Archiv der Kategorie: Europa

klau|s|ens schlägt „begrenzt“ als wort des jahres, ja, als wort des jahrzehnts vor – www.klausens.com

klau|s|ens, begrenzt!

ja, das ist das wort: man hört es dauernd, es ist ein „longrunner“: begrenzt. BEGRENZT !!!

am meisten auf den SHOPPING-SENDERN, konsum, konsum, konsum.

gewiss: schon nach wenigen minuten ist die ware „begrenzt“, damit die leute hechelnd schnell etwas bestellen. denn wenn etwas begrenzt ist, dann ist es bald vielleicht weg.

und dann sind die ressourcen der welt ja auch noch begrenzt.

gewiss, alles ist begrenzt, aber da reden nur die protestierer drüber.

man hört, die bienen und die insekten seien nun „begrenzt“.

und die begrenzung geht ja weiter und weiter.

andere forderen eine begrenzung gegen flüchtlinge, oder was ist mit der begrenzung der EU an der grenze irland/nordirland nach dem BREXIT?

mit „begrenzt“ wird eine prinzipal-idee der menschheit erfasst. das wort ist bedeutsam und wichtig. das wort ist dauernd im einsatz …

… geht aber gegen andere schnell-mode-wörter gerne mal unter!

oh ja, oh ja! genau deshalb möge „begrenzt“ wort des jahres werden, oder gar „wort des jahrzehnts“.

es steckt so viel darin!

übrigens: unsere vorräte sind aktuell auch begrenzt – der kühlschrank ruft es bald auch: „begrenzt“ …

… wenn wir endlich den neuen kühlschrank haben, der sich dem „internet der dinge“ zugehörig fühlt. ich weiß!

„begrenzt“ ist universal und universell einsetzbar. ein herrliches wort!

klausens-vorschlag-5-12-2017-wort-des-jahres-wort-des-jahrzehnts

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klau|s|ens … das grausame glyphosat wird nun schon zu glythsopjastiolynimizu – www.klausens.com

klau|s|ens, die wollen dieses glythsopjastiolynimizu verlängern, also … dass es weiter versprüht werden darf, in europa.

aber heißt es nicht glyphosat?

bei mir wird es immer zu glythsopjastiolynimizu. (da merkst du, wie grausam es überhaupt ist. es verändert sich aus sich selbst heraus und hat schon die sprache infiziert!)

die menschheit macht unverdrossen weiter: man will nix mehr haben, auch keine kleintiere, schmetterlinge und insekten mehr. bienen sowieso nicht. brachland ist gewünscht, mit hohen erträgen … wahrscheinlich erträgen an kieseln und steinbrocken, die sich so gut verdauen lassen, in unseren mägen.

spritz, spritz, spritz!

wann sind die ersten proteste gegen die gifte des menschen gewesen, und: wann war diese katastrophe im rhein? wann? wann? wann? jahrzehnte? wann wurde der film mit erin brockovich alias julia roberts gedreht? wann? wann? wann?

wann haben die indianer angefangen, delikate salate aus golddukaten zu machen, weil man geld nicht essen kann oder doch essen kann?

wann, wann, wann?

wie glücklich wird in den familien gefeiert, deren väter (oder bisweilen auch mütter) im vorstand und aufsichtsrat bei BAYER sind?

ich denke, es gibt dort eine glythsopjastiolynimizu-suppe zum weihnachtsabend, als vorspeise …

… und danach geschändeten fisch aus den wässern aus der nähe von kernkraftwerken, die bereits explodierten. gerne aus japan.

oh ja, oh ja: und alle in der familie preisen die weisheit des vorstandes von BAYER und MONSANTO. alle!

und dann gibt es schnitzel von gequälten schweinen, oh ja, oh ja, oh ja. bei den BAYERS und konsorten!

aber: glythsopjastiolynimizu, was es ja auch noch mal zum nachtisch dann gibt, bleibt doch das leckerste.

es heißt aber glyphosat!

du kapierst es nicht: das zeug ist so giftig, dass es sogar den eigenen namen zersetzt! (auf generationen! auf ewig! das zeug zersetzt alles: unser leben, unser denken, unsere sprache!)

noch etwas: glythsopjastiolynimizu ALIAS glyphosat sollte in keiner babynahrung fehlen. (das wollte ich der vollständigkeit halber noch erwähnen.)

klausens-kunstwerk-das-grausame-glyphosat-wird-zu-glythsopjastiolynimizu-28-11-2017

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klau|s|ens brandmarkt den deutschen fernseh-kultur-eroberungs-imperialismus (jetzt auch barcelona-krimi) – www.klausens.com

klau|s|ens, was das deutsche fernsehen da macht, das mutet aber doch seltsam an.

