Monatsarchiv: Februar 2012

Von der mindestens 6-Wochen-Sperrung der Autobahn A 57 erfährt KLAUSENS

klau|s|ens, 6 wochen vollsperrung einer der wichtigsten autobahnen des rheinlandes, des niederrheins und wohl auch von NRW.

lange zeit, eine verdammt lange zeit. ich hörte heute morgen im deutschlandfunk: da sprach man schon von einer sperrung bis mitte april. also noch länger.

und wie es dann immer so geht, wird es mehr und länger und mehr.

davon kannst du ausgehen.

die autobahn bleibt vielleicht länger geschlossen, als herr wulff noch im amt ist.

wie lang ist der wulff denn noch im amt? vielleicht nur einen tag. – eine gesperrte autobahn in einem dichtbesiedelten gebiet … das ist jedenfalls ein wahnsinn.

man liest und hört immer von erdbeben da und von fluten dort.

tut man das?

dann zeigen sie straßen, die nicht mehr da sind, brücken, die es nicht mehr gibt. löcher im asphalt. weggerissene trassen. abgestürzte berghänge.

schreckliche bilder.

hernach hörst du nie mehr etwas davon.

wovon?

von den betroffenen menschen. da ist vielleicht eine flussüberquerung weg, die wichtigste brücke der region. wir erfahren, dass es diese brücke nicht mehr gibt. hernach erfahren wir aber nicht, wie es den menschen ohne diese brücke ergeht. dabei müssen sie jahre ohne diese brücken leben, so wie die deutschen nach dem II. weltkrieg an so vielen flüssen: jahrelang ohne brücken.

so sind die medien. sie vergessen den menschen, weil sie nur die anfangssensation wollen. (oder dann: 50 jahre sturmflut in norddeutschland als jubiläum.) … der mensch ist nur träger der sensation. die katastrophen um den menschen erst recht. aber eigentlich interessiert es dann nicht, wie es dem menschen damit ergeht.

es sind schicksale. wir erfahren nur den anfang, als sensation. und dann lässt man die menschen in ihrem schicksal zurück. dabei beginnt das nächste leiden ja mit dem fehlen dieser infrastruktur. davon hören wir aber nichts mehr, wir sehen auch davon nichts mehr.

es ist ein prinzip.

ein prinzip der medien. von fukushima hören wir auch nichts mehr. nach einer täglichen 24-h-dauerbeschallung und dauerberichtung brach alles dann wie nichts zusammen. der medienhype um fukushima war vorbei. wusch. aus. null. seitdem gibt es fukushima nur noch in der erinnerung.

die menschen aber leiden.

sie leiden verdammt. es sind tausende, zehntausende: wohnungslos, krank, verstrahlt … dazu die trauer um tausende opfer. es ist unvorstellbar. aber wir hören nichts.

nun jedoch haben wir diese vollsperrung in deutschland.

jetzt ist alles da, bei uns, was wir aus den medien kennen. aber sehr, sehr gedämpft.

wir haben 0,01 % von haiti oder 0,001 % von haiti … und doch wird es die menschen in der region nachhaltig treffen.

tausende gefrustete menschen, die ihren arbeitsplatz mit schlechter laune und geringen leistungen in gefahr bringen. millionen verluste der ökonomie durch sinnloses warten und stehen. krankheiten, depressionen, gewalttaten kommen.

