Monatsarchiv: März 2015

klau|s|ens beschreibt kleine und große schrecken – www.klausens.com

klau|s|ens, kleine und große schrecken?

ein kleiner schrecken ist WORDPRESS, die blogplattform, wenn von einem tag auf den nächsten alles anders ist als zuvor, weil irgendwelche programmierer alles toll machen und noch toller machen (scheinen zu wollen).

resultat?

es ist alles anders, was vorher links war ist nun rechts, das fenster zum schreiben ist zwanghaft klein, das eingeben von schlagwörtern ist verkompliziert, man findet auch nicht mehr alle, auch bei den kategorien, alles ist anders (die hälfte fehlt!) … aber alles ist schlechter. und man ist genervt.

du kannst nichts machen?

nein, ich bin den vorgaben des internets immer ausgeliefert. immer.

was nervt noch?

die beispiele kennt doch jeder: der reißverschluss ist kaputt. entweder weil ein zahn aus der ganzen reißkette verlorenging oder weil der zipper kaputtgeht. der bricht einfach durch oder ab, ist entzwei, und das war’s dann. man ärgert sich und ärgert sich.

so also bietet jeder tag neuen ärger.

eigentlich sind die tage nur da, um sich zu ärgern.

je mehr dinge man besitzt, desto mehr dinge können auch kaputtgehen oder verändert werden … um so mehr kann man sich ärgern.

wenn du internet und apps und homepages und plattformen und passwörter und anmelderoutinen und allerlei vorgänge auch noch dazurechnest, dann hast du vollkommen recht. wieder mal vollkommen recht.

danke.

und dann gibt es das gauen wie jetzt „vanuatu, zyklon, pam“, was einem dann auch noch über die medien „ins gesicht geklatscht“ wird.

aber da geht es um schlimmes und tiefgreifendes leid.

das sage ich doch! man selber jammert über den reißverschluss, aber die haben keine haus, kein nichts … zudem tote und verletzte.

da bleibt einem dann der eigene reißverschluss im halse stecken.

das ist poetisch ausgedrückt, aber ich gedenke immer noch nicht, reißverschlüsse zu essen.

das wäre aber auch eine form von schrecken: jemand zwingt uns, reißverschlüsse zu essen.

seltsame idee.–  jetzt muss ich das alles in die blöde und wieder mal veränderte wordpress-plattform eingeben.

und aufpassen, dass es dann auch „veröffentlicht“ worden ist. manchmal landet das zeugs im „entwurf“.

noch ein kleiner schrecken, den ich für einen moment ganz vergessen hatte.

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klau|s|ens begrüßt kulturgeschichte auf werbeschildern – www.klausens.com

klau|s|ens, du hast mal wieder etwas entdeckt, im öffentlichen raum, auf den straßen der stadt? in köln?

aber du warst doch dabei, zweitklausens!

aber nur einer kann der wahre entdecker sein – nur einer.

ist mir egal: man läuft in köln auf dieser schrecklichen fußgängerzone, vom dom da, wo alles eng ist und voller geschäfte … und voller menschen („die Hohe Straße“) … und man fragt sich, warum man sich das antut.

warum?

man will von A nach B, und weil es schon dunkel war, schien die beleuchtete sinnlos-shop-straße die beste alternative.

aber dann!

dann fand ich zufällig dieses hinweisschild eines chinesischen restaurants namens „Tchang“.

das fandest du gut!

ja, denn auf diesem schild steht etwas sehr wichtiges drauf: „Ältestes China-Restaurant in Köln (seit 1954)“.

es befindet sich übrigens auf der „Großen Sandkaul 19“ in köln. (das lokal, nicht das schild.)

wie schön!

schön ist zu wissen, dass 1954 das erste china-restaurant in köln eröffnet wurde. das ist geronnene kulturgeschichte.

dabei reden alle immer über italiener und portugiesen, manche bekamen als millionste gastarbeiter ein moped, was heute im haus der geschichte oder sonstwo steht. (zurückgekauft!)

ja, sicher, die „gastarbeiter“.

aber über die chinesen oder taiwanesen, die dann ein restaurant in der deutschen ferne aufmachten, da berichtet keiner drüber.

