klau|s|ens hasst das windhund-prinzip-system der OLG-münchen-platzvergabe – www.klausens.com

klau|s|ens, ist nicht alles gesagt?

doch, fast alles.

und hat nicht das bundesverfassungsgericht eingegriffen? durch sein urteil? ich zitiere:

# Das Oberlandesgericht München muss beim NSU-Prozess eine angemessene Zahl von Sitzplätzen an türkische und griechische Journalisten vergeben. Das entschied das Bundesverfassungsgericht am 12. April 2013. Damit hatte ein Eilantrag der türkischen Tageszeitung „Sabah“ Erfolg. Gerade die Vertreter türkischer Medien hätten ein besonderes Interesse an einer eigenständigen Berichterstattung über den Prozess, „da zahlreiche Opfer der angeklagten Taten türkischer Herkunft sind“, hieß es zur Begründung des Beschlusses (Az. 1 BvR 990/13). # (zitiert nach 3sat/dpa)

# Wie die Platzvergabe im einzelnen geschehen soll, ließen die Verfassungsrichter allerdings offen. Sie weisen den Vorsitzenden Richter an, „nach einem von ihm (…) festzulegenden Verfahren eine angemessene Zahl von Sitzplätzen an Vertreter von ausländischen Medien mit besonderem Bezug zu den Opfern der angeklagten Straftaten zu vergeben.“ Möglich wäre, ein Zusatzkontingent von nicht weniger als drei Plätzen zu eröffnen, in dem nach dem Prioritätsprinzip oder etwa nach dem Losverfahren Plätze vergeben werden. „Es bleibt dem Vorsitzenden aber auch unbenommen, anstelle dessen die Sitzplatzvergabe oder die Akkreditierung insgesamt nach anderen Regeln zu gestalten“, heißt es in dem Beschluss. # (zitiert nach 3sat/dpa)

ja, ja, aber das ist ja nach-schadensregulierung. der schaden ist ja schon da.

so ist das eben in münchen. da ist der schaden schnell da, bei der seltsamen oberstaatlichkeits-frei-justiz sehr gerne.

ich erinnere an unseren blog-eintrag: klau|s|ens zur „sammelzone“ beim john-demjanjuk-prozess in münchen, das war am 3.12.2009. die hatten damals doch tatsächlich ein schild aufgestellt: „Demjanjuk Sammelzone“.

ach ja, münchen. ach ja, die justiz in münchen.

es ist in den vergangenen tagen alles gesagt worden. zu der platzvergabe zum NSU-prozess. alles.

ich wollte aber zu der windhundsache noch was sagen.

der erste kommt (dran). so funktioniert es.

ich finde das prinzip ganz schrecklich. es wird ja oft angewandt, beim ticketverkauf ist es üblich. es ist ein ganz schreckliches prinzip. nicht nur in münchen, sondern immer, wenn es um „plätze“ geht.

gewiss, es fördert die konkurrenz. das hauen und stechen: alle eilen, und manchmal sitzen die leute stundenlang vor einer kasse, sie schlafen sogar vor einer kasse, um an die karten zu kommen.

dann stellen sie fest, dass bestimmte leute solche karten auch ohne warten bekamen. leute vom schlage eines boris becker. die brauchen keinen schlafsack. das ungerechte system der schnelligkeit wird immer auch noch konterkariert durch das geld-prinzip und durch das „ich-bin-wer“-prinzip.

es ist alles furchtbar ungerecht … und furchtbar anstrengend. (die armen windhunde!)

in zeiten des internets sogar doppelt ungerecht.

wieso?

weil schnelligkeit nicht vom eigenen tun abhängt, sondern vom netz.

was meint das?

habe ich eine langsame internetverbindung, ist mein wunsch nach einem platz viel später erst da … als wenn ich eine schnellere hätte. man sagt also: alle haben die gleichen chancen. – durch die ungleichheit des internets ist aber alles von vorneherein obsolet. das scheingleiche ist schon per se ungleich.

aber in münchen war das doch nicht das thema.

das wäre zu überprüfen. ein kern des versagens war, dass man die infomail seitens des gerichtes in unterschiedlichen zeitabständen rausschickte, sodass nicht einmal alle medienvertreter zeitgleich informiert waren. gewiss. das war menschliches versagen. (aber das war nur ein teil der wahrheit.)

eben. aber selbst, wenn das gericht da keinen zeitfehler selber gemacht hätte: das „system internet“ ist bezogen auf das windhund-prinzip per se total ungerecht.

das leben ist per se auch total ungerecht.

ja, ja, aber man sollte die dinge doch abfedern, wann immer es möglich ist. es kann nicht sein, dass leute mit einer langsamen internetverbindung (wofür sie meist nichts können!) nun bestraft werden, indem ihre mails per se überall später eintreffen.

in münchen ist auch das möglich. ach ja: münchen und seine justiz!

ja, die justiz in münchen, die scheint etwas „ganz besonderes“ zu sein. außerdem schwimmt sie im formalismus, im unflexiblen und in der nichtvorhersehung von möglichen problemen. urdeutsch geradezu. 

sie sollten das schild „sammelzone“ auch dieses mal wieder aufstellen, die tollen justizleute aus münchen. „sammelzone für ausländer“, na, wie fändest du das?!

rassistisch fände ich das. aber münchen ist alles zuzutrauen. – ich hasse das windhundprinzip. hatte ich das schon gesagt?

unabhängig vom NSU-prozess. das windhund-prinzip-system ist im kern schon ungerecht und gemein und durch und durch kapitalistisch.

wer zuerst kommt, … (und sich durchboxt). das ist durch und durch unmenschlich. (aber so tickt die welt!)

klausens-zeigt-3-sitze-im-gerichtssaal-OLG-muenchen-13-4-2013

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