Archiv der Kategorie: Literatur

klau|s|ens schrieb die zynische dialog-kurzprosa VOR DEM KRIEGSVERBRECHERTRIBUNAL [MENSCHEN VERHEIZEN] – www.klausens.com

klau|s|ens, unsere wut ist so groß. auf putin und seine herrschafts-clique.

man weiß nicht, wo man sich und die gedanken lassen soll. dauernd geht der krieg durch den kopf. und das fernsehen sendet auf allen sendern dauerkriegsinformation. die wut wird größer und größer. all diese menschen, die flüchtenden, die zerstörten orte, häuser, straßen, krankenhäuser, tote, alles das.

also haben wir was fieses erdacht und aufgeschrieben. voller zynismus, voller bitternis. man kann und will all das nicht verstehen, 2022 solche bilder, und 1939 bis 1945 war so viel schlimmes schon geschehen. wieso wird das nun wieder getan? zerbomben, töten, zerschießen, ermorden?

und das nur, damit der schlimme putin vor seinen karten und plänen stehen kann, und vor seinen bildschirmen … damit er sich daran berauscht, wie sich die landkarte europas aktuell (vermeintlich) dauerhaft verändert, wie russland und sein einflussgebiet größer und noch größer wird. für dieses kleine „kartenguckglück“ eines armseligen diktatorenmannes: unendliches leid über millionen menschen. man glaubt es kaum.

VOR DEM KRIEGSVERBRECHERTRIBUNAL [MENSCHEN VERHEIZEN]

„Herr Kompanieführer, Sie (und die Zugführer und die Ihnen anvertrauten Soldaten) haben höchst Menschenverachtendes getan. Sie alle (und auch Sie persönlich) haben Menschen verheizt. Warum?“

„Also, es war so: Da war kalt, uns war allen kalt. Wir marschierten mit 123 Leuten in der Kompanie. 7 Verletzte ließen wir in Hogalt zurück. Aber viel früher schon. Dann sind wir in dieses Kaff einmarschiert, Yschnulwallowatz, oder wie das heißt. Dann da in das Haus vom Bürgermeister, von der Bürgermeisterei und den Beamten, ein Amtsgebäude, da haben wir uns breitgemacht.“

„Und wie weiter?“

„Nun ja, es war uns kalt. Der Strom war ja zerschossen, für die ganze Region. Wasserleitungen waren auch nicht mehr, nix funktionierte, von nichts war noch was da. Alles war kaputt oder weg oder ausgelöscht. Wir hatten natürlich Lebensmittel, eigene Flaschen mit Wasser, Schnaps, Brote und Handlampen, die wir mit Akkus betrieben und via Solarmodulen aufladen konnten. Aber uns war kalt. So war es doch! Wir haben wie die Schweine gefroren.“

„Aha, es sollen minus 8 Grad gewesen sein? Stimmt das?“

„Ja, ja, gefühlt aber bestimmt noch kälter. Minus 15 Grad gefühlt. Dann war da der Ofen, den wollten wir anschmeißen. Aber da war ja dafür nichts, kein Holz, keine Tanne, nichts. Die ganze Gegend draußen, da war ja alles wie weg. Das hätten Sie mal sehen sollen! Alles plattgemacht! Ein braungraues Feld. Von Häusern und Resten fast keinerlei Spur. Also mussten wir was tun.“

„Und was haben Sie getan?“

„Wir haben Menschen verheizt, darum geht es hier doch. Aber was sollten wir machen?! Es gab keinerlei Brennholz, nicht mal altes Plastik. War nix mehr von da. Es blieben nur Menschen.“

„Sie hatten also Menschen, die da lagen?“

„Sicher, wir haben doch attackiert, wir haben geschossen, vorher noch die kleinen Raketen, die unsere Führung auf den Ort verballert hat, auf Yschnulwallowatz, oder wie das heißt.“

„Tote?“

„Ja, da waren Tote, Hunderte Tote. Die lagen überall rum. Hätten wir die sauber aufstapeln sollen? Nein, natürlich nicht. Also haben wir die Toten geholt, die so rumlagen, manche auch ohne Kopf, oder es fehlte ein Bein, das war kein schöner Anblick, Herr Vorsitzender, aber die mussten ja sowieso weg, die Toten. Wir hätten lieber Holz verteilt, das müssen Sie mir glauben. Zum Heizen.“

