klau|s|ens hat angst vor der sterbehilfe als viel zu schnell griffbereiter “lösung” vielfältigster probleme – www.klausens.com

klau|s|ens, gestern haben sie im bundestag diskutiert. sterbehilfe. aber wie?

schön, aber wohin soll es führen?

wohin kann es führen?

ich denke, die ganze stimmung in deutschland ist nun viel zu schnell für den schnellen tod.

was willst du sagen?

der schnelle tod, selber herbeigeführt, oder mit hilfe herbeigeführt: das ist der ausufernde strom als trend.

magst du diesen trend nicht? (ist alles gar eine mode? wie die tattoos?)

ich habe angst: ich habe angst vor denen, die töten, und vor denen, die sich bereitwillig töten lassen.

wie soll das gehen?

ein mensch hat krebs, unheilbar.

ja, er wird sterben.

und: dieser mensch wird nun schon beim ersten besuch der verwandtschaft seinen tod selber diskutieren und selber „anbieten“.

anbieten?

ja, der mensch wird meinen: „ich störe ja doch nur. die schmerzen sind groß. also: ich will weg!“ (vorwegeilende anpassung an den trend.)

das kommt von der atmosphäre?

gewiss, wenn alle welt nur noch den schnellen tod will, dann wollen diesen die patienten plötzlich auch. (die medien trommeln derweil: „tod, tod, tod … ist schön, schön, schön.“)

das geht so weit, dass sich die türe des krankenzimmers öffnet, und der patient sagt. „ja, ja, ich mach’s ja, keine angst. ich will ja sterben. wo ist denn der cocktail? gebt mir noch 2 tage. aber dann bin ich weg.“

das gilt für patienten, die noch selber reden können.

und bei den anderen? denen im koma?

da kommt nun die verwandtschaft viel schneller als früher auf die „idee“: einschläfern! – (hunde und pferde werden auch gerne schnell mal eingeschläfert.)

wenn tod so einfach zu bewerkstelligen ist, dann bietet sich der tod auch viel schneller mal an. („mal eben so.“)

und das meine ich, bezogen auf die aktuellen diskussionen, zum beispiel derjenigen gestern im bundestag: sobald du die hemmschwellen wegräumst, dann werden die menschen erfindungsreich und wollen dies und das auch wirklich mal machen.

plötzlich ist der tod der trend.

eben: man wird weder heilen noch palliativ sich weiterentwickeln, sondern man wird sagen: tod, töten, sterben, wegmachen, abtreten.

dann hat jemand ein bein gebrochen …

.. aber das umfeld sagt: „hast du schon mal an die tötung auf verlangen gedacht?“

und dann hat jemand eine platzwunde am kopf … und schon wird vom „selbstbestimmten sterben“ gesprochen und vom „menschenwürdigen sterben“.

das ist die große gefahr: der tod ist die lösung und die erlösung von allem.

bei jeder schramme kommt als erster gedanke: tot machen.

… und dann kippt die gesellschaft weg.

und es laufen die mörder mit den giftcocktails und übermäßgen herzmittelverabreichungen durch die heimat deutschland. der tod als meister …

überall wird gestorben und getötet und gestorben.

alles ist nur „human“.

aber kaum einer sieht genau diese gefahren: wann immer man die ventile löst, tickt die menschheit aus. (bild schlauch und bild uhr kombiniert.)

wir haben übrigens nicht im lotto gewonnen, letzte woche!

müssten wir da nicht mal über unseren tod nachdenken? sind wir als nicht-lottogewinner überhaupt noch lebenswert?

sollten wir uns nicht selber aus dem verkehr ziehen? oder uns dabei helfen lassen?

wäre nicht die passive und die aktive und die hyperaktive sterbehilfe die lösung aller probleme aller menschen?

reich mir doch bitte mal die sense rüber: das gras ist nämlich deutlich zu hoch … wo ich hier gerade stehe.

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