klau|s|ens hat die idee: kirche ist depression – www.klausens.com

klau|s|ens, was fällt dir nun wieder ein? kirche = depression?

ach, es liegt gar nicht so fern. man hat ostern diverse gottesdienste übertragen, einer kam aus einer einrichtung für depressiv kranke menschen.

und dann?

dann hatte ich den gedankenblitz, dass die kirche selbst (ein hort der) depression ist.

wie kommst du dazu?

wenn du dir diese gottesdienste anschaust, dann wirst du es merken: egal, woher sie kommen. das ist alles leid, das ist alles verklemmt, das ist alles depressiv. auch die menschen dazu, diese eher fein und vor allem so sauber herausgeputzten kirchgangs-menschen.

du sprichst von unserer kirche?

ja, die kirche, die ich kenne, die in deutschland, die katholische, die evangelische … und bei vielen anderen glaubensvarianten wird es ähnlich sein. (adventisten?  bestimmte freikirchler?)

wieso denn?

du musst sie dir nur immer anschauen: wie sie dastehen und dasitzen, alles brav, alles irgendwie leblos.

und was noch?

wenn sie die lieder singen, dann sagt man sich: was sollen das für lieder sein?

schläfst du dann ein?

innerlich, ja, ja, vom zusehen wird man teil der depression.

aber es war doch ostern! freue dich! wiederauferstehung!

noch schlimmer! denn da sollte man doch ausdrücklich jauchzen und sich freuen. tanzen, jubeln, springen.

war da nix?

ich konnte nichts davon sehen. man redet von freude …. aber alles ist so getragen, so „eingeklemmt“, so leblos.

dann ist kirche für dich depression?

das kam mir als gedanke.

wenn 4 millionen menschen depression haben sollen (diese zahlen sind ja immer so schrecklich schräg hochgerechnet) …. aber wenn dem wirklich so sei, 4 millionen, dann sollten alle die, die regelmäßig zu den gottesdiensten gehen, in diese zahl mit eingerechnet sein.

wieso denn?

wer sich das antut, woche für woche, der muss selber depressiv sein … und sich dann in der depressiven stimmung deutscher kirchen geborgen fühlen.

oha!

wir klagen ja nicht an. wie sollte man die krankheit „depression“ und die träger der krankheit anklagen wollen?! – nein, nein!

aber was tun wir dann?

wir beobachten und stellen fest. und am wochenende kam dir und mir diese eingebung: kirche ist depression, kirche versorgt die depressiven, kirche besteht aus depressiven.

was ist also kirche für dich?

nach diese beschauung würde ich sagen: kirche ist geballte leblosigkeit … oder auch: das leben in paradoxie … und das nicht nur, weil man den tod (am kreuz) immerzu feiert.

es sind diese bilder! wie man die gläubigen und die pastorenschaft wahrnimmt!

ja, die bilder der gläubigen, wie sie dastehen. besonders die, die besonders steif/gerade und besonders lieb und besonders gehemmt dann da vorne stehen, texte vortragen … lieder singen.

das hört sich alles schrecklich an.

wenn die leute sich genau so wohlfühlen, dann sollen sie es tun. ich will ja niemanden beschränken. – aber man kann diese art von kirche doch nicht als „befreiung“ verkaufen.

was ist diese art von kirche?

ein jammertal, zusammengeschlossen als „gemeinde“, unter der führung eines geistlichen. ein ewiges jammertal. eigentlich schrecklich!

gemeinde = jammertal?

ich weiß: ich wage mich weit nach vorne. aber manche dinge müssen eben auch mal gesagt werden … auch wenn manche sich getroffen fühlen. am ende ist es nicht böse gemeint …

und es soll auch nicht sagen, als wäre der schreibende ein besserer mensch, nur weil er nicht regelmäßig an der kirchlichen feier der depression von uns armen menschentieren teilnimmt.

klausens-kunstwerk-28-3-2016-OSTERN-und-KIRCHE-alles-nur-ausgelebte-depression

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