klau|s|ens schreibt über den amerikanischen wahlkampf der inszenierten präsidentenanwärter – www.klausens.com

klau|s|ens, was soll es eigentlich?

man weiß, wofür sie stehen. (und man weiß es nicht.) 

sie haben (angeblich und tatsächlich) gewisse grundüberzeugungen … und dann noch 1000 dinge, die sie als überzeugung vorgeben sollen, weil die berater es für gut befinden.

so stehen sie also vor den nominierungskonventen und lügen, lügen, lügen. und sie spielen, spielen, spielen.

man hört nicht auf die inhalte, als begreifender mensch. als halbwegs gebildeter. als intellektueller. nein, man hört nicht mehr richtig hin.

doch, auf den klang, auf die farbe … aber man weiß, dass sie jetzt lügen, lügen, lügen, um die wähler rumzukriegen. man möchte wissen: wie lügen sie denn?

es kommt nur noch auf die art des lügens an.

wir bewerten diese anwärter namens obama und romney also nicht mehr politisch, sondern wir beurteilen ihre schauspielerische qualität. wir beurteilen die inszenierung der regisseure. 

insofern verlassen auch die sender-wahlbeobachter der USA bzw. in den USA die ebene des politischen.

das politische ist nur die bühne, auf der die schauspieler sich ausprobieren: wer umarmt wie eng seine frau? wen streicheln wie fest die eigenen kinder? wann blinkt wo das auge verräterisch, wenn dieses oder jenes gesagt wird.

insofern könnten wir auch den neuen spielfilm von jemandem bewerten. nominierung und wahlkampf und spielfilm verschwimmen zu einem. alles ist medial, alles inszeniert.

wie gut war er? wie überzeugend?

das ist die sphäre, die wir schon unter reagan und auch unter schwarzenegger so kannten.

alles ist spiel. und das schöne ist: man kommt damit durch, denn sonst würde man ja nicht spielen.

und dieses spiel als überzeugendes entscheidet dann, wer die wähler rüberzieht.

und das nennen wir dann „politik“.

am ende erzählen sie das, was für ihre klientel die beste schnittmenge bildet, um von den meisten auch faktisch dann gewählt werden zu können.

und sie sollen es auch gut erzählen: pathos, wärme, lächeln, durchsetzungskraft, tränen, zweifel, wille. größe!

alles wurde geübt, auch die frauen, die nun auch reden … auch die mussten üben, üben, üben.

insofern geht es um charisma … und üben. die inhalte sind kaum noch wichtig. du musst deine klientel im bauch erwischen, bei den gefühlen.

und dazu müssen dann irgendwelche leute wahlplakate im übermaß wedeln, in einer halle in tampa oder charlotte oder wo. dazu claqueure, die weinen oder jubeln oder wie benommen sind.

wir sehen tausende berichte. über den „amerikanischen präsidentenwahlkampf“.

und doch sind die nachrichten am ende nicht mehr als ein durchschnittlicher promibericht aus sendungen wie „explosiv“ oder „brisant“.

das alles nennen wir „politik“.

und man wundert sich über den menschen dieser so sehr aufgeklärten welt des jahres 2012.

was dieser mensch alles mit sich machen lässt!

aus dem „zoon politikon“ (altgriechisch) wurde ein „zoon medialon-bombastikon“. ein politisches lebewesen ist schon lange zu einem medien-bombastischen (schein)lebewesen mutiert.

warum tun wir uns das an? was hat die menschheit mit sich vor? weiß sie nicht, dass all dieser quatsch in hunderten von jahren bewertet wird? so wie wir das nibelungenlied heute interpretieren?

dazu die luftballons!

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