„Sie meinen damit quasi, man hätte diese Leute normal in der Erde bestatten … oder eben auch verfeuern können, diese toten Menschen aus Yschnulwallowatz, oder wie das heißt?“

„Genau, wir haben die dann verfeuert, Sie sagen ja ‚verheizt‘, also das war eben so. Verheizen, verfeuern, was macht das schon?!“

„Und dann?“

„Dann hat es gebrannt, natürlich auch gestunken … aber eben auch gebrannt. Wir mussten die Toten teilweise zerlegen, damit die in den Ofen passten. Der war zwar groß, hatte aber nicht die beliebte Krematoriumsgröße. Viel kleiner, war ja auch ein klassischer Heizofen, wenngleich für ein recht großes Haus. Übrigens: nahezu das einzige, was in der Umgebung noch stand.“

„Und als die Toten aus Yschnulwallowatz, oder wie das heißt, aufgebraucht waren? Für den Ofen?“

„Da haben wir uns weitere Tote ‚erschaffen‘, wenn ich es mal so ausdrücken darf.“

„Erschaffen? Sind Sie Gott?“

„Getötet eben. Egal! – Beispiel: Es kommt eine alte Frau und sucht sich Beeren oder tote Mäuse oder was. Da hat einer von der Kompanie dann geschossen, gezielt geschossen, die fiel um, und dann war’se tot, und dann haben wir die geholt, den Leichnam, ins Haus, wo der Bürgermeister seinen Amtssitz hat, also hatte … und dann wurde die Frau verfeuert.“

„Verheizt!“

„Ja, die haben wir dann verheizt. Wenn Sie es unbedingt so ausdrücken wollen.“

„Und dann haben Sie noch weitere Menschen aus Yschnulwallowatz, oder wie das heißt, erschossen?“

„Ja, wir mussten ja einige Tage vor Ort bleiben. Da hatten wir massig Bedarf an Heizpower, Sie verstehen, Herr Vorsitzender.“

„Sie haben dann noch 345 weitere Menschen erschossen, wie die Anklage Ihnen vorwirft – können Sie das bestätigen?“

„Wir haben natürlich nicht gezählt, aber einige Tage lang haben wir Menschen erschossen und diese dann verheizt. Das stimmt. Es war aber auch wirklich verdammt kalt.“

„Und wie kamen Sie auf alles das?“

„Es ist doch einfach nur menschlich, würde ich sagen. Der Mensch friert, der Mensch will was in der Heizung haben. Dazu braucht der Ofen was zum Verbrennen. Wir hatten zuvor auch von dem vaterländischen Angriffskrieg auf die Ukraine gehört, also diese Friedenssache, diese Intervention Russlands für den Frieden, so sollen wir immer sagen, meinte damals der Oberst. Um das Land zu befrieden, Sie wissen, ab Februar 2022. Da hieß es immer in den Medien von Westeuropa, Putin hätte seine Soldaten bei diesem Angriff verheizt, und die Bevölkerung der Ukraine, also auch die zivile, sowieso. Man hätte Leute verheizt.“

„Aha, Sie haben sich damals also informiert, über all das Schreckliche? Über den Krieg? Und Sie wollten auch mal wen verheizen!“

„Das hat uns natürlich angespornt, auch selber mal tolle, freche, aufregende, ungewöhnliche Sachen zu machen, die sich gegen Feinde richten. Verheizen ist doch fast schon normal, ich meine, irgendwie auch banal. Aber wir fanden es dennoch eine super Sache. Banal und aufregend zugleich.“

„Ach so, Herr Kompanieführer, ach so. Ja, was soll man dazu sagen? Ich denke immer: Wenn irgendwo die Heizung ausfällt … und Ihre Kompanie ist da, dann können die Menschen sich ja auf einiges gefasst machen. Verheizt wird man dann. Aha.“

