Archiv der Kategorie: autobahn

Die Wiedereröffnung der Autobahn A 57 feiert KLAUSENS

klau|s|ens, so tief bist du gesunken! ein kritischer geist (also ein vermeintlich kritischer geist) freut sich über die wiedereröffnung einer autobahn.

zweitklausens, ich schäme mich so.

das solltest du auch tun: das auto zerstört alles, und die autobahnen erst recht.

aber die A 57 war doch schon da.

na und!

sie machen sie heute wohl wieder auf, mit einer behelfsbrücke.

und dann?

dann darf man wieder fahren, über die A 57. dormagen atmet auf, die bundesstraßenanwohner im umfeld atmen auf, die durchfahrenen orte und dörfer atmen auf.

wie schnell darf man denn fahren?

es heißt: 60 km.

und das soll eine autobahn sein?!

es ist doch nur eine behelfsbrücke, besser als nichts.

wie lange soll das jetzt so gehen?

ich denke: jahre, bis sie neu bauen. du kennst das doch: genehmigungen, prozesse, abwicklungen, bürokratien, alles dauert.

und dann haben die so schnell die behelfsbrücke gebaut?

das war nicht zu erwarten. wir gehören ja zu den größten kritikern von straßenbau NRW. hier aber müssen wir sagen: alle achtung. das war schnell, mit der behelfsbrücke.

dann fließt ab heute der verkehr wieder?

nein, der mensch des jahres 2012 weiß, dass der verkehr nur kriecht.

dann kriecht ab heute wieder der verkehr auf der A 57?

ja, so ist es geplant. wir haben dann endlich wieder staus auf der A 57 … und nicht auf den straßen rundum.

ich denke, wir werden da wie dort staus haben. überall lebt der stau. es lebe der stau!

werden wir das haben? staus?

ich denke, wir haben täglich und überall stau. man fährt kaum 2 km, bis wieder das nächste baustellenschild auftaucht.

wir müssen eben von 2 über 3 auf 4 … und manchmal dann auch 5 spuren kommen. autobahn für autobahn: 5-spurig mal 2 richtungen = 10 spuren. es lebe L. A.! 10 spuren – das ist der weltgeist.

und wie soll das weitergehen?

daran denken ein paar verkorkste wissenschaftler. wie hieß noch dieser stauforscher, der so ein seltsames (bezahltes!) gutachten im vorfeld der tödlichen loveparade in duisburg gab? solche leute arbeiten sich dann daran ab.

es wird also weiter zersiedelt und zerbaut?

ja, gewiss. der mensch tickt nicht richtig. keiner denkt nach. alle machen mit.

auch du?

ich auch: ja, ja. auch ich bin ein mensch. und ich bin geistig schon so verarmt, dass ich jubele, wenn eine autobahn wiedereröffnet wird, mit behelfsbrücken und tempo 60.

du armer hund!

danke, zweitklausens, danke. ich sollte öfter mal bellen. (hier siehst du übrigens die A-57-anfahrt auf die sperrung von neuss aus, wenn du aus krefeld kommend in richtung neuss-süd durchgefahren bist … und dort dann abgeleitet wirst, auf die A 46 nach düsseldorf.)

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An den Streik der Busse heute denkt KLAUSENS

klau|s|ens, die busse.

ja, sie stehen heute kopf. anders kann es kaum sein.

man muss „streik“ eben auch mal kreativ ausdeuten.

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Von der mindestens 6-Wochen-Sperrung der Autobahn A 57 erfährt KLAUSENS

klau|s|ens, 6 wochen vollsperrung einer der wichtigsten autobahnen des rheinlandes, des niederrheins und wohl auch von NRW.

lange zeit, eine verdammt lange zeit. ich hörte heute morgen im deutschlandfunk: da sprach man schon von einer sperrung bis mitte april. also noch länger.

und wie es dann immer so geht, wird es mehr und länger und mehr.

davon kannst du ausgehen.

die autobahn bleibt vielleicht länger geschlossen, als herr wulff noch im amt ist.

wie lang ist der wulff denn noch im amt? vielleicht nur einen tag. – eine gesperrte autobahn in einem dichtbesiedelten gebiet … das ist jedenfalls ein wahnsinn.

man liest und hört immer von erdbeben da und von fluten dort.

tut man das?

dann zeigen sie straßen, die nicht mehr da sind, brücken, die es nicht mehr gibt. löcher im asphalt. weggerissene trassen. abgestürzte berghänge.

schreckliche bilder.