seltsam? oder nicht doch auch schon beängstigend?

die nehmen sich alles vor die linse. mit deutschen schauspielern, mit deutschen regisseuren, aber es ist das ausland.

jetzt auch barcelona! wahnsinn, was denn noch?

frau rosamunde pilcher, gerne in südwales. (fast) alles reindeutsch verfilmt, buch für buch, kurzgeschichte für kurzgeschichte, samt den ergüssen des pilcher-sohnes. deutsch verfilmt.

dann diese hotelserien und schiffserien, da sind deutsche im ausland, und dann spielen die im ausland, und es gibt immer noch ein, zwei einheimische muster-schauspieler für lokale einfärbung, die aber auch etwas eingedeutschtes haben.

noch schlimmer: die deutschen spielen die ausländer. der/die ausgefuchste italiener/in ist am ende eine deutsche oder ein deutscher, der schon mal spagetti aß.

donna-leon-krimis, ich weiß. oder auf ibiza. und wo sind die nicht alles?!

erol sander in istanbul.

es ist ausland, der kommissar soll (so tut man) inländer des auslandes sein, die krimis sind vielleicht schon von den ausländern selbst noch geschrieben, aber alles wird dann verdeutscht. beim verfilmen.

bozen-krimi. oder in kroatien. alles eingedeutscht.

die deutschen wissen eben, wie man das macht.

und die wissen auch, wie man das verkauft.

dann kunstserien wie katie fforde, auch von deutschen befilmt, als ob sie „über den teich“ wohnen würden. da wird doppelt getrickst. oder inga lindström und schweden, auch schon beim schreiben eine deutsche trickserei. pseudoschweden schon im drehbuch.

da bestimmen die deutschen schon dieses kunstschweden, was da dann erst noch geschaffen wird.

und am ende wird alles auch deutsch verfilmt, vielleicht auch mal eine koproduktion, aber zumeist eben doch: deutsch, deutsch, deutsch.

die deutschen werden auch noch eine krimiserie mit einer kommissarin aus tansania spielen … oder in jemen was. da kennen die nix.

selbst wenn die von der kultur NULL ahnung haben, würden die es dennoch verfilmen.

und deutsche schauspieler müssen dann so tun, als hätten sie einen ursprung im französischen.

… und vor madagaskar liegen dann am ende auch deutsche filmemacherInnen und deutsche schauspielerInnen.

und dann fährt mal wieder ein schiff mit weißen segelen los.

ja, ja, aber da sind es auch als spielfiguren ja deutsche, die dann ins ausland fahren –  aber bei all den krimis ist es eine andere nation, eine andere sprache, aber deutsche setzen das mit ihren deutschen köpfen um, und behaupten dann, so sei es wirklich in südfrankreich, wenn da einer (ein deutscher als franzose) ermittelt.

und so wird die ganze welt verrührt: interkulti im realen des fernsehalltages.

hauptsache: man kann es drehen, finanzieren … und dann weiterverkaufen. deutschland frohlockt! geld fließt! die fernsehindustrie boomt. interkulti bringt als pseudointerkulti kohle rein.

und so sehen alle donna leon und denken, so sei venedig wirklich. dabei ist es nur das venedig der deutschen, die das in fernsehbilder „ummünzen“. und donna leon selber ist eine amerikanerin, die venedigromane schreibt. RESULTAT: ein multikultibrei, ein multikultieintopf, wo nix mehr stimmt und nix mehr stimmen kann.

… dass das mit dem deutschen wesen auch mal so enden musste?! fernseh-kulturimperialismus schlimmster güte!

und nur dieser kleine blogeintrag hier führt endlich mal klage! und erweckt die welt!

fernsehen ist voller lug und trug. (wenn wenigstens mal ein russe die biografie von klausens und zweitklausens verfilmen würde! mit einem belgischen fernsehteam! gedreht in chile! drehbücher aus chinesischer hand stammend!)

klausens_deutscher_kulturimperialismus_bei-den-fernsehfilmen_und-fernsehreihen_4-11-2017

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klau|s|ens weist angesichts böser hetzer mahnend und warnend auf den bedeutsamen unterschied von MEINUNGSFREIHEIT und MEINUNGSHOHEIT hin – www.klausens.com

klau|s|ens, es sind wahlen, nun werden wieder die accounts „hochgeschraubt“, die bots angeworfen, es wird gelogen und FAKE NEWS sowie FAIK NEWS (!!!) erobern die welt.

dazu wird beleidigt, denunziert, gelogen, diskriminiert, gehetzt.