… und staus.

menschen, die sich neue wege suchen. oder keine.

die stadt köln wird einen großen teil des verkehres aus süden verlieren. die menschen sagen sich: was soll ich in köln, wenn ich in dormagen nicht weiterkomme und in die staus reinfahre?

die staus sind ja dann auch auf den anderen autobahnen. alles verteilt sich um.

die A 61 und die A 59 und die A 3 werden voller und voller.

und schon da war ja immer schon genug an stau.

nun kommt extra stau. der staustau kommt. ganz NRW wird zum staustau.

man sollte nie mehr das haus verlassen.

es scheint das beste, nie mehr das haus zu verlassen.

wochenlang.

monatelang.

aber wie kommt das essen? wie die waren? wie die dinge, die ich brauche?

ich bestelle alles aus dem internet.

ach ja, ganz einfach.

genau!

eben.

du hast nur eines vergessen: auch das internet muss letztlich mit dem auto über eine dieser autobahnen fahren, um die waren zu dir zu bringen.

dann leidet also auch das internet unter der autobahnsperrung?

alle welt leidet, nur die hasen und füchse, die sind glücklich, dass diese autobahn A 57 wochen oder monate oder jahre nicht befahren werden kann, zumindest dort bei dormagen, wo sie die brücke abreißen. (warum brauchen sie dafür eigentlich so lang?)

was schreibt denn „straßen NRW“?

die schreiben das:

presseinformation vom 15.02.2012,
QUELLE:
http://www.strassen.nrw.de/service/presse/meldungen/2012/120216-01.html, abgerufen am 17.2.2012 gegen 8:52 uhr MEWZ: „Brücke bei Dormagen wird komplett abgerissen

Dormagen (straßen.nrw). Die beschädigte Autobahnbrücke der A57 bei Dormagen muss doch komplett abgerissen werden. Dieses Ergebnis der Untersuchungen des Landesbetriebes Straßenbau Nordrhein-Westfalen wurde heute bei einem Termin mit Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger mitgeteilt. Auch das Brückenbauwerk in Fahrtrichtung Düsseldorf sei so stark beschädigt, dass man kurzfristig keinen Verkehr darüber laufen lassen könne.

In etwa zwei Wochen soll die beschädigte Brücke abgerissen werden, danach sollen zwei Behelfsbrücken in die Lücke eingebaut werden. Die Behelfsbrücken kommen aus einem Brückenlager, das Straßen.NRW für Notfälle im Auftrag des Bundes unterhält.

Danach kann in etwa sechs bis sieben Wochen, voraussichtlich in der Woche nach Ostern, der Verkehr auf je zwei Fahrstreifen in jeder Richtung wieder zwischen Köln und Düsseldorf über die A57 fahren. Die Höchstgeschwindigkeit in dem Abschnitt wird auf 60 begrenzt bleiben und für LKW gilt ein Überholverbot.

Noch in diesem Jahr könnte mit dem Baubeginn für die neue Autobahnbrücke gerechnet werden. Die Arbeiten müssen europaweit ausgeschrieben werden. Als Bauzeit für die neue Brücke erwartet Straßen.NRW nach Aussage ihres Brückenbauexperten Joachim Minten eineinhalb bis zwei Jahre. Für den Neubau der Brücke wird noch eine dritte Behelfsbrücke als Bypass aufgebaut.

Die Kosten für den Brückenneubau werden auf ca. fünf Millionen Euro beziffert. Die geplante Brücke wird dann schon für die später geplanten sechs Fahrstreifen der A57 ausgelegt sein.

Verkehrsminister Voigtsberger teilte mit, sein Ministerium prüfe, ob eine Prämie zur Ergreifung der Täter bereit gestellt werden könne. Die Autobahnbrücke war durch einen Brand unterhalb Anfang der Woche so stark beschädigt worden, dass eine Sanierung nicht möglich ist.

ach so: ich fand auch das, bei straßen NRW. der nächste kollaps. links und rechts des rheins ewiger kollaps. es lebe das auto!

