Tagesarchiv: November 1, 2011

Die 55,5-Milliarden-Panne sich weiterdrehen sieht KLAUSENS

klau|s|ens! ach, klau|s|ens!

ach, zweitklausens!

es sind doch nur 55,5 milliarden. außerdem sind die ja jetzt mehr, wo man vorher dachte, dass sie weniger waren. freue dich!

milliarden sind wie millionen sind wie tausende sind wie zehner und einer. alles ist euro. niemand weiß überhaupt, was er tut.

jetzt aber kommt heraus, dass jene bilanz für diese BAD BANK HRE auch von wirtschaftsprüfern abgenommen wurde.

wirklich?

aber ja: die berühmten PricewaterhouseCoopers sollen die bilanz geprüft haben. und durchgewinkt oder -gewunken haben.

das ist nicht wahr.

das ist aber doch wahr. (ich denke, man sollte heute mal wieder eine verkäuferin entlassen, die im supermarkt eine rabattmarke mitnahm, die auf dem fußboden lag, weil ein kunde sie weggeworfen hatte.)

alles ist wahr und dann nicht wahr, weil es aber doch wahr ist.

so ungefähr. wir sollten ein gedicht dazu schreiben:

UNWAHRLICHKEITENSCHEIN

Alles ist wahr
Und dann nicht
Wahr weil es
Ja doch wahr
Ist haben wir
Mehr Keingeld
Als wir gestern
Auch so nicht
Haben werden
Wir immer die
Wahrwahrheit

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, unter anderem als Klau(s)ens oder KlauGELDsGELDens oder KlauMILLIARDENsMILLIARDENens, am 1.11.2011, Allerheiligen, Königswinter-Oberdollendorf, Dienstag, gegen 9:59 Uhr.

### Das Bundesfinanzministerium wies jede Verantwortung für die Falschbuchung von 55,5 Milliarden Euro zurück und verwies stattdessen auf die Prüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC), die die Abschlüsse der Bad Bank FMS Wertmanagement (FMSW) kontrolliert. „Wir hatten einen testierten Jahresabschluss 2010, der gesagt hat, es ist alles gut“, erklärte das Ministerium. ### so lese ich in der welt. (es heißt aber PricewaterhouseCoopers, das waterhouse muss klein geschrieben werden. das weiß wiederum die WELT nicht.)

niemand weiß etwas. niemand weiß etwas richtig. zahlen sind schall und rauch. alle unterschreiben und winken ab. alle jonglieren. alle führen zahlen im munde. niemand weiß mehr, wovon er redet … und … abstreiten … das würde ich als finanzministerium auch tun. das finde ich noch das normalste.

weißt du, was das schöne ist …

ja?

am ende muss keiner gehen, oder nur einer. bei diesen großen fehlern und fallen und unterschlagungen und korruptionen und missleistungen um die banken …. da passiert eigentlich kaum was. allen geht es weiter gut. alle bleiben im amt. alle machen weiter fehler.

hauptsache, die verkäuferin ist gekündigt, von der wir oben sprachen.

ja, dann ist die welt wieder in ordnung.

die reichen müssen reicher werden.

und: die reichen müssen reicher bleiben. es lebe die unsrige mehr-reichtums-theorie.

unsere milliarden und millionen seien uns ewiglich, oh herr aller heiligen. wir preisen die kohle und segnen die zahlen.

und glauben an den gott des immer wieder auftauchenden mammons.

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

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