Archiv der Kategorie: interkulti

klau|s|ens fragt bei all der nur-noch-flüchtlingsthematik nach griechenland, nepal, ägypten, haiti, nigeria usw. – www.klausens.com

klau|s|ens, es gibt wieder mal nur ein thema, wochen schon, monate: flucht, flüchtlinge, grenzen, massen, asyl, pakete, abweisungen, ausweisungen, gefälschte pässe, überforderungen.

aber wie geht es griechenland?

da war doch generalstreik, da sah man ein paar bilder und guckte in die gesichter von korrespondenten.

aber so kurz … früher war alles so lang. tagelang. wochenlang: griechenland, griechenland, griechenland.

und: was macht nepal, das kleine vom erdbeben (teil?)zerstörte nepal?

wir hören nichts.

und haiti, der trümmerhaufen, ein volk in zelten. armut allüberall auf den sandkornspitzen.

nichts mehr zu lesen.

afghanistan, das zerrissene land.

verschwunden. taucht eher noch im zusammenhang mit flüchtlingen auf, die nach deutschland kommen … und kommen wollen.

was ist mit ägypten: diese revolution, der platz, die massen? und nun die erneute diktatur?

was wäre mit tunesien, die kleine demokratie der schwäche, wo doch dieses eine attentat vom strande her auf das hotel so die nachrichten bewegte?

was machen die in nigeria, die abgeschlachtet werden, weil sie dieses glauben oder jenes nicht glauben? tutsi? hutu? voodoo?

was machen überhaupt die menschen? wie viele treiben gerade im mittelmeer? und was ist mit denen, die in syrien in häuser gucken, die nicht mehr da sind oder nur noch als reste davon? oder die die toten zählen, tag für tag. (was kann man noch tun?)

was machen da und dort die menschen? wie leiden die in den townships von südafrika?

brennt in indonesien eigentlich der wald noch? ein paar tage brennt es, und plötzlich ist da nichts. brände in australien, brände in kalifornien … und plötzlich ist da nichts mehr.

wir erfahren etwas, dann erfahren wir sehr viel … und dann erfahren wir sehr viel nicht.

wie soll man da die welt verstehen?

offenbar durch selektion und konzentration … bezogen auf nachrichten. aber keiner hindert dich, das internet anzuschalten und dann selber nach alledem zu suchen, wovon du eben gesprochen hast.

ach ja: in frankreich wollen sie jetzt die pässe wegnehmen.

ja, das bleibt dann von der freiheit: alle ideen kommen neu zurück. pässe sollen vielleicht bald auch denen abgenommen werden, die solche fragen stellen, wie du es hier tust … und ich ja auch.

wozu sind kriege da?, fragte doch lindenberg in diesem herrlich naiven liedtext.

lindenberg wird auch noch seinen pass verlieren … pass nur auf!

gibt es denn in nicaragua noch den sozialismus? [fiel mir eben mal so ein. wäre ja auch interessant. sind die nicht über die pässe gezogen, einst im guerillakrieg?]

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klau|s|ens fordert interkulturelles training für migranten, flüchtlinge, asylbewerber … und die deutschen selbst – www.klausens.com

klau|s|ens, du „forderst“?

das macht man heutzutage so: man fordert. natürlich gerne als politiker oder funktionär … aber warum nicht auch als schriftsteller? na?

ja, warum eigentlich nicht …

sie reden doch jetzt von allem und diesem nach köln 31-12-2015 und nach allen anderen unruhen, demonstrationen, anschlägen, usw. (deutschland ist etwas zerrissen.)

es geht um die zahl der menschen, die zu uns kommen … und um die zahl derer, die bleiben.

ich weiß, ich weiß: dazu wird viel gesagt. selbst die LINKE oder die GRÜNEN akzeptieren, dass man nicht ewig und unendlich menschen aufnehmen kann … also: was sollen wir da jetzt diskutieren?

was willst du denn besprechen?

es geht um die fremde kultur und um die deutsche kultur … und um den clash der kulturen.

aber die migranten sollen sich integrieren: das wird auch immer gesagt.

schön, schön: aber wie? meistens wird es einfach so dahingesagt. aber wie denn genau?

was siehst du denn noch?

dann gibt es die „forderung“ nach deutschkursen für alle neuen, auch für die asylbewerber, von anfang an.