1954 war das schon! in köln!

stimmt es auch so: die frage wäre noch, was die unter „chinesisches restaurant“ verstehen.

das stimmt, das kann man noch vielfältig auslegen. aber wir wollen nicht kleingeistig sein.

nein, nein, wir erfreuen uns, dass auf einem werbeschild eine kulturgeschichtliche information steht, über deutschland, über die einwanderer, über die multikulturalität.

und köln ist ja eine hochburg der multikulturalität, auch der gelebten und bisweilen auch romantisierten multikulturalität.

das stimmt. die jahreszahl – es wäre also eine idee, der auch andere folgen könnten.

wer denn?

alle nationalitäten, die restaurants eröffnen. vietnamesen, russen, mongolesen, hawaiianer, isländer, und … und … und ..

stelle dir vor, bei jedem restaurant müsste in der werbung erwähnt werden, wann es eröffnet wurde. quasi per erlass!

das wäre aber dann wieder mehr ein beitrag zur reindeutschen kulturgeschichte. der zwang, der erlass, die pflicht, das müssen.

ich fände es aber trotzdem gut. ich finde auch gut, wenn in den hausgiebeln steht, wann es erbaut würde … so ein haus.

gewiss, und durch das tätowieren, was um sich greift, könnte man die leute per erlass zwingen, ihr geburtsjahr auf der stirn zu tragen.

ja, sicher, kulturgeschichtlich eine tolle sache. geburtsort und konkretes datum zusätzlich noch auf der stirn, das wäre noch besser.

gewiss, aber mir fallen gerade die häftlingsnummern ein … die soll es ja in deutschland auch schon eintätowiert gegeben haben.

die kulturgeschichte der vermerkten zahlen und botschaften wird schnell länger und länger. je mehr man drüber redet, desto unangenehmer wird’s einem.

klausens-foto-und-collage-restaurant-tchang-in-koeln-aeltestes-seit-1954-am-11-3-2015-und-14-3-2015-1000-pix-96-dpi HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

klau|s|ens bekommt nun sinn-voll-loseste botschaften auf die haut tätowiert mit – www.klausens.com

klau|s|ens, es wurde uns die zeit, wo man alles aufs T-shirt schrieb. satz um satz, slogan um slogan, sprichwort um sprichwort. bullshit um bullshit.

das dauert wohl immer noch an, weil es tausende von unternehmen gibt, die nur von bedruckten T-shirts leben.

aber man kann sich heute auch alles selber aufs T-shirt drucken (lassen). man darf sich selber was ausdenken und/oder auswählen … und dann aufs T-shirt mit irgendeinem printunternehmen.

auch das hat natürlich zu einer vermehrung der sprüche beigetragen. die möglichkeiten der technik befördern die zahl der abgedruckten sprüche.

nun aber kommt all das auch auf die haut. (TATTOO!!! und noch mehr TATTOO!!)

man trägt (s)ein statement heutzutage auf der haut. für immer und ewig … bis in den sarg hinein. („Heute schon gestorben, Alter?!“ — Copyright Klausens in allen Schreibweisen und Schreibwaisen, am 11.3.2015, Mittwoch, gegen 9:23 Uhr MEWZ, Königswinter-Oberdollendorf)

alle sollen das statement sehen. es können gerne auch mehrere solcher botschaften an die welt auf der haut sein.

bisweilen fragt man sich, ob die menschen überhaupt noch den sinn all der statements begreifen, den/die sie sich auf die haut tätowieren ließen und lassen.

man stellt sich viele fragen … angesichts der menschheit.

deshalb mussten wir das schnell in ein gedicht packen:

DIE FÜLLHORNFÜLLE DER BOTSCHAFTEN
– mittlerweile vom T-Shirt auf die Arme (als Tattoo) verlagert –

Nur der Weg
kennt das Ziel

–––DU WEGZIELER

Nur Ziele bilden
Die Wege dessen

–––DU ZIEWEGELER

Der du Zielwege
Kennen willste was?

–––DU LERWEGZIE

Wege wissen vom
Ziel die Kenntnisse

–––DU WEGELERZIE

Nur wer das Ziel
Kennt den Weg

–––DU ZIELWEGER

Das Ziel erzielt den
Weg wegen des Wagens

–––DU WEGZIEGE

Nur das Ziel
Kann den Weg (Wagen!)

Klausens, 7.3.2015, Samstag, 20:39 Uhr MEWZ bis 20:48 Uhr MEWZ. (Beim zappenden Teilbetrachten von „Deutschland sucht den Superstar“.) Und kleine Korrektur am 11.3.2015, Mittwoch, gegen 9:26 Uhr MEWZ.

