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klau|s|ens betrachtet deutschland auf halbmast – www.klausens.com

klau|s|ens, man weiß gar nicht, was man schreiben soll.

es fielen einem die worte aus, sie fehlten, weil angesichts des absturzes alles andere unwichtig erschien … wurde … und auch ist … eine gewisse zeit.

dann kommt wieder das normale leben und saugt sich mit seinem alltag in die schlimmen botschaften, die den alltag überlagern.

der alltag will dann wieder seine rechte.

… auch wenn die menschen nicht wollen.

ich hatte eigentlich vor, über griechenland zu schreiben, gestern oder vorgestern. (also vor der katastrophe.)

was wolltest du eigentlich schreiben?

… dass es unerträglich ist, wie man mehrere wochen mit berichten, nachrichten, diskussionen, statements, meldungen etc. zu griechenland bombardiert wird, obwohl eigentlich nichts substantiell neues zu berichten ist oder gar passiert. schleifen über schleifen, statements, die alle dasselbe mit ähnlichen worten ausdrücken.

da muss dann ein stinkefingervideo auftauchen … oder tsipras vor dem kanzleramt paradieren, damit etwas farbe ins dauernd-das-selbe-geplappere kommt.

es war doch egal: es war nur griechenland, griechenland, griechenland – aber man hätte alles an neuigkeiten auf 6 zeilen bringen (alos: verdichten) können. in mehreren wochen!

stattdessen hat man uns griechenland weiter um die ohren gehauen, bis wir alles andere vergessen haben.

genauso war es. ukraine, nigeria, jemen, israel, tunis … und was es nicht alles an konflikten und schlimmigkeiten gibt … verschwand(en) nahezu vollständig. auch innenpolitisches, auch das. auch die flüchtlinge in deutschland. arbeitslose und hartz-IV-empfänger spielen außer beim „team wallraff“ ja sowieso keine rolle mehr.

auch von den anderen leidenden ländern westeuropas wie spanien oder portugal oder irland hörten wir nichts. von den griechen hörten wir aber (vermeintlich) alles, obwohl es immer das gleiche war.

nein, ja, doch: es war eine sich selber hochkochende griechenlandsuppe, mit der man unsere seelen und synapsen beflutet hat, bis wir morgens und abends dachten, es gäbe nur noch griechenland auf der welt. das ist gehirnwäsche ersten ranges, und die medien spielten alle mit.

ärgerlich war das, ja, ärgerlich.

ich wollte also endlich dazu was schreiben, zu dieser griechenlandinflation, als das schlimme unglück geschah, der airbus 320, der in frankreich in den bergen zerschellte.

und dann?

dann war ich geschockt und platt, und alles andere trat hinter diesem schrecken zurück: da es auch noch ein deutsches flugzeug war und viele deutsche passagiere an bord, konnte man diesen meldungen dann nicht mehr entgehen.

da war der schrecken und dann die tatsache, dass man mit dem schrecken zugedeckt wird, bis man nur noch „airbus“ zu sagen weiß.

das eine löste das andere ab. man war betroffen, schockiert, spürte großes mitleid … aber die neue welle der berichte rollte schon an. nun also „absturz“ statt „griechenland“.

und heute sind wir 2 tage später, griechenland ist vollkommen vergessen

aber nun hören wir tausendfach alles und überalles und überüberalles zum absturz. wieder diskussionsgruppen, wieder die gleichen bilder und informationen

und dann aber immer neue spekulationen.

eben: flugbegleiter und luftfahrtexperten und piloten und aufsichtspersonen und journalisten aller art dürfen nun theorien abspulen.

ein dauerndes“ könnte, habe, hätte“.

auch da: wenig neuer sachstand … aber ein dauerndes geplappere und gemache.

nun nun?

nun kehrt langsam wieder der alltag zurück, die sondersendungen werden etwas runtergefahren, die spekulationen gehen noch weiter. heute ist tag 3.

es herrscht halbmast.

ja, die betroffenheit ist da, der alltag auch schon wieder, und nichts genaues wäre zu wissen gekönnt.

danach?

danach dachte ich, ich möchte auch spekulieren, angesichts der neuesten meldungen zu der kabinentür, die nicht mehr aufging.

was ist deine theorie?

der eine pilot ging raus, der autopilot war an.

der andere?

… blieb drin. im cockpit. – da fiel die maschine in den sinkflug, weil der autopilot es wegen falscher software-informationen so wollte. da dachte der andere pilot, der noch im cockpit drin war: „schön, da kann ich heute ja schön mein leben beenden“.

danach?

