Monatsarchiv: November 2014

klau|s|ens ahnt, warum man lieber totschießt als gefangennimmt – www.klausens.com

klau|s|ens, die opfer sind dann immer tot.

du meinst in den USA, wenn die polizisten auf schwarze schießen. (ferguson?)

ja, auch da.

und, wo noch?

eigentlich überall. sehr oft lese ich es, wenn palästinenser in israel etwas böses machen (attentat) und dann die super-sonder-sicherheits-einheiten von israel auflaufen.

das stimmt: attentäter sind oft dann tot.

man fragt sich: in den USA, in israel und sonstwo: wofür üben die den ganzen tag schießen?

damit sie richtig treffen.

ja, aber „richtig treffen“ kann doch der gezielte schuss ins bein sein, nur ins bein. hauptsache, man bekommt die leute.

in den USA dürfte die polizei total verunsichert sein, sodass sie im zweifelsfall immer mal schießt, und dann direkt richtig. rassismus und angst sind da seltsam überlagert in einer seltsam unsicheren gesellschaft des ewigen verbrechens und der ewigen waffen.

und attentäter andernorts?

ich denke, da ist der befehl: „totschießen!“ ganz deutlich. (in den USA unausgesprochen und latent, aber in anderen fällen und ländern ganz klar angesagt und erwünscht.)

und wieso?

weil tote nicht mehr sprechen können.

aber wäre es nicht besser, die würden sprechen?!

das sollte man denken: im sinne eines „aufklärens“ und mehr-erfahren-wollens bräuchte man lebendige täter.

in israel und von israel scheinen aber die leute meistens dann totgeschossen zu werden.

du meinst: sie sollen tot sein, damit sie nachher nicht mehr sprechen?

mein gedanke ist ein bisschen anders: tot ist tot ist erledigt.

was meint das?

kein prozess, kein verfahren, keine nachrichten, keine nachberichterstattung: tot ist erledigt.

würden die attentäter leben, müsste man diese vor ein gericht stellen.

genau das: und schon gibt es neue unruhen, neue demonstrationen, sympathisanten erwachen. (und vielleicht gibt es auch neue wahrheiten.)

alles das will man vermeiden? und lässt deshalb gerne alle totschießen?

das ist nur eine these von mir, eine erste denkung – aber wer die welt aufmerksam beobachtet, kann vieles schon wissen, ohne es wirklich zu wissen.

oft liegt die ahnung verdammt nah an der wahrheit.

und mexico?

wow, das ist jetzt wieder ein ganz neues thema. frag mich auch nicht nach dem jemen, bitte. oder nach nigeria: auch das nicht!

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klau|s|ens hat clevere ideen zur abwehr von jedweder ausspionage von den eigenen suchbegriffen in den suchmaschinen – www.klausens.com

klau|s|ens, es wird ja alles erfasst.

sicher: mir wird es jeden tag deutlicher und dann noch deutlicher. ich traue mich immer weniger ans internet und an meinen computer.

wenn du also bei GOOGLE nach herrn brandt suchst, den von der SPD, damals, dann denken die suchmaschinen: „wow, der ist für die SPD oder gegen die SPD. aber der hat probleme um die SPD. oder der hat was zu schaffen mit der SPD.“

und wenn ich dann noch „gabriel“ eingebe, und sei meine idee auch nur der erzengel, dann weiß die suchmaschine: „2 namen aus der SPD. der hat was mit der SPD am laufen. aber was?“

so werden die suchmaschinen erst richtig interessiert an uns, und schon gehen erste lampen im überseekabel an. – auch in deutschland tanzt der BND.

dann gebe ich noch „schwesig“ ein, dann wird es denen aber zu viel SPD.

würde ich noch „künast, renate“ eingeben, würde sich alles noch mehr zu einer nun rot-grünen soße vermengen.

man könnte das auch mit CDU-namen machen. und dann noch AfD-namen. (schade, dass sich für die FDP keiner mehr interessiert. selbst am übserseekabel sitzt keiner, der bei FDP noch aufhorcht.)

du kannst es ja auch mit fußballern machen. bei deiner internet-suche.

jede information verschränkt sich mit jeder information und ergibt ein bild.

du brauchst dann nur noch leute, die das bewerten. denn vielleicht hatte ich mit „künast“ auch einen heizungsmonteur gesucht.

sicher: aber die haben doch diese algorithmen, die bewerten alle deine suchworte über alle deine jahre.

bei YAHOO und BING und GOOGLE?