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klau|s|ens fürchtet nun angsterfüllt angesichts der IS-zerstörungs-”kultur” um jedes kleinste bauwerk– www.klausens.com

klau|s|ens, man weint am fernsehbildschirm.

man sieht gequälte jesiden, traumatisiert, in lagern: man weint. man weint mit denen mit.

man hört geschichten vom schrecken, in die kameras erzählt: man weint. abschlachtungen, vergewaltigungen. man weint.

und nun weint man auch, wenn man von zerstörten bauwerken hört, älteste kultur, weil das etwas wie „in stein gefasste“ geschichte der menschheit ist.

überall sieht man bulldozer und gigantische hämmer. ein alptraum, der uns bis in die nächte im ruhigen westen verfolgt.

welche kultur?!

wie schwach und hilflos: alles zertrümmernd und meinend, etwas anderes würde nun „siegen“. und wahrscheinlich soll es auch „das gute“ sein!

welch erbärmliches „gute“. mich widern alle diese gruppen und parteien und organisationen und sekten und religionen und vereine an, die immer nur das „gute“ wollen und dabei grausam und gemein sind. die foltern. die brandschatzen, die massenmorden … alle die.

dann musst du ja viel ablehnen. ich sage mal wieder: guantanámo.

nun werden wir mit den schreckenstaten von IS = ISLAMISCHER STAAT tagtäglich medial bedeckt. und es kommen die tränen.

bei mir sind die horrovisionen derart, dass ich schon alles kaputt in direkter nähe sehe. an bauwerken oder denkmälern.

nenne ein beipiel!

ein rhein-kilometer-vermessungstein von vor hundertfünfzig jahren etwa: ich schaue den an und sehe den schon kaputt.

Stein 48 (XLVIII) Niederdollendorf (Königswinter)

Die Central-Commission für die Rhein-Schiffahrt beschloss am 25. Mai 1864 in Amsterdam eine Gesamtvermessung des mittlerweile begradigten Rheinstroms.

rechtsrheinisch

Kilometer 647,47

Die Inschriften lauten:

Wasserseite:
XLVIII / (unleserlich) M(eter) / __ / über A.(msterdam) P.(egel)

Bergseite:
117,180 KM / von der / Landes Grenze

Talseite:
209,000 KM / bis zur / Landes Grenze, Landseite 480,000 KM / von Basel / __ / 344,450 KM / bis Rotterdam

mensch, da haben die ja viel erfolg, die bösen IS-schlächter und -schläger und kaputthauer.

ja, aber es kann auch nur bedeuten: das dürfen wir nicht zulassen. wer so handelt, der stellt sich außerhalb jeder idee von „kultur“ und begründet die idee von „permanenter unkultur“.

was wollen die ISIS-kämpfer eigentlich ihren kindern und enkeln mal vererben?

ich vermute menschenknochen … aber die halten nicht so lange, wenn man sie nicht vorher behandelt.

vielleicht sollte man die ganze IS-bewegung in stein meißeln und ins museum der unkultur überführen, bis auch das eines tages wieder zerstört werden wird.

alles wird aufgebaut und dann zerstört. alles. (und jupiter lacht sich über uns nur noch kaputt!)

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klau|s|ens hat angst vor dem supermarkt wegen des kassentisches mit den rollbändern – www.klausens.com

klau|s|ens, früher, ja früher …

… da konnte man noch in ruhe einkaufen und bezahlen, zweitklausens.

früher da gab es an der kasse ein flaches laufband … und dann eine leichte schräge (ein brett) … und dann 3 fächer, für 3 kunden.

… und dann konnte man in ruhe bezahlen und noch mehr in ruhe einpacken.

heute aber gibt es, wenn überhaupt, nur noch 2 fächer, eines davon ist immer voll mit prospekten und anderem abgestelltem zeugs (extra wohl), sodass nur ein fach bleibt.

und dieses eine fach liegt nicht nur in leichter schräge, nein, sondern nun gibt es ja immer diese rollbänder.

und dann liegen die waren auf dem band, laufen ruhig … bis zur kasse, dann werden diese von der kassenperson erfasst (heute ja meist per barcode) … und dann werden diese von der person an der kasse weitergeschoben …

ja, ja, aber nun kommt das rollband, das band mit rollen, dann kommen also die rollen …

… und was passiert? schwupp, schwipp, zong!!! … die dinge beschleunigen sich und eilen mit formel-1-geschwindigkeit dem endstück des faches entgegen.

nun kommt das besondere: man muss ganz schnell die dinge da wegholen, weil ja sofort neues hinunterläuft und dann hinunterpurzelt. alles läuft und purzelt und bedrängt sich … und auch dich. (den kunden!)