… stellte er einen stuhl von innen vor die cockpit-tür, damit der pilotenkollege nicht mehr hineinkäme. (die maschine stürzte dann ab, weil der andere von außen nicht mehr hineinkam und den autopiloten und seinen kollegen an nichts mehr hindern konnte. auch nicht an seinem wahn, er müsse suizid ausführen und alle passagiere mit in den tod nehmen.)

eine gewagte theorie.

ich weiß, aber alles an unserer existenz ist so absurd … und zugleich so traurig … und alles aktuell so mit berichten zugemüllt, dass man eigentlich schreiben und spekulieren kann, was man will.

du weißt: bald ist auch der absturz irgendwie im land des vergessens.

das vergessen ist das einzige geschenk der schöpfung, wo sie doch so viel mist und unglück jeden tag produziert.

… und auch die mistberichte und den medienmurks dazu.

halbmast ist ja auch.

klausens-k-werk-kunstwerk-flaggen-auf-halbmast-26-3-2015 HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

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klau|s|ens wird vom “orden wider den tierischen ernst” erschüttert – www.klausens.com

klau|s|ens, für so eine veranstaltung kann man sich eigentlich nur schämen.

aber das geht schon seit jahren so.

sie hatten dann mal aufpoliert, sich von den ewigen politikern als preisträgern, also ordensträgern, auch zwischenzeitlich verabschiedet (du weißt: diese thurn und taxis, die gloria) …

… und dann kam der zu guttenberg als ordensträger bzw. hoffnungsträger der aachener pseudostadtelite. – ich bitte dich! – aber der kern ist doch sowieso der gleiche: das deutscheste im deutschen. kein humor, theatergetue, dauerrollenspiel, verkrampft, gekünstelt, gesichtervorzeige, steifheit pur, dauererzeugtes grinsen wie aus dem horrorbuch der filmgeschichte. und dann aktuell auch noch wahlkampfhilfe für die FDP.

wenn man dann noch sieht, wie auch ein GRÜNER wie cem özdemir sich da einreiht.

das wollte ich letztes jahr schon schreiben: es gibt kein besseres symbol für das „ankommen“ der GRÜNEN im establishment, als wenn der ehrgeizige özdemir den preis bekommt, diesen auch annimmt (wird ja vorher abgeklärt und angefragt) und genauso in die kameras grinst wie alle anderen politikblasen.

dann immer die frage, die sich mir stellte: wo ist denn der humor?

bei allem fragt man sich das, bei herrn lindner aktuell erst recht.

man fühlt sich eher an burschenschaftsgehabe erinnert.

da wird so manches auch herkommen, bei diesen aachener karnevalisten, die so sehr mit der elite verbrüdert sind und wahrscheinlich tausende von steuerberatern und zahnärzten noch als hilfstruppen im hintergrund haben.

man kann sich für so etwas nur schämen!

ja, das kann man. aber es ist deutschland, wie es „singt und lacht“. (tschuldigung, ihr mainzer. aber: seid ihr denn besser?)

karneval ist ja sowieso die verbrüderung von autohäusern und autoproduzenten mit prinzenpaaren.

das ist aber jetzt ein extra thema: der karneval.

aachen war mal wieder der untergang. (dieses krampfige vom „orden wider den tierischen ernst“ erinnerte an die einstudierten sendungen mit florian silbereisen.)

ja, dass sich dann noch leute wie guido cantz oder ingo appelt oder jörg knör oder XY dafür einkaufen lassen! wahnsinn!

so wächst zusammen, was zusammengehört: der komiker, der sich überall prostituiert, wenn es geld gibt (das unterscheidet ihn vielleicht vom kabarettisten, der meist noch etwas wie moral kennt), dann aber diese seltsame feingesellschaft aus dem eurogress zu aachen.

mich hat es angewidert. ich habe mich dafür geschämt, ein deutscher zu sein. und auch dafür, solche politiker, wie die in den ersten reihen, als „humorvolle“ (angeblich) in unserer (angeblich) führungselite zu haben.

das tut mir leid, aber auch die herrschenden oder die, die sich so fühlen, wollen eben nicht zum lachen oder zum gekünstelten lachen in den keller.

aber müssen die denn mit dem eigenstaatsgrinsemurks in den fernseher? muss das denn sein?

zieh du dir erstmal den gelben pullunder von genscher an. dann reden wir weiter. (ach ja: helau! der herr lindner ist saulustig. helau!)

nee, alaaf.

