Archiv der Kategorie: Schachgedicht

„124 LIVE-Gedichte von der Schnellendlichkeit des Lebensverwesens im Weltenleuchten“ veröffentlicht KLAUSENS

ein neues buch?

ja, von mir.

unter welchem namen?

ich entschied mich für „walther von der klausens“.

oha. was ist drin?

es sind gedichte drin.

besonderheit?

du weißt, dass ich diese LIVE-gedichte schreibe.

du?

tschuldigung, zweitklausens: wir. wir beide sind ja zusammen ein dichter.

na also. und das buch ist nun da?

man kann es seit heute kaufen.

wo ist der link?

zum buch? hier bei AMAZON: KLICK!

und bei diesem verlag?

ist der link hier: KLICK!

und bei der klugheit?

ist der link hier, also hier, also hier, also hier, wo ich schreibe. da wohnt die erkenntnis.

eingebildeter dichter! solche bücher können doch nichts sein!

ich sprach von erkenntnis, nicht von klugheit. du musst auch genau lesen. heute fiel mir übrigens folgendes ein:

DEUTLICHER KANN MAN IM ZIEL SCHLUSSENDLICH KAUM SEIN

Der Läufer hat es geschafft und ist fertig.
Der Läufer ist geschafft und demgemäß fertig.
Dieses Gedicht wurde, kaum laufend, soeben fertig, geschaffen.

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau*s*ens oder Klau&s&ens,  LIVE geschrieben, am 1.9.2010, in Königswinter-Oberdollendorf, gegen 10:49 Uhr

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Kunst als Schachkunst von KLAUSENS

klau|s|ens, jetzt auch noch schachkunst?

ich weiß nicht, ob es so etwas schon gibt.

bestimmt!

sei’s drum, man muss sich ja die zeit vertreiben.

wieso?

sie spielten doch gestern nicht. anand und kramnik hatten einen ruhetag.

ach so.

siehst du … und ich dachte: klau|s|ens, dann mache doch etwas anderes.

soll das heißen, du willst uns jetzt die ganze schach-wm mit deinen blog(g)einträgen verunsichern? und belästigen? immer nur zum schach? kein anderes thema? bis in den november?

nein, nein, keine angst, ich werde mich auch wieder anderen dingen zuwenden.

das ist ja schön – die buchmesse ruft und ruft, aber du machst was zum schach. der hochschriftsteller! und dann sowas! das geht doch nicht.

ich will eben meine innere unabhängigkeit demonstrieren. – zudem: kunst und literatur. wer kann sich da ernsthaft entscheiden?

ich setze den bauern von b6 auf b4.

wo sind wir denn jetzt schon wieder?

ich dachte, bei der schachkunst.

spielst du die „KLAUSENSISCHE VERTEIDIGUNG“ – oder was soll das werden – mein kunstwerk heißt übrigens „doppelschachbrettiniative“.

was immer es soll!

und die gedichte waren auf: http://www.klausens.com/schachgedichte.h…

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Nochmals schreibt KLAUSENS zur Schach-WM

klau|s|ens, du meldest dich nochmals. zur schach-WM?

ja, aber es handelt sich immer noch um meine beobachtungen vom eröffnungstag.

dann bist du der zeit weit hinterher.

wieso?

es gab gestern noch ein spiel, und auch das endete remis.

ich denke, die beiden spielen gern remis, weil sie so gut sind. – heute gibt es das dritte spiel.

was fiel dir denn noch auf?

es waren nur männer dort.

keine frauen?

wenigste, handverlesen.

also männer und logik.

zumindest spricht der anschein dafür.

keine frauen ansonsten?

doch, doch, peinlich: hübsch-frauen (models?) mit scherpen, zwei für die GAZPROM und zwei für EVONIK.

also das modell aus der autoindustrie? frau und produkt, immer zusammen abgebildet? nun auch im schach?

es ist ein uraltes modell, was sich inflationär ausbreitet. wenn sie wenigstens halb frauen und halb männer nehmen würden – die frauenbewegung hat da schon lange resigniert.

und wenn doch schach hauptsächlich die männer anzieht. dann ist es doch logisch, dass man mit frauen diese männer umwirbt.

schach, autos, computerzeitschriften, fußball: immer die männer. und das klischee. beide hand in hand.

halt. beim fußball sollen nun immer mehr und mehr frauen ins stadion gehen.

warum diskutieren wir das denn?

weil du beobachtungen hast, die mich langweilen.

ich beobachte immer gleich?

nicht nur das: du beobachtest auch dinge, die jeder weiß, und die deshalb nicht beobachtungswert sind. begreifst du das nicht?

ich erzähle weiter: ich sah ja dann am 14.10. die eröffnung, die reichlich uncharmant ablief.

fandest du?

aber ja – zumal steinbrück nicht konnte. da hat dann werner müller ein figürlein auf dem brettlein vor den fotografen und kameras gezogen, und schwupps war die schach-WM eröffnet.

was ist interersaant daran?

vielleicht die vielen männer, die sich um diese spiele dann gruppieren.

wo?

genau jetzt dieser tage in der bundeskunsthalle. es sind furchtbare viele journalisten dort, und die berichten dann in alle welt.

wie erging es kranik und anand?

kramnik hatte zwei männer und war dann husch-husch weg von der pressekonferenz.

und anand?

