klau|s|ens sieht den CDU-vorsitz-sieg der frau kramp-karrenbauer als den sieg des FRAUISMUS – www.klausens.com

klau|s|ens, was hast du immer für worte?!?!?! –  frauismus. das neue wort: FRAUISMUS.

also: feminismus, dazu hat sich frau merkel selber ja ausdrücklich mal NICHT bekannt. (saß sie nicht mal mit wichtigen frauen auf so einem podium, wo auch die tochter des herrn trump dasaß? wo merkel sich so äußerte? oder war es irgendeine diskussion von DIE ZEIT oder wem immer?) merkel sieht sich selber jedenfalls nicht als feministin. so! das steht fest.

und nun frau kramp-karrenbauer? die denn?

es ist ein besonderer typus frau: schau dir sie doch an!

ich weiß: solche frauen legen keinen wert auf das thema „die frau“ als die frau des klischees. schicke kleider, wallendes haar, rote bäckchen, lange fingernägel und wimpern. kein thema! aber ordentlich sein, gewaschen sein, adrett sein, gepflegt sein: das dann doch! aber am ende nicht wirklich schick sein, dass dann auch nicht! – verführen wollen? schon gar nicht!

genau das: keine langen haare, keinerlei touch aus der üblichen frau der US-erfolgs-filme, sondern eher nüchtern, eher pragmatisch, eher arbeitsam. fast asexuell. die kleidung muss sich der arbeitshaltung anpassen, die frisur auch.

aber die haben dann doch auch irgendwie kleidung an. die merkels, die kramp-karrenbauers!

gewiss, gewiss, aber der stil (selbst wenn sie eine stilberatung haben – von frau merkel weiß man es ja) ist ganz und gar nicht „aufregend“, fast hat man den eindruck, die frau als solche soll eher versteckt sein.

diese frauen erinnern uns auch an rita süssmuth.

auch das: frau süssmuth (am 7.12. auch in hamburg anwesend, nach vorne hat man sie gesetzt, wo auch herr biedenkopf war/saß: die ehrengäste und die altvorderen) mit ihrem kurzhaarschnitt, und nun ebenso frau kramp-karrenbauer: soll man das feminismus nennen? es ist weder die frau, die sich sexuell anziehend inszenieren will, noch aber die frau, die mit latzhose und billigpullover rumläuft, um eine bewusste antiweiblichkeit als protest in ein sichtbares körperbild zu bringen. (man denke an die 70er jahre!)

frau kramp-karrenbauer ist auch stets so zerfurcht, im gesicht, da ist alles arbeit und krampf. das ist eine „schlesische seite“: arbeit, arbeit, arbeit. ein aussiedler-gestus. immer fleißig sein, je mehr stunden, desto deutscher. zugleich: wenig freude, wenig lächeln, viel disziplin.

bei frau merkel ja auch: obwohl die manchmal überraschend leicht und locker sein kann, mädchenhaft fast, schwebend. – meistens läuft sie aber dann etwas watschelnd (in der männer-halb-kopier-hose in der farbe frauenbunt und im frauenschnitt, z. B. in rot, aber auch in schwarz) über diverse teppiche und hallenböden – die abendfestgarderobe-wagner-busen-bayreuth ist die große ausnahme 1 x im jahr.

der FRAUISMUS ist also eine besondere form von weiblichkeit?

der FRAUISMUS will sagen: hey, ich bin ja auch frau, ja, ich fühle auch da und dort weiblich, habe eine menstruation oder habe sie gehabt, empfinde so, aber zuerst bin ich eine pflichterfüllerin, eine tuerin, eine macherin, eine klischeedeutsche: ich wirke allein durch meinen fleiß (und meine reale macht), nicht durch mein erscheinen. (und in paris shoppen gehen, das muss ich schon gar nicht! – so wäre die denkidee solcher frauen!)

und diese idee hat nun für immer und ewig in der CDU  gesiegt?

das würde ich (für absehbare zeit) meinen: es ist das frauenbild der CDU, was man auch bei vielen delegierten=“delegiertinnen“ sehen kann: große ikonen von selbstbewusster weiblichkeit finden sich da nicht, eher die gediegene (uns sittsame?) fraulichkeit. katholische zurückhaltung. evangelische langeweile. bisweilen ist es ja auch irgendwie verdammt brav, dieses CDU-weibliche. auch die eher mehr dann zurechtgemachten frauen wie julia klöckner und die verteidungsministerin von der leyen kommen mit den praktischen hosenanzügen, die ja zuallerst an die männer-erfolgs-durchbeiß-welt anklingen lassen.

das sind interessante bemerkungen und einsichten, klau|s|ens.

gewiss, ich fälle ja auch kein „böses urteil“, FRAUISMUS ist keine verdammnis … ich sehe eben nur hin und stelle was fest.

du bist neutral? zur CDU und allem?