„Sommer 2012: Vollsperrung der A40 in Essen – 24 Monate weniger Baustelle

[Luftbild: Helbingbrücken]Im Sommer 2012 wird die A40 in Essen in Absprache mit der Stadt Essen, der Bezirksregierung als Verkehrsbehörde und der Polizei für fast drei Monate komplett gesperrt. Mehrere Baumaßnahmen sollen im Schutz der Sperrung auf einen Schlag durchgeführt werden. Straßen.NRW wird im Zeitraum vom 6. Juli bis 30. September 2012 die Fußgängerbrücke „Steubenstraße“ und die „Helbingbrücken“ instand setzen sowie die Brücke „Stadtwaldbahn“ teilweise erneuern und die technische Ausstattung des „Ruhrschnellwegtunnels“ auf den neuesten Stand bringen. Betroffen von der Sperrung ist der Abschnitt zwischen Essen-Huttrop und Essen-Zentrum. Mit Gesamtkosten in Höhe von rund 16 Millionen Euro rechnet Straßen.NRW.“

ich liebe das: stau linksrheinisch, stau rechtsrheinisch. dazu millionen von wutbürgern und milliarden verluste in der ökonomie.

so weise ist der mensch in seinem unerschöpflichen tun.

baut mehr autobahnen! bitte, noch mehr autobahnen!

und noch mehr sperrungen! bitte: noch mehr sperrungen!

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Eine Zeichnung vom Lebenskarneval von KLAUSENS

klau|s|ens, heute beginnt der straßenkarneval, also die heiße zeit davon.

sollen sie.

was sollen sie?

sollen sie feiern!

wie? was? es hört sich an, als wärest du heute nicht auf der straße.

das stimmt: ich besitze kaum noch krawatten, das hält mich heute davon ab.

du meinst wegen altweiber und schnipp, schnapp, schnipp.

ja, es soll sogar touristen geben, die über karneval nicht nach deutschland fliegen, weil man ihnen bei uns schon einmal schnipp-schnapp gemacht hat.

du bist ein spielverderber.

zweitklausens, das leben ist mir schon karneval genug. nimm es mal so.

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Am Grau in Grau der Jetztwintertage erfreut sich KLAUSENS

klau|s|ens, grau sind alle tage.

du meinst jetzt, wo es wärmer wieder wird, wo der schnee weg ist, wo das schmuddelwetter beginnt, wo die autobahn A 57 tagelang komplett gesperrt ist, wo überall der wind pfeift und die grippe lacht, wo man nicht das haus verlassen will, wo man eher im hause bleibt … und die briefmarken zählt, weil das fußballspiel bayer leverkusen versus FC barcelona nicht im „open TV“ übertragen wird.

ja, ja, die zeit meinte ich. (du vergaßt, dass ja ab donnerstag der karneval sich in diesem wetter auf den straßen zurechtfinden muss.)

man muss immer das beste aus allem machen.

und was?

wozu ist die kunst da? wozu?

 

 

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Den erzwungenen Adolf-Sauerland-Abgang begrüßt KLAUSENS

klau|s|ens, das votum war überdeutlich.

und das trotz des kalten winterwetters.

vielleicht auch wegen: endlich mal ein grund, vor die tür zu gehen.

„Bei der Abstimmung über die Abwahl von Oberbürgermeister Adolf Sauerland steht das vorläufige amtliche Endergebnis fest: 129.833 Duisburgerinnen und Duisburger votierten für die Abwahl des Oberbürgermeisters, 21.557 stimmten dagegen. Damit wurde das erforderliche Quorum von 91.228 Ja-Stimmen (25 Prozent der Abstimmungsberechtigten) erreicht. Somit stimmte die Mehrheit für eine Abwahl des Oberbürgermeisters.“ QUELLE: http://www.duisburg.de/news/102010100000379601.php , abgerufen am 13.2.2012 gegen 9:12 Uhr MEWZ.

85,75 % der abstimmenden stimmten mit JA für die abwahl, und 14,25 % der abstimmenden mit NEIN gegen die abwahl.

eine sternstunde der demokratie!

eine sternstunde der demokratie liegt immer dann vor, wenn dir das ergebnis gefällt. das ist doch lächerlich!

