klau|s|ens beobachtet die demokratie-lage in ägypten – www.klausens.com

klau|s|ens, es sind immer wieder ähnliche muster.

da sind systeme: entweder diese halten sich … oder diese halten sich nicht.

die (alte) macht will nicht gehen.

die macht aber hat waffen. die macht ist das militär.

das volk will aber nun mitregieren, irgendwie, irgendwann. diktatoren sollen gehen.

das sind die revolutionen, das sind die umbrüche.

wenn das volk glück hat, geht das militär (oder teile von diesem) auf die seite des volkes.

oder das militär verharrt, klammert sich an die macht und nimmt den kampf gegen die masse des volkes auf.

in ägypten gibt es ein parlament, welches vom militär aufgelöst wurde.

es spielt oft auch noch ein verfassungsgericht mit. solche gerichte werden dann gerne auch instrumentalisiert.

wir sprachen ja gestern über rumänien.

heute sprechen wir über ägypten. und wir denken an die gescheiterte deutsche revolution von 1848.

wir denken an das aufgelöste, gejagte, zerstobene parlament.

und wir denken an die reaktion, die die revolution in deutschland abwehren konnte, zurückschlagen konnte, in die schranken weisen konnte.

ein stück deutscher geschichte, die nicht ruhmreich verlief.

nun also ägypten. ein präsident, der dieses parlament haben will. der das parlament braucht, um sich gegen das militär zu behaupten. deshalb ruft er das aufgelöste parlament zusammen.

dann das militär, stellvertretend für die alten herrschaftsstrukturen, welches dieses parlament so nicht haben will. oder keines haben will. je nachdem, was taktisch besser kommt.

und nun wartet man, wer siegt.

siegt der tahirplatz? siegt der wunsch der massen? siegt der gewählte präsident? siegt das parlament?

oder siegt die alte macht, die nicht gehen will? denn: eine macht, die geht, verliert auch alles.

deshalb will diese macht nicht abtreten.

so stehen die dinge in ägypten, grob vereinfacht. es sind immer wieder strukturen, die historisch so oder so ähnlich erscheinen … (die religionsfrage spielt dabei auch noch eine wichtige rolle.)

dinge, die sich aber dann doch je nach land sich anders ausgestalten.

alles wiederholt sich. ein endloser kreis, den wir „geschichte“ nennen.

und doch ist alles ganz anders. oder zumindest etwas anders. also gleich und doch neu. diese geschichte.

solange unser blog noch nicht verboten ist … ist es für uns halbwegs erträglich. (trotz 1848 oder auch wegen 1848.)

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