das ist keine welt.

nein, denn die meinungsfreiheit ist ein zu hohes gut, um diese dann dadurch auflösen zu wollen, dass man müll und mist und bösigkeiten in milliardenmengen „verspritzt“.

aber es ist die wahrheit.

leider, ja, leider, ja.

es gibt wenige, aber die sagen viel, mengenmäßig … und sagen dann auch, berufen sich auf: meinungsfreiheit.

wenn ich 30 falsche accounts habe/hätte … und dann bei dieser partei oder jenem parteimann „du dreckschwein!“ schriebe, dann wäre das keine MEINUNGSFREIHEIT.

es wäre üble belelidigung, aber da ich es vielfach tue, habe ich plötzlich die MEINUNGSHOHEIT.

wenn ich mir 50.000 bot-einträge kaufe, dann kann ich die MEINUNGSFREIHEIT über meine MEINUNGSHOHEIT aushebeln.

das war eigentlich nie so gedacht, mit allem.

man sieht also, wie sich das staatswesen ändert, durch alle diese technischen tricksereien.

das gilt auch für arztbewertungen oder restaurantbewertungen.

das ziel dieser moderne ist nicht mehr der freie diskurs von meinungen, sondern das mengenmäßig und zahlenmäßig dominierende „reindrücken“ einer „meinung“ in die welt.

es geht um den sieg per macht und masse, dazu wird dann ins netz regelrecht „geschossen“.

so ungefähr sieht es aus.

es musste einfach mal festgestellt werden.

bei den wahlen sagt man (sagte man?) „one man one vote“, ALSO: jeder mensch habe eine stimme.

aber im internet und smartphone-medienspektakel der moderne zählt nur noch: vielfach etwas „abdrücken“ = „100 men 1.000.000 votes“, das wäre der neue spruch der moderne.

und du kannst es auch wörtlich nehmen, weil man ja auch wahlcomputer unterläuft, wo immer es diese gibt. da kann ich auch bei den wahlen, nicht nur zum thema meinung, alles manipulieren. ganz direkt, wenn ich ein begabter technischer manipulierer bin.

der kampf um die MEINUNGSHOHEIT hat die idee der MEINUNGSFREIHEIT irgendwie abgelöst. faktisch.

und jetzt muss alles, was wir angerissen haben, nur noch über die philosophie, die soziologie, die politikwissenschaft, die soziologie, die medienwissenschaft, die kulturwissenschaft in ein großes denkkonzept zusammengefasst werden.

warum machen wir das nicht selber?

wir haben nicht die zeit dafür. (es wurde hier gesagt. und nun können wir uns anderen dingen aus der vielfalt der unsinnigkeiten der welt zuwenden.)

klausens--meinungsfreiheit-meinungshoheit-25-8-2017pg

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klau|s|ens schreibt witz zum 222-millionen-fußball-wahn und einen sexualisierten fußballwitz – www.klausens.com

klau|s|ens, zu diesen 222 millionen um neymar ist so vieles und fast alles gesagt.

deshalb fügen wir nur noch einen witz hinzu, den wir gestern geschrieben haben:

Kommt ein Scheich zum Fußballtraining des FC Knips.

Zeigt auf einen 6-Jährigen: „Was kostet der Fußballspieler?“

Sagt der Jugendtrainer des Vereins zum Spaß: „800 Millionen Euro!“

Sagt der Scheich: „Kann ja nix sein. Bei dem Billig-Schrottpreis!“

Kommt ein Chinese vorbei und sagt: „Wir würden den nehmen. 800 Millionen für’n Balljungen ist doch fast schon geschenkt!“

[ erdacht von Klau|s|ens am 4.8.2017 gegen 19:07 Uhr MESZ ]

schön, schön.

wir haben gestern auch noch einen sexualisierten fußballwitz geschrieben.

wie geht der?

Zwei Fußballschiedsrichter auf der Straße.

Kommt eine tolle Frau vorbei, zudem so offenherzig angezogen, dass die männlichen Stimulanzen noch extra angeregt werden.

Sagt der eine: „Dafür müsste es eigentlich eine rote Karte geben!“

Der andere fühlt an seinen Hosenschlitz und sagt: „Das sehe ich aber anders! Latte! Das Spiel geht weiter!“

[ erdacht von Klau|s|ens am 4.8.2017 gegen 18:25 + 18:38 Uhr MESZ ]

schön, schön. was hast du noch zum fußball?

gestern fiel uns noch ein:

Klausens fordert, dass alle E_s auf den Trikots, also bei den Namen der Spielerinnen und Spieler, per Dekret und verpflichtend in Euro-Zeichen € umgewandelt werden.

schön, schön.

was würden wir ohne fußball machen? wo bliebe unsere phantasie? fällt dir vielleicht noch etwas ein?

ich plane für den 1. FC Köln und sein stadion an der aachener straße einen grashalm zu kaufen, für 300.000 euro.

für einen (1) grashalm?

ja, ist doch supergünstig. findest du nicht?