überall, aber bei den großen klappt’s wahrscheinlich am besten.

und da hängen dauernd leute am überseekabel?

ja, sicher, die lachen sich dann kaputt, wenn nach brandt und gabriel und schwesig und künast dann plötzlich der „otto rehagel“ gesucht wird.

aber das ist doch mein neuer trick.

welcher?

was immer ich suche, ich gebe danach etwas anderes zu verwirrung ein.

wie geht das?

wenn ich „gauck“ suche, tippe ich nachher auch noch „gaube“ ein.

wieso denn?

damit ich deren suchalgorithmen störe oder verwirre. capito?

das ist also ausgeklügelter widerstand?

so kann man es sagen, ja, ja: ich tippe ein wort ein, welches ich suche, und dann eines, welches ich nicht suche. einfach so.

dann musst du immer doppelt was tippen?

leider: wenn ich nach „udo lindenberg“ suche, muss ich danach noch „wieselflink“ eingeben.

ist der lindenberg auf der bühne denn nicht wieselflink?

oho: daran habe ich noch gar nicht gedacht!

siehst du: selbst wenn man extra noch was falsches suchen will, oder was „vermeintliches“, um die geheimdienste und internetanbieter zu verwirren … man muss dann auch verdammt lange überlegen. sonst läuft es aus dem ruder. falsch wird zu richtig, ohne dass man es wollte. denn vieles bedeutet vieles. konnotationen sind unendlich.

dann wäre also erst „beckenbauer“ und hernach „klempner“ zur verwirrung keine gute idee?

in diesem fall vielleicht gerade: man müsste mal mit sprachforschern über all das diskutieren.

aber meine methode hast du kapiert?

ja, ich weiß jetzt, wie clever du die welt aussspielst. tolle sache!

ich schreibe ja auch immer „klau|s|ens“ in die suchmaske, und dann, um die zu verwirren, suche ich danach noch nach „zweitklausens“.

das macht alles seinen sinn! hauptsache, das überseekabel erzittert.

vom lachen der überwacher? oder weil die nix kapieren und nun schlottern vor angst, der vorgesetzte würde sie gleich ohrfeigen?

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klau|s|ens dichtet an … gegen die verrinnende zeit im stau – www.klausens.com

klau|s|ens, du mal wieder im stau?

man sollte nicht nach köln fahren, schon gar nicht zur rush-hour.

und du tatest deshalb was?

ich hörte radio. da kam der verkehrsfunk.

sie sagen jetzt immer, wie viel zeit man verliert, im stau.

genau das: seit einigen wochen schon. erst hört man nur so halb hin, wenn man nicht auf der entsprechenden autobahn ist.

und dann?

dann sagte mir ein ehemaliger klassenkamerad das wort „zeitverlust“.

was geschah nun?

ich hörte ab sofort nicht mehr die gesamte meldung, sondern ausschließlich das wort „zeitverlust“, wannimmer ich WDR-radio hörte. ich war auf dieses neue wort wie fokussiert.

wie gehst du damit um?

ich denke von morgen bis abends über die idee von „zeitverlust“ nach.

was erbringt das?

gestern im stau kam ich dann auf dieses schlichte, aber überaus durchtriebene gedicht – es ist also ein LIVE-gedicht, ein live reagieren auf die ewigen „zeitverlust“-durchgaben des WDR. es heißt „je öfter man es nennt“.

JE ÖFTER MAN ES NENNT

Zeitverlust
Zeitverlust
Zeitverlust
Zeitverlust
Zeitverlust
Zeitverlust
Zeitverlust
Zeitverlust
Zeitverlust
Zeitverlust

DESTO MEHR HAT MAN (DAVON)

Copyright: Klausens am 24.11.2014, Montag, Autobahn A 555, gegen 8:35 Uhr MEWZ, Bonn Richtung Köln, Höhe Abfahrt Köln-Rodenkirchen, BEZUG: Die Verkehrsdurchsagen im WDR, die neuerdings seit ein paar Wochen auch Angaben zum „Zeitverlust“ durch Staus machen.

schön, ich aber überlege gerade, wie ich die zeit wieder reinhole, die ich mit diesem blogeintrag verbracht habe.