„Herr Vorsitzender, wenn es nicht kalt ist, brauchen wir ja nicht heizen. Nehmen wir’s doch mal von der positiven Seite. Es gibt immer Hoffnung, auch im Krieg. Immer. Heute haben wir ja auch plus 16 Grad draußen. Da hätten wir niemals Menschen verheizt. Ich bitte Sie! Wir kennen doch Anstand, etwas Anstand kennen wir doch auch! (Auch ich hatte eine Mutter, die mir was mit auf den Lebensweg gegeben hat.) Sonst wäre unser Staat ja nicht so stolz auf uns Soldaten von der Invasionsarmee gewesen. Und sind es ja heute noch, wie man hört. Yschnulwallowatz, oder wie das heißt, war ja nur eine Ortschaft von Hunderten, wo wir einmarschiert sind. Außerdem war es verdammt kalt in jenen Tagen.“

„Angeklagter, haben Sie eigentlich schon mal was vom Genozid gehört?“

„Ja, aber das waren ja die anderen. Unsere Feinde. Deshalb mussten wir ja einmarschieren. Nicht wir. Genozid ist ganz, ganz schlimm, nach allem, was man so weiß und was man uns beigebracht hat. – Aber das waren wir ja nicht. Das bisschen Heizen ist ja wohl kein Genozid. Außerdem war es nur Yschnulwallowatz, oder wie das heißt. Ein Kaff. Und es stand ja nahezu kein Haus mehr.“

KLAUSENS am 4.3.2022, Königswinter, von 11:55 Uhr MEWZ bis 12:17 Uhr MEWZ, Freitag, und am 5.3.2022, von 10:10 Uhr MEWZ bis 10:28 Uhr MEWZ, Samstag.

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DIREKTLINK http://www.klausens.com/vor-dem-kriegsverbrechertribunal.htm

klau|s|ens schrieb am 11.11.2021 den donnerstagsroman [11.11.21] – www.klausens.com

klau|s|ens, da hast du am donnerstag den ganzen tag geschrieben?

und dann habe ich alles vor 24:00 uhr noch an die druckerei geschickt.

an einem tag geschrieben? und vollkommen beendet?

so kann man es sagen. wir warten auf das fertige buch.

die datumsromane (oder tagesromane) sind ja jetzt schon einige.

siehe die ganze buch-roman-folge:

EINTAGESROMAN [8.8.8]

STUNDENROMAN [9.9.9.]

JETZTROMAN [10.10.10]

NUNROMAN [11.11.11]

BALDROMAN [12.12.12]

SCHONROMAN [3.3.13]

HEUTROMAN [4.4.14]

DIENSTAGSROMAN [5.5.15]

DOCHROMAN [6.6.16]

FREITAGSROMAN [7.7.17]

HITZEROMAN [8.8.18]

TAGESROMAN [9.9.19]

COVID-19-ROMAN [10.10.20]

DONNERSTAGSROMAN [11.11.21]

dann wäre es nun das dreizehnte werk in dieser reihe. 14 datumsromane. 14 tagesromane. über 14 jahre hinweg. von 2008 bis 2021. jedes jahr 1 solcher roman an einem tag … ja, auch an dem tag geschrieben.

ja, gewiss. (die zeit verrinnt, auch das ist gewiss.)

und in jedem roman ein eigenes gedicht auf seite 5.

was tut man nicht alles für kein(erlei) geld!

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klau|s|ens mit einem sprachkorrektheitsgedicht – www.klausens.com

klau|s|ens, sie streiten sich über die sprache.

sie streiten sich so sehr, dass alle nun übervorsichtig werden.

die sprachpolizei zieht umher. eine unsichtbare, aber wirkungsmächtige instanz.

oh ja, oh ja. und man merkt die anzeichen überall, auch in den büchern selbst, wie diese nun bisweilen gerne mal erscheinen. heutzutage.

