Über die Eichenfällung in Königswinter-Ägidienberg erschüttert sich KLAUSENS

klau|s|ens, „sich erschüttern“?

so steht es in der blog(g)-überschrift.

gibt es das denn überhaupt?

man muss die sprache neu bilden, wenn verbrechen an der natur begangen werden.

welche denn?

ich lese, sie haben diese eiche gefällt.

welche denn?

ägidienberg, ittenbach, landestraße 83, ringstraße, stockhausenwiese … mal als stichworte.

in königswinter also?

alles gehört zum stadtgebiet von königswinter. aber auch wenn es grafensommer wäre: die herrliche eiche ist weg.

wie alt war sie denn?

über 200 jahre. und so dick und so verknorrt. und so schön.

die eiche ist weg? diese eiche?

ja, die menschen sind im kern böse und schlecht. es wird ein einkaufszentrum gebaut.

noch eins?

im siebengebirge wird viel gebaut. alles wird zersiedelt.

die menschen machen die landschaft weiter kaputt?

die menschen wollen, dass da siebengebirge wie eine stadtlandschaft wird. deshalb bauen sie alles weiter voll. auch diese gräßlichen einfamilienhäuser ohne gesicht. diese katalogdinger pflanzen sie überallhin. sie „erschließen“ alles.

sie wollen keine natur mehr?

die menschen hassen die natur, aber sie lieben die einkaufszentren. auch parkplätze. straßen. alles das.

und dann?

dann freut sich ein investor, weil er bauen darf.

im siebengebirge?

das gebirge hat noch zu viel grün. sie müssen bauen, bauen, bauen.

im siebengebirge.

ja, sie wollen auf lange sicht alles plattmachen.

und die eiche?

die störte. und es gab bürger, die sie behalten wollten. es begann der protest sich zu regen. einkaufszentrum? und die eiche soll weg? so dachten die klugen menschen.

und dann?

dann kam die nacht-und-nebel-aktion, vielleicht auch am tage. die baumfällsaison geht ende februar zuende … und der protest drohte. da machte man säg, säg, säg. man schaffte vollendete tatsachen.

das ist doch ein verbrechen!

rein rechtlich wäre das zu klären, aber ethisch ist der vorgang unhaltbar.

sie machen alles kaputt.

baunternehmer und planer und investoren wollen diese welt weiter und weiter mit beton übergießen, mit steinen, mit gebäuden, mit straßen, mit asphalt.

nur so machen sie geld.

sie wollen geld fressen, aber keine bäume sehen. das siebengebirge und köln sollen exakt gleich sein. alles sei stadt. alles zugebaut.

sie haben wahrscheinlich bäume in ihrem privathaus im garten, diese investoren.

es gibt solche und solche. es gibt auch welche, die können einen baum gar nicht mehr erkennen.

aber wieso wird so etwas zugelassen? wieso?

weil der profit unser götze ist. nicht der baum, der profit. geld, geld, geld.

wie grausam ist der mensch.

ich lese, dass es in königswinter keine baumschutzsatzung gibt.

wieso? – das ist doch ein skandal für sich!

ach, sie denken sich wohl: „wir haben doch genug bäume. wir haben doch das siebengebirge. da brauchen wir keinen schutz. wir haben bäume im überfluss. da kann genug weg.“

ich verstehe: sie wollen bauen, bauen, bauen.

ja, da in der stadt sitzen auch kumpanen derer von baumaterial. alle arbeiten hand in hand. und so wird das siebengebirge planiert und zersägt und zersiedelt. alles für den gewinn. profit riecht wie geld und geld riecht nach gewinn.

mir wird ganz angst und bange.

deshalb ja: „ich erschüttere mich.“ (ich kann diesen vorgang um den baum gar nicht anders in worte fassen.)

man sollte den investoren ewiges betretungsverbot für alle baum- und waldgebiete der welt erteilen. wehe, einer von denen meint, er müsste in seiner privatheit irgendwo auf der welt noch mal „natur“ für sich haben. „zur erholung“ – nein, so leute mag ich nicht.

man sollte eher die menschen statt die bäume zersägen.

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

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