hernach hörst du nie mehr etwas davon.

wovon?

von den betroffenen menschen. da ist vielleicht eine flussüberquerung weg, die wichtigste brücke der region. wir erfahren, dass es diese brücke nicht mehr gibt. hernach erfahren wir aber nicht, wie es den menschen ohne diese brücke ergeht. dabei müssen sie jahre ohne diese brücken leben, so wie die deutschen nach dem II. weltkrieg an so vielen flüssen: jahrelang ohne brücken.

so sind die medien. sie vergessen den menschen, weil sie nur die anfangssensation wollen. (oder dann: 50 jahre sturmflut in norddeutschland als jubiläum.) … der mensch ist nur träger der sensation. die katastrophen um den menschen erst recht. aber eigentlich interessiert es dann nicht, wie es dem menschen damit ergeht.

es sind schicksale. wir erfahren nur den anfang, als sensation. und dann lässt man die menschen in ihrem schicksal zurück. dabei beginnt das nächste leiden ja mit dem fehlen dieser infrastruktur. davon hören wir aber nichts mehr, wir sehen auch davon nichts mehr.

es ist ein prinzip.

ein prinzip der medien. von fukushima hören wir auch nichts mehr. nach einer täglichen 24-h-dauerbeschallung und dauerberichtung brach alles dann wie nichts zusammen. der medienhype um fukushima war vorbei. wusch. aus. null. seitdem gibt es fukushima nur noch in der erinnerung.

die menschen aber leiden.

sie leiden verdammt. es sind tausende, zehntausende: wohnungslos, krank, verstrahlt … dazu die trauer um tausende opfer. es ist unvorstellbar. aber wir hören nichts.

nun jedoch haben wir diese vollsperrung in deutschland.

jetzt ist alles da, bei uns, was wir aus den medien kennen. aber sehr, sehr gedämpft.

wir haben 0,01 % von haiti oder 0,001 % von haiti … und doch wird es die menschen in der region nachhaltig treffen.

tausende gefrustete menschen, die ihren arbeitsplatz mit schlechter laune und geringen leistungen in gefahr bringen. millionen verluste der ökonomie durch sinnloses warten und stehen. krankheiten, depressionen, gewalttaten kommen.

… und staus.

menschen, die sich neue wege suchen. oder keine.

die stadt köln wird einen großen teil des verkehres aus süden verlieren. die menschen sagen sich: was soll ich in köln, wenn ich in dormagen nicht weiterkomme und in die staus reinfahre?

die staus sind ja dann auch auf den anderen autobahnen. alles verteilt sich um.

die A 61 und die A 59 und die A 3 werden voller und voller.

und schon da war ja immer schon genug an stau.

nun kommt extra stau. der staustau kommt. ganz NRW wird zum staustau.

man sollte nie mehr das haus verlassen.

es scheint das beste, nie mehr das haus zu verlassen.

wochenlang.

monatelang.

aber wie kommt das essen? wie die waren? wie die dinge, die ich brauche?

ich bestelle alles aus dem internet.

ach ja, ganz einfach.

genau!

eben.

du hast nur eines vergessen: auch das internet muss letztlich mit dem auto über eine dieser autobahnen fahren, um die waren zu dir zu bringen.

dann leidet also auch das internet unter der autobahnsperrung?

alle welt leidet, nur die hasen und füchse, die sind glücklich, dass diese autobahn A 57 wochen oder monate oder jahre nicht befahren werden kann, zumindest dort bei dormagen, wo sie die brücke abreißen. (warum brauchen sie dafür eigentlich so lang?)

was schreibt denn „straßen NRW“?

die schreiben das:

presseinformation vom 15.02.2012,
QUELLE:
http://www.strassen.nrw.de/service/presse/meldungen/2012/120216-01.html, abgerufen am 17.2.2012 gegen 8:52 uhr MEWZ: „Brücke bei Dormagen wird komplett abgerissen

Dormagen (straßen.nrw). Die beschädigte Autobahnbrücke der A57 bei Dormagen muss doch komplett abgerissen werden. Dieses Ergebnis der Untersuchungen des Landesbetriebes Straßenbau Nordrhein-Westfalen wurde heute bei einem Termin mit Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger mitgeteilt. Auch das Brückenbauwerk in Fahrtrichtung Düsseldorf sei so stark beschädigt, dass man kurzfristig keinen Verkehr darüber laufen lassen könne.