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klau|s|ens denkt über die vielen informationen in den computer-telefon-internet-geräten nach – www.klausens.com

klau|s|ens, mir wird jeden tag, jede stunde, jede sekunde deutlicher und dann noch deutlicher, wie viel wir hinterlassen … an spuren und an informationen.

es ist unendlich, zweitklausens, unendlich: denn mittlerweile bewegt sich fast alles über internet und dann in den medien drin. bis hin zur fernsteuerkamera, die den menschen die garage überwacht.

jeder link, jede mail, jedes husten … alles wird da und dort abgespeichert und ist recherierbar.

da braucht man gar keine NSA.

nein, schon ein normaler mensch mit normalem hirn, der kann sich dann A und B und C zusammenreimen: dort ein hotelzimmer gebucht, da an hildegard geschrieben, jenes foto, die stromrechnung, dann das jahresabo … und der FACEBOOK-eintrag zum aufstieg der borussia, die todesanzeige vom herbst (auch online samt aller familienangehörigen). und … und … und …

und diese daten werden mehr und mehr und mehr.

jedes schulkind ab 6 hat ja fast schon ein smartphone und alina schreibt brav an mama, wo sie ist und was sie tut.

das alles nimmt ausmaße an, die unglaublich sind.

im internet sind dann diese berühmten „spuren“.

unternehmen wie „people check“ und andere saugen diese informationen zusammen und bieten diese im internet als eigene neu-informationen: da ist die auswertung schon begonnen, und die aufbereitung ist kostenlos für jedermann. („123people“ ist übrigens seit frühjahr 2014 vom netz. da sind mir die hintergründe aber nicht ganz klar.) anbei ein text zu dem, was 123people so machte: >>123people durchsucht das Internet in Echtzeit und greift dabei nicht nur auf Internetseiten zu, sondern durchsucht auch explizit die verschiedenen Communities und sozialen Netzwerke nach passenden Ergebnissen. Nach der Eingabe des Vor- und Nachnamens werden Ergebnisse ausgegeben, die übersichtlich nach relevanten E-Mail-Adressen, Telefonbuch-Einträgen, Bildern, sowie Einträgen bei Amazon oder in Branchenbüchern und vielen weiteren Kriterien gegliedert sind.<<

auch „yasni“ ist noch so ein unternehmen. die sind zudem auch weiterhin aktiv. „personensuchmaschinen“ nennen diese „angebote“ sich allesamt.

was diese „peoplecheck“- und „yasni“-unternehmen und andere weitere machen, ist nur die erste, leichte, „harmlose“ vorstufe der datenaufbereitung. hier ein zitat von der homepage von peoplecheck. heute abgerufen:

>>Was ist PeopleCheck?

Peoplecheck bietet die Möglichkeit, eine Suche mit Namen-/Ortkombination durchzuführen, bei der allgemein öffentliche aus dem Internet zugängliche Informationen komprimiert dargestellt werden. Alle Informationen stammen aus allgemein zugänglichen Quellen (gesetzliche Grundlage §28 BDSG Satz 1 Nr.3), bei denen der Verantwortliche die Daten bewusst in Kenntnis der Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit bekannt gegeben hat. Peoplecheck erhebt, speichert, verarbeitet und nutzt für die Suche keine personenbezogenen Daten aus anderen als allgemein zugänglichen Quellen. Peoplecheck legt keine Personenprofile zu realen Personen an. Peoplecheck arbeitet nur mit Vornamen-/Nachnamenskombinationen und kann diese keinen realen Personen zuordnen. Insbesondere aggregiert Peoplecheck nicht mehrere Informationen zu identischen Personen. Sämtliche Inhalte werden in unterschiedlichen Datenbanken gespeichert und nicht über feste IDs verknüpft. Aus allen Datenbanken werden die gefundenen Suchtreffer zur eingegebenen Namenskombination auf einer Suchergebnisseite dynamisch ausgespielt. Die Zusammenführung der Suchergebnisse aus den einzelnen Datenbanken geschieht bei jedem Abruf neu. Peoplecheck erzeugt somit keine „neuen“ Profile und hat keinen Einfluss auf die Richtigkeit der Daten von externen Seiten. Der Algorithmus unserer Suchmaschine verfügt nicht über die Intelligenz verschiedene Informationen einer konkreten Person zuzuordnen. Die Verarbeitung und Nutzung der Daten erfolgt nur im Rahmen des Webportals.