und was dann noch?

dann gibt es wenige (nachdenkliche) menschen, die auch mal von „verstehenskursen“ sprechen.

und was ist das?

die wollen dann, dass den fremden gelehrt wird, wie die deutschen so ticken … kulturelles, sitten, religionen, essen, arbeitswelt, alles das.

ist doch eine gute idee!

gewiss, aber es muss ja auch regelrecht gelernt und erlernt werden, wie 2 unterschiedliche kulturen so sein können: ganz anders nämlich.

und wie?

eben nicht nur über fakten- und wissensvermittlung nach dem motto: „die deutschen essen auch mal ein ei zum frühstück.“

sondern?

sie sollen die unterschiede aktiv mit anderen erfahren und reflektieren. (da passiert denen ja schon genug, aber vieles, das begreift man in einem ghetto von unterkunft ja nicht. weil man es dort nicht erlebt.)

und du möchest alles das fremde und die interkultur nun trainieren?

ja, es gibt schon einige kurse und ansätze dazu. – also: es gibt nicht nur anti-gewalt-training oder „selbstverteidigung für frauen“ … es gibt auch „interkulturelles training“, was mehr ist als reine wissensvermittlung.

und wo soll das stattfinden?

überall. ja, ich „fordere“ unendlich viele stunden von interkulturellem training, am besten, deutsche und zuwanderer und flüchtlinge zusammen in durchmischten gruppen. und da wird genau die andersartigkeit und das andere verhalten je nach kultur erarbeitet und auch ausprobiert.

wow!

das müsste es auch an allen schulen geben, sowieso, in den hauptschulen natürlich. also: überall, wo diese kulturellen unterschiede scheinbar und real eine bedeutung haben.

das forderst du?!

ja, zweitklausens, und du ja eigentlich auch: wenn alle „fordern“, dürfen wir auch mal was „fordern“: und zwar etwas ganz, ganz, ganz vernünftiges, wovon aber kaum einer in den X debatten in den medien spricht.

danke, danke, danke.

oh gern: bekommen wir nun den weltverständigungspreis, oder was? nie mehr krieg? oder was? meinst du, das wäre alles so einfach, oder was? (bei den vielen bösen hetzern, mit denen man sowie kein einziges problem gelöst bekommt, sondern immer nur noch neue erzeugt!)

ach so: klau|s|ens, diese krippe hier sah ich in einer katholischen kirche. das ist die modernität des flüchtlingsthemas, wie man es in X kirchen finden wird, die nicht verstaubt sein wollen. (in evangelischen sowieso. aber in katholischen ist wohl seltener.)

schön, aber interkulturelles training … das machen die kirchen auch nicht.

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klau|s|ens fragt angesichts der bahnhofsvorkommnisse in köln nach dem zustandekommensgrund der „1000-männer-zusammenrottung“ – www.klausens.com

klau|s|ens, wir hören so viel, so viel falsches, halbfalsches, halbrichtiges, richtiges.

köln ist das, was vorher andere themen waren: griechenland, anschläge paris, 1 million flüchtlinge in deutschland … nun also ein paar tage, evtl. wochen das thema „bahnhof köln“.

bei allen fragen, kommentaren und details vermisse ich eines.

was?

die frage, warum sich 1.000 männer (wenn es denn so war!? wenn denn die zahl stimmt!?) am bahnhof köln zusammenrotten.

warum denn?

ich weiß es doch nicht! – sonst aber sprechen sie immer von „per FACEBOOK verabredet“ oder „sich über handy organisiert“.

und dieses mal?

nichts! – niemand weiß, wie und warum 1.000 männer arabischen aussehens (wenn denn alle 1000 wirklich arabischen aussehens waren!?) sich da versammelt haben.

es gibt doch flashmobs!

ja, ja, wenn die da vor dem dom die kissen zerfetzen, junge leute, lustig, fröhlich.

und die böse app (=spitzel-app) „WhatsApp“ hast du vergessen: die gibt es ja auch, um etwas zu organisieren.

sicher: aber in diesem „1.000-männer-fall“ hört man dazu nichts.

es gab ja noch andere bahnhöfe in deutschland, wo etwas vorfiel.