In etwa zwei Wochen soll die beschädigte Brücke abgerissen werden, danach sollen zwei Behelfsbrücken in die Lücke eingebaut werden. Die Behelfsbrücken kommen aus einem Brückenlager, das Straßen.NRW für Notfälle im Auftrag des Bundes unterhält.

Danach kann in etwa sechs bis sieben Wochen, voraussichtlich in der Woche nach Ostern, der Verkehr auf je zwei Fahrstreifen in jeder Richtung wieder zwischen Köln und Düsseldorf über die A57 fahren. Die Höchstgeschwindigkeit in dem Abschnitt wird auf 60 begrenzt bleiben und für LKW gilt ein Überholverbot.

Noch in diesem Jahr könnte mit dem Baubeginn für die neue Autobahnbrücke gerechnet werden. Die Arbeiten müssen europaweit ausgeschrieben werden. Als Bauzeit für die neue Brücke erwartet Straßen.NRW nach Aussage ihres Brückenbauexperten Joachim Minten eineinhalb bis zwei Jahre. Für den Neubau der Brücke wird noch eine dritte Behelfsbrücke als Bypass aufgebaut.

Die Kosten für den Brückenneubau werden auf ca. fünf Millionen Euro beziffert. Die geplante Brücke wird dann schon für die später geplanten sechs Fahrstreifen der A57 ausgelegt sein.

Verkehrsminister Voigtsberger teilte mit, sein Ministerium prüfe, ob eine Prämie zur Ergreifung der Täter bereit gestellt werden könne. Die Autobahnbrücke war durch einen Brand unterhalb Anfang der Woche so stark beschädigt worden, dass eine Sanierung nicht möglich ist.

ach so: ich fand auch das, bei straßen NRW. der nächste kollaps. links und rechts des rheins ewiger kollaps. es lebe das auto!

„Sommer 2012: Vollsperrung der A40 in Essen – 24 Monate weniger Baustelle

[Luftbild: Helbingbrücken]Im Sommer 2012 wird die A40 in Essen in Absprache mit der Stadt Essen, der Bezirksregierung als Verkehrsbehörde und der Polizei für fast drei Monate komplett gesperrt. Mehrere Baumaßnahmen sollen im Schutz der Sperrung auf einen Schlag durchgeführt werden. Straßen.NRW wird im Zeitraum vom 6. Juli bis 30. September 2012 die Fußgängerbrücke „Steubenstraße“ und die „Helbingbrücken“ instand setzen sowie die Brücke „Stadtwaldbahn“ teilweise erneuern und die technische Ausstattung des „Ruhrschnellwegtunnels“ auf den neuesten Stand bringen. Betroffen von der Sperrung ist der Abschnitt zwischen Essen-Huttrop und Essen-Zentrum. Mit Gesamtkosten in Höhe von rund 16 Millionen Euro rechnet Straßen.NRW.“

ich liebe das: stau linksrheinisch, stau rechtsrheinisch. dazu millionen von wutbürgern und milliarden verluste in der ökonomie.

so weise ist der mensch in seinem unerschöpflichen tun.

baut mehr autobahnen! bitte, noch mehr autobahnen!

und noch mehr sperrungen! bitte: noch mehr sperrungen!

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klau|s|ens sieht die neue, sehr hässliche und schon besprühte lärmschutzwand auf der A 59 / B 42 bei bonn-beuel – www.klausens.com

klau|s|ens, sie bauen nun die neue schallschutzwand oder lärmschutzwand … oder wie diese dinger heißen.

die alte war unter den hässlichsten eine der schönsten, wenn ich es so sagen darf.

du hast doch noch ein SERIELLO gemacht, von der alten.

ja, aber da war schon überall das grün weg, was diese alte vorher überwuchert und durchwuchert hatte. deshalb war ja die alte einer der schönsten unter den hässlichsten: da war noch restnatur eingeplant als alles überwuchernde. immerhin!

autobahnen sind sowieso hässlich.

und diese lärmschutzwände erst recht.

aber jetzt machen sie alles extra hässlich.

ja, das tun sie. die neue lärmschutzwand hat das aggressive blau eines schwimmbades und wunderschön eingefärbte teile, die für sprüher und sprayer aller welt eine aufmunterung darstellen.

diese teile sagen: a) wir sind schon sehr hässlich b) kommt und macht uns noch hässlicher.

und so geschieht es: die autobahn A 59, die dann in die B 42 übergeht, und die viele menschen dann via rheinbrücke ins alte regierungsviertel bonns führt, zum beispiel zur DEUTSCHEN POST samt TOWER, diese autobahn ist nun richtig hässlich geworden.