EINS IST FÜR ALLE NEUEN BÜCHER DER ERGEBENDSTEN KORREKTHEIT GEWISS

— REIHUNGSGEDICHT —

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman steht das Wort „Schwarzer“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman stehen die Worte „Alte Schachtel“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman steht das Wort „Drecksack“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman steht das Wort „Nutte“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman steht das Wort „Alter“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman steht das Wort „Rothaut“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman stehen die Worte „Fieser Kapitalist“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman steht das Wort „Schwein“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman stehen die Worte „Bleichgesichtige Schlampe“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman stehen die Worte „Täter“, „Tat“ und „Untat“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman steht das Wort „Bulle“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman steht das Wort „Ausländerin“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman stehen die Worte „Dummes Arschloch“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman steht das Wort „Obdachloser“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman steht das Wort „Arbeitslose“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman steht das Wort „Bismarckhering“, also Bismarck!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman steht das Wort „Missbrauch“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman steht das Wort „Asylant“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman stehen die Worte „Verdammt noch mal“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman steht das Wort „Politik“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman steht das Wort „Frau“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman stehen die Worte „Ach du lieber Gott“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Roman stehen die Worte „Schwarzes Auto“!
Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

HINWEIS! ACHTUNG! In diesem Hinweis steht kein Hinweis auf alle möglichen weiteren Worte, zu denen auch ein Hinweis stehen könnte und müsste.

Das tut uns sehr leid. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Wir hoffen, dass dadurch kein bleibender Schaden entsteht.

Auch Begriffe wie „bleibend“ und „Schaden“ haben es natürlich in sich! Gewiss!

Und natürlich auch ein Wort wie „Gewiss“! Ach ja: Auch das Wort „Wort“!

Copyright © KLAUSENS, also Klau|s|ens, in allen Schreibweisen und Schraibwaisen, am 12-5-2021, 8:55 Uhr bis 9:11 Uhr MESZ und 9:26 Uhr MESZ, KöWi

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klau|s|ens mal wieder mit einer petizette – www.klausens.com

klau|s|ens, muss das sein? eine petizette?

zweitklausens, wir müssen immer mal wieder eine petizette schreiben, sonst werden die eines tages noch vergessen.

DRUCKWALZER

Wen das Kümmernis um die Ecke bog, war kein Bogen weit. Also schien es der kleinen Hedita angemessen, nun auch mal einen Pfeil in die Welt abzulassen. Bislang hatte sie immer nur Wasser in den Ausguss „abgelassen“, von einem Ablass, wie ihn die Katholische Kirche kennt, konnte sowieso keine Rede sein. Demgemäß bog sich sich hinüber, um Rudolf ergreifen zu können. Selbiger aber dachte nicht daran, weil er sowieso alles vergaß. Hedita hatte deshalb immer den Besuch bei einem Vergesse-mich-Doktor erwogen. Als sie beide dann aber mittwochs bei eben diesem Arzt ankamen, meinte der nur, ziemlich erbost: „Was glauben Sie denn, wo Sie sind?!“ Hedita meinte, sie habe doch gar keinen Glauben und drehte sich zu Rudolf, welcher aber den Drehstuhl mit den Händen verkrampft festhielt. Hedita hatte ihren Bogen auch gar nicht dabei, weil es ja mehr um das Hirn von Rudolf ging, der alles nicht mehr wusste, was er eben noch gedacht hatte. „Seit wann denken Sie, Sie wüssten nicht, was Sie gedacht haben?“, fragte der Doktor etwas nervös. Hedita wackelte mit dem Arm. Rudolf zupfte sich eine Feder aus seinem Pullover. „Hören Sie mal, Herr Rudolf, wir sind hier nicht in Entenhausen. Hier wird keine Feder gezupft! Ist das so mal endlich klar?!“ Da fragte Rudolf nach einer Brille, damit er endlich mal klar sehen könne, wo sein Hirn doch so verblichen sei. Hedita meinte: „Hier ist noch niemand verblichen. Sterben kommt später.“ Der Arzt schrie: „Wenn Sie etwas bleichen wollen, dann gehen Sie bitte in den Waschkeller. Und kommen Sie nicht zu einem Arzt, der sich gleich vergisst!“ Hedita wurde ganz kleinlaut. „Aber es ging doch ums Vergessen. Dessentwegen sind wir doch hier.“ Der Arzt meinte kühl: „Wer ‚dessentwegen‘ sagt, kann bei mir auf keinerlei Hilfe rechnen.“ (19-11-2020, 9:49 Uhr MEWZ)