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klau|s|ens erzürnt die epidu-löschung von beiträgen, texten und profilen – www.klausens.com

klau|s|ens, das böse internet schlägt wieder zu.

es sind immer wieder diese so „tollen“ plattformen, die erst tausende von leuten herbeirufen, um sie dann wieder „loszulassen“. dann wird alles gelöscht und entfernt. und die armen menschen werden um ihr tun betrogen.

was sollte man tun?

man sollte bei EPIDU werke auf die plattform einstellen, und dann sollten die mitglieder der plattform entscheiden, welches denn dann aus dieser masse bei EPIDU erscheinen möge. das hieß dann in der marketingsprache so: „Der EPIDU Verlag ist der erste WEB 2.0-Verlag in Deutschland. Angefangen haben wir mit der Idee, dass unsere Leser das Verlagsprogramm über unsere Internetplattform EPIDU.de mitbestimmen dürfen.“

hört sich doch toll an.

siehst’e, du fällst auch darauf rein. da geben dann die menschen ihre geschichten, erzählungen und romane rein, laden hoch, machen sich arbeit, schreiben und bewerten,  und hoffen dann auf eine EPIDU-veröffentlichung. dieses lottogewinnprinzip: vielleicht ja ich. vielleicht ja ich. der „american dream“ a la EPIDU aus aachen. – und jetzt ist schon alles vorbei.

wieso?

lies doch deren mail. 22.10.2012. alles wird gelöscht und gelöscht und gelöscht:

„Neue Ausrichtung
Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass wir unseren Verlag völlig neu ausrichten werden. Erste Veränderungen haben wir ja bereits vor einigen Monaten vorgenommen. Darauf werden wir nun aufbauen.
Die Seite, so wie sie derzeit noch existiert, wird vollständig durch eine ganz neu gestaltete Internetseite ersetzt werden. Das bedeutet, alle Texte und Profile, die derzeit noch auf unserer Plattform veröffentlicht sind, werden bis spätestens Mitte des nächsten Monats gelöscht. Bis die neue Seite an den Start geht, macht unsere Online-Präsenz Pause. In dieser Zeit ist unsere Unternehmensseite unter http://www.epidu.com abrufbar.
Im nächsten Jahr lassen wir unseren Verlag dann in ganz neuem Glanz erstrahlen. Doch das ist natürlich noch längst nicht alles:

Neues Konzept im Frühjahr
Auch bei unserem Verlagsprogramm planen wir grundlegende Neuerungen, das heißt, wir werden einen ganz anderen Schwerpunkt setzen als bisher.
Bis dahin bitten wir euch, keine weiteren Romane mehr einzureichen. Die derzeit laufende Bewerbungsphase für unseren Lektorentisch wird nicht mehr fortgeführt. Wir bitten alle Teilnehmer an dieser Stelle um Verständnis und sagen euch ein Herzliches Dankeschön!“

aber das schlimme  ist wieder in herrliche sätze verpackt.

diese art von formulierungen, um ums glück betrogene menschen zu bauchpinseln, das kennen wir doch von überall her. wer die moderne kennen will, muss wissen, wie die lug-und-trug-sprache funktioniert.

was ist der kern?

nix mehr: leser wählen ihre romane und die werden dann veröffentlicht. – im gegenteil: alle profile und texte werden gelöscht. ex und aus. finito. futsch! kaputt! weg!

was gibt es nur für menschen? und was erst für menschen, die via internet andere menschen an sich binden und diese dann foppen und foppen und foppen!!!

das internet ist voll davon: man lockt leute – aber das abservieren und löschen geht dann zack-zack.

nachher sollen diese leute dann aber wieder „auf der ganz neuen plattform“ erscheinen und brav wie die schäflein alles mittun.

wir haben schon so viele löschungen im internet erlebt. man wird müde. und man kann die berichte nicht ertragen, wenn diese plattformen (solange neu) in den tollsten worten angepriesen werden. es erscheint einem wie ein karzinom des bösen.

ich weiß. GESCHLOSSEN wurden u.a.:
– DerWesten (Schreibweise zusammen!)
– peo
– unddu
– ZEIT community
– microsoft SPACES
– TAUSENDREPORTER (stern)
– YAHOO Pulse
– SHORTVIEW
– Rheinische Post OPINIO

http://www.klausens.com/einige-erinnerungen-an-geschlossene-plattformen-im-internet.htm

aber EPIDU will auch noch wiederkommen! ist das nicht die höchste form der dreistigkeit?! 

