klau|s|ens entdeckt bestürzt das „tele-twittern“ bei der ARD – www.klausens.com

klau|s|ens, der sinnlosigkeit ist kein ende.

die menschen langweilen sich.

die menschen langweilen sich aber jeden tag.

deshalb muss man auch jeden tag neue spiele erfinden. beschäftigungen. vergeudungen. hauptsache, man tut etwas.

aber dann noch dieses!

was hast du gegen twittern?

alle tun es, keiner liest es!

aber das ist doch herrlich. du lässt eine „statusmeldung“ los, hast „soeben gegessen, pizza“ … und niemand liest es. herrlich!

außer du bist prominent: wenn oliver pocher dem papst ironisch zur wahl was postet, dann kommt das nachher in irgendeiner unterzeile bei phoenix als meldung.

na also! dann ist twitter doch toll: es wird ja doch gelesen.

aber nur weniges.

ist doch egal. es sind botschaften. anstatt diese mit der rakete ins all zu schießen, musst du diese botschaften nur noch ins internet schleudern. philosophisch ist es dasselbe.

aber nun dieses „tele-twittern“.

was soll das sein?

ich weiß es doch nicht. ich stieß zufällig darauf. via teletext. da kam dann der hinweis. sieh doch unten das foto.

dann sollst du mit anderen fernsehen gucken … und alle sollen dazu etwas twittern. (zwei monitore vonnöten. oder 1 fernseher und 1 smartphone.)

pfürze.

ja, du sollst pfürze twittern: „dieser ski ist aber sehr lang!“

halt, halt, du musst noch die raute dazu setzen. und das stichwort.

na dann: „dieser ski ist aber sehr lang! #ard777“

ja, so ist es schön, und dann laufen alle diese twittermeldungen unter dem stichwort „#ard777“ zusammen, im netz.

und dann?

dann kann ich alle meldungen finden, die sich gerade mit dem befassen, welches die ARD heute als „teletwittern“ ausruft. die von der ARD blenden das bestimmt dann via teletext ein, auf dem fernsehschirm, parallel zur sendung.

ist das nicht alles ziemlich schwachsinnig?

ja, aber auch ein zeitvertreib. bei VIVA macht man dass, indem man SMS schicken darf, die im fernseher eingeblendet werden.

aber es sind doch immer diese pfürze.

sicher, aber herrliche viele pfürze. und: du gehörst zu einer riesigen gemeinschaft. alle twittern. alle machen mit beim „tele-twittern“. wunderbar.

ich finde, dass das sehr unnütz ist: tele-twittern.

aber das ganze leben ist doch unnütz. da darfst du dich doch nicht übers tele-twittern beschweren.

worüber denn dann?

über dich selbst, deine existenz, den herrgott, die materie, das all, den unverstand. das nichtwissen.

ach so: sollen wir das nicht mal schnell twittern? dein letzter satz klang so bedeutungsschwanger.

„#bedeutungsschwanger“. du könntest einen neuen topf für tolle tweets zum thema „bedeutungsschwanger“ beginnen.

„#aufschrei“ soll ja die lage der frauen in der welt binnen sekunden zum allerbesten verändert haben.

ja, twittern ist gleich revolution allerorten. wie einfach! alles wird gut! zack-zack! – aber das war alles kein tele-twittern. – schade, dass uns nicht die ARD gehört.

könnte man nicht die ARD „ertwittern“?

als putsch? einem putsch vergleichbar?

ja, aber gewaltlos via twitter! – ist das noch nicht möglich?

klausens-foto-teletwittern-der-ard-2-3-2013

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