klau|s|ens sagt: gebt den (zumeist doch sowieso leeren) gotteshäusern doch endlich die corona-gottesdienste frei – www.klausens.com

klau|s|ens, der große atheist! ja, du! und nun diese forderung, die kirchen sollen wieder gottesdienste halten können. an die regierung, an die ministerpräsidenten. was ist nur los mit dir?

ich denke so: wenn sich ab montag wieder 4 kunden durch einen 35 qm² große buchhandlung quetschen dürfen, dann müsste es doch wohl erlaubt sein, dass sich 50 gläubige in einer kirche versammeln, die eigentlich (qua architektur) platz für 1000 leute hätte.

die kirchen haben also platz.

viele kirchen sind beständig zu den üblichen sowieso messen gähnend leer, das ist bekannt. auch ohne corona. – und wenn diese kirchen eh leer sind, dann sollen sich die wenigen gläubigen (die manche religion in europa nur noch hat) da doch treffen dürfen, um gottesdienste zu feiern.

in einer kirche kann man es gut organisieren: tür A rein und tür B raus.

auch das! also: man sollte sich immer die räume angucken und dann eine zahl festlegen. das meine ich nicht nur für kirchen. m² und personen: zwei erste kennzahlen, dann aber auch die in-augenschein-nahme.

für jede branche! für jeden zweig! auch für kultur.

genau: du hast eine frische, geistig bewegliche kommission von 10 leuten … und die betreten nun gotteshäuser, turnhallen, theater, geschäfte, büros, fabrikhallen …

… und überall sagen die vor ort: 20 leute für die x m² hier, oder 40 leute für die y m² hier. hier so viele, dort so viele.

ja, das schiene mir machbar. ich würde mich auch in eine solche kommission reinwählen lassen.

was aber machst du mit vollen gotteshäusern? wir nehmen mal eine kirche, die für 800 platz hat, aber 600 würden kommen. gibt es bisweilen ja auch! volle kirchen, an wenigen stellen!

ich weiß: man muss also immer genau hingucken: haus, ort, religion, durchschnittliche menschen je gottesdienst. das muss man auch für moscheen tun, für synagogen, für hindu-tempel … was immer wir in deutschland haben. auch orthodoxe: russische, griechische, weitere. und: bahá’í, was immer. buddhisten. juden. anglikaner.

oh ja, das wäre denkbar, das man dann sagt: ihr habt da 800 plätze, ihr seid eine volle kirche, es kommen immer 600, jetzt aber machen wir per losverfahren nur noch 80, corona-80 plätze sind erst einmal erlaubt … und alles bei den strengen hygiene-extraregeln samt abstand, abstand, abstand.

personen je fläche m² intendiert ja auch die bewältigung der abstandsfrage. aber man muss auch gucken: wie kommen die leute an, wie kommen sie rein, was passiert beim gottesdienst genau.

das „spuckende singen“ wollen wir nicht!

vielleicht muss man da und dort auch sagen: gottesdienst ja, aber gesangsverbot.

was machst du mit dem ramadan? die muslime erwarten ihn jetzt sehr bald. den monat des fastens und betens. den neunten monat des islamischen kalenders. beginnt am 23.4.2020.

ich denke, da wäre in den allermeisten fällen die einzige lösung: freiluftgottesdienste! dann aber sogar 4 meter abstand je person. und das auf wiesen, großen wiesen. und dort treffen sich 100, da 80, dort 130. auf abgesteckten betfeldern.

das enge nebeneinanderknien wäre also nicht möglich.

ich sage mal, ramadan und muslimische gottesdienste: das wird zumeist nur draußen gehen, unter sehr klaren vorschriften, die von diesen gemeinden auch freiwillig extragenau befolgt werden müssten. (bis hin zum thema waschungen: wie, wann, wo, abstand je becken je person?)

ich weiß. viele hinterhofmoscheen, die sind im prinzip schon so beengt, die müssen dann raus auf die wiesen.

die neue moschee in köln an der venloer straße, als beispiel, oder die in duisburg-marxloh, als beispiel, da könnte man wieder die regel fahren, wie man sie auch für die großen kirchen der christen fährt: je größer der bau, desto leichter das drinnen-organisieren.

nur: die moscheen sind nicht so leer wie viele christliche kirchen! (leere kirchen? – wir glauben ja selber an keinen gott! wie sollen die auch voll sein?!)

eben: dann lasst all diese (also besonders die stets leeren) kirchen doch schön nun ihre gottesdienste feiern. (und afrikanische baptisten, die sich in den kellern von fabriken treffen, mit 120 leuten, eng an eng: die müssten da dann natürlich, im gegensatz zu den großkirchengebäuden, vollkommen umdenken! die fallen dann nicht unter „leere kirchen“, weil menschenmenge und raumgröße immer in beziehung gesetzt werden müssen.)

danke, für deine weisheit. und deinen anstand, den kirchen (wo immer möglich) den gottesdienst wiedergeben zu wollen.

gern. über die synagogen haben wir nicht konkret gesprochen, aber das prinzip ist doch wohl nun klar geworden.

noch etwas: man könnte auch messen in den autohäusern abhalten, die jenseits der 800 qm² freigegeben wurden. da ist ja dann space, space, space, zwischen den autos. könnte man auch für messen nutzen. vielleicht direkt auch mal das auto anbeten!

… oder in den hyper-fahrradläden: gewiss. über 800 m², stell dir diese fahradläden vor! (ich kennen einen in sankt augustin. wie viele wird es so in deutschland geben?) – vieles ist etwas unlogisch und schräg festgesetzt worden.

… und darüber müssen die kirchen in ihren corona-gottesdiensten dringend predigen!

also: lasst denen doch endlich die gottesdienste zu!

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