1000-pix-klausens-COLLAGE-neymar-vom-fc-barcelona-zu-paris-saint-germain-4-8-2017

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klau|s|ens blickt auf den roten rosenkranz für helmut kohl – www.klausens.com

klau|s|ens, diese ereignisse, dieser streit, diese beisetzung.

und schon leben wir wieder im alltag.

es sollen aber die menschen zum grab des helmut(s) ziehen.

gewiss, so war es ja auch angedacht: ein quasi öffentliches grab, und alle sollen kommen: die neugierigen natürlich zuerst. speyer brummt! speyer kocht hoch! speyer bebt!

nix ludwigshafen.

diese stadt wurde fast schon bestraft, weil man kohl dort eben nicht wiederfinden wird. auf dem friedhof. neben der frau von einst. neben hannelore.

und speyer erlebt nun fortan einen massenzustrom von touristen und neugierigen aus aller welt.

es geht um das thema „ehre“ und „ehrerbietung“. aber der tote hat ja nichts mehr davon, weil er tot ist. (außerdem kommen viele menschen nicht für die ehre, sondern nur wegen des ruhmes des mannes. da will man eben mal gucken, nicht mehr, nicht weniger. das leben ist ja sonst so langweilig. aber das grab eines berühmten und auch noch so umstrittenen ist wieder etwas ablenkung.)

so ergeht es allen toten. sie haben nichts davon, wenn die menschen zum grabe kommen. sie sind ja tot.

ja, aber vor dem tod stellte sich helmut kohl vielleicht noch vor, wie es ist, wenn nach dem tod alle zu seinem grab kommen. (und vielleicht geht diese grab-komm-energie ja doch noch ins weltall, irgendwohin.)

so hat er sich vielleicht die letzten tage seines lebens noch etwas angenehmer gestaltet. mit den visionen und zukunft-sich-vorstellereien.

der mensch betrügt sich dauernd selbst.

deshalb auch die rosen?

dieser rote kranz der hyper-liebe, angeblich von frau richter-kohl bereitgestellt oder gewünscht. (oder gar selber zusammengesetzt?)

das wäre liebe: so einen kranz in vielen stunden selber zusammenzusetzen.

diese dinge sind ja oft nur kündnerisches symbol für die zuschauer: ob da liebe war, wissen wir nicht. aber es soll verkündet werden, dass da liebe war.

und dann müssen 2 soldaten diesen rotrosenkranz extra noch tragen, zusätzlich zu dem sarg, der aus dem dom dann in den bestattungswagen kam, zu den abschiedsklängen der bundeswehrmusik.

der rote rosenvollkranz … und die söhne und enkelkinder nicht dabei. so funktioniert also liebe? wenn es liebe ist, also war …? … bei kohl und richter-kohl?

du machst dir so viele gedanken.

die kernfrage jeden lebens: was bleibt?

ist das, was dann auf dem friedhof zu speyer passiert, denn wirklich etwas bleibendes? bezogen auf helmut kohl?

nein, denn der mensch wird zu einem symbol. und ein symbol heißt zwar noch helmut kohl, ist aber nicht mehr der helmut kohl.

außerdem bekommen tote ja von alledem nichts mehr mit.

klaus-k-werk-4-7-2017-foto-ROTER-ROSEN-KRANZ-helmut-kohl-sarg-aus-dom-speyer-und-abfahrt-1-7-2017

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klau|s|ens schreibt zum tod von helmut kohl – www.klausens.com

klau|s|ens, du warst einer von denen, die kohl bewunderten?

oh nein, oh nein! – ich lese immer vom „großen europäer“ und vom „vater der wiedervereinigung“, 1000-fach, es ist wie ein mantra … und man kann es auch würdigen. europa versus nationalstaaten und krieg. ja. ja. europa ist besser als kein europa. gewiss!

dann willst du ihn würdigen?