eben: vielleicht haben sich dieses jahr, und nur dieses jahr, oder erstmals dieses jahr … bestimmte gruppen von bestimmten nationen auf bestimmten bahnhöfen verabredet, „um die sau rauszulassen“. (muslimisch würde man das vielleicht mit einem anderen tier formulieren.)

ja, ja, der gedanke hat etwas für sich. könnte sein. (könnte aber auch nicht sein.)

aber wir erfahren nichts dazu.

wir erfahren doch sowieso nur brocken.

aber wir wissen, dass man verdächtige hatte, 31, und dass davon 18 oder so mit (teils syrischen) ich-bin-ein-flüchtling-dokumenten aufliefen. (welche dann noch nicht besagen, dass diese leute auch selber syrer sind: extra problem. aber man zeigte derartige dokumente, die wiederum gefälscht oder unter anderer identität erschlichen worden sein könnten. – die aber auch verdammt echt und real sein könnten.)

wir erfahren nichts zu den wahren und tiefen gründen einer 1.000-männer-zusammenrottung: du hast recht!

aber im kölner wappen, da gibt es die heilige ursula mit ihren (symbolisiert) 11.000 jungfrauen.

11.000?

ja, in köln spricht man gerne von 11.000! – fällt dir was auf?

ja: 1.000 jungmänner versus 11.000 jungfrauen. vielleicht verbirgt sich da ein christlich-muslimischer schlüssel zum ganzen. eine neue legende!

aber die 11.000 soll ja ein lesefehler der geschichte sein. („11 martyres virgines“ wurde irgendwann fälschlich als „11 milia virgines“ gelesen, sagen da gelehrte.)

und 1.000 männer. legende 2015/2016. – vielleicht ein sehfehler?

es gibt sehr viele fragen an diese vermurkste welt.

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klau|s|ens schreibt angesichts der bahnhofsvorkommnisse in köln über die „entsittung“ – www.klausens.com

klau|s|ens, köln, 31.12.2015, so viel wird darüber geschrieben, so viel wird geredet.

wir können kaum noch etwas hinzufügen.

du schreibst aber von der „entsittung“.

ja, diesen begriff liebe ich. wir haben ihn mal erschaffen, diesen begriff.

was meint er?

du gehst der dinge verlustig, die dich führen. du hast keinen inneren kompass mehr.

beispiel?

religion. du vergisst die werte deiner religion.

aber über die religion wird doch so viel diskutiert. kriege im islam, buddhisten, die andere überfallen. auch der katholizismus hat X verbrechen und schändungen auf seinem register.

ich weiß: aber da sind immerhin noch die gebote, die sind ja da. das sind dann letzte hemmschwellen gegen dies und das.

„du sollst nicht töten.“

genau, wenn aber auch noch diese grunddinge des menschlichen allüberall verloren gehen, dann ist es „entsittung“. wertfreiheit, verlorenheit.

in köln offenbar auch.

ja, aber nicht nur köln. obwohl: als die bläck fööss nicht mehr auftraten, am 11.11. auf dem heumarkt, da ahnte man ja schon, was so alles in köln los ist.

köln kann wie mallorca sein.

junge leute fahren gezielt nach köln, alles ist so nah am bahnhof, auch die bierhäuser und plätze … und dann der alkohol. zudem die entsittung. (die pinkeln ja auch überall hin.)

du meinst nicht, dass es was mit ausländern oder migration oder flüchtlingen oder deutschen mit migrationshintergrund zu tun hat?

doch, doch, das käme dann hinzu. beispiel: wären es muslimische jugendliche gewesen, oder junge muslimische männer, die schändliche dinge treiben, zu köln … dann hätten diese offensichtlich auch alkohol getrunken.

und dann wären sie von ihrem glauben „entsittet“, der alkohol bekanntlich verbietet.

du hast viele menschen, die in der neuen kultur den halt verlieren. wo sie herkamen, war alles streng. da haben die täglich parieren und gehorchen müssen. schon die schulen waren bisweilen drillkademien.

und dann hier?

eben: und dann hier? da ist alles anders, du selber verloren, nichts ist da, was dich hält. (und wenn du pech hast, wurdest du in einer hochhausburg geparkt.)