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Zum Nachspiel zum Heinrich-Boere-Prozess vor dem Amtsgericht Eschweiler schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, der NS-täter heinrich (hendrik) boere war (gedanklich) wieder präsent, obwohl er verurteilt ist … und nun in haft ist.

es gab das nachspiel zum lebenslänglich für heinrich (hendrik) boere, den mörder.

die anwälte boeres zogen vor das amtsgericht, weil einst (2009) niederländische journalisten ihn mit verdeckter kamera gefilmt hatten. in seinem altersheim zu eschweiler … und die gespräche mit ihm auch noch geheim aufgezeichnet hatten.

es ist die klassische frage: was darf wie bearbeitet werden? wie weit dürfen journalisten gehen? es ist eine ewige güterabwägung: da die mordtaten, dort die deutsche justiz, die bei der aburteilung nicht nachkam, dann der täter, der jahrzehntelang unbelangt in deutschland lebte. und nun die zwei niederländischen journalisten, die die dinge durch ihre recherche richtig in gang brachten.

aber sie wurden freigesprochen.

zum glück für die deutsche justiz. zum glück. – aber es geht immer um den wert der persönlichkeitsrechte und dann um den wert der interessen der gesellschaft. beides ist immer abzuwägen, fall für fall. das gericht in eschweiler wiederum ging einen umweg über den „verbotsirrtum“, wonach den beiden journalisten nicht bewusst war, dass tonaufzeichnungen ohne einwilligung unrechtlich sind. die journalisten sind nach ansicht des gerichtes irrtümlich davon ausgegangen, dass das öffentliche interesse höher zu bewerten sei als die vertraulichkeit. das ist schon eine sehr gedrechselte winkelei, die den journalisten zwar nützt, hinsichtlich des freispruches, aber einen doch verwundert. es ist keine klarlegung, dass man in bestimmten fällen das persönlichkeitsrecht außer acht lassen muss, weil die überführung der NS-täterschaft dann das höhere gut ist. das hat ja auch der DJV, der deutsche journalistenverband, daran bemäkelt.

ich denke auch, als nichtjurist: hier war der gedanke, dass es sich um einen (schlimmen) zeitzeugen der geschichte handelt, bei boere, der größere und wichtigere aspekt als dessen zu schützende persönlichkeit. deshalb durften die journalisten auch illegal filmaufnahmen machen. es war richtig so.

es ist gut so, es ist gut. es gibt kein „reines“ leben für journalisten. wenn man den journalisten alle kanäle der recherche verschließt, dann können diese gar nichts enthüllen.

aber du willst doch auch nicht, dass journalisten dich so ungefragt abfilmen und das veröffentlichen.

gewiss, ich habe aber auch keine solch gewaltigen verbrechen wie heinrich boere begangen. und: denke doch nur an die eichmann-entführung oder an die barbie-aufdeckungs-geschichte durch das ehepaar klarsfeld. wir hatten diese fragen schon öfter, auf ungleich höherem level als jetzt bei diesen journalisten der niederlande, denen wir an dieser stelle für ihr tun danken: jan ponsen und jelle visser.

ja, es war gut, dass so die dinge um den prozess heinrich boere durch diese versteckt-im-altersheim-filmen-aktion richtig in gang kamen.

und es war gut, dass das amtsgericht eschweiler diese beiden journalisten am 9.2.2012 freisprach. (wengleich die begründung diskussionswürdig ist: paragraf 17 des strafgesetzbuches zum verbotsirrtum: „Fehlt dem Täter bei Begehung der Tat die Einsicht, Unrecht zu tun, so handelt er ohne Schuld, wenn er diesen Irrtum nicht vermeiden konnte.“)

das freisprechen der journalisten war „gut“ im sinne einer aufarbeitung der NS-vergangenheit. in deutschland und (im falle boeres) … sowohl in deutschland als auch in den niederlanden, weil boere für beide nationen steht.

aber wie peinsam für die boere-anwälte, die sich selber öffentlichkeit verschafften … mit so einer unnötigen anklage.

gewiss, die anwälte boeres haben alles wieder in ein seltsames licht gerückt. sie hätten die beiden journalisten nie anzeigen müssen.

jedoch: unabhängig von eschweiler. es bleibt der prozess gegen boere und das urteil. der boere-prozess, einer der letzten gegen NS-täter auf deutschem boden, zusammen mit dem demjanjuk-prozess in münchen.

es bleiben unsere LIVE-gedichte zum BOERE-PROZESS

und es bleiben die letzten NS-täter, die man überhaupt noch vor gericht bringen könnte.

ich weiß: OPERATION: LAST CHANCE http://www.operationlastchance.org/ abgerufen heute, am 11.2.2012:

„OPERATION: LAST CHANCE is a campaign to bring remaining Nazi war criminals to justice by offering financial rewards for information leading to their arrest and conviction. To date the initiative has been launched in Germany, Lithuania, Latvia, Estonia, Poland, Romania, Austria, Croatia, and Hungary.

