichen unterlegenheit heraus.

was macht eigentlich herr öcalan, der kurdenführer? sitzt der nicht in haft?

wie kommst du auf den?

der wurde nicht getötet.

aber wie geht es den kurden?

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