dann die deutschen: immer mit bierflaschen in der hand. (in köln ist das ja ein sport: öffentlich trinkend, den alkohol wie einen hund ausführend.) gerne die dinge übertreibend. sich auf plätzen ausbreitend, den öffentlichen raum einnehmend, als müsste man nicht mal mehr der alten dame den sitz freigeben.

so ist das: man wird im alter konservativer und wertbewusster.

und was sind diese werte?

tja, das ist das problem: die religionen wollen wir nicht, mallorca als freien alkoholismus wollen wir auch nicht.

wer formuliert die sitten?

auch ein problem. die CSU vor kreuth, das ist immer rechte hypersoße, aber mit werten hat es nichts zu tun. nur mit wahlkrawall.

ich dachte immer, dass „bonanza“, diese alte fernsehserie, uns die werte vorgibt.

ja, das gute alte „bonanza“, vollgestopft mit werten … und so ganz und gar nicht „entsittet“. (der weiße mann enträumt den indianer, bleibt aber immer „anständig“ zu dem indianer, den er zuvor enteignet hat.)

aber da war alles patriarchalisch und alles voller schusswaffen. ach, bonanza!

und der mob wollte immer die im gefängnis lynchen. „bonanza“ wäre eine sache für sich. (auch da die rolle der religion als anstalt des puritanismus.)

aber wer soll uns diese werte geben?

das ist das große problem: es fehlt die instanz! sie fehlt! (der papst versucht die kirche wieder etwas aufzurichten, die sportvereine haben keine ehrenamtler mehr, die parteien sind alles andere als glaubwürdig … und FACEBOOK ist voll des mobbens und mobbings.)

„entsittung“! wie schrecklich! (und dann noch attentäter, die durch westeuropa hasten, um sich zu rächen: wahrscheinlich aus deren sicht auch für eine art von „entsittung“.)

ich weiß. aber bedenke: so manche „sitten“ sind eben auch schrecklich … z.b. wenn die frauen dies und das nicht mehr dürfen. „entsittung“ ist schrecklich, aber „sittung“ sehr oft auch, wenn es eine ganz verkorkste ist, zumindest.

aber dennoch herrscht in deutschland und europa und eigentlich in der welt die „entsittung“ vor. würdest du meinen!

wenn es um „du sollst nicht töten“ geht, wohl allemal. und wenn es ums stehlen und und gewalt und ums frauen belästigen geht, wohl auch.

idee: man sollte 500 gefangenen 1 jahr lang jeden tag 3 stunden bonanza zeigen und 500 gefangenen statt dessen 3 stunden die nachrichten. und dann sollte man nach einem jahr auswerten, welche gefangenen mehr oder weniger „entsittet“ sind. und welche plötzlich hochanständig geworden sind.

richtig: die rocker sind ja auch überall noch da. die haben wir jetzt ganz vergessen.

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klau|s|ens postet #NousSommesUnis und das brandenburger tor (14-11-2015) in französischen farben – www.klausens.com

klau|s|ens, #NousSommesUnis !!!

ich weiß es doch.

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klau|s|ens beachtet die deutsch-englisch-arabische beschriftung der REWE-regalschilder bonn-bad-godesberg – www.klausens.com

klau|s|ens, manche dinge fallen auf.

gewiss: der neue REWE in bad godesberg (gehört ja zu bonn) am michaelplatz: da sind die leitschilder an den regalen in 3 sprachen: 1) deutsch 2) englisch 3) arabisch.

bonn ist die alte stadt der diplomaten und die neue der UN: also wahrhaft multikulturell.

gewiss, und eine offene stadt zeugt und zeigt sich in ihrer mehrsprachigkeit. (bonn wirbt ja auch so: „Freude. Joy. Joie. Bonn.“)

das ist aber deutsch, englisch, französisch! europäische sprachen!

aber auch mehrsprachig!

sicher: aber dreisprachigkeit, wovon eine arabisch ist – so etwas ist in deutschland doch sehr ungewöhnlich: vielleicht sieht man russisch, vielleicht türkisch, vielleicht mal japanisch oder chinesisch … aber arabisch?

man sieht immer das, wo man sich geld erhofft und von welcher kultur es viele menschen vor ort gibt: auch das ist ein faktum der angenommenen und dann erlebten multikulturalität.

ist es so?

aber klar: kommen reiche russen nach baden-baden, dann machen die ganz schnell auch russische besprachungen und schilderlein.