Operation: Last Chance is a joint project of the Simon Wiesenthal Center and Targum Shlishi Foundation.

Operation Last Chance II hotline
in Germany (01573) 494-7307″

„LATEST NEWS

February 7, 2012 — Two Dutch reporters have been ordered to appear in a German court this week, following a complaint from a 90-year-old convicted Nazi war criminal who claims that the journalists violated his privacy by using a hidden camera to record an interview with him more…

February 3, 2012 — Seventy is the biblical lifespan for latterday humans. And ― the number of years since Hitler’s Wannsee Conference “made official” the Final Solution for European Jewry in January of 1942 more…

February 1, 2012 — Jelle Visser ist wild entschlossen. Stolz und Trotz klingen aus seiner Stimme: „Dass wir eine hohe Geldstrafe zahlen, kommt nicht in Frage – dann gehen wir eben lieber ins Gefängnis.“ Es klingt wie: Sollen doch alle sehen, bei welchen Vergehen die deutsche Justiz spurt – und bei welchen Verbrechen nicht more…

January 29, 2012 — “ Nel 2002, il Centro Simon Wiesenthal Israel (SWC) e la Fondazione Targum Shlishi di Miami, Florida, hanno lanciato l’ < Operazione Ultima Speranza> (OLC), per facilitare la cattura dei criminali di guerra nazisti, soprattutto nell’Europa post comunista more…

January 27, 2012 — Kis híján botrányba fulladt az újvidéki vérengzés évfordulója alkalmából rendezett megemlékezés, amikor a szerb ortodox egyház kóristáinak öltözött biztonsági emberek fizikai erővel tartották távol a rendezvénytől az újvidéki képviselő-testület elnökét, Alexandar Jovánovicsot more…

January 27, 2012 — Naziverbrecher jagen – Operation Letzte Chance. Manfred Gerstenfeld interviewt Efraim Zuroff (direkt vom Autor) more…

January 26, 2012 — La segunda última oportunidad para juzgar a los cómplices del Holocausto more…

January 26, 2012 — The director of the Jerusalem-based Simon Wiesenthal Center also called for a speedy termination of the cases underway more…

January 26, 2012 — Interview Series for Holocaust Remembrance Day: Ephraim Zuroff, Dir. of Wiesenthal Center:“We focused significant attention on the very important role played by the Nazis‘ local helpers.“ more…“

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Vom Haftantritt des NS-Täters Heinrich Boere hört KLAUSENS

klau|s|ens, nun sitzt er ein!

einer der letzten NS-täter, die noch vor gericht kamen. es gab den demjanjuk-prozess in münchen und den boere-prozess in aachen. 2009 war das.

den prozess zu aachen haben wir vor ort und live verfolgt. http://www.klausens.com/klausens-beim-boere-ns-kriegsverbrecherprozess-in-aachen.htm sowie
http://klausens-und-die-blog-eintraege-zum-heinrich-boere-prozess.htm

ja, ein prozess fast nur nach aktenlage und bezogen auf geschriebene dokumente, weil die meisten zeitzeugen nicht mehr lebten.

das urteil „lebenslänglich“ war dennoch konsequent und der beweislage entsprechend.