wahnsinn!

diese autobahn ist auch das einfallstor ins „wunderschöne“ siebengebirge.

wahnsinn!

sie machen alles schlimmer und hässlicher, als es vorher schon war.

sie nehmen besonders hässliche neue lärmschutzwände und bekommen binnen weniger tage die erwartbaren hässlichen besprühungen.

nun haben wir die vision von new york auch schon im siebengebirge.

auch das siebengebirge soll aussehen wie new york.

die ganze welt soll hässlich und dann auch besprüht aussehen.

das ist die vision der menschheit.

das ist die vision der aufgeklärten europäer.

gebt uns autobahnen und wir geben euch lärmschallschutzwände.

und in aller hässlichkeit erwecken wir das jauchzen über die schönheit des siebengebirges …

bzw. über das, was noch davon übrigbleibt.

das nächste baugebiet, das nächste bauerschließungsgebiet ist gewiss.

überall scharren stadträte mit den hufen der baufahrzeuge, um zu bauen und zu bauen und zu bauen und zu bauen.

wir wollen wachstum und wachstum.

und alle menschen, die an diesen planungen beteiligt sind, sollen befördert werden.

besonders die, aktuell, die diese neuen lärmschutzwände ausdachten … und auch die, die es ermöglichten, dass diese aufgebaut wurden.

sie müssen allesamt befördert werden, weil nur die uns die idee „der schönen welt“ plastisch erfahrbar machen.

ja, erfahrbar. weil es autobahn ist. – erfahrbar!

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Nicht auf die Künstlerin Cosima von Bonin trifft KLAUSENS

klau|s|ens, du konntest gestern nicht auf die künstlerin cosima von bonin treffen?

nein, das schicksal war dagegen.

wie sah das schicksal aus?

frau von bonin in persona sollte gestern abend ab 19:00 uhr im museum ludwig zu köln sein.

HINTERGRUND: *** Das Museum Ludwig widmet der Künstlerin Cosima von Bonin (*1962) eine Ausstellung, die sich wie ein Work in Progress in vier europäischen Städten entwickelt. Die Ausstellung begann in Rotterdam, wanderte dann nach Bristol und war zuletzt in Genf zu sehen. Für jede Station erarbeitete die Künstlerin zusammen mit der jeweiligen Institution eine ganz eigene Ausstellungssituation. In der Heimatstadt Cosima von Bonins findet die Schau nun ihren Höhepunkt und einen dynamischen Abschluss. Köln bildet damit die letzte „Schlaufe“ des kreisenden Ausstellungsprinzips, das sich bereits im Titel andeutet: LAZY SUSAN bezeichnet im Englischen einen rotierenden Tischaufsatz, der drehend Speisen anbietet. Nicht zufällig trägt das Haushaltsgerät einen weiblichen Namen und ebenso wenig zufällig spiegelt sich im Begriff der Laziness (Faulheit) ein wesentliches Motiv der Werke Cosima von Bonins. Die zentrale neue Arbeit der vier Loops der Lazy Susan Series, AMATEUR DRAMATICS (2010) wurde von den beteiligten Institutionen koproduziert und nimmt eben jene Form der Lazy Susan auf: eine große kreisende Scheibe, die wie eine Mischung aus Karussell und Präsentationsplattform anmutet. Auf dieser Scheibe platziert die Künstlerin verschiedene bereits bestehende Arbeiten. Im Mittelpunkt befindet sich stets der PURPLE SLOTH RABBIT (2010) – ein großer Hase, der liegend die Sicht frei gibt auf die mit dem Wort SLOTH (Faultier) bestickten Fußunterseiten. Ironisch und provokant macht Cosima von Bonin die Faulheit – zugleich Schimpfwort und Traum eines Zeitalters, in dem jede Minute zählt – zum Leitmotiv des Ausstellungszyklus‘, der hier mehr mit Produktionswut und Hyperaktivität als mit Untätigkeit und Trägheit zu tun hat. *** (Zitiert aus den Texten des Museums Ludwig)

ja, wo liegt das problem?

ich fuhr kurz nach 17:00 uhr los, weil ich wußte, dass freitag ist.

der freitag!

nein: der freitag, die autobahn und der stau.

aber es gab keinen regen.

das stimmt. das klima war gut. es schien auch alles zu funktionieren.

was geschah?

es gab einen stau.

also doch. trotz des eher guten wetters!