und in bad godesberg?

da kommen reiche araber und araberinnen … gerne für operationen. man spricht vom „medizintourismus“.

ach so verhalten sich die dinge!

man muss wissen, dass sich dann natürlich auch eine innerarabische logistik ergibt: mit eigenen geschäften, agenturen, wohnungsvermittlern etc.: das ist die sprache zur sprache aus sich heraus, also: intern aus dieser gruppierung heraus.

und dann gibt es die sprache der deutschen, die sich an diese gruppierungen wenden: entweder aus toleranz und/oder aus geschäftsinteresse.

ich finde mehrsprachigkeit gut! (zugleich weiß ich, dass so mancher deutscher um seine sprache und seine kultur fürchtet.)

es hat also immer zwei seiten.

gewiss, in der bezirksvertretung von bad godesberg diskutiert man über einsprachig arabisch beschilderte geschäfte, der BBB (Bürgerbund Bonn) hat da auch einen antrag gestellt. (sei es der uhrenladen, sei das reisebüro, sei es der dokumentenorganisierer und visahelfer. es gibt einsprachig arabisch beschildertes in bad godesberg zu finden. und prinzipiell vieles in arabischer schrift.)

aber bei REWE ist es nun die große multikultiralität via schildern an den regalen.

gewiss, aus welchen gründen auch immer: ich begrüße diese mehrsprachigkeit.

aber es gibt ein anderes problem.

welches?

wenn ich nur deutsch, englisch, arabisch auf den schildern habe, dann zementiere ich die dominanz der arabischen kultur.

und?

türken, portugiesen, ghanaer, kurden, russen, chinesen, griechen etc. (samt Innen) … die könnten sich dann verloren und zurückgedrängt fühlen. (das gebe ich nur mal zu bedenken.)

ich weiß, dass diese dinge nicht einfach sind. aber mehrsprachigkeit, gelebte mehrsprachigkeit … das macht schon ein gefühl von metropole und weiter welt … das hat etwas antispießisches. das ist eher schön als unschön.

so weit also dein beitrag zur aktuellen flüchtlingsdebatte.

ich habe jetzt nur mal über den neuen REWE in bonn-bad-godesberg am michaelplatz gesprochen. wenn unterschiedlichste volksgruppen notgedrungen auf engstem (ich-bin-)flüchtlingsraum zusammenleben und zusammenleben müssen, dann hat mehrfache einsprachigkeit und gegenseitiges nichtverstehen natürlich ganz andere dimensionen.

nichts ist leicht im leben: man kann es so machen und falsch, man kann es anders machen und falsch, oder man kann es so oder anders richtig machen.

am ende entscheidet die geschichte: gibt es ghettos mit gewalt und randale, dann war alles falsch. gibt es multikulturelle lebendigkeit ohne rassismus und gewalt … mit tollsten bürger- und volksfesten … und täglichen verbrüderungen und verschwesterungen über die kulturgrenzen hinaus – dann war alles richtig.

du sprichst von utopia? (aus welcher sprache ist eigentlich utopia? aus dem altgriechischen?)

klausens-sieht-arabische-englische-deutsche-beschriftung-bei-REWE-bad-godesberg-michaelplatz-8-10-2015-und-10-10-2015

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klau|s|ens und sein realgedicht zum geldschrank alias geldshrank – www.klausens.com

klau|s|ens, man denkt immer: ich möchte auch mal so eine falsche übersetzung haben.

und dann hat man sie, mal hier, mal dort. und man frohlockt!

es sind ja schon erfolgreiche bücher damit gefüllt worden: nur mit diesen kuriosa, die touristen da und dort … textlich, also extra für sie übersetzt, vorfinden.

wir fanden nun dieses vor: der geldschrank wurde zum „geldshrank“ … und war doch nur ein minisafe. aber „sicherheit“ „versichern“ wir dennoch gerne.

GELDSHRANK
– Realgedicht –

Wir informieren die Kundschaft, dass die
individuellen Geldschränke Ihnen die
Sicherheit aller Ihrer Objekte von wert
versichern.
Für den Erhalt eines tresors wenden Sie
sich an die Reception.