Prozesstage: 1) 28.10.2009, Mittwoch – 2) 2.11.2009, Montag – 3) 10.11.2009, Dienstag – 4) 23.11.2009, Montag – 5) 27.11.2009, Freitag – 6) 1.12.2009, Dienstag – 7) 3.12.2009, Donnerstag – 8) 8.12.2009, Dienstag – 9) 11.12.2009, Freitag – 10) 15.12.2009, Dienstag, – 11) 18.12.2009, Freitag – 12) 8.1.2010, Freitag – 13) 15.1.2010, Freitag, erst um 13.00 Uhr – und ausnahmsweise in Saal 0.009 – 14) 28.1.2010, Donnerstag – 15) 4.2.2010, Donnerstag – 16) 19.2.2010, Freitag – 17) 23.2.2010, Dienstag – 18) 2.3.2010, Dienstag – 19) 16.3.2010, Dienstag – 20) 23.3.2010, Dienstag, Urteil: LEBENSLANG (aber keine besondere Schwere der Schuld) wegen heimtückischen Mordes in 3 Fällen – Die Verteidigung hat Revision beim BGH eingereicht. Im Dezember 2010 wurde die Revision abgewiesen. Das Urteil ist rechtskräftig. Siehe: Beschluss vom 1. Dezember 2010 – 2 StR 420/10 – September 2011: Aachener Staatsanwaltschaft teilt mit, dass Boere seine Haft antreten soll und nicht als haftunfähig gilt. Ein Gutachter erklärte den 89-Jährigen für „prinzipiell haftfähig“, wie die „Aachener Nachrichten“ berichteten. – 27. Oktober 2011: dpa berichtet, dass die Haft näher rückt: „Nach Angaben des NRW-Justizministeriums gibt es landesweit 63 Haft-Pflegeplätze. Davon befinden sich 34 im Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg (Kreis Unna) und 29 in der JVA Hövelhof (Kreis Paderborn).“ – 15.12.2011: Laut Presseberichten, die sich auf die Staatsanwaltschaft Aachen berufen, hat Boere am 14.12.2011 in einer Spezialhaftanstalt / einem Justizvollzugs-Krankenhaus Nordrhein-Westfalens seine Haft angetreten.

nun ist heinrich boere // hendrik boere aber schon 90 jahre.

das ändert nichts. man musste befürchten, dass er seine haft nicht würde antreten müssen. es gibt ja immer varianten, die einen haftantritt unmöglich machen. (hier war es u.a. die zwingende suche nach einem freien, speziellen haftplatz für den kranken mann.)

so kam es aber nicht. kein grund, die haft auszusetzen, kam hinzu. die krankheit wurde für boere kein schutz. (obwohl er im prozess sich auf diese krankheit berief bzw. seine anwälte. das machte den prozess ja schon schwierig. schon die kürzere dauer der prozesstage war dadurch bedingt.)

es wurde nun rundert anderthalb jahre nach dem urteil endlich ein haftplatz frei, in einer dieser sonderhaftanstalten für menschen, die pflegebedürftig sind. in NRW.

das ist heinrich boere: pflegebedürftig. körperlich. – psychisch ist es ein extra problem, weil der mann vor gericht nichts und gar nichts zugegeben hat. die übliche tragik vieler NS-täter: die tragik des leugnens und des sich-unschuldig-gebens. (verbrecher wie speer haben sich so, im leugnen, ganz neu erfunden … und es wurde ihnen sogar auch noch von der gesellschaft abgenommen.)

eine humane gesellschaft will nicht rache, sondern strafe. sie bleibt aber bei und um diese strafe selbst human.

warum?

weil die gesellschaft so hofft, auch in die generationen danach einwirken zu können. eine gerechte strafe bei rechtsstaatlichen umständen ist das sauberste und ehrlichste und klügste, was man machen kann.

dennoch gibt es (immer noch) neonazis, gerade im bereich aachen-land. kameradschaften. (die haben auch teilweise dem prozess beigewohnt.) alle diese schlimmen dinge. gewalt und terror sterben nicht aus.

es wäre naiv zu meinen, man könnte „den guten“ menschen nun herbeierziehen, indem man eine rechtsstaatliche gesellschaft fordert und fördert. aber wir können vieler solcher besseren menschen großwachsen sehen, die eine solche gesellschaft noch mehr implantieren und dann auch gegen diejenigen verteidigen, die alles mal schnell für willkürsysteme und -handlungen abschaffen wollen.

heinrich boeres taten aber waren verbrechen.

gewiss, man hat andersdenkende im auftrag und für den nationalsozialismus kalt aus dem wege geräumt. sie abgeholt und sie erschossen. das war eine beseitigung von menschen, die bestimmten herrschenden damals nicht gepasst haben. die niederlande waren ja von deutschen besetzt. aber in den niederlanden selbst gab es genügend menschen, die ebenfalls nazistisch dachten, wobei man boere schon fast als einen deutsch-niederländer eingruppieren könnte.

wir wollen aber eine bessere welt.

das wollte jesus wohl auch schon. (oder nicht? es ist alles so komplex!)

hauptsache: boere ist in haft!