Selbstverständlich können Sie über den Button „Inhalte entfernen“ versehentlich ins Internet gelangte Informationen bei Peoplecheck kostenfrei löschen.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir korrekte amtliche Veröffentlichungen nicht löschen werden und unbegründete Zensur zurückweisen. Selbstverständlich halten wir jedoch die Löschungsfristen nach dem Bundesdatenschutzgesetz ein und entfernen Falschmeldungen. Bitte verzichten Sie auf Anfragen gemäß § 34 BDSG, wenn die Quelle der Herkunft (zum Beispiel Amtsgericht) durch uns veröffentlich wird, oder Ihnen bekannt ist. Wir machen teilweise vom Auskunftsverweigerungsrecht nach §34 BDSG Abs. 7 Gebrauch. Im Falle einer schriftlichen Anfrage auf Auskunftsersuchen bitten wir einen ausreichenden Identitätsnachweis beizufügen, da sonst Anfragen eventuell vorhandenen Daten nichtt zugeordnet werden können und wir aus Sicherheitsgründen keine Auskunft erteilen dürfen. Geeignet sind Kopie amtlicher Lichtbildausweise.<<

was NSA und company (auch deutsche geheimdienste natürlich!) in den hinterzimmern machen, ist dann die höchststufe.

ich sage also: man darf einfach keine spuren hinterlassen.

ach, ein wie kluger gedanke: jedes foto über die party weniger ist ein sieg für dich! wie toll! wie groß! (das höre ich doch jeden tag in jeder sendung. bullshit!)

und was denkst du?

ich denke, dass die menschen, die gar keine spuren hinterlassen, die gar keine geräte haben, gar keine mails nutzen, sich der technik ganz verschließen, die klügsten sind.

… weil diese keiner kennt!

genau das: ohne spuren gibt es dich nicht.

jetzt aber sage ich dir einen wichtigen gegengedanken.

welchen?

wenn alle menschen spuren hinterlassen und da sind 100 oder 2.000 oder 30.000, die das nicht tun – dann sind genau diese hochverdächtig.

meinst du?

aber ja: ich würde überlegen, wieso die gänzlich ohne spuren im netz sind. dann würde ich sagen und denken: „die haben was böses vor! das ist absicht und plan. und weil es von diesen gar keine spuren gibt, werden wir diese nun doppelt und zehnfach LIVE und vor ort und in persona durchleuchten.“

daran habe ich ja noch gar nicht gedacht!

unser system ist also so perfide, dass sich diejenigen verdächtig machen, die spuren hinterlassen, aber auch diejenigen, die keine spuren hinterlassen.

man kann dem also nicht entrinnen?

so sieht es derzeit aus. traurig, aber dennoch knallharte wirklichkeit.

dann beruhigt es mich geradezu, dass wir mit diesem blog-eintrag auch wieder eine spur hinterlassen haben. (scheint ja besser als keine zu hinterlassen!)

aber welche?! wie schätzt man die nun ein?

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klau|s|ens sieht noch vieles als manches im papier – www.klausens.com

klau|s|ens, bald ist es ja nicht mehr da.

was?

das papier.

wieso denn?

weil die leute doch heute alles mit diesen elektrisch-computerisierten geräten machen. nimm allein das e-book.

und dann geht das papier weg?

die leute kaufen keine fernsehprogrammzeitschrift, sondern holen sich das aus einer app.

der wetterbericht kam irgendwann mal im fernsehen, trotzdem haben wir weiter die tageszeitung gelesen, wo der wetterbericht dann auch noch mal drin war – allerdings etwas veraltet dann schon.

damals war’s, ja damals.

und heute?

hol dir doch deine BILD übers tablet! warum noch diese riesigen blattseiten wälzen?

warum? warum? ich liebe das papier. (und die BILD eigentlich gar nicht.)

das sagen doch alle: „das papier stirbt niemals aus.“ oder: „was gibt es schöneres, als ein buch aus papier in der hand zu halten.“

glaubst du es nicht?

nein, ich glaube nichts mehr.

das ist aber dein problem! wie hältst du es auf der toilette? mit dem papier?

das ist eine gemeine frage.

wohinein wickelst du frischen fisch?

ich esse keinen frischen fisch.

wie schreibst du?

siehst du doch: im computer … hinein ins internet.

wie lebst du?

in einer welt, die sich mit dem verschwinden des papieres auseinandersetzen muss.

ich sage dir eines: viele der billigen bücher aus papier werden in ländern gedruckt, die dann papier aus abgeholzten bäumen gewinnen, die man nie abholzen dürfte.

papier = baumsterben?

vielleicht, vielleicht.

und durch diese computer stirbt nichts?

so habe ich das nicht gemeint. ich sehe es alles nicht so einfach.

hauptsache kompliziert: ich weiß. diese schönen notizzettel von leuten wie einstein. die kommen dann jahrzehnte später in die ausstellungen über das leben von genies.

na also: allein deshalb kann papier nicht aussterben. allein deshalb.

und wenn es mal keine genies mehr gibt?

dann zwingen wir diese hochbegabten computer auch noch aufzeichnungen auf papier zu machen: für spätere ausstellungen … und damit es nicht ausstirbt.