Copyright nicht für den Text, sondern für die Erklärung des Textes zum REALGEDICHT: Klau|s|ens in allen Schreib- und Schraibwaisen.

ach, klau|s|ens, die erfindung der REALGEDICHTE durch uns: das war doch eigentlich eine noch viel tollere sache als solche texte.

[schön, wenn menschen so von sich überzeugt sind. zweitklausens strahlt ja heute über alle backen.]

klausens-REALGEDICHT-geldschrank-hinweis-in-kuriosem-deutsch-14-9-2015

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klau|s|ens vernimmt den steht-auf-aufruf der schalker spieler um ex-profi asamoah – www.klausens.com

klau|s|ens, in der inflation der aufrufe mal einer, den man doch berührend findet.

du meinst dieses video da:

>>Unter dem Motto „steht auf“ setzen die ehemaligen Schalker Profis Gerald Asamoah und Hans Sarpei darin zusammen mit der Schalker Mannschaft, dem Trainerteam und dem Vorstand ein Zeichen gegen Rassismus.<<

ja, das.

und dann hat man noch berichtet, dass auch dortmunder fans bisweilen da positives zu schrieben. (ins netz.)

wie schön! zwei vereine und in einem thema vereint: das wär es doch!

ja, alle fußballer und fußballerinnen sollten sich „pro flüchtlinge“ und „gegen rassismus“ vereinen. (der name „verein“ hat doch mit „vereinen“ zu tun.)

man muss flagge zeigen. (zur not auch wappen und wimpel.)

eben, eben: aber diese videos sind eben leider so schnell hunderttausende mal angeklickt und x-mal kommentiert … wie sie auch wieder vergessen sind.

es sind millionen botschaften, die durch die welt fliegen: alle haben recht und alle haben unrecht.

das streben nach harmonie ist das bescheidenste gut des menschen.

und die flüchtlingszahlen zeigen, dass der mensch das nicht hinbekommt.

schafft es denn der fußballfan?

ach wo! wir werden auch in den kommenden wochen wieder diese ganzen krawallvorgänge um die spiele erleben.

und wenn man zwei vereine zwangsfusionieren würde? würde es dann besser sein?

zwang? – wenn es zu viel davon wird, dann werden wieder alle fliehen.

klausens-fusion-dortmund-schalke-no-racism-respekt-04-3-9-2015

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klau|s|ens erdenkt sich – angesichts der publizierten hetze –, wie FACEBOOK wohl funktioniert – www.klausens.com

klau|s|ens, wir reden nicht nur über die flüchtlinge, sondern auch über FACEBOOK, weil es alles durchlässt.

ja, das sind wir nun: wir sind für möglichst wenig zensur … und doch darf es natürlich keine hetze und keinen aufruf zu schlimmsten straftaten geben. ich zitiere aus unserem strafgesetzbuch:

>>§ 130
Volksverhetzung

(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,
1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder
2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
1. eine Schrift (§ 11 Absatz 3) verbreitet oder der Öffentlichkeit zugänglich macht oder einer Person unter achtzehn Jahren eine Schrift (§ 11 Absatz 3) anbietet, überlässt oder zugänglich macht, die
a) zum Hass gegen eine in Absatz 1 Nummer 1 bezeichnete Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer in Absatz 1 Nummer 1 bezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung aufstachelt,
b) zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen in Buchstabe a genannte Personen oder Personenmehrheiten auffordert oder
c) die Menschenwürde von in Buchstabe a genannten Personen oder Personenmehrheiten dadurch angreift, dass diese beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden,
2. einen in Nummer 1 Buchstabe a bis c bezeichneten Inhalt mittels Rundfunk oder Telemedien einer Person unter achtzehn Jahren oder der Öffentlichkeit zugänglich macht oder
3. eine Schrift (§ 11 Absatz 3) des in Nummer 1 Buchstabe a bis c bezeichneten Inhalts herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, bewirbt oder es unternimmt, diese Schrift ein- oder auszuführen, um sie oder aus ihr gewonnene Stücke im Sinne der Nummer 1 oder Nummer 2 zu verwenden oder einer anderen Person eine solche Verwendung zu ermöglichen.

(3) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost.

(4) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer öffentlich oder in einer Versammlung den öffentlichen Frieden in einer die Würde der Opfer verletzenden Weise dadurch stört, dass er die nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft billigt, verherrlicht oder rechtfertigt.

