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Die Leerungszeiten des Briefkastens in Bonn-Oberkassel gibt uns KLAUSENS

klau|s|ens, du hast wieder mal den service-rappel?

ich mache nur das, was die post unterlässt.

und was wäre das?

die welt ist voller informationen, viele sind völlig unnötig. bei google maps finde ich die unmöglichsten menschen eingetragen. ich kann sehen, wo ein peter maier und eine michaela schulz wohnen … aber …

ja, was denn?

ich kann nicht finden, wo der nächste briefkasten ist, wo überhaupt ein briefkasten ist … und wann der briefkasten geleert wird.

wir leben in einer servicewüste.

ja, aber die post macht ja alles schlimmer. dauernd wird geschlossen und gekürzt … und dann sagen sie triumphierend: „es gibt aber mehr annahmestellen, weil wir ja in die supermärkte und läden gehen. es täuscht, wenn sie glauben, die post zieht sich zurück. nein, nein, es täuscht!“

und die bürger? die leute? realiter?

die stehen de facto überall bei der post schlange, weil natürlich alles de facto ausgedünnt wird. das ist ja das ziel: ausdünnen und sparen.

und bei den briefkästen?

ich nehme jetzt nur mal den in bonn-oberkassel, auf der königswinterer str., nahe der ortsgrenze zu königswinter, genauer: hin zu oberdollendorf und niederdollendorf, der kasten an der ecke „zum weißen stein“. den nehme ich mal.

und?

ich wusste, dass er zweimal am tag geleert wird.

und?

AUS! – nun stelle ich fest: sie haben ein neues schild angebracht … und er wird nur noch einmal am tag geleert.

was bedeutet das?

ich weiß es nicht: weniger post? war der kasten beim ersten mal nicht mehr voll? – ich weiß es doch nicht.

du denkst zu viel nach.

ich spiele nur „mündiger bürger“. ein ziemlich sinnloses spiel.

und wozu trieb dich das?

das trieb mich dazu, im april 2010 die leerungszeiten des briefkastens in bonn-oberkassel auf der königswinterer straße endlich zu fotografieren.

und dann?

dann kann ich ab sofort immer im internet nachgucken, wann dieser eine briefkasten geleert wird.

und andere auch!

ja, auch andere. andere menschen. ja. ich stelle diesen service heute aller welt zur verfügung. für diesen einen briefkasten.

du machst also das, was die post tun sollte.

die post müsste ein verzeichnis aller briefkästen samt leerungszeiten haben, am besten noch mit einer landkarte (map) kombiniert. für ganz deutschland. für die ganze welt. für das ganze weltall.

toll, deine idee!

wieso toll? ich muss alles selber machen. der briefkasten ist doch nur einer von tausenden gegenständen, die meinen alltag bestimmen. überall muss ich informationen bereithalten, recherchieren, nachhalten. für jede kleine tätigkeit.

und wenn sie die leerungszeiten schon morgen wieder verändern?

das ist ja das extra-schlimme: auch wenn du einmal ein kleines problem „im griff“ hast, kann es morgen schon wieder ganz anders sein. auch bei der post.

die welt ist schnell-lebig.

sicher: es geht immer ums sparen … und eigentlich ums verschlechtern. und genau deshalb wird morgen die welt schon wieder schlechter aussehen als heute.

daran kann auch dein blog nichts ändern!

leider nein – aber die welt lässt sich ja nicht verändern, nur modifizieren. immer etwas modifizieren. die schlechtigkeit aber bleibt.

hast du eigentlich schon einmal daran gedacht, selber zum briefkasten zu werden?

das ist eine gute idee. ich sollte eine bewerbung an die post schreiben, als briefkasten.

das wäre mal ein künstlerischer akt.

danke, für die idee, zweitklausens. vielen dank.

bitte, bitte, aber wenn sie dich als briefkasten einstellen, dann darfst du nicht dauernd die leerungszeiten ändern.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
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