klau|s|ens möchte auch einen shitstorm mal haben – www.klausens.com

klau|s|ens, du möchtest auch einen shitstorm haben?

es gehört irgendwie dazu. zum leben. es ist eine art taufe der moderne.

was meinst du?

wenn du keinen shitstorm erlebt hast, dann gehörst du nicht dazu.

oh, das täte mir leid.

ich leide darunter, noch nie selber einen erlebt zu haben.

wie geht das denn, ein „shitstorm“?

du musst etwas tun, was den menschen missfällt. und dann musst du eine öffentliche seite haben, zum beispiel bei FACEBOOK, diese „fanseite“.

ja, die müsste man haben. mit 30.000, die einem folgen.  und nun?

nun tust du etwas, was den menschen „da draußen“ im internet und sonstwo nicht gefällt.

was?

beispiel: katja riemann, die schauspielerin, die hatte einen ziemlich unmöglichen auftritt in der sendung „DAS!“ vom NDR.

ich erinnere, eine kuriose situation: eine sehr seltsame person namens riemann (sie wirkte regelrecht verstört) und ein völlig verunsicherter moderator. ein weltdokument der menschlichen kommunikation. (oder auch miskommunikation.) tolle sache! (… mal als schriftsteller gedacht.)

danach hat man die FACEBOOK-site von der frau riemann bombardiert, gerne mit unflätigen beschimpfungen. die leute sind dann ganz außer sich und lassen am bildschirm alles das raus, was sie sich zuhause nie trauen. die site (=seite) wurde zugemüllt mit bösartigem und gemeinem. 

das internet bringt dann das „tier im menschen“ schön zum ausdruck.

gewiss, herrlich, wie sich leute dann ihr müt(z)chen kühlen. herrlich, wie primitiv die menschen doch sind!

wieso „shitstorm“?

ein sturm von schei…, der sich da über eine person ergießt.

danach sind die fertig? die opfer?

zumindest bricht gerne mal alles zusammen. die FACEBOK-seiten, die ja zuerst der eigenwerbung der promis dienen, werden dann gerne abgestellt. denn so „voller dreck“ geht alles ja nach hinten aus.

man ist mit „shit“ im netz überhäuft und somit öffentlich sehr beschädigt.

das ist die idee des shitstorms: rache, beschädigen, kleinmachen. – manuel neuer, der torhüter, der hatte beim letzten länderspiel gegen kasachstan einen fatalen patzer. der ist dann auch „shitstormiert“ worden.

„shitstormieren“, ein neues wort.

von uns, zweitklausens! von uns!

und dann hast du noch eine schreckliche zeichnung eingestellt, dazu ohne titel.

nein, nein, die zeichnung heißt nun „shitstorm“. sie hatte keinen titel, aber jetzt gebe ich ihr den titel „shitstorm“.

shitstorm ist der traum eines jeden prominenten.

eben: so unangenehm der ist: wer noch nie einen hatte, der gehört einfach nicht dazu.

am ende also doch werbung!

du meinst, die kaufen sich nicht nur die GEFÄLLT-MIR-klicks in vietnam oder sonstwo? die kaufen sich auch „shitstürmer“, weil es am ende die beste werbung der welt ist?

„shitstürmer“, auch ein schönes neues wort. (aber wir hatten ja noch keinen. seufz!)

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