„würdigen“ ist ein falsches wort. das gäbe einen falschen zungenschlag.

und der richtige zungenschlag?

dem mann ist die einheit zugefallen, er hat sie genutzt. also! er ist in dieser beziehung ein „gewinner“ gewesen, aber ein leben hat ja mehr facetten.

aber sonst eher nicht? nur europa, nur DDR zu BRD?

kohl war für mich die höchste form der provinzialität, so als würden jagdverbände und schützenvereine und handballmannschaften und dorfpolizisten nun irgendwie immer mitregieren. spießer, dumpfbürger, geistig unwendige menschen, traditionsbeharrend im schlechten.

dass war ja auch seine sache: personen, bündnisse, halteseile, die region. der kontakt. die drohung. die zusage.

schön, aber wer bündelt da mit wem? kohl hat leute angerufen, aber wen? und welche hat er alle ausgegrenzt? na?

zum beispiel journalisten, künstler, weltbürger. demonstranten!

alles nicht sein fall. dazu diese cholerik, das aufbrausende, das abkanzelnde, dieses „billige“. viele seiner sätze waren ohne jede klasse.  kaum von goethe gespeist.

du beklagst seine art.

aber wie, aber wie! vieles von ihm war dumpf und dümmlich. voller unverständnis für bestimmte erscheinungen dieser welt. wir haben uns an kohl abgearbeitet. wir haben ihn nicht gemocht. er hat alles kleinmachen wollen, was mit „links“, mit „grün“, mit „demokratie“ zu tun hatte. er selber aber war gerne boss und herrscher, der oberste, der die macht hat und sich über diese macht definiert.

er konnte ganz schön fiese bemerkungen machen.

oft so dümmliche. aber er bekam immer beifall von den kleinbürgern dieser welt, auch von CDU-nahen großbürgern. man vergesse auch rheinland-pfalz und den katholizismus nicht. diese ganze brühe, diese ganze soße. die bundeswehr! mobben konnte kohl ja auch! und vergaß nichts und niemanden! gerne auch im streit! im verachten! im nichtmögen! kohl war für mich nie ein sympathieträger.

es waren 16 lange jahre, und man erhoffte sich eine phase von willy-brandt-II …

… brandt, die zweite phase? die schröder danach dann nicht geliefert hat?

kohl hatte eine gewisse selbstherrlichkeit, die im vorläufertum zu einer von der des donald trump steht.

gewiss, gewiss, das gehört auch alles zu dem bild des helmut kohl. seine haltung in der parteispendenaffaire lässt auch eine gewisse nähe zu trump aufscheinen: „im zweifelsfall ist mir staat und verfassung und gesetz sowieso einerlei. ich mache das, was ich machen will. BASTA!“

kohl als BASTA!-politiker. ach ja.

es sind da so viele facetten, bis hin zu seinen freunden, die nun in den fernsehsendern auftauchen, seinen engsten menschen von damals, die teils echte, teils falsche tränen weinen. aber sie dürfen nun alle ihre statements abgeben.

du denkst an menschen wie seiters oder waigel! (selbst kinkel von der FDP darf nun mal wieder im fernseher reden. CDU-bosbach sowieso immer. – sprach blüm eigentlich?)

also: kohl und europa, kohl und die einheit, kohl und die macht, kohl und die kaltschnäuzigkeit, kohl und das provinzielle, kohl und die leibesfülle, kohl und die kaum-familie, kohl und die heimat, kohl und seine bibliothek von nur-geschichtsbüchern, kohl und kaum-kultur, kohl und dennoch ein museumsgründer, kohl und der seinen nachruf-durch-museen-schaffer, kohl und die treue (zu bestimmten personen), kohl und der direkte kontakt, auch zum „kleinsten mann“, kohl und die linke: fast schon hass, kohl und die welt: eher ein widerspruch, und und und. kohl und seine feindschaften.

hans-peter-schwarz ist aktuell ja auch verstorben, das war einer der CDU-historiker, am 14.6. schon. professor hans-peter schwarz, x bücher tragen seinen namen. er schrieb auch über 1000 seiten zu kohl: >>Helmut Kohl. Eine politische Biographie. DVA, München 2012, ISBN 978-3-421-04458-7, 1052 S.<<

haben wir die gelesen?

nein, bei der zahl der bücher, die man lesen kann, sind 1000 seiten kohl wirklich nicht unsere sache.

aber europa war seine herzenssache, und die deutsche einheit ja auch.

ich weiß, ich weiß, ich weiß: ich habe es in 1000 nachrufen wieder und wieder und wieder gehört. aber die anderen seiten des helmut kohl wurden gerne auch mal weggelassen. gestern. in den statements. [ist ja auch politik: weglassen. umschiffen. nicht aussprechen.]

ich mochte auch seinen humor nicht. oft hatte er auch gar keinen!

klausens-kunstwerk-collage-helmut-kohl-ist-tot-17-6-2017-kohl-starb-am-16-6-2017

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