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klau|s|ens erfährt vom frei-sprach-banking via telefon als computer – www.klausens.com

klau|s|ens, was ist denn nun schon wieder neu?

man kann frei sprechen, ins telefon, und es wird verstanden.

toll! aber das gab es schon bei der einführung des telefons, damals, vor zig-zig-zig jahren. da wurde man schon verstanden, falls es nicht knackte.

nun: das gibt es immer noch … nun aber mit dem computer.

ich spreche mit dem computer?

ja, beim banking, freie sätze … und angeblich versteht er das.

telefonbanking?

sicher: da konnte man früher immer sagen „eins sieben zwei neun“, zahlen. aber das war es dann schon.

nun spreche ich frei etwas daher … und die computermaschine versteht es?

das liegt ja im trend: spracherkennung ist trend, überall. du sprichst ja auch deine SMS nun ins handy (wenn du magst).

aber telefonbanking? ist das denn sicher?

tja, da haben wir wieder ein ganz anderes problem: je mehr kanäle man hat, zum kommunizieren, desto öfter kann man auch anzapfen, wegzapfen, durchzapfen.

eben, eben: und dann ist ja das schlimme, neben den betrügereien … dass du an keine menschen mehr kommst.

bisweilen haben die ja ganz am schluss von einer 10-minütigen-nerv-schleife: „wenn Sie einen berater wollen, drücken Sie bitte die 9“ … oder so. das habe ich in erinnerung.

ich habe in erinnerung, das man bei der TELEKOM anruft, wegen störungen, und nie aus dem computerstimmbereich herauskommt, bis man beginnt zu weinen.

ja, auch das ist wahr: die TELEKOM tut alles, um kunden per computer von sich fernzuhalten.

der computer stört sich auch nicht, wenn man selber am telefon dann wütend wird.

sicher: ein vorteil für den, der den computer für alles und jedes einsetzt. nun also auch für kompliziertes sprechen bzw. erkennen von gesprochenem.

der nachteil ist der mensch, der bürger, das opfer, was da verzweifelt, weil es allüberall auf computer stößt, die oft nicht verstehen wollen.

ja, sie haben keine seele, immer noch nicht.

man könnte denen doch einprogrammieren: „kunde wird wütend. stimme zittert. besser zum berater aus fleisch und blut weiterleiten.“

könnte man, bestimmt, aber wollen tun es die großen unternehmen nicht.

jedes unternehmen ist ein kleiner staat für sich. alles nur anonym, alles wie bei kafka. man kommt auch nicht dran, an nichts, an niemanden.

deshalb lieben wir kafka.

und die postbank?

die auch, weil kafka sich ja auch bewahrheiten muss. jedes großunternehmen mit computern und computersprech lieben wir über alle maßen.

aber unsicher bleibt das ganze banking ja sowieso.

das ist ein neues thema: die welt widerspricht sich bei jedem handlungsschritt. das eine verläuft konträr zum anderen.

aber fortschritt soll immer sein.

ja, weil es sonst langweilig würde. demnächst schreie ich im flughafen einfach laut in die halle: „ich brauche 500 euro.“

und dann?

dann kommt ein computer angefahren, checkt meine bankkarte und meine identität, gibt mir das geld …

und dann?

…. küsst er mich und sagt. „wir lieben sie. wir von der postbank lieben sie.“

und dann gibt es da noch ein séparée im flughafen? extra von der bank? oder wie? für körperliche techtelmechtel mit dem bankcomputer? wirklich?

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klau|s|ens über a) wolfgang schäuble b) thomas middelhoff und c) michael schumacher – www.klausens.com

klau|s|ens, wieso schreibst du über drei personen?

ich könnte ja noch dieses technik-menschen-ding am kometen „tschuri“ nehmen: „philae“ – es ereignet sich immer so viel zugleich. und wir beobachten die welt über die medien.

die dinge ereignen sich und wir gucken zu, denken aber dann doch drüber nach.

und so werden sie (diese ereignisse in den medien) dann teil unseres täglichen lebens. (anders wäre es auf der robinson-insel, wo der vogel und der schmetterling unsere täglichen ereignisse wären.)

zu schäuble? was gibt’s?

da kann der nun sagen: ich war der erste mit der NULL im haushalt.

