Tagesarchiv: Mai 18, 2011

Auf dem Friedhof in Krefeld findet KLAUSENS Riesenpilze

klau|s|ens, du fandest diese beiden pilze. na und?

du, zweitklausens, die sind ziemlich groß.

na und!

ich fand sie nicht im wald.

nein, wo denn?

ich fand sie auf dem friedhof von krefeld.

ach ja.

ich fand sie auf dem neuen friedhof.

so.

findest du das nicht toll?!

ich weiß es nicht. solche großen pilze sieht man nicht oft. und nun auf einem friedhof?

warum denn nicht?!

eben, warum denn nicht? friedhöfe sind parklandschaften. oft schöne parklandschaften. warum sollen nicht dort auch pilze blühen? (sagt man so: „pilze blühen“?)

das meine ich doch.

aha, dann sag es doch.

das sage ich doch hier. und diese pilze waren unweit eines grabes.

was war das besondere?

auf diesem grab lag ein grabstein, welcher auf ein ehepaar hinwies … und man hatte dazu geschrieben „in liebe vereint“.

das ist gewiss schön, wenn es denn stimmt.

es wird schon stimmen.

wie kommst du darauf?

na, wegen der pilze. die waren da in der nähe.

dann nimmst du pilze nun als beweis? in ihrer nahe-zusammen-wachsung? für die liebe von zwei menschen?

wir machen uns unsere symbole immer selbst. wir machen uns die bedeutungen selbst. wer soll mir verbieten, diese riesenpilze als symbole der liebe zu nehmen? wer?

die toten haben angeblich nichts (mehr) zu sagen.

und wenn sie nun durch die pilze sprechen? habe ich nicht eine aufregende entdeckung gemacht?

wenn aber jemand gedenkt, diese pilze zu kochen? was wird dann aus der liebe, die sie symbolisieren sollen?

dann war oder wird es eine „heiße liebe“!

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