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klau|s|ens, er soll gehen?

ja, er soll gehen.

das volk aber muss heute kommen, zu den wahlbehältern.

ich weiß, ich weiß. demokratie ist ein mühsames geschäft. das wetter spielt eine rolle.

und das umfeld.

das ganze umfeld am tage der möglichen abwahl.

du möchtest diese: die abwahl.

sauerland hat auf der ganzen linie versagt: als führer einer stadt, als mensch, als handelnder … unabhängig davon ob es eine rechtliche schuld von ihm gibt. schon die erste pressekonferenz nach den ereignissen war ein jammertal und eine schande gegenüber den angehörigen der opfer, die den tod fanden, und eben auch gegenüber denen, die lediglich verletzt worden waren. ( siehe: seriello pressekonferenz loveparade ) ich schäme mich für sauerland für duisburg für NRW für deutschland. und zwar jämmerlichst.

danke. (keine kommas zwischen sauerland, duisburg, NRW, deutschland?)

keine kommas oder kommata oder sonstwas! – sie benötigen für einen erfolg wohl 25 prozent der stimmen bei 365.000 wahlberechtigten. das wären 91.250 JA-stimmen. die werden heute gebraucht.

JA zur abwahl.

aber auch: NEIN zum winter, auch zum winter der humanität in der politik.

ich sehe überall ein versagen. auch unsere menschen-im-winter-fotos sind so unscharf.

gewollt? nicht gewollt?

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Zum Nachspiel zum Heinrich-Boere-Prozess vor dem Amtsgericht Eschweiler schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, der NS-täter heinrich (hendrik) boere war (gedanklich) wieder präsent, obwohl er verurteilt ist … und nun in haft ist.

es gab das nachspiel zum lebenslänglich für heinrich (hendrik) boere, den mörder.

die anwälte boeres zogen vor das amtsgericht, weil einst (2009) niederländische journalisten ihn mit verdeckter kamera gefilmt hatten. in seinem altersheim zu eschweiler … und die gespräche mit ihm auch noch geheim aufgezeichnet hatten.

es ist die klassische frage: was darf wie bearbeitet werden? wie weit dürfen journalisten gehen? es ist eine ewige güterabwägung: da die mordtaten, dort die deutsche justiz, die bei der aburteilung nicht nachkam, dann der täter, der jahrzehntelang unbelangt in deutschland lebte. und nun die zwei niederländischen journalisten, die die dinge durch ihre recherche richtig in gang brachten.

aber sie wurden freigesprochen.

zum glück für die deutsche justiz. zum glück. – aber es geht immer um den wert der persönlichkeitsrechte und dann um den wert der interessen der gesellschaft. beides ist immer abzuwägen, fall für fall. das gericht in eschweiler wiederum ging einen umweg über den „verbotsirrtum“, wonach den beiden journalisten nicht bewusst war, dass tonaufzeichnungen ohne einwilligung unrechtlich sind. die journalisten sind nach ansicht des gerichtes irrtümlich davon ausgegangen, dass das öffentliche interesse höher zu bewerten sei als die vertraulichkeit. das ist schon eine sehr gedrechselte winkelei, die den journalisten zwar nützt, hinsichtlich des freispruches, aber einen doch verwundert. es ist keine klarlegung, dass man in bestimmten fällen das persönlichkeitsrecht außer acht lassen muss, weil die überführung der NS-täterschaft dann das höhere gut ist. das hat ja auch der DJV, der deutsche journalistenverband, daran bemäkelt.

ich denke auch, als nichtjurist: hier war der gedanke, dass es sich um einen (schlimmen) zeitzeugen der geschichte handelt, bei boere, der größere und wichtigere aspekt als dessen zu schützende persönlichkeit. deshalb durften die journalisten auch illegal filmaufnahmen machen. es war richtig so.

es ist gut so, es ist gut. es gibt kein „reines“ leben für journalisten. wenn man den journalisten alle kanäle der recherche verschließt, dann können diese gar nichts enthüllen.