DIREKT-LINK ZU DEN PETIZETTEN

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klau|s|ens trägt den literaturnobelpreis 2018 – www.klausens.com

klau|s|ens, wieso du?

ich denke, einer muss ihn doch tragen, wenn die akademie keinen ausgibt.

der literaturnobelpreis muss „getragen“ werden?

sicher, sicher: jesus trug das kreuz … und 2018 muss einer den preis tragen. das liegt doch auf der hand, also: es liegt alles am ende auf dem rücken.

dann opferst du dich im jahr 2018?

gewiss, ich trage den literaturnobelpreis (LNP) 2018, weil sich einer in diesem jahr ja offensichtlich opfern muss.

das wärest du.

das bin ich, zweitklausens … und da wir beide als eine person auftreten, sind es eigentlich „wir“.

dann wird der literaturnobelpreis 2018 also von klau|s|ens und zweitklausens getragen?!

genau das: und niemand wird sagen können, 2018 habe niemand den nobelpreis für literatur getragen.

dann retten wir letztlich den literaturnobelpreis?

gewiss, so könnte man es auch sagen.

können wir auch zusätzlich dann noch die schwedische ehrennationationalität erwarten?

das weiß ich nicht: aber fair wäre es, würde ich mal sagen.

zusatzfrage: ist denn irgendjemand in und um den literaturnobelpreis fair?

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klau|s|ens erkennt weihnachten und märchen und fantasy als eines – www.klausens.com

klau|s|ens, weihnachten war ein märchen.

wie kommst du darauf?

sie haben so viele filme angekündigt, die als märchen daherkamen, alles zu weihnachten.

aber es gibt dann auch mal bibelthemen und pharaonen.

gewiss, auch noch wenige krimis. (aber krimis gibt es ja immer.)

… und allerlei an fantasy. man weiß gar nicht mehr, wo die grenzen verlaufen. fiktion? wahrheit? religion? traum?

märchen war absolut der renner. auch im radio: märchen.

ich denke, dass die realität der programme der medien nun doch die weihnachtsgeschichte aus der bibel mit einem märchen gleichsetzt.

es ist das faktisch an allem: etwas jesus und viel cinderella, dann noch der hobbit dazu. außerdem millionen weihnachtsmänner oder santas bis ins unendliche. eine einzige soße.

so wird die religion auch zu einem märchen.

weihnachten ist nicht nur schön wegen der geschichte selbst, die schon so märchenhaft daherkommt …

… nein, sondern auch, weil alles über weihnachten mit X märchen und fantasysachen noch flankiert wird.

damit enthebt unsere mediale realität weihnachten seines status als begründung einer religion (christentum) … sondern verklärt weihnachten zu einem märchen unter 1000 anderen.

dort ist es der verarmte prinz … und hier der arme sohn gottes, des königs der könige … also auch ein prinz.

so funktioniert zeitgeschichte und geschichte der zeit.

wurde uns immer schon eine etwas seltsame geschichte als wahr verkauft, weil es ja jesus unbedingt als gottes sohn geben muss, so hebt nun die wirklichkeit der medien diesen wahrheitsanspruch allmählich wieder auf.

auch jesus in krippe und stall muss (und soll) also als reines märchen verstanden werden. qua faktizität der vielen filme, die man über weihnachten so ausstrahlt.

leider ist das jesus-happy-end derzeit noch etwas anders gestrickt als in klassischen märchen.

am ende ist alles zugleich religion, märchen, fantasy … und die menschliche phantasie eine große suppe, aus der man sich im dezember so wunderschön bedienen kann.

alles entspricht sehnsüchten und wünschen und irrealitäten und träumen.

die modernen medien haben die religion entzaubert und sie mit dem rentier zu einer neuen einheit zusammengebrüht.

… und schon wird an neuen geschichten gestrickt und gehämmert.

TENDENZ: SANTA CLAUS TEIL 214 TRIFFT AUF JESUS-SAGA TEIL 124 UND ELFEN-STORY TEIL 325.