eben! november ist stau, immer ist stau. die lazyness der deutschen entfaltet sich im stau. stau ist das beste kunstwerk aller zeiten: kleiner auffahrunfall, eine spur eine zeit lang gesperrt – stau. (man kennt es ja.)

man hat also immer stau.

gutes wetter, schlechtes wetter: man hat immer stau.

man sollte nicht mehr das haus verlassen!

ja, man sollte immer zuhause bleiben … und hätte nie stau.

dann also der stau – und nun?

der stau löst sich wieder auf. der auffahrunfall steht nun auf dem standstreifen.

und dann?

dann weiter nach köln. zur deutzer brücke.

du fährst über die deutzer brücke?

ich kenne es nicht besser.

aber da ist doch stau!

eben: da war stau. vor der deutzer brücke und auf der deutzer brücke und nach der deutzer brücke. ich werde bestimmt 45 minuten nur für diesen teil von köln gebraucht haben. stau! wenige meter, aber stau!

armer kerl!

danke, ich schrieb ein gedicht. im stau.

aha. welches?

WETTSTREITREIM

Als Dichter Nebel
Auf Dichter Stau
Traf konnte nicht
Geklärt werden
Wer als erster
Mit seinem PWK
Da war nichts

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder KlauAUTOsAUTOens oder KlauSTAUsSTAUens, am 25.11.2011, Freitag, gegen 18:12/18:13 Uhr, LIVE geschrieben, im Stau, vor der Deutzer Brücke, also im Anfahrtbereich, Mindener Straße.

so also war es.

ich also warte und warte.

kamst du denn weg?

irgendwann kam ich weg. aber der grund des staus ist ja die blöde U-bahn und dann diese bauarbeiten. da machen die in köln einfach eine fahrspur dicht, deutzer brücke – augustinerstraße. nur für diese blöde u-bahn. da stehen wochenlang und monatelang und jahrelang alle in köln im stau.

die spinnen, die kölner.

ja, ja, das stimmt. (scheiß U-bahn. und so unnötig!) und jetzt kommt ja noch der weihnachtsärger von „kaufen und kaufen und kaufen“.

und von STAU und STAU und STAU.

ich schaffe es also dann doch noch über die deutzer brücke und will zu einem parkhaus, wo ich oft parke.

dann mache es doch!

ich mache es ja auch. aber ich kann da nicht mehr hin.

wieso?

weil die straße dahin gesperrt ist. ich kann nach all dem stau nicht zu meinem parkhaus.

armer mensch!

ich fahre also über andere wege fluchend zum neumarkt, über die ringe, dann magnusstraße und nähere mich so dem museum ludwig, also dem umfeld, von einer ganz anderen seite.

schön. was nun?

das parkhaus am dom war schon voll, da standen die autos schon draußen und warteten, um irgendwann mal einfahren zu können.

die blockierten dann die straße.

eben, so ist es immer: wenn viel verkehr ist, sind immer zusätzlich noch autos da, die alles blockieren.

was tatest du?

ich fuhr erstmals in meinem leben ins parkhaus der philharmonie. schnell, schnell. ich wollte ja zu cosima von bonin.

und? war es schön?

nein, ein enges parkhaus, ständig wartet man, weil leute ein- und ausparken. außerdem sind einige der philharmoniebesucher, z.b. welche aus bonn, sehr unverschämt, oder sehr egoistisch, oder sehr aggressiv. man findet ja alles.

arme welt.

die welt ist grausam, die menschen auch.

auch in einem parkhaus.

unter anderem da.

und dann?

den rest morgen, ich habe keine lust mehr. mich kotzen STAU und DIE GESAMTE MENSCHHEIT an. die KUNST erst recht.

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Ein SERIELLO zu einer aktuell schon entfernten Lärmschutzwand oder Schallschutzwand an der Autobahn erstellt KLAUSENS

klau|s|ens, schallschutz, der weg ist! ist doch toll!

nein!

wieso? diese dinger an der autobahn … die sind doch mit das schlimmste, was der mensch hervorgebracht hat.

da hast du recht!

dann freue dich doch, dass da auf der A 59, höhe bonn-beuel, (sie geht dann richtung königswinter/linz/neuwied in die b 42 über) diese dinger entfernt werden und wurden. (es geschieht ja dieser tage!)

es waren im rahmen der kategorie „ewig hässliche schallschutzwände“ noch welche der schönsten.

wirklich?

da durften noch pflanzen sich breitmachen.

und nun?

nun werden die dinger abgebaut.

was tatest du?

ich fotografierte noch einige der elemente, die da noch nicht rausgerissen waren, aus den halterungen.