aber du willst doch auch nicht, dass journalisten dich so ungefragt abfilmen und das veröffentlichen.

gewiss, ich habe aber auch keine solch gewaltigen verbrechen wie heinrich boere begangen. und: denke doch nur an die eichmann-entführung oder an die barbie-aufdeckungs-geschichte durch das ehepaar klarsfeld. wir hatten diese fragen schon öfter, auf ungleich höherem level als jetzt bei diesen journalisten der niederlande, denen wir an dieser stelle für ihr tun danken: jan ponsen und jelle visser.

ja, es war gut, dass so die dinge um den prozess heinrich boere durch diese versteckt-im-altersheim-filmen-aktion richtig in gang kamen.

und es war gut, dass das amtsgericht eschweiler diese beiden journalisten am 9.2.2012 freisprach. (wengleich die begründung diskussionswürdig ist: paragraf 17 des strafgesetzbuches zum verbotsirrtum: „Fehlt dem Täter bei Begehung der Tat die Einsicht, Unrecht zu tun, so handelt er ohne Schuld, wenn er diesen Irrtum nicht vermeiden konnte.“)

das freisprechen der journalisten war „gut“ im sinne einer aufarbeitung der NS-vergangenheit. in deutschland und (im falle boeres) … sowohl in deutschland als auch in den niederlanden, weil boere für beide nationen steht.

aber wie peinsam für die boere-anwälte, die sich selber öffentlichkeit verschafften … mit so einer unnötigen anklage.

gewiss, die anwälte boeres haben alles wieder in ein seltsames licht gerückt. sie hätten die beiden journalisten nie anzeigen müssen.

jedoch: unabhängig von eschweiler. es bleibt der prozess gegen boere und das urteil. der boere-prozess, einer der letzten gegen NS-täter auf deutschem boden, zusammen mit dem demjanjuk-prozess in münchen.

es bleiben unsere LIVE-gedichte zum BOERE-PROZESS

und es bleiben die letzten NS-täter, die man überhaupt noch vor gericht bringen könnte.

ich weiß: OPERATION: LAST CHANCE http://www.operationlastchance.org/ abgerufen heute, am 11.2.2012:

„OPERATION: LAST CHANCE is a campaign to bring remaining Nazi war criminals to justice by offering financial rewards for information leading to their arrest and conviction. To date the initiative has been launched in Germany, Lithuania, Latvia, Estonia, Poland, Romania, Austria, Croatia, and Hungary.

Operation: Last Chance is a joint project of the Simon Wiesenthal Center and Targum Shlishi Foundation.

Operation Last Chance II hotline
in Germany (01573) 494-7307″

„LATEST NEWS

February 7, 2012 — Two Dutch reporters have been ordered to appear in a German court this week, following a complaint from a 90-year-old convicted Nazi war criminal who claims that the journalists violated his privacy by using a hidden camera to record an interview with him more…

February 3, 2012 — Seventy is the biblical lifespan for latterday humans. And ― the number of years since Hitler’s Wannsee Conference “made official” the Final Solution for European Jewry in January of 1942 more…

February 1, 2012 — Jelle Visser ist wild entschlossen. Stolz und Trotz klingen aus seiner Stimme: „Dass wir eine hohe Geldstrafe zahlen, kommt nicht in Frage – dann gehen wir eben lieber ins Gefängnis.“ Es klingt wie: Sollen doch alle sehen, bei welchen Vergehen die deutsche Justiz spurt – und bei welchen Verbrechen nicht more…

January 29, 2012 — “ Nel 2002, il Centro Simon Wiesenthal Israel (SWC) e la Fondazione Targum Shlishi di Miami, Florida, hanno lanciato l’ < Operazione Ultima Speranza> (OLC), per facilitare la cattura dei criminali di guerra nazisti, soprattutto nell’Europa post comunista more…