ja, ein kleiner lichtstreif. die tat bleibt nicht folgenlos. das verbrechen wird nach jahrzehnten noch verfolgt. für mord gibt es keine verjährung. aber wie viele andere bösmenschen und schlimmtuer sind gerechten strafen entkommen? insofern ist gerechtigkeit ein wort, dass auch nichts (oder alles) aussagt über den irrsinn menschlicher existenz.

schon morgen kann dich jemand abknallen. es kann ein mörder um des geldes willen sein, ein mörder um der lust willen, ein mörder um des amoklaufens willen (lüttich) und ein mörder um der rechten gesinnung willen. – wir könnten noch mehr aufzählen, lassen das aber.

boere ist in haft. das zählt. es wird den hinterbliebenen der opfer etwas genugtuung verschaffen.

wenn alle täter am ende auch in haft kommen, dann werden es sich die neutäter vielleicht 2 x überlegen.

vielleicht. vielleicht auch nicht. denn aktuell sprechen wir ja über eine sogenannte NSU, die kalt und heimtückisch ausländisch-inländische menschen abräumte. wo ist da deine logik?!

in meinem denken gibt es keine logik. sorry, ich bin eben nur ein mensch. jeder mensch ist per se auch ein möglicher täter.

jeder mensch ist ein prinzipieller täter. deshalb hüte ich mich ja vor dir, zweitklausens.

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Der verurteilte NS-Verbrecher Heinrich bzw. Hendrik Boere muss Haft nun antreten, hört KLAUSENS

klau|s|ens, heinrich boere muss nun in den knast.

er ist ein alter mann. man wusste es nicht, ob er als gesund genug angesehen wird, um noch als recht alter mann ins gefängnis zu gehen. – doch in seinem fall gilt: er soll die haft wohl antreten.

wie lange die dinge dauern.

da waren die hinterhältigen morde im jahr 1944. voller gemeinheit, voller heimtücke.

wegen drei morden hat man ihn zuletzt verurteilt: 2009. in aachen. lebenslang.

im oktober 2010 hat der BGH die revision abgelehnt – damit war das urteil auch rechtskräftig.

und nun, im september 2011 entnimmt man einer meldung der „aachener nachrichten“, dass boere in haft soll, weil der oder die gutachter ihn für haftfähig erklärten.

man habe auch eine haftanstalt gefunden.

das soll die staatsanwaltschaft aachen der zeitung mitgeteilt haben.

damit kommt boere (bald?) in haft.  ich erinnere an den prozess: http://www.klausens.com/klausens-beim-boere-ns-kriegsverbrecherprozess-in-aachen.htm

damit hätten wir nicht gerechnet, weil doch die meisten alten täter dann der haft entkommen. meist mit verweis auf die gesundheit. boere müsste 89 jahre jetzt sein. er wird ende september 90.

es ist so seltsam, dass heinrich alias hendrik boere einerseits ein mörder ist, mindestens ein dreifacher mörder … und man natürlich will, dass jeder mörder für seine taten zur rechenschaft gezogen wird …

… es aber andererseits viele mörder gibt, NS-mörder, sehr grausame auch – zumal solche, die nur von oben die befehle erteilten …

… die solch einer strafe nie zugeführt wurden.

so widersinnig und seltsam kommt das leben daher: die einen täter werden auch nach jahren noch der justiz zugeführt, ja, sie müssen sogar auch die haft antreten …

… die anderen täter haben damit nie etwas zu tun gehabt. es gibt immer noch welche, die nach verbrechen der periode 1933 bis 1945 noch munter (?)  leben, irgendwo, versteckt, andere identität, ohne haft, ohne strafverfahren, ohne alles. freie (?) menschen. wahrscheinlich kennen viele dieser täter auch keine schuldgefühle. vielleicht schlafen sie nachts gut durch.

für heinrich boere wird sich letztendlich nicht viel ändern.

warum?

ich denke, dass er in seinem zustand in einem altersheim genauso frei oder unfrei leben wird wie nun bald in einer haftanstalt. er verlässt eh nie das heim in eschweiler, soweit man weiß. er hat auch keine angehörigen.

das zeichnet unsere humane welt ja auch aus: trotz der erwiesenen schuld gehen wir mit den tätern ganz anders um, als sie es jemals mit den opfern taten. der knast ist gefangenschaft. aber diese gefangenschaft ist „anständig“, auf eine gewisse art.

ich weiß. das ist grund zur freude. etwas gerechtigkeit wurde erlangt. ein mörder tritt die haft an. die welt ist nun etwas gerade gerückt.

man hätte aber alle finden wollen, zumal die ganz oben. in libyen wird es nicht anders sein: ein teil entkommt, ein teil wird gefasst. gerechtigkeit ist eine künstlich erdachte dimension des menschen, aber keine des kosmos.

zumal „gerechtigkeit“ immer nur teilweise eintritt. in syrien sind die täter noch beim töten. da sind die dinge noch in der phase des aktiven verbrechens.