dann verschwinden die dinger jetzt!

ja, sie sind schon raus! – aber es werden noch hässlichere dorthingelangen.

dann findest du diese schön?

es hört sich seltsam an: aber ich finde diese (angesichts der umstände) schön. sie waren besonders schön, wenn alle diese pflanzen grün waren, noch nicht abgeschnitten, andere jahreszeit … dann sah man an manchen stellen gar keinen lärmschutz mehr. außerdem symbolisch: das grün „sprengte“ das material der lärmschutzwand. und so war es wohl auch vorgesehen.

ich verstehe, alle dinge haben zwei seiten.

das wollte ich sagen.

und unser SERIELLO?

unser SERIELLO findest du hier: http://www.klausens.com/seriello-schallschutzwand-laermschutzwand.htm

und nun?

nun sehen wir diese SERIELLO als ersten baustein zu einem „museum der schallschutzwände und lärmschutzwände unter besonderer berücksichtigung der hässlichsten und schönsten exemplare längs der autobahnen.“

dann kämpfen wir also gegen das vergessen?

wir kämpfen gegen das vergessen dieser einen schutzwand, die wir im SERIELLO abgelichtet haben.

und zugleich?

zugleich klagen wir an, wie der mensch seine welt jeden tag mehr und mehr zerstört. erst kamen die autobahnen, dann die hässlichen schallschutzwände. beton folgt dem beton, kunststoff dem kunststoff, das fiese dem fiesen.

und an den stellen, wo die natur noch etwas über das fiese sich erhob … da wird alles wieder abgerissen und durch noch fieseres ersetzt.

der mensch ist unrettbar. daran wird auch dieser blog(g)-eintrag nichts ändern.

der mensch ist ein wesen, das ich total verachte.

eben: aber wir gehören leider dazu. klau|s|ens und zweitklausens gehören ebenfalls dieser gattung „mensch“ an.

vielleicht. – mit unseren SERIELLOs schaffen wir es aber immer wieder, uns dieser gattung etwas zu entziehen. (gedanklich zumindest.)

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Auf der Autobahn sah KLAUSENS den verweltlichten Gott

klau|s|ens, es war auf der autobahn.

wann?

schon im mai.

was sahst du?

„Ich halte dich – Gott.“ (Gott ist dabei kursiv geschrieben.)

von wem?

von http://www.gott.net — herausgeber: gott.net e. V., am denkmal 2, 48249 dülmen, also nicht der papst. sondern andere menschenfänger.

an der autobahn, im vorbeifahren, auf werbeschildern?

gewiss. höhe magdeburg.

und das ist die verweltlichung von gott?

wenn der papst die entweltlichung anmahnt, hat er vielleicht solche schilder im sinn. gotteswerbung der profanen art.

aber doch intelligent.

aber doch verweltlicht.

was wäre entweltlicht?

ein kloster mit dickem kreuz, welches zufällig neben der autobahn steht. das wäre entweltlicht.

und was sagen die, die an der autobahn in der nähe der gotteswerbung oder in der nähe des gotteskreuzes verunglücken?

… vielleicht nichts mehr.

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Das Ende des festen Termins durch den Stau begrüßt KLAUSENS

klau|s|ens, ich habe nochmals über alles nachgedacht.

über den stau?

mehr über den termin.

du meinst: das ende des termins.

ja, wir schrieben ja gestern davon.

es ist das ende des termins, bedingt durch den stau, und der sieg des zeitfensters.

ja, es wäre so schön.

was?

das zeitfenster. ich würde sagen: „chef, ich komme zur arbeit zwischen 8.00 uhr und 12.00 uhr“ und der chef würde sagen: „schön, herr mitarbeiter, so soll es sein. und Ihre arbeit endet dann zwischen 16.00 uhr und 21.00 uhr“. es wäre eine so entspannte zeit.

eigentlich läuft alles darauf hinaus.

findest du?

der stau will es so.

aber die oper beginnt um 20.00 uhr, das rockkonzert auch, das fußballspiel um 15.30 uhr.

das sind die dinge, die die gesellschaft noch nicht im griff hat. die oper müsste zwischen 20.00 uhr und 22.00 uhr beginnen. im zeitfenster.

herrlich!

und wer zu spät kommt, muss nicht mehr draußenbleiben.

herrlich!

ja, herrlich!

und damit die musiker sich nicht über das zuspätkommen ärgern, …

… wird zwischen musikern und dem publikum eine geräuschfeste mauer gebaut. herrlich!