January 27, 2012 — Kis híján botrányba fulladt az újvidéki vérengzés évfordulója alkalmából rendezett megemlékezés, amikor a szerb ortodox egyház kóristáinak öltözött biztonsági emberek fizikai erővel tartották távol a rendezvénytől az újvidéki képviselő-testület elnökét, Alexandar Jovánovicsot more…

January 27, 2012 — Naziverbrecher jagen – Operation Letzte Chance. Manfred Gerstenfeld interviewt Efraim Zuroff (direkt vom Autor) more…

January 26, 2012 — La segunda última oportunidad para juzgar a los cómplices del Holocausto more…

January 26, 2012 — The director of the Jerusalem-based Simon Wiesenthal Center also called for a speedy termination of the cases underway more…

January 26, 2012 — Interview Series for Holocaust Remembrance Day: Ephraim Zuroff, Dir. of Wiesenthal Center:“We focused significant attention on the very important role played by the Nazis‘ local helpers.“ more…“

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

 

Das CAS-Urteil zum uns erschütternden Jan Ullrich kenntkannte KLAUSENS

klau|s|ens, das, was wir (alle und immer) schon wussten, das hat nun CAS bestätigt. das sportgericht. anbei die drei letzten pressemeldungen des CAS in der schlagzeile:

COURT OF ARBITRATION FÜR SPORT. 09.02.2012
JAN ULLRICH FOUND GUILTY OF AN ANTI-DOPING RULE VIOLATION BY THE CAS

07.02.2012
CYCLING – case UCI v/ Jan Ullrich & Swiss Olympic: decision on 9 February 2012

06.02.2012
ALBERTO CONTADOR FOUND GUILTY OF AN ANTI-DOPING RULE VIOLATION BY THE CAS -SUSPENSION OF TWO YEARS

jan ullrich hat gedopt.

sag es nochmals!

jan ullrich hat gedopt!

werden wir jetzt verklagt?

wieso, wieso?

ach, der herr ullrich hat doch nie etwas zugegeben.

doch, jetzt. NACH dem urteil. das urteil stammt von gestern. und ullrich schreibt nun auf seiner homepage etwas. aber nur etwas. er habe „kontakt mit fuentes“ gehabt:

ERKLÄRUNG VON JAN ULLRICH ZUM CAS-URTEIL – SCHLUSSSTRICH UNTER DIE VERGANGENHEIT

Scherzingen (Schweiz) – Das Sportschiedsgericht hat mich nun für zwei Jahre gesperrt. Dieser Schiedsspruch bringt ein Disziplinarverfahren zu Ende, das beinahe drei Jahre gedauert hat. Dieses sportrechtliche Tauziehen war für alle Beteiligten unbefriedigend, für mich selbst wie für die Öffentlichkeit. Es ist für mich unverständlich, warum wir alle so lange auf dieses Urteil warten mussten.

Ich nehme den Schiedsspruch hin und werde ihn nicht anfechten. Nicht, weil ich mit allen Punkten in der Urteilsbegründung übereinstimme, sondern, weil ich das Thema endgültig beenden möchte. Persönliche Konsequenzen habe ich ja bereits 2007 mit dem Rücktritt vom Profiradsport gezogen. Ich bestätige, dass ich Kontakt zu Fuentes hatte. Ich weiß, dass das ein großer Fehler war, den ich sehr bereue. Für dieses Verhalten möchte ich mich aufrichtig bei allen entschuldigen – es tut mir sehr leid. Rückblickend würde ich in einigen Situationen während meiner Karriere anders handeln.

Ich wollte für die Tour 2006 nochmal alles rausholen. Nach meinem Toursieg 1997 und fünf zweiten Plätzen war der Druck der Öffentlichkeit, der Sponsoren und auch mein Eigendruck immens groß. Alle wollten einen zweiten Toursieg, besonders nach dem Rücktritt von Lance Armstrong.

