klau|s|ens freut sich auf tausende bis hunderttausende capoeira-berichte anlässlich brasilien und olympia.odt – www.klausens.com

klau|s|ens, für die olympiade werden sie wieder über land und leute berichten.

sie brauchen viele, viele reportagen aller art.

sie werden wieder über capoeira berichten.

ja, es wird kein tag vergehen, ohne dass uns ganz unschuldig capoeira vorgestellt wird.

es ist vorhersehbar.

die journalisten berichten dann über diese kampfsportart und holen sich irgendwo am strand oder an einer straßenecke ein paar leute, die das für die kamera mal schnell betreiben.

dann erwarten sie, dass wir als zuschauer total begeistert sind.

als ob es noch nie berichte über brasilien gegeben hätte!

und capoeira darf in keinem bericht über brasilien fehlen.seit ewig nicht!

tango in keinem über argentinien.

oktoberfest und trachten in keinem über münchen.

dennoch erwarten sie, wir würden uns über die capoeira-beiträge nun freuen. (und wir würden diese als bereicherung für unsere armen hirne empfinden.)

als ob wir vollkommen jenseits der welt wären!

dabei ist das gegenteil der fall: die welt ist so einfallslos, dass immer dasselbe und immer das gleiche berichtet wird.

über brasilien haben wir in unserer lebenszeit bestimmt schon einige tausend capoeira-berichte gesehen.

und vergiss nicht die zeitungen und zeitschriften.

ach ja: die hatte ich ganz vergessen.

und nun werden wir angesichts der olympiade wieder mal mit capoeira zugefilmt und durchgedreht.

diese inflation zu einer sache, zu einem thema, zu einem ding … die führt eigentlich zur abwehr … und fast schon abscheu.

ich habe angst vor der olympiade, weil ich wieder mal angst vor hunderttausenden capoeira-berichten habe.

aber das kapiert keiner!

nein, sie handeln immer in ihren gesetzmäßigkeiten. nationalsport, nationaltracht, nationalspeise … es ist kein ende des immer gleichen.

warum kann man in brasilien nicht mal mit dem süßkartoffel-schnippen anfangen oder mit dem otto-motor-kolben-wurf oder mit erdstein-krustenerz-schalen-lauf?

… weil dann einige journalisten überfordert wären. – mit capoeira bewegen die sich auf halbwegs sicherem terrain. – sieh es doch mal so! als erbarmen mit der medienmeute!

„der capoeira ist letztlich nicht mehr als ein göttliches erbarmen für die medienleute.“ – ein schönes zitat.

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