alles zerbrechliche würde zerstört: ein baguette oder die negerküsse (halt: mohrenköpfe! halt! schokoküsse!) … oder eine pralinenschachtel oder sowas: alles würde sich gegenseitig zerdrücken, aneinanderpressen und dabei letztlich beschädigen.

also muss man schnell, schnell, schnell sein zeug da rausholen … aus dem fach.

und das alles nur wegen dieser laufrollen.

und dann fühlt man sich wie in einer fabrik und wie auf akkord.

anstatt dass der supermarkt sich über den kunden freut und diesen pfleglich und angenehm behandelt …

… wird dieser kunde gequält und unter druck gesetzt und in eine stresssituation getan.

das haben sich natürlich alles supermarkt-bezahlte psychologen der erhöhung der geschwindigkeit ausgedacht.

eine einzige sauerei.

einkaufen ist stress … und man hat schon angst davor, die waren an der kasse auf das laufband zu tun.

denn etwas später kommt ja der sturz der waren, von rollen schrecklichst beschleunigt … in das ende des fachs … und man selber zittert und bibbert in angst und unruhe.

auch der schweiß bricht aus! (nicht aus dem knast! nein, nein! aus dem körper!)

so ist das einkaufen ein kleiner täglicher untergang.

die welt soll angeblich imer leichter und besser werden.

aber man macht sie uns immer schwerer … und immer mehr zum horror.

das alles, weil geld regiert.

das hast du schön gesagt, zumal der spruch so neu ist.

ach so, zu der etwas anderes gelagerten kassensituation bei ALDI oder LIDL müssten wir auch noch kommen.

aber bitte nicht jetzt! (ich bin so froh, dass ich den einkauf für heute hinter mir habe.)

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klau|s|ens beklagt angesichts des moskau-attentats auf boris nemzow das regelrechte “abtöten” jeglicher opposition – www.klausens.com

klau|s|ens, man will es nicht hören und nicht sehen.

die gegner russlands haben immer alles zu fürchten und zu befürchten.

was für ein staat soll das sein?

es gibt unterschiedliche stufen, wie man opposition behandelt, prinzipiell … und konkret … in russland.

was wäre eine untere stufe?

schmähungen, beleidigungen, mobbing … also deutlich mehr als die „gute“ sachliche kritik.

und was käme dann?

ach ja: es gibt so vieles: drohen, erpressen, mal zuschlagen, richtig verprügeln, böse medikamente, die wohnung wegnehmen, den arbeitsplatz aufkuendigen lassen, und … und … und … (die geheimdienste spielen ja auf allen klaviaturen.)

und dann?

es geht hin bis zum tod, zum töten, zum morden: du kannst jemanden erschießen, du kannst ein gift besorgen, du kannst zu viel herzmedikamentenzeugs spritzen, du kannst jemand radioaktiv bestrahlen … und … und …

in welchem land lebt man?

das ist genau die große frage: wo findet was wie oft statt? in mexiko? in kenia? in nordkorea? in deutschland?

in russland verdammt oft bzw. auch im ausland, wenn die leute im exil weggetötet werden.

eben, deshalb macht mir russland angst.

sind andere besser? andere länder?

vielleicht sagen wir „weniger schlimm“, also das ausmaß dessen, was erlaubt und ist … und dessen, was nachher nicht durch demokratische prozesse wenigstens halbwegs noch aufgeklärt und gebrandmarkt werden kann … da sehe ich doch noch unterschiede.

russland isoliert sich ja in der welt!

das ist das nächste an allem: direkte nachbarn ängstigen sich mehr und mehr und mehr. wozu kann das gut sein?

wie ticken die köpfe der autokraten um herrn putin herum? wie tickt er selber?

mit der armbanduhr kann man bestimmt auch töten: eine zeit einstellen … und dann WUMMS.

auch drohnen werden kommen, zum töten, drohnen.

in moskau wurde nun gegen den aufrechten demokraten boris nemzow von hinten geschossen, ganz klassisch noch.

das hilft ihm auch nichts. er ist dennoch tot!

ich weiß: niemandem hilft das. und russland hilft es erst recht nichts, wenn alle oppositionellen fertiggemacht werden. so macht sich ein staat selber kaputt … aber die herrschenden kapieren es ja nicht. (diese herrschenden müssen allein deshalb schon weg!)

ich bin so wütend. – man weiß gar nicht, wo man sich lassen soll, wenn man diese dinge hört und sieht.

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