Kurz vor der Tour 2006 macht es dann einen großen Schlag: Suspendierung, Schlagzeilen, Ächtung, Hausdurchsuchungen, Strafverfahren, Klagen. Ich fühlte mich alleingelassen, wie durch einen Sieb gefallen. Die ganze Welt wollte mich an die Mauer stellen und dann bin ich instinktiv in Deckung gegangen, habe mich erst mal zurückgezogen. Wie gesagt: Ich will mich nicht beklagen, dass alles kam nicht ohne Grund. Ich wollte schon damals, kurz nach meiner Suspendierung, den Fehler, den ich gemacht habe, öffentlich eingestehen, aber mir waren die Hände gebunden. Auf Anraten meiner Anwälte und wie es in solchen Fällen üblich ist, habe ich zu den Vorwürfen geschwiegen. Letztendlich hat mich dieses Thema über Jahre so sehr belastet, dass ich krank wurde und irgendwann zusammengebrochen bin.

Ich bin froh, dass endlich ein Urteil gefällt wurde. Für mich ist damit das Kapital meiner aktiven Radsportkarriere endgültig abgeschlossen und ganz persönlich ist es für mich und meine Familie das Ende einer über Jahre hinweg schwierigen Zeit. Der heutige Schiedsspruch kann für mich und meine Zukunftspläne nichts mehr ändern. Ich habe nie daran gedacht, in irgendeiner Funktion wieder in den aktiven Profiradsport zurückzukehren. Mit dieser Erklärung ist von meiner Seite alles gesagt und zu diesem Thema möchte ich keine weiteren Statements, Stellungnahmen oder Interviews in der Öffentlichkeit abgeben. Dafür bitte ich um Verständnis. Ich ziehe hiermit einen Schlussstrich.

Ich habe dem Radsport viel zu verdanken und werde auch weiterhin meine Freude und Leidenschaft für diesen Sport an andere weitervermitteln. In Zukunft werde ich deshalb auch in verschiedenen Funktionen und Bereichen im Jedermann-Radsport tätig sein. Ich blicke auf meine Radsport-Karriere und Erfolge mit Stolz zurück und freue mich auf mein neues Berufsleben.

Jan Ullrich
Quelle: http://www.janullrich.de/news/18/erkl%C3%84rung-von-jan-ullrich-zum-cas-urteil-%E2%80%93-schlussstrich-unter-die-vergangenheit abgerufen am 10.2.2012.

na also. na also nein. er gibt nichts zu. immer noch nicht. er räumt etwas ein. aber er macht immer noch keinen reinen tisch der straße des lebens auf zwei rädern.

das urteil bezieht sich zurück auf 2005.

aber?

wir wissen nicht, was vorher war. ich denke, dass alles um jan ullrich beschädigt ist.

ein großes theater: wir wurden belogen und betrogen, er aber bekam siegprämien und werbeeinnahmen und andere gelder.

und vieles davon wird er noch haben.

mit falschen scheinsiegen und -erfolgen und -plätzen wurden wir belogen und betrogen. und wir wissen nicht, wann es wirklich angefangen hat, jenes dopen.

eben: es kann auch schon vor 2005, vor 2004, sogar ohne fuentes der fall gewesen sein. sogar schon beim toursieg 1997. oder 1996: hinter seinem dänischen teamkollegen bjarne riis war er zweiter. so überraschend. jener riis, der im mai 2007 bekanntgab „mit unerlaubten Mitteln zum Toursieg 1996“ gelangt zu sein.

parallel hatten wir ja die sache mit contador.

auch der schuldig gesprochen. es lebe der CAS! also: COURT OF ARBITRATION FOR SPORT!