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Von den aktuellen Gegen-Hausfriedensbruch-Aktivitäten des Heinrich Boere bzw. seiner Anwälte liest KLAUSENS

einerseits hat der BGH das urteil „lebenslang“ gegen heinrich boere nun bestätigt …

… andererseits klagt er selber nun.

beides nahezu gleichzeitig.

er klagt wegen hausfriedensbruch gegen zwei journalisten.

es ist diese idee von „undercover“, die man benutzte.

man kam in das altersheim rein und filmte unter anderen voraussetzungen.

jelle visser und jan ponsen.

also: jounalisten der niederlande.

das recht ist ein weites feld.

die menschenwürde auch.

findest du?

die haben geklingelt, sind rein und haben gefilmt. haben boere überrumpelt, aber das sieht man 1000-fach in PANORAMA und REPORT und AKTE SOWIESO und wie sie alle heißen. viele sender wollen so böse menschen aufspüren: z.B. internetbetrüger. dann machen sie überraschungsbesuche und hoffen auf ein statement. gerne mit versteckter kamera. meist sieht man, bei offensichtlicher kamera, nur die zue (= geschlossene) türe oder die unwirsche hand eines betroffenen vor dem kameraobjektiv.

aber boere sprach dann. er sprach zu den journalisten der niederlande. und das wurde gefilmt. er sprach schon vom möglichen knast. alles im herbst 2009, vor dem prozess.

ach so.

ja, so war es.

man beschwerte sich über die filmerei wohl seitens boeres anwälten erst beim „Nederlandse Raad voor de Journalistiek“ … aber als da geurteilt wurde, boeres privatheit sei nicht über gebühr angetastet worden, hat man sich ans gericht gewandt.

die journalisten wurden am 21.12.2010 in amsterdam dazu verhört. offenbar als niederländische amtshilfe für das deutsche gericht, wo die sache zur anzeige gebracht wurde.

die niederländische justizbeamte dazu heißt ruth gorissen. siehe auch den artikel der washington post, der sich auf AP-material aus berlin, und zwar von dem journalisten jürgen (oder juergen) baetz (oder bätz) bezieht. LINK

nun aber der NOS-kurzbericht auf niederländisch:

„Toegevoegd: dinsdag 21 dec 2010, 10:57

De Nederlandse oorlogsmisdadiger Heinrich Boere klaagt twee verslaggevers van de TROS aan, omdat ze hem stiekem hebben gefilmd.

De journalisten worden vandaag in Amsterdam verhoord op verzoek van Boere, die al meer dan zestig jaar in Duitsland woont. De Duitse justitie heeft de Amsterdamse politie gevraagd om rechtshulp.

Verborgen camera

De twee verslaggevers van EenVandaag, Jelle Visser en Jan Ponsen, filmden de 89-jarige Boere vorig jaar met een verborgen camera in een bejaardenhuis in Duitsland. Visser en Ponsen worden nu aangeklaagd voor schending van de vertrouwelijkheid van het woord.

Boere klaagde eerst bij de Nederlandse Raad voor de Journalistiek, maar die oordeelde dat de Boeres privacy niet onrevenredig was aangetast.

Levenslang

Heinrich Boere was in de oorlog lid van het SS-moordcommando Feldmeijer. In die hoedanigheid schoot hij drie Nederlandse burgers dood.

Eerder dit jaar werd hij hiervoor veroordeeld tot levenslang, maar mocht zijn verzoek tot beroep in vrijheid afwachten vanwege zijn zwakke gezondheid. Het Federale Hof in Karlsruhe verwierp het beroep gisteren.“ QUELLE: NOS

was sagen wir dazu?

nichts. wir wollen erst einmal wissen, ob boere nun nach dem BGH-finale (revision der boere-anwälte abgewiesen) auch in haft kommen wird … oder ob noch rechtsmittel, z.b. beim europäischen gerichtshof, davor liegen. (die gesundheitsfrage ist natürlich der zweite fragenkomplex zum thema strafantritt.)

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