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Mit „An die Zerstörer“ meldet sich KLAUSENS als Nachtrag zum 11.9

klau|s|ens, was fiel dir zum 11.9. noch ein?

ich dachte an alle diese katastrophenfilme aus den US-filmlabors.

es müssen tausende sein.

gewiss: und viele spielen ja in new york. die straßenfluchten bieten sich dafür an.

du denkst an spiderman oder batman oder superman?

gewiss, solche helden. (spielen alle 3 in new york?) oder dieser gorilla, der durch die stadt läuft und alles zerstört.

du meinst king kong.

ja, den meine ich. dann gibt es noch eine unzahl von bedrohungen durch kräfte aus dem all, ufos, durch böse tiere, durch katastrophen, durch erdbeben, durch veränderte bazillen, durch geklonte zellen, durch wilde ameisen oder horrorheuschrecken. schleim. ach, frage mich nicht!

es gibt viele dieser filme.

diese filme müsste man alle mal ermitteln. das wäre eine aufgabe für ein filminstitut und eine studentengruppe.

aber was würde es bringen?

es zeigt, wie man jahrelang (im innern, geäußert dann in den filmen) die katastrophe schon herbei- und heraufbeschworen hat.

meinst du?

in all diesen visionen des schreckens wird der schrecken erweckt. er tritt aus der sphäre des unterbewussten ans tageslicht und bemächtigt sich dann des denkens der menschen oder auch einiger sehr böser menschen.

diese sind dann träger des kollektiven unterbewusstseins.

ja, so ungefähr.

das gilt auch für die islamischen terroristen des nine eleven?

am ende auch das: die amerikanischen filme und damit die ängste und visionen dieses landes haben die welt überschwemmt. das fing ja mit den western-filmen an, die wir als kinder sahen. immer war da der ruf: helft uns! wir amerikaner kommen nicht klar! das unterbewusste und all unsere schuld bemächtigt sich unserer nation! (man hatte ja z.b. die indianer vernichtet und vertrieben. was für ein verbrechen!)

das sind alles prozesse, die unter der ebene des bewusstseins ablaufen?

aber ja. man kann niemanden direkt anklagen. aber es bleibt zu sagen: das unheil des nine eleven ist wie eine antwort auf diese tausenden rufe dieser ewigen katastrophenfilme, von denen viele noch direkt in new york spielen.

also eine aufgabe für psychologen!

was wir hier anskizziert haben, wäre ein erster input für fachleute, sich diesen komplexen mal wissenschaftlich zu widmen.

und was machst du?

ich, also: wir, zweitklausens, haben am 11.9. noch die kunstaktion AN DIE ZERSTÖRER begonnen: http://www.klausens.com/an-die-zerstoerer.htm

was wäre der sinn?

es sind u.a. zwei DIN-A-4-blätter, die das enthalten, was man alles so zerstören kann, beginnend mit dem zertreten der ameise … und endend mit dem untergang der welt. eine liste, die sich beliebig erweitern und verlängern ließe. also auch ein fortlaufendes projekt.

AUSZUG: „erst wenn wir … alle gräber geschändet haben, indem z.B. wir grablichter und anderes metall entwendeten — alle züge gezielt zum entgleisen gebracht haben — alle autoleitplanken nachts abmontiert haben — alle mit 220 durchs tempo-30-wohngebiet gefahren sind — beim illegalen straßenrennen mit absicht alle gegner in den straßengraben drängen konnten — alle kinder mit unserer ungeduld zu tode gefahren haben — alle motorradfahrer in den todesturz gejagt haben — alle radfahrer beim abbiegen mit unserem sattelschlepper umgenietet haben — mit unserem taxi alle jungen mütter schlimm angefahren haben — allen nicht-ja-sagern in die fresse gehauen haben — auf der autobahn alle abgedrängt haben, die uns zu langsam schienen — alle frauen und kinder und rentner in der wohnung oder im keller eingesperrt haben — alle rehe aus spaß im wald zusammengeschossen haben — alle auch amokläufe mit 10, 20, 30, 40, ja, 155 toten durchgeführt haben — alle supermärkte geplündert haben — alle auch bomben gelegt haben — alle straßenzüge in brand gesetzt haben — alle häuser zur explosion gebracht haben — alle frauen vergewaltigt haben — alle gefangene gequält haben … sind wir endlich glücklich“

wir können da immer weiter dran schreiben, die liste verlängern. (und achte darauf, dass „alle“ mal subjekt und mal objekt ist!)