(5) Absatz 2 Nummer 1 und 3 gilt auch für eine Schrift (§ 11 Absatz 3) des in den Absätzen 3 und 4 bezeichneten Inhalts. Nach Absatz 2 Nummer 2 wird auch bestraft, wer einen in den Absätzen 3 und 4 bezeichneten Inhalt mittels Rundfunk oder Telemedien einer Person unter achtzehn Jahren oder der Öffentlichkeit zugänglich macht.

(6) In den Fällen des Absatzes 2 Nummer 1 und 2, auch in Verbindung mit Absatz 5, ist der Versuch strafbar.

(7) In den Fällen des Absatzes 2, auch in Verbindung mit Absatz 5, und in den Fällen der Absätze 3 und 4 gilt § 86 Abs. 3 entsprechend.<<

FACEBOOK hat mit deutschen gesetzen nichts am hut. oder: FACEBOOK will auch nicht mit deutschen gesetzen was am hut haben.

FACEBOOK wird aber in deutschland empfangen und bespielt und so weiter. ein deutschlandbüro haben sie ja offenbar auch.

das ist die crux: die nation hier und das weltweite internet dort.

aber die gesetze!

eben: was sehen denn die gesetze da vor? wie ist es denn geregelt? sitz der company USA – aber empfangen in deutschland.

wenn die türkei ihren TWITTER-dienst mal abschalten kann, bezogen aufs land türkei, dann scheint es ja doch variationen dieses themas zu geben. (und auch eingriffsmöglichkeiten.)

ich stelle mir das derzeit so vor: FACEBOOK hat die mitarbeiter und mitarbeiterinnen für allerlei löschungen und sperrungen in den USA, nicht in deutschland.

was passiert da?

da? da sitzen eventuell inder oder man leitet nach indien um. und die gucken dann, was passiert. da sie aber des deutschen nicht 100 % mächtig sind, können sie sich gar nicht mit solchen dingen näher befassen.

was passiert?

man lässt alles durch eine art „scanner“ via software laufen: die fotos und die texte. und dann wird es bestimmte worte geben oder auch nicht geben, wo man eventuell anspringt.

die welt heute ist so unheimlich geworden.

eben: du kannst niemanden ansprechen (außer du bist minister). alles ist anonym. gerade diese instanzen wie FACEBOOK sind anonym.

und plötzlich wird was gelöscht: husch, und du kannst nichts tutn.

oder, wie bei der hetze, es wird etwas nicht gelöscht, und du hattest zuvor was getan: es FACEBOOK gemeldet.

und dann kannst du auch dagegen nicht protestieren.

du wüsstest nicht: wo. du kannst nur selber wiederum an die medien gehen und dich beklagen, dass FACEBOOK bestimmte notwendige löschungen NICHT vornimmt. (da gab es doch einen mann, der das sehr intensiv tat und deshalb berichte in den anderen medien bekam, über seine person und die tatsache, dass FACEBOOK dennoch nichts unternimmt.)

die instanzen aber bleiben anonym – gewaltige mächte, die uns führen.

GOOGLE, FACEBOOK, TWITTER, AMAZON etc. … das ist die moderne des menschen, der sich nur noch über den shitstorm entfalten kann. (wenn überhaupt, denn da wird ja dann auch immer wieder mal gelöscht oder nicht gelöscht.)

hauptsache, du kannst dich an niemanden wenden. hauptsache, du fühlst dich klein und machtlos.

oder scheinbar machtvoll, indem du via FACEBOOK ungeschoren zum hass aufrufst, zur gewalt, ja, auch zu morden und tötungen.

nachher wird es dann eine löschroutine geben, die immer bei bestimmten worten wirksam wird.

und da wird dann gar nicht mehr geprüft. da fällt der beitrag raus, wenn das wort „hass“ nur auftaucht. (die armen inder müssen sich dann mit dem wort „hass“ befassen. machen sie etwas falsch, werden sie vorschnell entlassen. also lassen die lieber die finger davon.)

künstler können dann gar nichts mehr publizieren. denn die müssen ja solche worte als material benutzen.

das bekommen die FACEBOOK-mitarbeiterinnen und mitarbeiter alles gar nicht geregelt. künstler? autoren? die sind sowieso nicht vorgesehen.

