klau|s|ens erlebt den tod des joachim fuchsberger als (prinzipiell) zu schnelles vergessen – www.klausens.com

klau|s|ens, wie oft haben wir joachim fuchsberger im fernsehen gesehen?

gefühlte hunderttausende male.

wir wussten scheinbar alles von ihm: seine haltung, sein sehnen, seine werte.

allein, wie oft er bei frau maischberger in der sendung wohl war!

überall war fuchsberger. unser leben bestand zu großen teilen in einer steten auseinandersetzung mit diesem mann.

man konnte nicht anders, er war so präsent und wohl auch so beliebt.

was ich meine ist folgens: nach all der lebenszeit, die wir uns mit dem lebenden herrn fuchsberger befassten oder auch, durch die medien gewollt, befassen mussten, geht es im und nach dem tod dann so verdammt schnell.

ja, gewiss: die meldungen am tage, dann ein paar sondersendungen, berichte in nachrichten und boulevardmagazinen, aber nach 1 tag ebbt es schon ab, nach 2 wird es sehr wenig, nach 3 hören wir kaum davon, bleiben noch die wochenrückblicke … aber die sind ja schon am vierten tag, in dieser woche. (und noch die erwähnung der besten, „unserer besten“, … verstorbenen … bei der bambi-verleihung.)

mir geht es um das unverhältnis, dass wir uns a) viele stunden mit dem lebenden joachim fuchsberger befasst haben, aber b) der verstorbene joachim fuchsberger dann aber so schnell wieder aus unserem leben verschwindet. erst war er gefühlt fast jede woche „da“, dann – nach dem tod – ist er gefühlt kaum jemals vorhanden gewesen.

wir befassen uns also zu 99 % der zeit mit einem lebenden (prominenten) menschen und nur zu 1 % der zeit mit einem verstorbenen.

so scheint es: ein gigantisches missverhältnis. … und dann kommt schon der alltag und andere stars huschen über den apparat. (ist frau jenny elvers nicht nach marbella gezogen? war es nicht so?)

man fragt sich also: was soll das alles? (allein, wie viel wir uns mit dem tragischen tod des sohnes von joachim fuchsberger, thomas fuchsenberger, ja auch beschäftigt haben.)

wieder und wieder gab es dazu berichte und interviews mit joachim fuchsberger. er berichtet von seinem sohn und von dem verlust. (von der sendezeit hunderte stunden wahrscheinlich … allein zu dieser thematik.)

ist aber ein solcher prominenter mensch wie joachim fuchsberger verstorben, dann ist das auch wieder alles schnell vorbei.

dann erscheint einem alle zeit so sinnlos, die man zuvor mit einer medialen person medial verbrachte, wenn diese nachher so schnell wieder verschwindet, aus allem … also: aus den medien.

es wird wiederholungen um wiederholungen geben: edgar-wallace-filme zum millionsten mal. so taucht joachim fuchsberger dann doch wieder auf.

und dann sagt man irgendwann: „zum 50ten todestag von joachim fuchsberger wiederhollen wir heute den film …“

so ist es. man wird schnell vergessen, ist aber dann ja doch noch da, in den vielen wiederholungen.

das missverhältnis zwischen leben und tod aber bleibt, was wir hier beschrieben haben.

sicher: aber der tod dauert nur eine zillitrillionste millisekunde, und herr fuchsberger hat über 87 jahre gelebt. das ist ja auch schon ein missverhältnis.

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