und was soll mit der kurzversion, den DIN-A-4-blättern, geschehen?

die werden ganz zart und mit nur wenigen klebebandstreifen angebracht, wo etwas im öffentlichen raum zerstört wird, und sei es nur das brandloch im fahrplan einer bushaltestelle.

schöne aktion. aber wer klebt?

das habe ich mich auch schon gefragt: ich kann nicht mein ganzes leben damit verbringen, überall diese DIN-A-4-zettel anzukleben.

aber ein paar sollten schon drin sein.

sehen wir mal. vielleicht wird diese aktion ja auch vom volk ergriffen.

das volk nach nine eleven wird kaum ein anderes sein … als das vor nine eleven.

… auch wenn sprachregelungen wie „nichts wird mehr so sein, wie es war“ so etwas suggerieren sollen.

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An 9-11 denkt KLAUSENS

das kunstwerk ist zu schön geraten. bei so viel schrecken doch noch so ein erträglich anzuschauendes kunstwerk? findest du das fair? angemessen?

wie will man es fassen?

und das gedicht?

das schrieben wir doch schon gestern:

ELF NEUN NINE ELEVEN
UND ANDERES MIESE
VON DER WELT
DIE DU BIST

Wir kennen die Welt als ewig
Einstürzende verstörende alles
Wegbebende die Menschen in
Trümmer stets hauende sie durch

Katastrophen zermalmende uns
Nur in Schrecken bringenden Moloch
Dessen Kern-Kraft-Existenz irgendwo im
Nebensichtfeld irgendeines Sonnensystems

Dem Pfurzknotenbeton gleicht den man sich
Nicht einmal mehr auf die Lach-Po-Backen
Zu reiben und einzurubbeln wissen würde
Es anders (TERROR!) doch sein wären wir

Allesamt auch nicht seiden nimmer mehr froh
Rufen wir zusätzlich noch mehr Krieg und
Verbrechen und Wahn-Witz-Sinn-Lose herbei
Bis dass der Hunger nach Tod uns endlich ho-ho-holt

Copyright 10.9.2011, Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als KlauWTCsWTCens oder Klau(s)ens oder Klau_s_ens, Königswinter-Oberdollendorf. Gegen 10:40 bis 10:50 Uhr.

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Den 11/9 = 9/11 samt der Hassausbrüche konterkariert KLAUSENS mit der liebhaften Doppelkastanie

klau|s|ens, was soll man an so einem tag tun und sagen?

es ist tag des hasses, der auf altem hass basiert … und neuen hass hervorbringt. es ist ein tag der spiralen.

die angekündigte koranverbrennung und die proteste dagegen: alles zeigt die zerbrechlichkeit der welt.

und den sieg der ideologien und dogmen …

… und den widerstand der aufrechten, die meinen, alle diese verblendungen und verbrämungen bringen das unheil der menschheit hervor …

… und dann diejenigen, die wissen, dass die menschheit repariert und repariert, an sich selbst, aber doch nicht vom flecke kommt.

denn wieder gibt es neue fanatiker …

… und wieder neue verbrechen und untaten und morde und abschlachtungen und verbrennungen und verstümmelungen und …

… die menschheit ist ureigentlich unheilbar.

der lottoeffekt besteht darin, in der gesellschaft zu leben, die gerade relativ stabil und relativ hassfrei funktioniert.

man hat das gute los oder das schlechte.

die amerikaner dachten immer, sie hätten das gute.

durch ihren hochmut und ihre mangelnde toleranz gegenüber anderen kulturen ist es dann umgekippt.

nun schlägt der hass der amerikaner auf eben diese zurück.

und der hass der amerikaner ist ja wiederum mit dem europäischen imperialismus und kolonialismus in amerika verbunden.

so schwappt es da hinein und dort zurück. („history ist schwappery“ – neues klausens-zitat!)

und diese böse ankündigung, den koran zu verbrennen, von diesem terry jones, in gainesville, florida, hat nun dazu geführt, dass schon erste menschen bei demonstrationen dagegen ums leben gekommen sind.

so setzt die eine kette die nächste in gang. man kann mit wenigen worten schon gewaltig zündeln.

eine alte weisheit der geschichte. aber es passiert immer wieder. ich hasse die wortzündler. aber das wort „hass“ birgt schon neue gefahren.