die welt wird anders werden.

erst zog der mensch aus und hatte keine zeit. dann kam die uhr. zudem die moderne. das auto! dann auch der termin.

und dann wurden es mehr menschen, mehr technik, mehr autos, mehr verkehr, mehr staus.

und dann hat der mensch gesagt: wir stecken jetzt immer im stau. wir können keine termine mehr halten. wir wollen auch den stress nicht mehr!

und dann hat man alle termine abgeschafft. und alle waren glücklich. die zahl der herzinfarkte ging rapide zurück.

einzig die bundesbahn musste sich noch an feste fahrzeiten halten, damit die tradition der festen uhrzeit sich über die jahrhunderte des 3. jahrtausends im volksgedächtnis erhalten kann. die bundesbahn wurde ein fahrendes museum der festen zeit.

die bundesbahn wurde also auch zum „mahnmal der sauber eingehaltenen zeit“. aber ansonsten sagte der könig der demokratie: „vernichtet nun alle uhren“.

und dann gab es keine termine mehr. und auch die zeitfenster wurden überflüssig.

man kam im „morgengrauen“ oder „bei sonnenuntergang“.

die menschen fanden zu ihren ursprüngen zurück. alle die jahre des „fortschritts“ waren nur eine unnötige zwischenstation gewesen, um dann doch wieder da zu landen, wo man einst begonnen hatte.

die zeit vor der erfindung der uhr und die zeit nach der erfindung der uhr nach der erfindung des staus war dann das gleiche: eine zeit ohne uhrzeit. die totale freiheit. glück aller orten!

und dafür hatte die menschheit jahrhunderte gebraucht: … um das paradies der keinzeit wieder zu haben …

… was sie als neanderthaler doch schon gehabt hatte.

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Wegen Stau und Staus fordert KLAUSENS das Ende der festen Termine

klau|s|ens, es ist jetzt der vierte eintrag nacheinander zum thema „stau“.

stau ist eines der themen der moderne. schau mal nach china: wirtschaft, reichtum, aufschwung, autos, verkehr … und … stau.

stau wird überall sein.

wo es straßen gibt, und autos … gibt es dann den stau.

du aber gehst noch weiter.

ja, ich sage, nein, wir sagen, wir beide: man kann keine termine mehr halten.

kann man nicht?

nein, es wird immer schwerer und schwerer.

weshalb?

wegen dem stau und der staus.

wozu führt das?

man wird verrückt.

inwiefern?

stress, schweiß, herzrasen: ich muss um 10.00 uhr in bielefeld sein.

ja? und?

ich schaffe es nicht.

warum?

ich stehe im stau.

und dann?

dann werde ich nervös. ich werde krank. ich bekomme einen infarkt.

dann rufe doch in bielefeld an. es gibt doch handys.

ja, ja, das mache ich. aber am nächsten tag muss ich nach darmstadt.

und?

ich soll um 12.00 uhr da sein.

und?

ich schaffe es nicht.

warum?

wegen dem stau.

wieso?

weil ich es nicht schaffe. ich schwitze und denke: ich schaffe es nicht.

dann fahre doch früher.

ich fahre dann am nächsten tag früher, denn ich habe um 11:00 uhr einen termin köln.

und?

ich bin plötzlich schon um 9:30 uhr da.

oh.

ja, so schafft man es hinten und vorne nicht. man ist zu früh, man ist zu spät. man schafft keinen termin. man hat immer angst vor jedem termin. und angst vor dem stau.

dann schaffe die termine doch ab.

das sage ich doch: wir müssen alle termine abschaffen, weil man sie kaum noch halten kann.

was kommt dann?

es kommt das „zeitfenster“.

was sagt das?

ich komme irgendwann zwischen 10:00 uhr und 12:30 uhr.

aha, das zeitfenster.

ja, keine termine mehr. schafft alle termine ab. lasst es bei den „zeitfenstern“.

und dann?

dann sind wir wieder da, wo wir vor hunderten von jahren waren!

wo?

„ich komme dann, wenn die sonne dreimal auf- und herniederging.“ „ich komme 23 monde nach des winters anbrechen“ „ich komme zum zwitschern der nachtigallen in der frühen frühe.“

du kommst also, aber die zeitangaben sind immer weit und flexibel gefasst. zumindest keine exakte uhrzeit.

ja, wir sind wieder in der steinzeit angekommen. die moderne hebt sich selber auf. nun ist wieder steinzeit angesagt. abschied von den terminen. wegen der staus. wir leben nun wieder, als ob es keine uhren gäbe.