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klau|s|ens schreibt gedicht zum sterben und überleben et al. – www.klausens.com

klau|s|ens, weihnachten geht es um die geburt.

im dezember sterben aber auch so einige.

du schriebst ein gedicht?

ja, weil doch ein überlebender von auschwitz verstorben ist, 98-jährig.

kazimierz piechowski, so sein name.

eben, einer der wenigen, die dem horror entfliehen konnten.

und nun ist also ein „überlebender“ gestorben.

das ist das seltsame: du kannst überleben, aber dann ist es eine verzögerung des todes, der ja letztendlich irgendwann dann doch noch kommt.

ausschwitz zu überleben ist eines. aber dann (nach solchem leid, solchen erfahrungen) 98 jahre zu werden, das ist das andere.

unsere existenz bleibt absurd, den einen ergeht es besser, den anderen schlechter.

und früher tod und später tod: wer wollte das irgendwie bewerten? (dazu noch die todesstrafe, von den menschen ja auch noch erfunden.)

DENEN GEWEIHT

Ach, ein langsam Sterbender

Möchte

Endlich den Tod erleben

Und ein Auschwitz-Überlebender

Ist nun

98-jährig verstorben

Nur Jesus ist putzmunter

Wiederauferstanden

Von den Toten

Lebendige wollen Todgeweihte

Exekutieren

Kann man ja alles

Motto: Morgens noch

Abkratzen

Was sich aus dem Schnee nächstens ergab

Copyright KLAUSENS in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u. a. als Klau/s/ens oder Klau*s*ens oder Klau+s+ens, am 16.12.2017 gegen 14:55 Uhr bis 15 Uhr, sowie kleine Korrekturen am 18.12.2017 gegen 11:28 Uhr MEWZ, Königswinter-Oberdollendorf. (Die Zeichnung hierunter entstand am 15.12.2017 und heißt „Überwinterzeit“.)

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klau|s|ens schrieb am 7.7.2017 den freitagsroman [7.7.17] – www.klausens.com

klau|s|ens, da hast du vorgestern den ganzen tag geschrieben?

und dann habe ich alles vor 24:00 uhr noch an die druckerei geschickt.

an einem tag geschrieben? und vollkommen beendet?

so kann man es sagen. wir warten auf das fertige buch.

die datumsromane sind ja jetzt schon einige.

siehe die buch-roman-folge:

EINTAGESROMAN [8.8.8]
STUNDENROMAN [9.9.9.]
JETZTROMAN [10.10.10]
NUNROMAN [11.11.11]
BALDROMAN [12.12.12]
SCHONROMAN [3.3.13]
HEUTROMAN [4.4.14]
DIENSTAGSROMAN [5.5.15]
DOCHROMAN [6.6.16]
FREITAGSROMAN [7.7.17]

dann wäre es nun das zehnte werk in dieser reihe. 10 datumsromane. über 10 jahre hinweg.

ja, gewiss. (die zeit verrinnt, auch das ist gewiss.)

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klau|s|ens schreibt bei all dem schrecken mal wieder eine seiner petizetten – www.klausens.com

klau|s|ens, schrecken ist doch dauernd. je mehr medien, je mehr schrecken.

ich weiß: von 2.000 jahren gab es schrecken nur, wenn er vor der haustüre geschah oder ein reiter zufällig vorbeikam und vom dem schrecken in der ferne berichtete.

und heute wird ja jeder brennende schuppen von einem smartphone gefilmt und dann gepostet.

was aber ist mit den 90 toten von afghanistan? ganz aktuell. und nimm die vielen und herzvollen bekundungen zu den 22 toten des attentates von manchester versus den wenigen und nüchternen bekundungen zu den 90 toten von kabul.

auch bei der trauer gibt es eine fixierung auf das einem geographisch nähere.