vielleicht ist dieser blog-beitrag auch bald gelöscht, obwohl der sich ja gegen völkerhetze, sorry: volksverhetzung, ausspricht, wie man unweigerlich erkennt.

ja, ja, alles kann sein und nicht sein in dieser entmenschten welt. (an den kühlwagen mit den toten flüchtlingen von der autobahn A4 budapest-wien will ich gar nicht erst erinnern.)

hallo, ihr FACEBOOK-zuarbeiter da in indien: hallo! versteht ihr mich? eure software denn? hallo? sollt ihr diesen beitrag löschen? schon was gehört? hallo?

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klau|s|ens begrüßt kulturgeschichte auf werbeschildern – www.klausens.com

klau|s|ens, du hast mal wieder etwas entdeckt, im öffentlichen raum, auf den straßen der stadt? in köln?

aber du warst doch dabei, zweitklausens!

aber nur einer kann der wahre entdecker sein – nur einer.

ist mir egal: man läuft in köln auf dieser schrecklichen fußgängerzone, vom dom da, wo alles eng ist und voller geschäfte … und voller menschen („die Hohe Straße“) … und man fragt sich, warum man sich das antut.

warum?

man will von A nach B, und weil es schon dunkel war, schien die beleuchtete sinnlos-shop-straße die beste alternative.

aber dann!

dann fand ich zufällig dieses hinweisschild eines chinesischen restaurants namens „Tchang“.

das fandest du gut!

ja, denn auf diesem schild steht etwas sehr wichtiges drauf: „Ältestes China-Restaurant in Köln (seit 1954)“.

es befindet sich übrigens auf der „Großen Sandkaul 19“ in köln. (das lokal, nicht das schild.)

wie schön!

schön ist zu wissen, dass 1954 das erste china-restaurant in köln eröffnet wurde. das ist geronnene kulturgeschichte.

dabei reden alle immer über italiener und portugiesen, manche bekamen als millionste gastarbeiter ein moped, was heute im haus der geschichte oder sonstwo steht. (zurückgekauft!)

ja, sicher, die „gastarbeiter“.

aber über die chinesen oder taiwanesen, die dann ein restaurant in der deutschen ferne aufmachten, da berichtet keiner drüber.

1954 war das schon! in köln!

stimmt es auch so: die frage wäre noch, was die unter „chinesisches restaurant“ verstehen.

das stimmt, das kann man noch vielfältig auslegen. aber wir wollen nicht kleingeistig sein.

nein, nein, wir erfreuen uns, dass auf einem werbeschild eine kulturgeschichtliche information steht, über deutschland, über die einwanderer, über die multikulturalität.

und köln ist ja eine hochburg der multikulturalität, auch der gelebten und bisweilen auch romantisierten multikulturalität.

das stimmt. die jahreszahl – es wäre also eine idee, der auch andere folgen könnten.

wer denn?

alle nationalitäten, die restaurants eröffnen. vietnamesen, russen, mongolesen, hawaiianer, isländer, und … und … und ..

stelle dir vor, bei jedem restaurant müsste in der werbung erwähnt werden, wann es eröffnet wurde. quasi per erlass!

das wäre aber dann wieder mehr ein beitrag zur reindeutschen kulturgeschichte. der zwang, der erlass, die pflicht, das müssen.

ich fände es aber trotzdem gut. ich finde auch gut, wenn in den hausgiebeln steht, wann es erbaut würde … so ein haus.

gewiss, und durch das tätowieren, was um sich greift, könnte man die leute per erlass zwingen, ihr geburtsjahr auf der stirn zu tragen.

ja, sicher, kulturgeschichtlich eine tolle sache. geburtsort und konkretes datum zusätzlich noch auf der stirn, das wäre noch besser.

gewiss, aber mir fallen gerade die häftlingsnummern ein … die soll es ja in deutschland auch schon eintätowiert gegeben haben.

die kulturgeschichte der vermerkten zahlen und botschaften wird schnell länger und länger. je mehr man drüber redet, desto unangenehmer wird’s einem.

klausens-foto-und-collage-restaurant-tchang-in-koeln-aeltestes-seit-1954-am-11-3-2015-und-14-3-2015-1000-pix-96-dpi HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com