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Zum Stau durch menschliches Versagen schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, da ist ja noch der stau, der kommt, weil die menschen schuld sind.

die menschen sind immer schuld, zweitklausens … denn sie haben ja das verkehrssystem erfunden.

manchmal kommen aber auch unwetter und solche dinge.

manchmal.

was ist denn oft?

oft ist zu viel verkehr. aber das wissen wir ja. das ist ja die tendenz. zu viel verkehr und dann noch mehr an „zu viel verkehr“.

aber, das ist nicht alles.

nein, denn es kommt zu ausfällen. typisch ist: der verkehr ist dicht und träge.

das fuchst die leute.

viele sind ungeduldig, viele sind nervös, viele sind einfach keine guten verkehrsteilnehmer. manche haben akute sorgen. manche sind noch müde. oder schon müde.

und dann?

dann fahren sie nah auf und noch näher auf. sie fahren immer nah und näher. sie drücken und pressen, als ginge es so schneller.

im stau?

auch da. aber noch vor dem stau. der stau entsteht ja erst gleich, weil einige die regeln überschreiten. für das EGO-prinzip, was immer auf der welt regiert.

und was passiert dann?

einer bremst. es gibt eine verzögerung. irgendetwas gibt es.

dann knallt es!

ja, ja, es kann knallen. das sind dann diese auffahrunfälle. und diese auffahrunfälle machen dann den stau, der in der luft lag.

wodurch?

zum beispiel durch zu viel an verkehr. wenn es dann noch eine baustelle gibt, und wenn es dann noch rush-hour ist, und wenn es dann noch ein bisschen regnet, dann ist es sowieso zu spät.

dann also ist es passiert.

ja, diese ungeduldigen fahrer und fahrerinnen haben das herbeibeschworen, was sie selber schon befürchteten. STAU STAU STAU!

durch dränglertum und unachtsamkeit.

genau das.

es gibt auch leute, die wechseln schon beim einfahren in die autobahn in die überholspur.

das sind die ganz schlimmen. sie sind besonders „schnell“ und „toll“ und „beherrschen ihr auto“, rufen dann durch eben dieses kamikaze-fahren die schlimmsten situationen hervor.

dann gibt es die, die spät einfädeln.

das haben wir auch. autobahnsysteme, die nicht bedenken, dass viele fahrer ihre umgebung kennen, fahrer, die wissen, dass man da einen schlange von hunderten metern hat, um abzubiegen. also fahren die weit, weit und nochmals weit, biegen dann aber plötzlich doch noch rechts in eine lücke zum abbiegen rein, stoßen da rein, erschrecken alle, haben sich aber vorher die schlange erspart.

und die leute dahinter?

auf beiden spuren gibt es durcheinander. auf der abbiegespur, und auch auf der „normalen“ geradeausfahrspur, denn da blockieren abbiegende autofahrer, die nicht abbiegen, sondern wissen, ich stoße spät rechts hinein, die ganze spur. lebensgefährliche situationen entstehen.

und wieder entstehen auch unfälle.

wieder haben wir unfälle und dann erst recht die staus, die wir nicht haben wollen. STAUS STAUS STAUS!

viele böse und ungeduldige fahrer machen also das system zusätzlich kaputt, was wir als „verkehr“ bezeichnen.

so ist es.

die müsste man alle vom verkehr ausschließen.

eigentlich ja, denn sie machen staus. absichtlich. bösartig. egoistisch.

oder man müsste diese erwischen oder schulen.

eigentlich ja. zwangsschulungen riechen aber nach diktatur. und: wird man je die menschen ändern können? (außerdem brauchst du viele polizisten, die erst durch viele beweisfotos die bösen fahrer ermitteln.)

der verkehr als idee muss aber diese bösen menschen, die staus machen, durch aggression, durch auffahren, durch riskantes verhalten etc. beachten.

ja, wir müssen alles und jedes beachten. und je komplexer die welt, desto unmöglicher wird das. daran leidet der moderne mensch.

woran?

an der unmöglichkeit des lebens im guten …  aber der dennoch wahren möglichkeit für andauernd staus. es ist zum verzweifeln.

dann zieh doch nach djakarta: dann weißt du mal, was staus sind.

ich denke, dass unsere autobahnen hier und der verkehr in djakarta sich schon fast angeglichen haben. die ganze welt erstickt im stau, den sie selber hervorruft. die menschen machen sich immer alles selber kaputt.

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