ja, kann er. so ändern sich die dinge: gestern war es schick, viele schulden zu machen, um die wirtschaft „anzutreiben“, heute gilt das gegenteil. mal so, mal so. (john maynard keynes, wo bist du?)

und heute leiden die banken, weil sie dem staat nix neues mehr „anverschulden“ dürfen. sie müssen nun mit den nochschulden des staates und den zinsen dafür zurechtkommen. arme banken!

dabei müssen die banken doch verdienen, damit ein herr ackermann lächelnd durch die welt laufen kann. hauptsache gewinn, egal ob gerade oder krumm. hauptsache, hauptsache, hauptsache: profite!

die bundesregierung hat sich anders entschieden, in 45 jahren oder 50 jahren wird es dann wieder anders sein.

ich denke, der staat ist gemein, wenn er den banken nicht ermöglicht, locker und flockig viele milliarden einzustecken, weil der staat mit billionen bei denen verschuldet ist. so geht es ja gar nicht!

denk du nur!

zum fall middelhoff?

ehrlich: mich hat das urteil überrascht. und diese konsequenz: haftantritt sofort.

vielleicht wollte da ein richter mal richtig ein mahnmal setzen.

der herr middelhoff wurde ja in dem urteil (also dem begründungstext) überaus ungünstig dargestellt. als mensch, der sich die wahrheit dauernd neu opportun zurechtdreht.

sein verhalten war’s, nicht allein die „schuld“.

man denkt naiv: tja, lass die mal mit dem hubschrauber fliegen. es muss ja wohl sein, damit die immer schön für unsere wirtschaft „handeln“ können.

aber der herr middelhoff handelte ja immer auch für seine eigene kohle. (oder auch mal für seine begünstiger wie den herrn wössner.)

es ist faszinierend, dass belohnungen herausspringen, wenn man konzerne „klug“ zerschlägt und arbeitsplätze vernichtet.

über die logik des kapitalismus denkt heute keiner mehr nach, weil diese unlogik omnipräsent ist. und über moral erst recht nicht, weil die vielen personen längst abhanden kam.

ich denke, der herr middelhoff hat strafe verdient … aber viele andere bis hin zu flughafenbauern und congress-zentrumsplanern und nuerburgring-falsch-tuern, die haben auch strafe verdient. gerne auch mal knast.

aber man kann ihnen nichts!

eben: ein großes problem, wenn das recht nichts hergibt.

bei middelhoff gab es aber was her: „veruntreuung“.

und das nur, weil die konkursverwalter mal ins detail gegangen sind, die von „arcandor“.

ich denke, alle konkursverwalter sollten ewig ins detail gehen.

ja, träume du nur. im moment scheint das rechtssystem in deutschland aber weg vom „deal“ noch die andere seite der „sozialen wut“ zu haben. deshalb geht unser dankender gruß an das landgericht essen.

michael schumacher hat auch gegrüßt, beim bambi.

nein, eben nicht!

wieso? da waren doch vettel und diese freundliche pressedame kehm. dann noch ross brawn.

sicher, sicher: der preis ist eine schöne geste, aber kein michael hat gegrüßt.

nein?

nein! du musst genau hinhören.

was denn?

da war von „der familie“ die rede und dann wurde nochmals etwas von „corinna schumacher“ wiedergegeben, aber es kam kein expliziter gruß oder satz von michael. (höre immer genau hin!)

was sagt dir das?

michael schumacher kann derzeit weder reden noch seine gedanken und wünsche anders kommunizieren. er kann also auch nicht schreiben. oder zeichen als sätze von sich geben.

oder er ist auch nicht mal in der phase, wo man überhaupt eigenes denkt und weitergibt?!

wir wissen nichts genaues, aber dass michael schumacher nicht selber als michael schumacher irgendeinen dank hat rüberbringen lassen, an die bambi-verleihung, sondern dass immer von der familie und corinna die rede war … das sollten wir als stille botschaft interpretieren.

wie lautet diese botschaft?

michael kann vieles nicht, noch nicht mal reden oder anders bestimmte dinge kommunzieren.

das ist nicht so schön.

ich weiß: aber sich da belügen, macht es auch nicht besser.

danke für deinen schnellen rundblick über 3 personen, die dieser tage in die medien kamen (neben vielen anderen).

man könnte endlos denken und schreiben.

aber am ende hilft es auch nicht viel: ich weiß.

wir drehen im prinzip immer nur kreise, das ganze leben ist ein sinnloses kreisen.

hinzu kommen zeichen, die keiner versteht.

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