klau|s|ens bedauert prinzipiell das heutige ende der financial times deutschland – www.klausens.com

klau|s|ens, heute kam die „financial times deutschland“ zum letzten mal heraus.

das blatt stellt sich ein, wird also eingestellt.

es rechnet sich nicht.

vieles an der presse rechnet sich nicht … mehr.

die einnahmen wandern, die anzeigen wandern.

du brauchst heute den multiansatz von allen medien in allen medien mit allen medien.

der flow von da noch dort, im ton, im bild, im video, im text … und dann durch alle medien hindurch.

du musst überall wichtig und richtig ticken – und das ganze ist dann ein medienkonzern.

die „frankfurter rundschau“ ja auch!

die will man noch retten, aber der konkurs ist schon mal angemeldet.

die zeitungen sterben weg.

so drastisch nicht, aber der journalismus verändert sich.

früher klagte man über die kreise, in denen es nur noch eine zeitung gab.

ja, diese einzeitungskreise. davon redet man heute kaum noch. heute gibt es so viel ein-zeitungs-gemache und -getue.

heute werden zeitungen zusammengelegt und übereinandergelegt und „verstreamt“, da bindet sich dann eine redaktion an viele produkte, da wird ein text neu zerlegt und bedient dann diese oder jenes.

plattformen sind das zauberwort. multimedial. vielkanalig.

ein journalist schreibt bald einen artikel, der dann 1000-fach erscheint.

das war immer schon so. viele artikel der nachrichtenagenturen erscheinen da oder hier gekürzt in hunderten von zeitungen. das ist auch jetzt noch so. schau mal hin! lies bewusst!

ich schaue ja hin: viele zeitungen sind sehr dünn … und die texte sehr kurz.

eben: wenn schon eine zeitung, dann auch eine richtige. dann mit viel information, mit viel eigenem, mit vielen infos auch. und nicht nur runtergekürzte artikel von agenturen.

der trend geht dahin.

der trend geht dahin, dass die medienhäuser ihre eigenen agenturen spielen und mit einem 1 artikel von 1 journalist/-in dann 1000 wege und plattformen bespielen.

zugleich wird ausgedünnt und alles mehr und mehr maschinisiert.

text und bild und bewegtes bild und ton sind dann füllmassen, die auch auf vielen pages im internet auflaufen. schaue dir mal eine startsite an wie von web.de – dann merkst du, wo die journalistische arbeit heute wie ankommt: das sind überall wortmetzger am werk. der inhalt ist nicht wichtig. er funktioniert als masse, um da und dort was zu füllen.

matthäus wieder getrennt!

eben, mit matthäus kann man alles gut füllen.

aber wer spricht heute noch von der gefahr der einzeitungskreise?

dabei ist ganz deutschland viel normierter geworden: weniger pressehäuser, weniger journalismus, mehr zeitverträge, mehr auf honorar, verarmende journalisten – aber auch: mehr informationsmasse zum füllen von kanälen aller art.

das ende der financial times deutschland, der FTD, das ist nur ein symbol.

es ist ein symbol von den dramatischen veränderungen im journalismus. da sitzen nur noch leute an computern und stellen textpartikel her, die dann in elektrische strömungskanäle eingestellt werden. dazu dann bilder, dazu videos, dazu töne. oder auch nicht. mal so, mal so.

und der einzige, der noch halbweg was zusammendenkt … und schreibt …

… ist der blogger! wir! (… und unsere kunst.)

welcher konzern, welches unternehmen hat uns blogger denn nun aufgekauft? holtzbrinck? dumont schauberg? gruner & jahr? bertelsmann? oder ist alles eins? burda? WAZ? bauer? alles eine soße? alles ein kapital?

ich gehöre der großfinanz. das ist doch klar. und bald werde ich wegrationalisiert. das ist doch klar.

klausens-kunstwerk-financial-times-letzte-ausgabe-final-is-the-end-7-12-2012-mit-logo

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