CAS 2010/A/2083 UCI v/Jan Ullrich & Swiss Olympic
FINAL AWARD
rendered by
COURT OF ARBITRATION FOR SPORT
sitting in the following composition:
President: Mr. Romano Subiotto QC, Solicitor-Advocate, London, United
Kingdom, and Brussels, Belgium
Arbitrators: Mr. Ulrich Haas, Professor, Zurich, Switzerland
Mr. Hans Nater, Attorney-at-law, Zurich, Switzerland
Ad hoc Clerk: Mr. David Rosner, Attorney-at-law, Toronto, Canada
in the arbitration between
INTERNATIONAL CYCLING UNION, Aigle, Switzerland
Represented by Mr. Jean-Pierre Morand, Attorney-at-law, Lausanne, Switzerland
– Appellant –
MR. JAN ULLRICH, Scherzingen, Switzerland
Represented by Mr. Eugene Ibig and Ms. Marjolaine Viret, Attorneys-at-law, Geneva,
Switzerland
– First Respondent –
SWISS OLYMPIC, Bern, Switzerland
Represented by Mr. Hans Babst, Bern, Switzerland
– Second Respondent – hier das urteil als PDF:
http://www.tas-cas.org/d2wfiles/document/5691/5048/0/Award20FINAL202083202012.02.09.pdf

ach ja, das urteil im wortlaut. uns geht es doch um jan ullrich … und wie man durch täuschung reich werden kann.

das haben wir in der ganzen gesellschaft: politik, banker, wirtschaftsbosse, sportler … schauspieler. überall hast du diese menschen.

sie leben davon ganz gut.

das ist das ungerechte. sie haben nach den täuschungen noch genug geld über. und jan ullrich hat wohl immer noch werbeauftritte für firmen und logos und labels. die schlechten leben meistens besser als die guten.

es ist unglaublich. vielleicht sind die schlechten die wahren guten, weil sie uns alle den spiegel vorhalten, der dann besagt, dass auch wir schlechte sind, wodurch diese am ende die wahren guten sind.

gutes neues klausens-zitat! dabei hat er nie richtig bekannt. so ganz richtig. die erklärung seiner homepage ist doch nur das nun halb nachgeschoben, was als urteil seit gestern feststeht.

wenn der dieb verurteilt wurde, sagt er: nun gut ich habe etwas gesehen, was ich eventuell weggenommen haben könnte.

aber vorher nicht. und nachher nicht mal das geständnis.

vorher nie. nachher fast nix.

ullrich hatte eben angst um sein geld und dass er alles zurückzahlen musste. deshalb hat er nie seine schuld eingestanden.

wie gemein!

das leben ist gemein und ungerecht. leute wie jan ullrich laufen munter durch die welt …

… während unsereiner solche blogeinträge schreiben muss. (und was bekommen wir?)

komm wir fahren mal ’ne runde.

auf dem fahrrad?

wieso nicht? es bringt doch was ein … am ende. (ich möchte richtig schlecht sein!)

zitat ullrich von oben: „In Zukunft werde ich deshalb auch in verschiedenen Funktionen und Bereichen im Jedermann-Radsport tätig sein. Ich blicke auf meine Radsport-Karriere und Erfolge mit Stolz zurück und freue mich auf mein neues Berufsleben.“

wie kann und darf so jemand noch irgendwo im radsport aktiv sein? a) er hat gedopt b) er hat nie reinen tisch gemacht – diese welt kann man in scheiben sägen! in scheiben mit speichen!

… bis jan ullrich da und dort bei radrennen auftaucht und autogramme schreibt, als wäre nichts gewesen.

und er wird ja dann auch noch eingeladen! und geld dann auch!

er will einen schlussstrich ziehen.

lass jedes autogramm ein schlussstrich sein. ewiglich. der dauerschlussstrich als strafe für einen sysiphos jan ullrich. (wir wenden uns ab.)

du, was ist eigentlich mit dem bürgermeister von duisburg. dem sauerland? ist da nicht am sonntag dieser volksentscheid zur abwahl?

noch ein radfahrer?

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