… hatte eine wunderschöne frau (seine frau?), mit der er dann – begleitet von einem guard, der aber nicht im taxi mitfuhr – in ein taxi stieg. auch er machte das husch-husch nach der pressekonferenz.

und das findest du wichtig?

nein, ich sah es aber. und vielleicht interessiert es dich.

nichts zu den partien? müssten wir im blog(g) nicht die partien diskutieren? ist das nicht der sinn der schach-WM: die partien? und der mut der spieler?

aber die erste partei war nicht mutig.

und die zweite?

da hat anand doch überraschend beim ersten zug den bauern vor seiner weißen dame zwei felder vorgesetzt. das war wohl der clou des tages …

… der auch mit einem remis endete.

der zweite tag auch, ja, ja.

was ist dann so interessant an einer schach-WM?

vielleicht genau das: es gibt nichts interessantes, außer einer alles beherrschenden logik.

und dann?

dann hoffen die menschen, dass dort eine blume bricht, hier ein mineralwasser ächzt und dort ein lehnstuhl quietscht. … vielleicht schlagen sich irgendwann auch die kontrahenten. irgendetwas. (obwohl diese kontrahenten sehr anständig und ordentlich wirken und gelten. also: kein psychokrieg der einfachen sorte zu befürchten.)

mehr nicht?

nein, schachspieler sind bescheidene menschen. und die zuschauer sind ja selber meistens schachspieler.

was können uns dann deine gedichte noch bringen?

eigentlich nichts. aber dieses nichts macht ja auch den reiz mancher gedichte aus.

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Schachgedicht LIVE geschrieben von Eröffnung der Schach-WM von KLAUSENS

oh, klau|s|ens, du warst dabei?

ich war dabei.

LIVE, bei der eröffnung?

genau: schwach-wm 2008, kramnik gegen anand oder anand gegen kramnik, und ich dabei, und so weiter …

wozu?

ich denke, die schach-wm hat mein mediales leben so oft geprägt, allein die berichte über bobby fischer und anatoli karpov und gary kasparow – da muss ich den zirkus auch live erleben.

hast du?

du warst doch dabei, zweitklausens!

ich bin offenbar immer dabei, wenn du wo bist, klau|s|ens.

dieser berühmte und umstrittene FIDE-präsident, dieser campomanes … war auch da, als ehrenpräsident. er durfte auch miteröffnen.

und GAZPROM?

die sind sponsor, zusammen mit EVONIK. – herrlich, nicht wahr?! – wem soll man mehr trauen?

und werner müller von EVONIK durfte den ersten symbolischen eröffnungszug machen?

genauso, weil herr steinbrück nicht kann, wegen der finanzkrise.

dabei soll doch die WM soviel geld generieren.

du hast natürlich recht. allerdings sind millionen und milliarden doch noch kleine unterschiede.

hast du denn gedichte geschrieben?

ich habe LIVE gedichte geschrieben, ja, ja.

eines?

eines? viele! – aber eines mal hier in den blog(g) gesetzt:

NUR TEILWEISE SCHACH-STEH-OPTIONEN

Der Bauer steht ungedeckt
Der Läufer steht ungewollt
Die Dame steht ungenutzt
Das Pferd steht unflankiert
Der König steht unerwidert
Nur der Turm steht wieder
Mal sperrangelweit offen

Copyright Klau|s|ens in allen Schreibwaisen und -weisen, u.a. als Klau§s§ens oder Klau$s$ens oder Klau€s€ens, LIVE geschrieben, am 14.10.2008, Schachweltmeisterschaft, Eröffnung, 1. Tag, 1. Partie, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, Zeitverbrauch der beiden Spieler zum Zeitpunkt des Gedichtes 1h:42min vs. 1h:49min – die Partie wird später Remis enden.

NOTATION: 1. Partie (Slawisch) Weiß: Wladimir Kramnik – Schwarz: Viswanathan Anand

1.d4 d5; 2.c4 c6; 3.Sc3 Sf6; 4.cxd5 cxd5; 5.Lf4 Sc6; 6.e3 Lf5; 7.Sf3 e6; 8.Db3 Lb4; 9.Lb5 00; 10.Lxc6 Lxc3+; 11.Dxc3 Tc8; 12.Se5 Sg4; 13.Sxg4 Lxg4; 14.Db4 Txc6; 15.Dxb7 Dc8; 16.Dxc8 Tfxc8; 17.00 a5; 18.f3 Lf5; 19.Tfe1 Lg6; 20.b3 f6; 21.e4 dxe4; 22.fxe4 Td8; 23.Tad1 Tc2; 24.e5 fxe5; 25.Lxe5 Txa2; 26.Ta1 Txa1; 27.Txa1 Td5; 28.Tc1 Td7; 29.Tc5 Ta7; 30.Tc7 Txc7; 31.Lxc7 Lc2; 32.Lxa5 Lxb3

(Remis; Stand: 0,5: 0,5)

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