geert wilders, der neue ober-rechte der niederlande, soll ja extra zum 11.9., also zum „nine eleven“, in die USA geflogen sein. zum zündeln!

so kochen alle ihre süppchen. es ist immer wieder unglaublich, wie viele menschen es gibt, die nur ihr ego sehen, ihren erfolg, ihre karriere, ihren „sieg“, und die sich um humane fragen und gerechtigkeit und ausgleich und versöhnung und alles das kaum kümmern.

diese welt ist unheilbar.

sicher. wir leben das lotto unseres lebens. wir leben in der BRD derzeit relativ sicher. aber alles kann schnell umkippen, wie die sarrazin-affaire zeigt. — und die niederlande zeigen es erst recht: die gefühle werden hochgepeitscht, es passiert ein mord, oder zwei: gegen pim fortuyn und theo van gogh, schon ist es um die stabilität eines landes geschehen.

was willst du nun an diesem 9/11?

ich bringe eine kastanie, die ich fand: ein stacheliges ding, gewiss. aber darinnen ist die frucht. eine esskastanie. und dieses stachelige ding ist innen nicht nur süß, sondern es ist eine doppelkastanie. eine DOPPELKASTANIE. eine besondere also! schau doch.

das ist schön.

eben: die zwei stacheligen dinger gehören zusammen. liebe! einheit! verbundenheit! so etwas findet man selten. die fusion zweier kastanien ist ein symbol der liebe und versöhnung, trotz bestehender unterschiede und trotz der stachel, die uns alle auch als menschen kennzeichnen.

dann wäre dein objekt eines der hoffnung?

das ist auch das alte spiel: du hast die brandschatzer und dann die hoffenden. auch das  geht immer weiter. scheiterhaufen für scheiterhaufen, versöhnung für versöhnung. alles sind muster menschlichen handelns, die sich in spiralen auf der zeitachse wiederholen und wiederholen.

das ist klug beobachtet.

aber was hilft’s? irgendwo wird bestimmt ein koran angezündet. es wird diese bilder geben, wenn sich nicht YOU TUBE und CO. dazu entschließen, solche bilder nicht zu bringen bzw. zu vernichten. aus dem internet zu jagen.

das wäre zensur!

ich weiß: ich bin mir immer unsicher. aber wenn zum hass angestachelt wird, dann sollte auch manchmal eine zensur greifen. es sollte bestimmte regeln geben, die man nur unter bestimmten umständen verletzen darf, nach vielen zwischenfragen. aber gewisse grenzen müssen schon sein. mord ist ja auch verboten, laut unserer strafprozessordnung. totale liberalität kann es nicht geben.

CNN und FOX wollen keine bilder von einer möglichen koranverbrennung bringen.

das ist gut so. das ist gut so. das ist gut so.

durch wiederholung wird es auch nicht besser.

das leben ist eine beständige wiederholung von immer denselben fehlleistungen. man könnte es eigentlich auch lassen.

das leben?

am ende ist ja eh weg. soll man nicht alles lassen?

sag das mal denen, die all das elend herbeikämpfen und -schreien und -bomben. denen musst du sagen: lasst euer leben doch sein! dann hätten wir unsere ruhe!

da hast du aber dann die selbstmordattentäter vergessen. die werfen ihr leben auch weg, aber mit der devise, andere leben zu zerstören.

also ist leben zerstörung?

man könnte es fast befürchten, wenn nicht die doppelesskastanie wäre. ich schrieb:

DOPPELESSKASTANIENFALL
– 9 / 11 / Gedicht –

Gib mir deine Stachel
Festens in die Hand
Bis ich dich esse oder

Fresse gänzlich auf
Du böse fiese Frucht
Weil nur durch jenen

Schmerz die Erkenntnis
Sei entbrannt in diesem
Human-kaum-Grauensland

Oh du nur Menschenskind
Setz bitte jeden Schritt und
Wiewohl jede Tat zum Abgrund

Hin in das Totalglobalverderben
Bis alle sterbend rufen: Stimmt!
… sodass selbst die Süß-Kastanie glimmt

Im Scheiterhaufen uns’res Lebens istscheint
Auch die Fusion der Liebe hin zum Doppelten
Vergebens. [Warum hebst sie dann auf?]

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klausens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens, geschrieben am 11.9.2010, Samstag, Königswinter-Oberdollendorf. („istscheint“ ist ein Kunstwort von Klausens.)

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

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