… oder kulturell nähere. bei überschwemmungen in bayern wird über eine vermisste berichtet, bei überschwemmungen in indonesien oder auf den philippinen oder in bangladesch können es hunderte tote sein, ja, tausende, die dann medial über uns „hinwegtröpfeln“, während über die eine vermisste in bayern mit höchster premisse berichtet wird.

oder die dame, die jüngst in aachen vom blitz getroffen wurde, der so heftig war, dass sogar die fahrradkette geschmolzen war.

sag ich doch, sag ich doch: alles schrecken.

aber der schrecken ist relativ, weil wir relativ mit diesem schrecken „bespielt“ werden, von den medien, oder auch nicht.

auf jeden fall schrieben wir wieder eine petizette.

das ist auch so eine art, sich den kopf freizuschreiben, von all dem schrecken und dem irrsinn des daseins.

eine kleine petizette … und schon geht es ein klein bisschen besser.

KEINMUMM
Donnerstag, 1. Juni 2017


Käme der Mai und würde sich als Juni ereignen, müsste niemand mehr vor seinen Türen die Sonne wegschaufeln. Wir aber lagen im Dunst der feuchten Schwüle, wo manche Maus sich nagend am Gemeinwohl zu schaffen machte. Allerorts gab es Abschiebungen. Menschen wurde geschoben, ins Ab…seits. Da konnte schon ein Flugzeug warten. Ja, ja, bis in die Schulen drangen sie vor, diese Häscher, die keiner Biologie sich zugewandt fühlen, weil das Unmenschliche regiert, damit das Menschliche noch weitermachen kann. In Afghanistan mussten wieder mal 90 Existenzen unter einer Autobombe gemein sterben. So paradox zeigte sich die Welt, bis wir alle erbost über unser Dasein waren. Es ließ sich nichts regeln. Die Dinge waren nur noch der Horror, und dennoch kamen die Ausländer in die Inländer, damit es knallte. Dazu noch Ghettos, Gewalttaten und seltsame Gruppierungen auf den Fußballplätzen. Da mussten dann die Heuschrecken noch fliehen, bei solcher Vergeblichkeit. Der Pfiff am Ganzen war der Abpfiff, also der Tag, als der Globus in sich zusammenfiel. Ihm muss die Luft ausgegangen sein. (8:59 Uhr MESZ, 1.6.2017) LINK ZU DEN PETIZETTEN

ja, ja, die petizetten: bei den wahlen NRW, da waren die PROGNOSEN von ARD und ZDF exakt gleich. ich kann mich nicht erinnern, jemals so etwas erlebt zu haben.

schön, schön: aber die wahlergebnisse am ende dann? stimmten die denn?

klausens-foto-exakt-gleiche-wahlprognose-NRW-2017-14-5-2017-LIVE-vom-fernseher

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klau|s|ens schreibt gedicht als weihnachtsbotschaft für populisten – www.klausens.com

klau|s|ens, weihnachten und populismus? eine neue kombi?

ich denke, dass weihnachten auch eine verdammt populistische sache ist. – wir sollen ernsthaft glauben, dass ein gott via sohn zum menschen aus fleisch und blut wurde. wenn das kein populismus ist?! – da ist ja jedes elfentrickfilmchen noch glaubwürdiger.

dann wären religion und populismus ziemlich verwandt?

alle erzählen uns „geschichten“ oder auch „märchen“.

schön. wir leben ja in einer immer weniger faktischen welt, der postfaktischen, so heißt es. alle leute lügen munter oder auch frech vor sich hin, behaupten dies, behaupten das, und werden so auch noch gewählt. (haben also auch noch erfolg damit.)

der bösartige und trickreiche geschichtenerzähler wird gern gewählt: ja, leider. – und die, die sich mühen, halbwegs wahrheitsgemäß zu sein, die werden eher nicht gewählt. (in österreich war es ja verdammt knapp!)

ich schrieb ein gedicht, am 25.12.2016, also schon vor zwei tagen.

schön, dann wollen wir es jetzt lesen.

EINE WEIHNACHTSBOTSCHAFT FÜR POPULISTEN

Soll ich Geld
Spenden oder
Segen vielleicht
Gar Blut und
Boden oder wie
Komme ich besser
Bei Euch Menschen
An rief der Pastor
In die Menge der
Unbeantworteten
Fragen

Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, ua. als Klausens oder Klau-s-ens oder KlauPOPUsLISTens, am 25.12.2016, Sonntag, 1. Weihnachstfeiertag, 19:00 uhr und 19:07 MEWZ, Königswinter-Oberdollendorf.

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