sicher, sicher: mir gefallen und gefielen alle 3 kandidaten*innen nicht recht, aber das ist ja auch sache der CDU. der herr spahn ist mir unangenehm, einfach so, vom charakter, er hat eine gewisse kälte …. und eine gewisse schmierigkeit zugleich. der herr merz wirkt oft extrem fröstelmachend superkalt, schnöde, zielorientiert, überstringent, zu kapitalbesessen … und die frau kramp arbeitet und arbeitet und redet und arbeitet wieder … und tut und tut und tut. – das alles finde ich wenig anziehend, für ein nicht-CDU-mitglied. also alle drei kandidaten von gestern!

der partei gefällt’s?

bezogen auf frau kramp-karrenbauer: der halben partei, knapp über 50 % … und die CDU-frauen werden mehrheitlich ihre stimme für diese frau ja wohl gegeben haben.

was ist mit den männern?

dieser ANDENPAKT, wozu merz ja später erst (aber eben: dann auch noch!!!) hinzugestoßen ist, das sind ja nur männer, wo man gar nichts begreift. leute wie der „abgekochte“ herr koch (der in die baubranche wechselte, und heute was genau macht?) oder der so sehr blasse herr ex-verteidigungsminister jung oder unser ex-bundespräsident wulff aus (wohnend) niedersachsen-hannover-(groß)burgwedel oder der mir seltsame EU-kommissar öttinger: wenn ich mir die alle … und alle weiteren aus dem „andenpakt“ angucke, in ihrer art, in ihrem charakter, in ihrem typus, in ihrer männerbündigkeit, dann kann ich verstehen, dass man/frau niemand von dieser truppe im jahr 2018 noch als CDU-vorsitzenden haben wollte.

dann also kramp-karrenbauer als ausdruck des FRAUISMUS.

gewiss: sie hat ja auch (endlich!) mal 3 kinder, frau merkel war noch ohne nachwuchs.

also eine frau, die hart arbeitet, deren stirn zerfurcht ist, die sich durchaus ein kostüm für den wahltag kauft, die stets ihren alltag durchorganisiert (auch wegen der familie), aber alles sehr pragmatisch hält, auch ihre frisur: das ist die (typische) frau der CDU 2018.

so würde ich meinen. das muss man mal feststellen: diese optisch-ästhetischen fragen und die fragen des „erscheinens“ und auftretens von figuren, das sind immer auch inhaltliche botschaften, genau wie die anzugswelt des finanzmenschen merz. man muss alles von daher auch (an)sehen. und zusätzlich anhören: den tonfall, die lautstärke (denn auch frau kramp-karrenbauer sagte gestern, man achte immer nur auf die lautstärke, aber das sagte sie kurioserweise selber eben auch verkrampft laut: das eine ablehnen, aber es zugleich doch selber tun. widersprüche pflastern den weg des menschen, gewiss.)

du siehst sehr viel in allem und aus allem. du weltbeobachter!

ich denke, ein paar stunden CDU-parteitag am fernseher, und du weißt viel, allein von diesen optischen und akustischen dingen her. (bei der SPD ergeht es mir auch so: man schaue sich immer auch sehr bewusst die frau nahles an, wie sie sich kleidet, wie sie auftritt … und den tonfall ihrer spreche! und vergleiche das mit der ganz anders daherkommenden justizministerin katarina barley. letztere eine verdammt kluge frau, und doch auch noch weiblich, viel weiblicher jedenfalls als die frauen nahles, kramp-karrenbauer und merkel et al. )

dann ist also FRAUISMUS für dich eher kein kompliment?

ich muss als kein-politiker-seiender mann den berufspolitikerfrauen ja keine komplimente machen. ich schaue nur hin, welches frauenbild die CDU dem ganzen deutschland (und der welt, frau merkel ist ja wichtigste/mächtigste frau der welt in so manchem ranking) vorgibt. da das wort FEMINISMUS zu den CDU-frauen der jahrzehnte 1970 und 1980 und 1990 und 2000 und 2010 und 2020 und ff. keinesfalls passt, scheint mir aktuell FRAUISMUS die beste erfassung des ganzen zu sein. FRAUISMUS, jawohl! (da müsste man auch mal frauen wie hannelore kohl rückwirkend abchecken: das waren aber qua funktion ganz andere frauen, zuerst männer-begleit-frauen, als heute diese merkel und jene kramp-karrenbauer, die ja nun auch selber so mächtig sind. und sehr agil. und irgendwie klug. und machtbewusst. aber irgendwie auch spröde. auf eine bestimmte weise unkreativ. aber im „managen“ dann doch wieder erfolgreich.)

danke, klau|s|ens, ich leite deine thesen hier im blog weiter. an die CDU, an deutschland, an die welt.

1000 pix 96 dpi klausens collage klausens fotos vom fernseher vom CDU-parteitag hamburg 7-12-2018

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